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Vitamine und Mineralien

Es geht um Vitalstoffe oder Mikronährstoffe; dazu zählen Vitamine, Mineralien und Bioflavonoide. Sie finden hier Informationen zu Vitaminen und Mineralien. Angegeben wird, wie der Mensch sie auf natürliche Weise, z.B. in Lebensmitteln, zu sich nimmt, außerdem die Wirkung, was bei Mangel und Überdosierung passiert, die biochemischen Eigenschaften, der tägliche Bedarf und wer einen erhöhten Bedarf hat.

Vorrang für eine gesunde Lebensweise sollte die Versorgung mit Vitalstoffen durch gesunde, ausgewogene Ernährung haben. Dadurch ist eine Überversorgung mit Vitalstoffen kaum möglich. Wenn die Versorgung mit Vitalstoffen aus der Ernährung nicht ausreicht, dann sollte die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln erwogen werden.

Die nachfolgenden Tabellen werden noch überarbeitet und ergänzt. Einige Angaben entsprechen vielleicht eher der schulmedizinischen Sichtweise (Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE) als dem Stand der Wissenschaft. Entsprechende Hinweise sind willkommen.

 

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Vorkommen in Nahrung, Natur und Umwelt Hagebutten, Sanddorn, Zitrusfrüchte, Johannisbeeren, Kartoffeln, Paprika, Tomaten, Kohl, Spinat, Gemüse, Rettich
Wirkung antioxidativ, entzündungs- und blutungshemmend, fördert die Entgiftung und die Abwehrkräfte des Immunsystems, schützt Zellen vor chemischer Zerstörung, aktiviert Enzyme, unterstützt den Aufbau von Bindegewebe (Kollagen) und schnelle Wundheilung, dient der Vorbeugung gegen Arteriosklerose, stärkt Knochen und Zahnschmelz, stabilisiert die Psyche (z.B. bei Depressionen)

Bei einem Vitamin-C-Plasmaspiegel > 70 µmol/L sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und die Gesamtsterblichkeit.

als Hochdosis per Injektion: Zerstörung von Krebszellen, gegen Erkrankungen durch Bakterien und Viren, z.B. Polio, Diphterie, Tetanus, Lungenentzündung, Coronavirus.

Es wurde vermutet, dass sich bei Hochdosis-Anwendung Nierensteine bilden könnten. Diese Befürchtung wurde wissenschaftlich nicht bestätigt.

Mangel-Symptome Beeinträchtigung des Immunsystems und höhere Neigung zu Infektionen; Zahnfleischbluten, Müdigkeit, Gelenk- und Kopfschmerzen, Appetitmangel, Leistungsschwäche

bei extremem Mangel: Skorbut

Überdosierung Vitamin C hat eine extrem hohe therapeutsche Breite; eine Überdosierung ist kaum möglich.

Bei hoher oraler Dosis ist Durchfall möglich, selten Übelkeit, Erbrechen und Harnsteine

erhöhter Bedarf
  • bei Belastung mit Umweltgiften
  • bei bakteriellen und Viren-Infektionen, z.B. Erkältung und Atemwegs-Infekte
  • bei chronischen Krankheiten
  • bei Einnahme von Medikamenten, z.B. Antibiotika, Antirheumatika, Kortison, Schmerzmittel und Schlafmittel
  • bei Einnahme der Antibabypille
  • Durchführung einer Diät
  • Alkoholkonsum
  • bei Stress-Belastung
  • Raucher, schwangere und stillende Frauen, ältere Menschen
biologische und biochemische Eigenschaften
  • wasserlöslich, sauerstoff- und trockenheitsempfindlich, wird durch lange Lagerung und Hitze zerstört;
  • reichert sich in Phagozyten an: das sind die Fresszellen, die belebte und unbelebte Gewebebestandteile aufnehmen und verdauen;
  • aktiviert die Thymusdrüse und steigert die Produktion von Immunzellen (T-Zellen); bei einem Wert > 70 µmol/L sind immunkompetente Zellen wie Lymphozyten mit Vitamin C gesättigt;
  • wirkt antioxidativ, reduziert oxidativen Stress,
  • zerstört schädliche Mikroben durch Steigerung des oxidativen Stress;
  • unterstützt die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung.
besondere Hinweise zur Einnahme oral als Pulver, das in Wasser aufgelöst wird: max. ca. 15 g über den Tag verteilt. Höhere Dosen können i.v. injiziert werden.

Durch Kombination mit Bioflavonoiden (z.B. in Hagebutten, Äpfeln) wird die Aufnahme von Vitamin C gesteigert und verhindert, dass das Vitamin C im Körper oxidiert wird.

Die meisten Tiere können Vitamin C selbst herstellen, der Mensch nicht. Deshalb muss es über die Nahrung und über Nahrungsergänzungsmittel, am besten über den Tag verteilt, aufgenommen werden.

täglicher Bedarf ca. 500 - 5000 mg (= 0,5 - 5 g)
zu therapeutischen Zwecken können 25 g bis mehrere 100 g sinnvoll sein (i.v. als Infusion, ggf. in größerem zeilichen Abstand)

offizielle Stellen:
DGE: Männer 110 mg bzw. Frauen 95 mg (diese Menge ist zu niedrig, nutzlos)
Linus-Pauling-Institut: 400 mg für gesunde Erwachsene; höhere Dosis für kranke

Messung im Körper Die Immunzellen benötigen einen Plasmaspiegel von > 70 µmol/L, bei Diabetikern > 90 µmol/L.
Links und Literatur Zentrum der Gesundheit
Deutsche Gesellschaft für Orthomolekular-Medizin e.V.
NaturePower: Vitamin C - Die Wahrheit über das wichtigste aller Vitamine
Hochdosis-Vitamin-C in der Krebs-Therapie
Neue Wege zur Gesundheit: Keine Nierensteine durch Vitamin C

Oregon State University
Krebs-Institut (USA): Intravenous High-Dose Vitamin C in Cancer Therapy
Ärzteblatt:Vitamin C gegen Darmkrebs
Saul: Shanghai Government Officially Recommends Vitamin C for COVID-19
Studie: Vitamin C and Immune Function
National Institutes of Health
Ascorbate Web (Sammlung von historischen Studien)

 

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