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Vitamine und Mineralien

Es geht um Vitalstoffe oder Mikronährstoffe; dazu zählen Vitamine, Mineralien und Bioflavonoide. Sie finden hier Informationen zu Vitaminen und Mineralien. Angegeben wird, wie der Mensch sie auf natürliche Weise, z.B. in Lebensmitteln, zu sich nimmt, außerdem die Wirkung, was bei Mangel und Überdosierung passiert, die biochemischen Eigenschaften, der tägliche Bedarf und wer einen erhöhten Bedarf hat.

Vorrang für eine gesunde Lebensweise sollte die Versorgung mit Vitalstoffen durch gesunde, ausgewogene Ernährung haben. Dadurch ist eine Überversorgung mit Vitalstoffen kaum möglich. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu einer gesunden Ernährung erwogen werden.

Die nachfolgenden Tabellen werden noch überarbeitet und ergänzt. Entsprechende sind willkommen.

Selen (chem. Zeichen: Se)

Vorkommen in Nahrung und Umwelt Paranüsse, Getreide, Hülsenfrüchte, Pilze, Reis, Knoblauch, Sardinen, Rindfleisch, Huhn, Eier
Wirkung antioxidativ (gegen freie Radikale), aktiviert die natürlichen Killerzellen des Immunsystems
Mangel-Symptome Haarausfall, Müdigkeit, Gewichtszunahme, häufiger krank werden, erhöhter oxidativer Stress, Kurzatmigkeit, Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten, Muskelschwäche.

Höhere Anfälligkeit gegen Infektionen, Neigung zu nekrotischen Veränderungen der Leber, zu Krebs und Erkrankungen der Herzkranzgefäße.

In einer Studie (Sept. 2021) mit Covid-19-Patienten wurde festgestellt: Ein unzureichender Se- und/oder Zn-Status bei der Krankenhausaufnahme war in der gesamten Studiengruppe mit einer höheren Sterblichkeitsrate und einem schwereren Krankheitsverlauf verbunden, insbesondere bei der älteren Bevölkerung.

Überdosierung, überhöhte Werte Selen kann in höherer Dosierung auch schädlich werden. Es besitzt eine geringe therapeutische Breite, d.h. positive Wirkungen und schädliche Nebenwirkungen liegen hinsichtlich der eingenommenen Dosis dicht nebeneinander. Eine unkontrollierte Einnahme von Selenpräparaten ohne exakte Mengenangaben und ohne fachkundige Beratung ist nicht zu empfehlen. Selen-Aufnahme aus selenreicher Nahrung ist hingegen unbedenklich.

Es gibt Hinweise darauf, dass eine hohe Selenkonzentration im Serum die Kontrolle des Blutzuckerspiegels beeinträchtigen kann. Dies bedeutet, dass Personen, die an Typ-2-Diabetes leiden oder bei denen ein Risiko für Typ-2-Diabetes besteht, die Serumkonzentration messen sollten, bevor sie die Einnahme eines Selenpräparats in Erwägung ziehen.

erhöhter Bedarf Schwangere, Dialyse-Patienten, Patienten mit HIV.

In über 40 Ländern besteht Selenmangel im Boden. Einige der niedrigsten Werte finden sich in der Slowakei, in Finnland, in Afrika südlich der Sahara und in Neuseeland.

biologische, biochemische und systemische Eigenschaften Selen ist ein Hauptbestandteil von mehr als zwei Dutzend Proteinen, die bei einer Vielzahl von Funktionen eine entscheidende Rolle spielen, darunter die DNA-Synthese, die Fortpflanzung und die Abwehr von HIV-Infektionen. Selen katalysiert (bewirkt) die Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 nach T3.

Selen ist an der Herstellung von fünf verschiedenen Glutathionperoxidasen beteiligt, die in Verbindung mit 2 weiteren Enzymen, Katalase und Superoxiddismutase, für die Verringerung von Schäden durch oxidativen Stress verantwortlich sind. Wenn die Glutathionperoxidase beeinträchtigt ist, führt dies zu einer Überproduktion von Zytokinen, die einen Zytokinsturm auslösen können, wie er bei schweren COVID-19-Infektionen auftritt.

besondere Hinweise zur Einnahme Die zusätzliche Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel ist generell nur vorübergehend erforderlich.
täglicher Bedarf Kinder: 15 µg, Erwachsene: 55 µg, schwangere und stillende Frauen etwas mehr. Bei tatsächlich festgestelltem Mangel 100 - 200 µg für eine begrenzte Zeit, z.B. 3 bis 6 Monate.
Links und Literatur Amalgam Informationen: Selen, Studien

National Institutes of Health (USA)

23.6.2024 21:59

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