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Krankheiten: Ursachen

Wer geschädigt wird, will die Ursache des Schadens kennen, damit er weiterem Schaden vorbeugen kann. Wer krank wird, würde gerne die Krankheitsursache kennen. Dann wüsste man, wie Heilung möglich ist (Therapie) und wie der Ausbruch einer chronischen Krankheit verhindert werden kann (Prophylaxe). Leider gibt es in der Schulmedizin kaum diagnostische Methoden zur Ursachenfindung und es wird für unmöglich gehalten, die Ursache einer chronischen Krankheit zu finden: Man weiß es nicht. Eine Therape steht immer zur Verfügung, aber sie dient im Allgemeinen lediglich der Linderung der Symptome, nicht der vollständigen Heilung.

Wenn chronisch wirksame Umweltgifte eine Rolle im Krankheitsgeschehen spielen, dann als Ursache. Umweltgifte verursachen beim gesunden Menschen im Allgemeinen nicht sofort sichtbare Krankheitssymptome. Das verleitet die Schulmedizin zu der Annahme, Umweltgifte seien generell nicht schädlich, also quasi ungiftig. Chronische Giftbelastung kann Erkrankungen verursachen.

Die folgende Aufzählung zeigt, dass es nicht einfach ist, der Ursache einer Krankheit auf die Spur zu kommen; hier ist der kompetente Umweltmediziner gefragt. Wird die Krankheit durch Giftbelastung verursacht, muss dann noch gefunden werden, um welches Gift es sich handelt und wo dessen Quelle ist, damit die weitere Gifteinwirkung gestoppt werden kann. Außerdem ist es wichtig zu wissen, welche reversiblen und irreversiblen Schäden die Gifte im Körper angerichtet haben. Schließlich sollte eine Methode existieren, um das im Körper angesammelte Gift aus dem Körper hinauszubefördern. Würde sich der Arzt bei einer chronischen Erkrankung die Mühe machen, jeweils im Einzelfall die Ursache zu finden, würde sich die Gefährlichkeit der Umweltgifte schnell für Ärzte und medizinische Fachgesellschaften herausstellen.

 

1. Toxikologie

Kombinationswirkung mehrerer Gifte

Normalerweise wirken mehrere Gifte in Kombination. Die Kombinationswirkung kann stärker sein als die Summe der Wirkungen (Synergie) der einzelnen Gifte, etwa bei Quecksilber in Verbindung mit Blei. Die stärkere Wirkung tritt ein, weil Quecksilber die Entgiftungsfähigkeit des Körpers bis hin zur Zerstörung schädigt und deshalb weniger Blei ausgeschieden wird.

Bei der Festlegung des Grenzwerts für ein einzelnes Gift wird die zusätzliche Wirkung anderer chronischer Gifte durch einen festen Risikofaktor berücksichtigt. Synergistische Effekte werden nicht berücksichtigt.

 

2. Der Körper

Alle Menschen haben unterschiedliche körperliche Eigenschaften. Deshalb muss im Fall einer Erkrankung der Mensch individuell untersucht und behandelt werden.

  • Körpereigene Engiftung

    Manche Umweltgifte, z.B. Glyphosat, schädigen oder blockieren die körpereigene Engiftung, etwa durch Hemmung des Proteins Cytochrom P450 (CYP) in Phase I oder des Enzyms Glutathion (GSH) in Phase II der Entgiftung.

  • Übergewicht und Fettleibigkeit
    erhöhen das Risiko für einige chronische Erkrankungen: Depressionen, Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.
  • Ausscheidungsorgane

    Die Organe, die für die Ausscheidung der Gifte zuständig sind - Darm, Leber, Nieren, Haut -, könnten nicht optimal funktionieren. Dann wird weniger Gift ausgeschieden als nötig, und es werden mehr Gifte im Körper zurückgehalten. Die Fehlfunktion kann durch Giftbelastung verursacht oder verstärkt werden.

 

2.1 Das Immunsystem

Zellen des Immunsystems befinden sich an vielen Stellen im Körper. Etwa 70 % der immunologisch aktiven Zellen befinden sich in der Darmschleimhaut. Das Immunsystem des gesunden Menschen versucht, das Eindringen von pathogenen Keimen und anderen Substanzen zu verhindern und eingedrungene pathogene Keime und Umweltgifte wieder loszuwerden. Das gelingt bei manchen Menschen gut, bei anderen schlecht.

Bei Umweltgiften kann es passieren, dass es dem Körper nicht gelingt, die Gifte auszuscheiden. Dann werden sie zu einer permanenten Belastung des Immunsystems. Es gerät an seine Belastungsgrenze, reagiert mit chronischer Entzündung, wird geschädigt und ist dann mit der Abwehr anderer schädigender Einflüsse überfordert. Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem birgt jede Infektion ein erhöhtes Risiko für ernste Komplikationen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ab.

Mit einem Immunsystem, das durch

geschwächt ist, kann eine Impfung oder eine Infektion, z.B. mit dem Corona-Virus, schwere Komplikationen nach sich ziehen.

Eine chronische Giftbelastung kann durch Schwermetalle, antibakterielle Reinigungs- und Körperpflegemittel, Gifte in Atemluft, Lebensmitteln und Trinkwasser und durch Medikamente, z.B. Schmerzmittel, Antibiotika, Chemotherapeutika sowie Konservierungsmittel und Adjuvantien in Impfstoffen verursacht werden.

 

Weitere Informationen und Studien

  • auf bbfu.de: das Immunsystem
  • Alfons Meyer: Grundlagen der Immunologie ‒ Eine kurzweilige Einführung (2008)
  • Zentrum der Gesundheit
    • So stärken Sie Ihr Immunsystem

      Angeblich, laut Schulmedizin, sind Impfungen die einzige Maßnahme, um das Immunsystem zu stärken. Weit gefehlt! Der Beitrag zählt viele Tipps auf, wie man eine Schwächung des Immunsystems vermeidet, wie man es entlasten und aktiv stärken kann.

    • So funktioniert das Immunsystem (11.2020)

      Leicht verständliche Erklärung des Immunsystems und seiner Komponenten.

  • Autoimmunität

    Mit Autoimmunität ist die Möglichkeit gemeint, dass das Immunsystem sich oder den Körper selbst (griechisch auto = selbst) angreift und schädigt.

  • Irina Lehmann:
    Umweltschadstoffe als Adjuvanzien und Co-Faktoren einer immunologischen Erkrankung, auf englisch (7.2017)

    Umweltschadstoffe können [...] Störungen auslösen, indem sie die Funktion von Zellen des Immunsystems so modifizieren, dass diese entweder übersensibel auf Allergene oder körpereigene Strukturen reagieren oder Pathogene nicht mehr adäquat bekämpfen können. Eine derartige indirekte Wirkung bezeichnet man auch als einen adjuvanten Effekt.

    Um zu verhindern, dass in dieser hochsensiblen Phase der frühen Kindheit Krankheitsrisiken unter dem Einfluss von Umweltbelastungen geprägt werden, sind Kinder deshalb besonders zu schützen. Ist das bekannt, wenn einem Kleinkind im Rahmen einer Impfung ein Gift-Coctail injiziert wird?
  • Arthur Cassa Macedo, André Oliveira Vilela de Faria, and Pietro Ghezzi:
    Boosting the Immune System, From Science to Myth: Analysis the Infosphere With Google (7.2019)

    Die Studie geht der Frage nach, welche Einflüsse auf das Immunsystem und dessen Stärkung die Menschen für wichtig halten. Dazu wurden Google-Suchergebnisse und Webseiten untersucht. Antwort: als die 5 wichtigsten Einflüsse gelten die Ernährung, Obst, Vitamine, Antioxidantien und Probiotika. Impfungen kommen nur auf Platz 27.

  • DGUHT: Das Corona Virus: weltweite Gefahr oder völlig übertriebene Hysterie?

    Das Immunsystem hat die Aufgabe, den Menschen vor Angriffen auf seine Gesundheit zu schützen. Wie gut das gelingt, hängt vom Zusand des Immunsystems ab. Die Corona-Krise sollte Anlass sein, darüber nachzudenken, was jeder Einzelne für sein Immunsystem tun kann.
    In diesem Beitrag finden Sie eine Beschreibung des Immunsystems, was es bedroht und wie man es stärkt.

  • MedLinePlus: Immune System and Disorders

    Elementare Infos zum Immunsystem.

  • Infos auf dieser Webseite zu freien Radikalen und oxidativem Stress und zur endothelialen Dysfunktion

 

2.2 Giftbelastung während Schwangerschaft und früher Kindheit

Die Gifte wirken in besonders sensiblen Lebensphasen ein, etwa während der Schwangerschaft oder früher Kindheit. Gerade in der Schwangerschaft ist der Zeitpunkt (Schwangerschaftswoche) der Gift-Exposition entscheidend für die Wirkung auf den Fötus. Kurzzeitige Gifteinwirkung kann irreversible, lebenslange Schäden verursachen.

Während Schwangerschaft (pränatal) und früher Kindheit (postnatal) entwickeln sich allmählich die einzelnen Organe und Körperfunktionen, u.a. das zentrale Nervensystem und das Immunsystem. Giftbelastung verhindert eine normale, gesunde Entwicklung. Es gibt keine Diagnostik, um später beobachtete Körperschäden oder sonstige gesundheitliche Einschränkungen auf Schadstoffe in der Entwicklungsphase zurückzuführen.

Kinder sind gegenüber gesundheitsschädlichen Chemikalien empfindlicher als Erwachsene. Zudem bewegen sie sich in der Umwelt anders: sie lernen durch Berühren, mit Hand und Mund. Kinder haben auch einen aktiveren Stoffwechsel, d.h. sie nehmen mehr Wasser, Nahrung und Luft (pro kg Körpergewicht) auf. Und ihr Körper ist weniger gut imstande, zu entgiften, schädliche Stoffe auszuscheiden. Ergebnis: Kinder nehmen mehr Umweltgifte auf und sind schlechter vor ihnen geschützt. Kinder in ländlicher Umgebung sind wegen des Einsatzes von Pestiziden und Insektiziden, die in den Wohn- und Aufenthaltsbereich der Kinder abdriften, besonders gefährdet.

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2.3 Einfluss der Sexualhormone auf die Giftwirkung

Gifte können bei Anwesenheit bestimmter Sexualhormone besonders wirksam sein. Dadurch ist die Wirkung der Gifte unterschiedlich bei Männern und Frauen.

Beispiel: Testosteron verstärkt die Giftwirkung von Quecksilber, Östrogene schwächen dessen Giftwirkung ab.

  • Bernard Weiss:
    • Same sex, no sex, and unaware sex in neurotoxicology (9.2010)

      Der Autor gibt einen Überblick über den Zusammenhang von Sexualhormonen und der Wirkung neurotoxischer Substanzen.

    • The intersection of neurotoxicology and endocrine disruption (2012)

      An einzelnen Beispielen ‒ Phthalate, die wie Anti-Androgene wirken, und Bisphenol A, das wie Östrogen wirkt, ‒ wird gezeigt, wird gezeigt, wie schwierig die Beurteilung der Gifte als Hormonstörer ist. Diese beiden Gifte beeinflussen die Entwicklung des Gehirns bei Knaben und Mädchen in unterschiedlicher Weise.

 

2.4 Die innere Uhr

Tierversuche haben gezeigt: durch die Belastung mit einem Umweltgift wird die innere Uhr, der circadiane Rhythmus, gestört; dadurch wird das Immunsystem geschwächt und es entsteht eine erhöhte Anfälligkeit für Zivilisationskrankheiten.

Weitere Informationen

 

2.5 Einfluss der Gene

Die Gene (genauer: die genetischen Polymorphismen) eines Menschen könnten es erschweren, dass er die aufgenommenen Gifte wieder ausscheiden kann, so dass sie sich im Körper ansammeln. Hier gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Menschen. Sie werden bei der Festlegung der Grenzwerte durch einen konstanten Faktor pauschal berücksichtigt. Ob der Faktor bei allen Giften und bei allen Menschen ausreicht, wird nicht überprüft. Bei vorliegender Erkrankung wird im Rahmen der Diagnostik nicht überprüft, ob die genetisch bedingte Entgiftungskapazität ausreicht; Entgiftungs-Therapien gibt es in der Schulmedizin nicht.

Wegen der Speicherung der Gifte im Körper nimmt die Giftbelastung im Laufe des Lebens immer weiter zu. Ältere Menschen tragen mehr Gifte in sich als junge Menschen. Folge: altersbedingte Krankheiten wie Krebs, Demenz, Alzheimer.

Warnung:
Manche Ärzte behaupten, dass alle möglichen Krankheiten, deren Ursachen sie nicht verstehen, familiär oder genetisch bedingt seien, ohne das im Einzelfall nachzuweisen. Sie wollen damit lediglich den Patienten veranlassen, seine Krankheit als schicksalhaft und unvermeidlich hinzunehmen. Patienten sollten sich auf diesen Unsinn nicht einlassen.

Pharmakogenetik und Arzneimittelnebenwirkungen
Auch die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten variiert von Mensch zu Mensch. Einige Patienten benötigen von einem Arzneimittel deutlich mehr oder weniger als die Standarddosis, bei anderen versagt die Therapie vollständig oder es treten unerwünschte Nebenwirkungen auf. Die Pharmakogenetik befasst sich mit den unterschiedlichen Arzneimittelwirkungen auf unterschiedliche Menschen durch Labormessung einzelner individueller genetischer Enzymvarianten.

Weitere Informationen

  • Beiträge zum Zusammenhang von Umweltgiften und Genetik als Ursache von chronischen Erkrankungen.
  • amalgam-informationen.de: Entgiftung und genetische Disposition
  • Cornelius Hess: Toxikogenetik (21.10.2015)

    Anwendung von Kenntnissen über Genetik und Entgiftung in der Rechtsmedizin (Forensik).

  • Edward D. Levina, Michael Aschner, Ulrike Heberlein, Douglas Ruden, Kathleen A. Welsh-Bohmer, Selena Bartlett, Karen Berger, Lang Chen, Ammon B. Corl, Donnie Eddins, Rachael French, Kathleen M. Hayden, Kirsten Helmcke, Helmut V.B. Hirsch, Elwood Linney, Greg Lnenicka, Grier P. Page, Debra Possidente, Bernard Possidente and Annette Kirshner:
    Genetic aspects of behavioral neurotoxicology (9.2009)

    In Einzelbeiträgen, die auf einer Fachtagung gehalten wurden, wird erläutert, wie durch das Zusammenwirken von Genen und Umweltgiften die Psyche beeinflusst und verändert wird.

 

3. Moderne Lebensweise

3.1 Hautpflege und Kosmetika

Die Haut bildet eine gute Schutzbarriere gegen vielerlei Einwirkungen. Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Kosmetika, Deodorants (Aluminium), Sonnenschutzmittel usw. dringen jedoch tief in die Haut ein, können sie schädigen und die Gifte können in den Blutkreislauf gelangen. Viele dieser Mittel enthalten ungesunde bzw. giftige Substanzen. Durch die geschädigte Haut können weitere Gifte, Bakterien usw. in den Körper eindringen.

Hautpflegemittel und Kosmetika sollen häufig den Eindruck einer natürlichen, pflanzlichen Herkunft erwecken und angenehm riechen, können aber dennoch synthetisch hergestellt sein. Deshalb ist der Geruchssinn und andere Sinne kein zuverlässiger Maßstab für Verträglichkeit oder Gefährlichkeit eines Produkts. Zudem dürfen die Hersteller die Zusammensetzung ihrer Produkte, vor allem der Düfte, als Betriebs- oder Geschäftsgeheimnis betrachten und sind deshalb nicht verpflichtet, alle Bestandteile auf der Verpackung zu nennen.

  • Siehe auch
  • Erika Chow, M.S.1 and Shruthi Mahalingaiah:
    Cosmetics use and age at menopause: Is there a connection?, auch hier (18.8.2016)

    Die Menopause ist der Zeitpunkt der letzten weiblichen Menstruation und signalisiert das Ende der Fruchtbarkeit, ausgelöst durch hormonelle Veränderungen. Das Alter in der Menopause kann durch eine Vielzahl von Mechanismen beeinflusst werden, darunter hormonelle Störungen, Versagen der DNA-Reparatur, oxidativer Stress, verkürzte Telomerlänge und Giftbelastung der Gebärmutter. Kosmetika enthalten eine viele giftige Chemikalien, von denen nur wenige ein bisschen reguliert werden: Parabene, Phthalate, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Siloxane. Viele Chemikalien in Kosmetika werden allerdings nicht oder kaum reguliert: Butylhydroxyanisol/Butylhydroxytoluol, Kohlenteerfarbstoffe, Diethanolamin, Formaldehyd freisetzende Konservierungsmittel, 1,4-Dioxan, Puder/Asbest und Triclosan. Diese Chemikalien werden in großer Menge hergestellt und eingesetzt, ohne dass sie zuvor gründlich auf ihre biologischen Wirkungen untersucht wurden.

  • Che-Jung Chang, Katie M O’Brien, Alexander P Keil, Symielle A Gaston, Chandra L Jackson, Dale P Sandler, Alexandra J White:
    Use of Straighteners and Other Hair Products and Incident Uterine Cancer, auch hier (17.10.2022)

    Spiegel Online: Chemische Haarglättung könnte Gebärmutterkrebsrisiko erhöhen (18.10.2022)

    Gebärmutterkrebs ist eine der häufigsten gynäkologischen Krebserkrankungen. Haar-Chemikalien, die z.B. das Glätten der Haare (Beseitigung von krausem, gewelltem Haar) unterstützen oder die Haare färben, enthalten hormonschädigende und krebserregende Substanzen und dringen über die Kopfhaut in den Körper ein. Das können Formaldehyd und Formaldehyd freisetzende Chemikalien, oxidiertes Paraphenylendiamin und 4-Aminobiphenyl in Haarfärbemitteln, Bleichmittel, Strähnchen, Bügelprodukte und Dauerwellen sein. Hier wird der Zusammenhang dieser Chemikalien mit der Entstehung von Gebärmutterkrebs untersucht.
    Ergebnis: der Einsatz der Chemikalien erhöht das Risiko für Gebärmutterkrebs. Fettleibigkeit, geringe körperliche Aktivität und besonders frühe erste Menstruation sind zusätzliche Risikofaktoren.

 

3.2 Desinfektionsmittel

Unser Körper beherbergt 30% mehr Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Pilze) als er Körperzellen hat. Auch in unserer Umwelt sind wir von ihnen umgeben. Sie leben zum Teil in Symbiosen und unterstützen oder bekämpfen sich gegenseitig. Sie werden auch bei der Lebensmittel-Herstellung verwendet, z.B. bei Sauerkraut, Joghurt und weiteren Milchprodukten, zur Hefegärung usw. Ohne Mikroorganismen brechen Verdauung, Stoffwechsel und Immunsystem zusammen.

Desinfektionsmittel enthalten biozide Wirkstoffe, also Gifte zur Bekämpfung von Mikroorganismen, seien sie nützlich oder schädlich:

  • Desinfektionsmittel töten die Organismen, die nützlich und lebensnotwendig für den Menschen sind und bei vielen biochemischen Prozessen benötigt werden.
  • Desinfektionsmittel begünstigen durch die Selektion ‒ ähnlich wie Antibiotika ‒ die Züchtung von schädlichen, resistenten Organismen, die nicht mehr bekämpft werden können.

Es ist ein verhängnisvoller Irrglaube, dass gute Hygiene in erster Linie durch Desinfektionsmittel zu realisieren sei. Dieser Irrglaube ist beispielsweise Grundlage der Hygiene-Hypothese, die besagt, ein Mangel an Mikroorganismen schade dem Immunsystem, weil es ihm dadurch an Training fehle. Richtig ist: nicht der Mangel schadet, sondern die Gifte, die den Mangel verursachen. Die wenigen schädlichen Mikroorganismen schaden nicht, solange das Immunsystem sie bewältigen kann.

Das Immunsystem ist, anders als Desinfektionsmittel und Antibiotika, in der Lage, die lebensnotwendigen von den gesundheitsschädlichen Keimen zu unterscheiden. Es bekämpft die schädlichen Keime gezielt und selektiv und unterstützt die lebensnotwendigen Keime. Das Immunsystem ist also für die Bekämpfung schädlicher Keime hervorragend vorbereitet. Es lohnt sich deshalb, das Immunsystem bei der Bewältigung dieser Aufgabe zu unterstützen.

Beispiele für Desinfektionsmittel:

  • Isopropanol (Propan-2-ol, Isopropylalkohol) wird häufig für die Handdesinfektion verwendet. Es gehört zu den flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), wird inhaliert, verursacht allergische Reaktionen und Atemwegserkrankungen. Es ist als Gefahrstoff wie folgt eingestuft:
    • H225: Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar,
    • H319: verursacht schwere Augenreizung,
    • H336: kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen.
  • Quartäre Ammoniumverbindungen (QAV, Quat, engl.: QAC)

    Es gibt hunderte unterschiedliche QAV. Im Tierversuch zeigten sie sich reproduktionstoxisch, also gesundheitsschädlich für die Fortpflanzung. Sie werden vielfältig in Gewerbe und Haushalt als Desinfektionsmittel eingesetzt, etwa im Flugzeug, in Weichspülern, als Invertseifen oder als Antistatika (z. B. in Shampoos). Aufgrund ihrer Desinfektionswirkung werden sie auch zu den Bioziden gezählt. Im öffentlichen und industriellen Bereich findet man sie in Krankenhäusern, bei der Lebensmittelverarbeitung, in der Landwirtschaft, im Holzschutz, in Reinraumapplikationen und in Antialgenmitteln (Algiziden) für Schwimmbäder und Pools.

  • Triclosan wird wegen seiner desinfizierenden, bioziden Wirkung in Medizin und Haushalt eingesetzt. Weitere Informationen unter Hormonstörende Stoffe.
Desinfektionsmittel können auch Verdünnungsmittel, Vergällungsmittel, Tenside, Schaum- und pH-Wert-Regulatoren, Komplexbildner, Farb- und Duftstoffe enthalten; auch Verunreinigungen sind möglich. Leider werden diese Zusatzstoffe nur selten deklariert oder sie werden mit allgemeinen Begriffen so undeutlich umschrieben, dass nicht klar ist, was genau enthalten ist.

Leider werden während der Corona-Pandemie deutlich mehr Desinfektionsmittel eingesetzt, obwohl sie das Risiko für Atemwegserkrankungen wie COPD und Asthma erhöhen, aber das Risiko für Virusinfektionen nicht reduzieren.

Empfehlung:
Vermeiden Sie, wann immer möglich, die Anwendung von Desinfektionsmitteln. Wasser und Seife sind für die persönliche Hygiene völlig ausreichend. Bakterien sind unsere Freunde und nicht so schlimm, wie viele denken.

Weitere Informationen zu Desinfektionsmitteln

3.3 Schlechte Atemluft, Feinstaub

Feinstaub in der Atemluft ist gesundheitsschädlich. Schädliche Substanzen können sich an den kleinen Feinstaub-Partikeln ansetzen, die wir dann wiederum einatmen und die so in unseren Kreislauf kommen. Zahlreiche Studien belegen das erhöhte Risiko von Allergien oder einer Krebserkrankung. Über den kleineren Ultrafeinstaub gibt es bisher wenig sichere Erkenntnisse. Sicher ist: die ultrafeinen Partikel dringen noch tiefer in die Lunge ein als gewöhnlicher Feinstaub. Von dort gelangen sie in den Blutkreislauf und in das Gehirn, wo sie chronische Entzündungen auslösen können. Ultrafeinstaub stammt z.B. aus Flugzeugen im Start- und Landebereich und tritt in Flughafennähe in sehr hohen Konzentrationen auf.

  • s. auch Infos zu belasteter Innenraumluft
  • Das bessere Müllkonzept:
    Tod vom Allerfeinsten - Auswirkungen der lufthygienisch wichtigsten Schadstoffe auf die Gesundheit (2001), auch hier: _1_ _2_ _3_
    Feinstäube und ultrafeine Partikel dringen tief in die Lunge, also in den Körper, ein. Es gibt keine Wirkungsschwelle; auch geringste Mengen können chronische Krankheiten wie Krebs verursachen. Quecksilber verursacht irreversible Schäden im Nervensystem.
  • WHO: 9 out of 10 people worldwide breathe polluted air, Datenbank
    Die WHO warnt: 9 von 10 Menschen weltweit atmen verschmutzte Luft. Jährlich sterben 7 Millionen Menschen daran.
  • Pressemitteilung der Deutschen Lungenstiftung e.V.: Neue WHO Air Quality Guidelines (24.9.2021)
    Lungenärzte fordern zielführende Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität

    Gesundheitliche Schäden durch Luftverschmutzung werden bereits durch niedrigere Konzentrationen verursacht als bislang angenommen. Für sechs wichtige Luftschadstoffe wurden deshalb die empfohlenen Luftqualitätswerte (AQG-Werte) nach unten korrigiert.

  • Bundesverband Bauberater kdR: Schadstoffe in der Luft ‒ Übersicht, Messung und Maßnahmen
  • Han-Bin Huang, Ching-Huang Lai, Guan-Wen Chen, Yong-Yang Lin, Jouni J. K. Jaakkola, Saou-Hsing Liou and Shu-Li Wang:
    Traffic-Related Air Pollution and DNA Damage: A Longitudinal Study in Taiwanese Traffic Conductors, auch hier (5.2012)

    Die Luftverschmutzung im Straßenverkehr ist deutlich höher als im Innenbereich. Die verschmutzte Luft enthält Feinstaub (PM2.5), bestehend aus polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, was u.a. DNA-Strangbrüche verursacht.

  • Martha Patricia Sierra-Vargas and Luis M Teran: Air pollution: Impact and prevention (9.2012)

    Luftverschmutzung ist die Ursache von Atemwegs- und anderen Erkrankungen. Durch Reduktion der Diesel-Abgase gäbe es in den USA jährlich 12.000 weniger Todesfälle, 15.000 weniger Herzinfarkte und 8.900 weniger Krankenhaus-Einweisungen.

  • Philip J Landrigan, Richard Fuller, Nereus J R Acosta, Olusoji Adeyi, Robert Arnold, Niladri (Nil) Basu, Abdoulaye Bibi Baldé, Roberto Bertollini, Stephan Bose-O’Reilly, Jo Ivey Bou?ord, Patrick N Breysse, Thomas Chiles, Chulabhorn Mahidol, Awa M Coll-Seck, Maureen L Cropper, Julius Fobil, Valentin Fuster, Michael Greenstone, Andy Haines, David Hanrahan, David Hunter, Mukesh Khare, Alan Krupnick, Bruce Lanphear, Bindu Lohani, Keith Martin, Karen V Mathiasen, Maureen A McTeer, Christopher J L Murray, Johanita D Ndahimananjara, Frederica Perera, Janez Potocnik, Alexander S Preker, Jairam Ramesh, Johan Rockström, Carlos Salinas, Leona D Samson, Karti Sandilya, Peter D Sly, Kirk R Smith, Achim Steiner, Richard B Stewart, William A Suk, Onno C P van Schayck, Gautam N Yadama, Kandeh Yumkella, Ma Zhong:
    The Lancet Commission on pollution and health (10.2017)
    Kommentare: Einer von 6 Todesfällen weltweit geht auf die Folgen von Umweltverschmutzung zurück, 2015 waren das 9 Millionen Tote. Dabei ist die Verschmutzung der Luft mit 6,5 Millionen Todesfällen am schädlichsten, die Verschmutzung von Wasser (1,8 Millionen Todesfälle) und Schadstoffe am Arbeitsplatz (0,8 Millionen Todesfälle) folgen auf Platz 2 und 3. Verursacht werden vor allem Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Lungenleiden. Es trifft die armen Länder am stärksten: 92 Prozent dieser Todesfälle ereignen sich in Ländern mit geringem Einkommen.

    Bezogen auf Deutschland gehen die Studien-Autoren davon aus, dass die Umweltbelastung zum Tod von mehr als 62.000 Menschen beitrug, das entspricht etwa jedem 15. Todesfall. 44.000 dieser Todesfälle entfallen auf die Verschmutzung der Außenluft.

  • Mahalingaiah S, Missmer SE, Cheng JJ, Chavarro J, Laden F, Hart JE:
    Perimenarchal air pollution exposure and menstrual disorders, auch hier (3.2018)

    Feinstaub führt zu Schäden im Hormonsystem und verursacht Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus; dies wurde an Schulmädchen beobachtet.

  • Holger Schulz, Stefan Karrasch, Georg Bölke, Josef Cyrys, Claudia Hornberg, Regina Pickford, Alexandra Schneider, Christian Witt, Barbara Hoffmann (HelmholtzZentrum München, Institute of Epidemiology):
    Atmen: Luftschadstoffe und Gesundheit, pdf-Datei (11.2018)
    (Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.)

    Die Lungenfachärzte stellen fest: In Deutschland liegt die Krankheitslast durch Luftverschmutzung an zehnter Stelle der Risikofaktoren und ist damit auch hierzulande der wichtigste umweltbezogene Risikofaktor.

  • Annette Peters, Barbara Hoffmann, Nino Künzli, Meltem Kutlar Joss, Nicole Probst-Hensch, Beate Ritz, Holger Schulz, Kurt Straif, Erich Wichmann:
    Die Rolle der Luftschadstoffe für die Gesundheit (1.2019)
    dazu Bundestags-Drucksache 19/6335

    Die Experten der European Respiratory Society stellen die wichtigsten Fakten bezüglich der gesundheitsschädlichen Wirkung der Autoabgase zusammen und erläutern die Grenzwerte. Der Grenzwert für Feinstaub-Partikel bis zu einer Größe von 2,5 µm ist in der EU zu hoch und sollte verschärft werden. Die Autoren leisten damit einen Beitrag zur Versachlichung einer Situation (Diskussion um Fahrverbote), die von der Autoindustrie und befreundeten Lungenfachärzten als bedrohlich empfunden wird.

  • Meng Wang, Paul D. Sampson, Lianne E. Sheppard, James H. Stein, Sverre Vedal, and Joel D. Kaufman:
    Long-Term Exposure to Ambient Ozone and Progression of Subclinical Arterial Disease: The Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis and Air Pollution (5.2019)

    Ozon in der Atemluft verursacht Atherosklerose.

  • Studie: Feinstaub schädigt die weibliche Fruchtbarkeit (6.2019)
  • Spiegel Online: Luftverschmutzung verkürzt das Leben von Milliarden Menschen (1.9.2021)

    Schadstoffe und Feinstaub beeinträchtigen die Gesundheit von Millionen Menschen laut einer Untersuchung stärker als Krankheiten oder Kriege. Dabei könnte die Politik leicht Abhilfe schaffen.

    Gemeint ist vermutlich: Krankheiten durch Umweltgifte in der Luft schädigen die Menschen mehr als Krankheiten durch Viren und Bakterien. Aber auch das wäre nicht das vollständige Bild. Denn die Umweltgifte schwächen das Immunsystem fördern dadurch die übertragbaren Krankheiten wie Covid-19.

  • Interview mit Prof. Thomas Münzel:
    Feinstaub: Mehr Tote als durch Covid oder Rauchen (Video, 12.10.2022)
    So, wie wir Menschen momentan leben, schaden wir unserer Gesundheit massiv.

 

3.3.1 Laserdrucker und Fotokopierer

Tonerfeinstaub enthält Mikro- oder Nanopartikel. Sie sind toxisch, genschädigend und krebserregend. Als Trägersubstanz wird meistens ein Harz verwendet: Styrolacrylatpolymer, in seltenen Fällen auch Polyester- oder Epoxidharze. Weiterer Inhalt des Feinstaubs: Eisen, Aluminium, Arsen, Blei, Cadmium, Kobalt, Kupfer, Chrom, Mangan, Nickel, Antimon, Zinn, Strontium, Titan, Gadolinium, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), flüchtige organische Verbindungen (VOC), Benzol, Phenol, Styrol, Toluol, Xylol, Ethylbenzol, Ketone, Karbonsäuren, Siloxane, halogenierte Kohlenwasserstoffe und Organozinnverbindungen.

 

3.3.2 Stickoxid (NOx)

 

3.3.3 Feinstaub schädigt das Gehirn

 

3.3.4 Schädigung des Immunsystems

Die im Feinstaub gebundenen Gifte schädigen das Immunsystem. Dadurch steigt die Anfälligkeit gegenüber Infektionskrankheiten, besonders der Atemwege, auch gegenüber Covid-19 (Coronavirus).

  • Basak B. Ural, Daniel P. Caron, Pranay Dogra, Steven B. Wells, Peter A. Szabo, Tomer Granot, Takashi Senda, Maya M. L. Poon, Nora Lam, Puspa Thapa, Yoon Seung Lee, Masaru Kubota, Rei Matsumoto & Donna L. Farber:
    Inhaled particulate accumulation with age impairs immune function and architecture in human lung lymph nodes (21.11.2022)

    Schadstoffe, die über Jahrzehnte eingeatmet wurden und sich im Lymphsystem der Lunge ansammeln, verschlechtern die Funktion der dortigen Immunzellen und führen zu einer Schwächung des Immunsystems und zu Atemwegserkrankungen. Das gilt besonders für ältere Menschen. Die Lymphknoten in der Lunge werden durch die Feinstaub-Belastung schwarz gefärbt, während andere Lymphknoten ihre typische beige Farbe behalten. Die Feinstaub-Partikel wandern in die Makrophagen, die deshalb eine verringerte Aktivierung und veränderte Zytokinproduktion aufweisen. Auch die Strukturen der B-Zell-Follikel und der Lymphdrainage sind gestört.

 

3.3.5 Schädigung der Telomere

Telomere, die Enden der DNA, zeigen das biologische Alter und das Risiko einer Krebserkrankung an.

 

3.3.6 Atherosklerose und Herzkrankheiten

 

3.3.7 Feinstaub erhöht das Corona-Risiko

Manchmal bleibt es allerdings unklar, ob das erhöhte Covid-19-Risiko, das durch den Feinstaub entsteht, durch die vermehrte Übertragung der Viren oder durch die Schwächung des Immunsystems verursacht wird.

  • Xiao Wu, Rachel C. Nethery, Benjamin M. Sabath, Danielle Braun, Francesca Dominici:
    Exposure to air pollution and COVID-19 mortality in the United States: A nationwide cross-sectional study, auch hier (4.2020)
    Kommentar: People who live in areas with higher levels of air pollution are 11 per cent MORE likely to die if they catch Covid-19, study warns

    Es wird untersucht, ob Erkrankungen, die durch hohe Luftverschmutzung (Feinstaub PM2,5) verursacht werden, das Sterberisiko bei COVID-19 erhöhen. Als Korrekturfaktoren werden die Bevölkerungsgröße und -dichte, die Altersverteilung, die Zeit seit Beginn der Corona-Pandemie, die Zeit seit Beginn der Quarantäne, die Krankenhausbetten, die Anzahl der getesteten Personen, das Wetter, Übergewicht und Rauchen berücksichtigt. Ergebnis: ein Anstieg um nur 1 µg/m3 PM2,5 in der Atemluft ergibt eine 8%-ige Erhöhung der COVID-19-Todesrate.

  • Arvind Kumar, Jane Burston, Josh Karliner (World Economic Forum):
    The deadly link between COVID-19 and air pollution (4.2020)

    90 % aller Menschen weltweit leben in Städten mit hoher Luftverschmutzung. Sie haben ein höheres Risiko für eine Schädigung der Atemwege, des Herzens und anderer Systeme und sind deshalb empfindlicher gegen Covid-19. Während der SARS-Epidemie in China zeigte eine kalifornische Studie, dass Patienten mit SARS ein mehr als doppelt so hohes Risiko hatten, an der Krankheit zu sterben, wenn sie aus Gebieten mit hoher Luftverschmutzung stammten.

  • Karl Hecht: Die wirkliche Pandemie (11.2020)

    Der Mobilfunk-Experte kritisiert das hohe Ausmaß an Luftverschmutzung, dem wir ausgesetzt sind. Mehr als 90 Prozent der Menschen weltweit sind verschmutzter Luft ausgesetzt. Das geht aus Daten hervor, die die Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht hat. Demnach sterben sieben Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen von giftigen Partikeln in der Luft.

    Die Bevölkerung ist anzuregen, die persönliche Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und durch eine gesunde Lebensweise, vor allem mit viel Bewegung und gutem Schlaf, einen hohen Grad an Resistenz und Resilienz zu erreichen, wodurch ein starkes Immunsystem entsteht, welches gegen Virusinfektionen schützt.

  • Bert Brunekreef, George Downward, Francesco Forastiere, Ulrike Gehring, Dick J. J. Heederik, Gerard Hoek, Marion P. G. Koopmans, Lidwien A. M. Smit, Roel C. H. Vermeulen:
    Air pollution and COVID-19, pdf (1.2021)

    Diese Studie wurde im Auftrag des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments erstellt. Darin geht es um den Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und COVID-19-Infektion. In Europa sterben jährlich mehr als 400.000 Menschen ‒ in Deutschland über 70.000 ‒ vorzeitig an Krankheiten, die durch Luftverschmutzung ausgelöst werden: Asthma, chronische Lungenerkrankungen, Lungenkrebs, Herzkrankheiten und Diabetes. Die Luftverschmutzung schädigt das Immunsystem und verringert dadurch die Widerstandsfähigkeit gegen bakterielle und virale Infektionen. Menschen mit geringem Einkommen haben oft schlechten Zugang zur Gesundheitsvorsorge und erkranken deshalb eher. Durch den Lockdown in Europa ist zwar die Stickoxidbelastung erheblich, aber die Feinstaubbelastung nur wenig gesunken.

  • Maciej Strak, Gudrun Weinmayr, Sophia Rodopoulou, Jie Chen, Kees de Hoogh, Zorana J Andersen, Richard Atkinson, Mariska Bauwelinck, Terese Bekkevold, Tom Bellander, Marie-Christine Boutron-Ruault, Jørgen Brandt, Giulia Cesaroni, Hans Concin, Daniela Fecht, Francesco Forastiere, John Gulliver, Ole Hertel, Barbara Hoffmann, Ulla Arthur Hvidtfeldt, Nicole A H Janssen, Karl-Heinz Jöckel, Jeanette T Jørgensen, Matthias Ketzel, Jochem O Klompmaker, Anton Lager, Karin Leander, Shuo Liu, Petter Ljungman, Patrik K E Magnusson, Amar J Mehta, Gabriele Nagel, Bente Oftedal, Göran Pershagen, Annette Peters, Ole Raaschou-Nielsen, Matteo Renzi, Debora Rizzuto, Yvonne T van der Schouw, Sara Schramm, Gianluca Severi, Torben Sigsgaard, Mette Sørensen, Massimo Stafoggia, Anne Tjønneland, W M Monique Verschuren, Danielle Vienneau, Kathrin Wolf, Klea Katsouyanni, Bert Brunekreef, Gerard Hoek, Evangelia Samoli:
    Long term exposure to low level air pollution and mortality in eight European cohorts within the ELAPSE project: pooled analysis (2.9.2021)

    Pressemitteilung der Uni Ulm:
    Wie sinnvoll sind die Feinstaub-Grenzwerte? Studie zeigt: Luftverschmutzung auch unterhalb des Limits gefährlich

    Kommentar von DocCheck: Schmutzige Landluft verkürzt das Leben

    Auch Feinstaubbelastungen unterhalb der gültigen Grenzwerte erhöhen die Sterblichkeit. Untersucht wurde die Belastung mit Feinstaub (PM2.5), Stickstoffdioxid (NO2), Ozon (O3) und Rußpartikeln.

 

3.4 Stress

Stress entsteht z.B. durch Lärm, ungenügenden Schlaf, psychische Zwangslagen (Probleme im Job oder in der Familie), Ängste oder ungewollte Einsamkeit.

Bei Stress steigt der Verbrauch an Energiereserven. Das setzt einen guten Vorrat an Nährstoffen (Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Mineralstoffe, Vitamine und Wasser) sowie die Fähigkeit, diese in der Stress-Situation zu mobilisieren, voraus. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, dann werden auch kleine Stress-Ereignisse schlecht bewältigt; der Stress könnte chronisch werden.

Psychischer Stress verstärkt den oxidativen Stress und bewirkt höheren Blutdruck, höheren Blutzuckerspiegel ‒ Risikofaktoren für Schlaganfall und Herzinfarkt. Stress verschlechtert die Abwehrleistung des Immunsystems ‒ Risikofaktor für Infektionskrankheiten und Krebs. Stress beschleunigt den Alterungsprozess.

Abhilfe
bzw. Kompensation der Stress-Wirkungen ist teilweise möglich durch reichliche Versorgung mit Vitamin C und anderen Antioxidantien.

Weitere Informationen

 

3.5 Lärm

Lärm verursacht Stress und kann deshalb die Ursache von Krankhheiten sein.

 

3.6 Schlafmangel

Das glymphatisches System ist ein Entsorgungssystem für Abfallstoffe im Zentralnervensystem (ZNS), also in Gehirn und Rückenmark. Ähnlich dem lymphatischen System, das nicht im ZNS vorkommt, dient das glymphatische System dem Abtransport von überflüssigem und schädlichem Material, etwa zur Beseitigung fehlgefalteter Proteine, die das Kennzeichen neurodegenerativer Krankheiten wie der amyotrophen Lateralsklerose (ALS), von Alzheimer und Parkinson sind. Die Transportflüssigkeit wird in das lymphatische System abgegeben. Das glymphatische System ist nur im Schlaf funktionsfähig, d.h. der Schlaf ist notwendig, damit die Abfallstoffe das Gehirn verlassen. Schlafmangel erhöht das Risiko für neurodegenerative Krankheiten.

Auch das Gegenteil, sehr viel Schlaf, kann gesundheitsschädlich sein.

  • Lue Zhou, Kuai Yu, Liangle Yang, Hao Wang, Yang Xiao, Gaokun Qiu, Xuezhen Liu, Yu Yuan, Yansen Bai, Xiulou Li, Handong Yang, Meian He, Chongjian Wang, Tangchun Wu, Xiaomin Zhang:
    Sleep duration, midday napping, and sleep quality and incident stroke, auch hier (11.12.2019)
    The Dongfeng-Tongji cohort

    Lange Schlafdauer, langes Mittagsschläfchen und schlechte Schlafqualität sind unabhängig voneinander und gemeinsam mit einem höheren Risiko für einen Schlaganfall verbunden. Anhaltend lange Schlafdauer oder der Wechsel von durchschnittlicher zu langer Schlafdauer erhöhen das Schlaganfallrisiko. Als besonders lang gilt Schlaf in der Nacht von mehr als 9 Stunden und tagsüber, etwa nach dem Mittagessen, von mehr als 90 Minuten. Normal sind 7 bis 8 Stunden nachts und bis zu 30 Minuten tagsüber.

    Das erhöhte Schlaganfallrisiko könnte damit zusammenhängen, dass Viel-Schläfer meistens einen erhöhten Bauchumfang und einen bewegungsarmen Lebensstil haben, beides bekannte Risikofaktoren für Schlaganfall. Weitere mögliche Ursachen sind noch zu erforschen.

 

3.7 Mangelnde körperliche Aktivität

Empfehlenswert sind Ausgleichssport und Waldlauf in gesunder Luft; die WHO empfiehlt für Erwachsene pro Woche mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive körperliche Aktivität.

 

3.8 Weitere Ursachen

 

4. Bakterien und Darmflora

Ein gesundes Mikrobiom im Darm besteht aus über 1000 Arten von Bakterien, die beim Abbau von Nahrung und der Aufrechterhaltung des Verdauungssystems helfen. Bakterien sind ein wesentlicher Baustein für gute Gesundheit. Fast alle Bakterien, viele Viren und Pilze nützen dem Menschen; manche sind gar lebensnotwendig. Sie spielen besonders im Darm (Darmflora) eine wichtige Rolle und sollten deshalb pfleglich behandelt werden. Durch probiotische und fermentierte Nahrung werden sie gefördert, durch Umweltgifte, Medikamente (z.B. Antibiotika) und Fast-Food-Produkte der Lebensmittelindustrie werden sie geschädigt. Die Darmflora beeinflusst speziell das enterische Nervensystem und über die Darm-Hirn-Achse, den Vagusnerv, auch das zentrale Nervensystem.

Bisher wird bei fast jedem Verdacht auf bakterielle Infektion ein Antibiotikum verschrieben. In der Schulmedizin wird fälschlicherweise vermutet, dass sich die geschädigte Darmflora schnell wieder erholt, wenn das Antibiotikum abgesetzt wird. Das trifft leider nur selten zu. Zudem wird der Darm nach der Schädigung oft stärker als zuvor von schädlichen Bakterien besiedelt. Wegen der zunehmenden Resistenz der Bakterien gegen Antibiotika werden immer wieder neue Antibiotika entwickelt. Inzwischen zeichnet sich ab, dass in zu vielen Fällen die schädlichen Bakterien diesen Wettlauf gegen die nützlichen Bakterien gewinnen.

Eine geschädigte Darmflora kann sehr unterschiedliche Krankheiten verursachen:
  • akut im Darm: Verstopfung oder Durchfall,
  • Schwächung des Immunsystems und chronische Entzündungen,
  • neurologische Erkrankungen, z.B. Parkinson oder Gehirntumore,
  • psychisch/psychiatrisch: negativer Einfluss auf Stimmung, Ängste, Wahrnehmungsfähigkeit und Depressionen
  • Fettleibigkeit und das metabolische Syndrom,
  • Bluthochdruck,
  • Darmkrebs.
Es ist möglich, dass diese Krankheitssymptome und die geschädigte Darmflora eine gemeinsame Ursache haben.

Was schädigt die Darmflora?

 

Weitere Studien und Informationen

Eine geschädigte Darmflora kann die Entstehung einer Vielzahl von chronischen Krankheiten fördern. Allergien, z.B. Asthma bronchiale, und Autoimmunkrankheiten, z.B. Multiple Sklerose und die Rheumatoide Arthritis, hängen stark von der Zusammensetzung und Vielfalt des Mikrobioms ab. Bakterielle Liganden und Metabolite, die die Differenzierung und Proliferation von T-Helferzellen und regulatorischen T-Zellen beeinflussen, stimulieren Zelltypen des angeborenen und adaptiven Immunsystems. (entnommen aus Das Mikrobiom von André Gessner)

Im Menschen haben die Bakterien und andere Mikroben ungefähr 3,3 Millionen Gene. In der gesamten Population des Menschen gibt es knapp 10 Millionen verschiedene mikrobielle Gene; nicht jeder Mensch hat alle Gene. Außerdem hat der Mensch 22.000 bis 25.000 chromosomale Gene (diese Gene wurden im Rahmen des Humangenomprojekts analysiert), was bedeutet, dass Sie nur etwa 2.000 chromosomale Gene mehr haben als ein Regenwurm. Die mikrobiellen Gene machen also mehr als 99% der Gene des Menschen aus.

  • Franz Daschner: Wir fürchten und wir brauchen sie (6.2008)

    99,99999 und noch mehr Prozent der Bakterien in uns, auf uns und um uns herum sind gute, notwendige Bakterien.
    Prof. Dr. Franz Daschner war 1992 - 2006 Direktor des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene in Freiburg.

  • Alfons Meyer: Die oftmals vergessene Darmflora (2009)
  • Antibiotika
    Antibiotika werden gegen schädliche Bakterien eingesetzt. Aber sie nützen nicht nur, sie schaden auch: sie schädigen die Darmflora, und ihr übermäßiger Einsatz in Medizin und Massentierhaltung verursacht die Entstehung von Keimen, die gegen alle existierenden Antibiotika resistent sind.
    • Les Dethlefsen, Sue Huse, Mitchell L Sogin and David A Relman:
      The Pervasive Effects of an Antibiotic on the Human Gut Microbiota, as Revealed by Deep 16S rRNA Sequencing (11.2008)

      Antibiotika schädigen die Darmflora nachhaltig. Am Beispiel des Antibiotikums Ciprofloxacin wird gezeigt, dass für die Mehrzahl der geschädigten Bakterien der frühere Zustand innerhalb von 4 Wochen nach Ende des Antibiotika-Einsatzes wieder hergestellt wurde. Einige Bakterienstämme hatten sich jedoch auch nach 6 Monaten nicht erholt.

    • Antibiotika-Resistenz

      Jeder Einsatz eines Antibiotikums trägt per Evolution zur Entstehung von Mikroben bei, die gegen das Antibiotikum resistent sind. Der übermäßige Einsatz in der Humanmedizin und in der Massentierhaltung hat dieses Problem verschärft und bedroht inzwischen Gesundheit und Leben der Menschen, vor allem, wenn sie das Krankenhaus aufsuchen müssen und dort als immungeschwächte Patienten von einem Krankenhauskeim infiziert werden. Die Medizin ist in einer Sackgasse und findet nicht heraus. Die Entwicklung immer weiterer Antibiotika ist keine Lösung.

      Leider werden daraus nicht die richtigen Konsequenzen gezogen: Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes auf ein absolut notwendiges Minimum. Stattdessen soll das Problem dadurch gelöst werden, dass der falsche Weg noch intensiver beschritten wird und immer mehr und bessere (?) Antibiotika entwickelt werden.

      • Interview mit Dr. Herman Focke, Tierarzt und ehemaliger Leiter des Veterinärsamts im Landkreis Cloppenburg:
        Antibiotika in der Tiermast: Viertel nach zwölf (1.2012)

        Der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der Tiermast ist in Politik und Wissenschaft bekannt, aber es wird nicht gehandelt.

      • Laura J Shallcross: Antibiotic overuse: a key driver of antimicrobial resistance (12.2014)

        Der breite Einsatz von Antibiotika führte in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Zunahme der Lebenserwartung um rund 20 Jahre; sie ermöglichten bis dahin unmögliche medizinische Techniken und Therapien. Aber nach jeder Einführung eines Antibiotikums folgte die Resistenz der Bakterien dagegen. Die Anzahl der Pharma-Unternehmen, die Antibiotika entwickeln, fiel in den letzten 20 Jahren von 18 auf nur noch vier. Krankenhäuser sind die bedeutendsten Brutstätten resistenter Bakterien. In der Intensiv-Tierhaltung werden Antibiotika als Ersatz für fehlende Hygiene eingesetzt.

      • Film: Resistance (2015)

        Infektionen mit resistenten Bakterien töten jedes Jahr Hunderttausende von Menschen auf der ganzen Welt, und es gibt inzwischen Dutzende so genannter Superbugs, die alle ihre eigenen Probleme mit sich bringen. Wie konnte das passieren? Anhand von mikroskopischen Aufnahmen, erschütternden persönlichen Geschichten und Erkenntnissen von Experten klärt der Film über das Problem der Antibiotikaresistenz auf, wie es dazu kam und was wir tun können, um das Ruder herumzureißen.

      • The Review on Antimicrobial Resistance, Chaired by Jim O’Neill:
        Tackling Drug-Resistant Infections Globally: Final Report and Recommendations (5.2016)

        Untersuchung des Problems der Antibiotika-Resistenz unter gesundheitlichen und wirtschaftlichen Aspekten. Das Problembewusstsein ist zu gering, deshalb werden sie zu häufig eingesetzt, in der Medizin und vor allem in der Landwirtschaft. WHO und andere internationale Organisationen schauen tatenlos zu, obwohl Lösungen nur durch internationale Kooperation möglich sind. Zur Zeit sterben jährlich ca. 700.000 Menschen wegen der Resistenz, und diese Zahl wird bis 2050 auf 10 Millionen steigen.

      • WHO Die WHO erklärt die Antibiotika-Resistenz als eine der größten Bedrohungen für die Gesundheit des Menschen. Denn momentan sterben dadurch jährlich mindestens 700.000 Personen; 2050 könnten es 10 Millionen Todesfälle pro Jahr sein. Die WHO drängt alle Staaten, aktiv zu werden.
      • Spiegel: 35.000 US-Bürger sterben jährlich durch Superkeime (14.11.2019)

        Die Menschen sterben an Antibiotika-resistenten Keimen (Superbugs). Das Bakterium Clostridioides difficile ist besonders gefährlich und für 12.800 Todesopfer verantwortlich.

      • Victoria Ballén, Yaiza Gabasa, Carlos Ratia, Raquel Ortega, Marc Tejero and Sara Soto:
        Antibiotic Resistance and Virulence Profiles of Klebsiella pneumoniae Strains Isolated From Different Clinical Sources (1.9.2021)

        21,05 % bis 64,91 % der Klebsiella-pneumoniae-Infektionen sind gegen mehrere Antibiotika resistent. Das macht die Behandlung dieser Infektionen äußerst schwierig.

      • Antimicrobial Resistance Collaborators:
        Global burden of bacterial antimicrobial resistance in 2019: a systematic analysis (19.1.2022)

        Kommentar von Sharin Santhiraraja-Abresch, DocCheck: MRE: Der ignorierte Killer (17.2.2022)

        2019 wurden weltweit fast 5 Millionen Todesfälle durch Antibiotika-Resistenz verursacht, davon 1,5 Millionen durch Infektionen der unteren Atemwege. Die wichtigsten Erreger sind Escherichia coli, Staphylococcus aureus, Klebsiella pneumoniae, Streptococcus pneumoniae, Acinetobacter baumannii und Pseudomonas aeruginosa.

      • Weltwirtschaftsforum:

        Einerseits steigert der übermäßige Einsatz der existierenden Antibiotika die Antibiotika-Resistenz, und andererseits lohnt sich die Entwicklung neuer Antibiotika kaum noch. Denn der Markt für Antibiotika funktioniert nicht wie gewünscht: neue Antibiotika werden mit hohem Aufwand entwickelt und teuer verkauft, aber sie finden keinen breiten Einsatz, sondern nur im Notfall, so dass das Umsatzziel nicht erreicht wird.

        Der Wellcome Trust, die Novo Nordisk Foundation und die Boston Consulting Group haben daraus eine Geschäftsidee entwickelt, ein Abonnement-Modell: die Staaten sollen in den Markt eingreifen und den Pharma-Konzernen jährlich eine bestimmte Summe als Anreiz für den Entwicklungsaufwand zahlen, unabhängig vom Geschäftserfolg, von der Menge der verkauften und eingesetzten Antibiotika.

        Dass die Staaten während der Corona-Pandemie der Pharma-Industrie riesige Summen aus Steuermitteln gegeben haben, macht Mut: so könnte es bei der Antibiotika-Resistenz auch funktionieren. In den USA wurden bereits entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen; Schweden, Großbritannien und die EU arbeiten daran.

    • Larissa B. Thackray, Scott A. Handley, Matthew J. Gorman, Subhajit Poddar, Prachi Bagadia, Carlos G. Briseño, Derek J. Theisen, Qing Tan, Barry L. Hykes Jr., Hueylie Lin, Tiffany M. Lucas, Chandni Desai, Jeffrey I. Gordon, Kenneth M. Murphy, Herbert W. Virgin, Michael S. Diamond:
      Oral Antibiotic Treatment of Mice Exacerbates the Disease Severity of Multiple Flavivirus Infections (3.2018)
      Kommentar: Here’s another reason to stop taking antibiotics

      Flaviviren können virales hämorrhagisches Fieber oder eine Infektion des Zentralnervensystems (Enzephalitis) verursachen, auch Gelbfieber, die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die Japanische Enzephalitis, das Dengue-Fieber und das West-Nil-Fieber. In dieser Studie wird beobachtet, dass Mäuse nach Behandlung mit oralen Antibiotika, die die Darmmikrobiota dezimieren, eine erhöhte Anfälligkeit für schwere Infektionen mit Flaviviren aufweisen: mit dem West-Nil-Virus, dem Dengue- und dem Zika-Virus. Das Antibiotikum beeinträchtigt die Entwicklung optimaler T-Zell-Antworten.

    • Katie J. Suda, Gregory S. Calip, Jifang Zhou, Susan Rowan, Alan E. Gross, Ronald C. Hershow, Rose I. Perez, Jessina C. McGregor, Charlesnika T. Evans:
      Assessment of the Appropriateness of Antibiotic Prescriptions for Infection Prophylaxis Before Dental Procedures, 2011 to 2015, auch hier (5.2019)
      Kommentar: Most preventive antibiotics prescribed by dentists are unnecessary

      Die meisten Antibiotika-Anwendungen vor der Zahnarztbehandlung (81%) zur Prophylaxe gegen Infektionen sind überflüssig und im Widerspruch zu den Leitlinien, die Antibiotika nur für Herz-Patienten vorsehen. Am häufigsten wurde das Antibiotikum Clindamycin angewandt, das die Entwicklung des Bakteriums Clostridioides difficile begünstigt; dieses schädigt den Darm, verursacht Durchfall und erfordert den Einsatz weiterer Antibiotika.

    • Megan Cully: Antibiotics alter the gut microbiome and host health (6.2019)

      Das Darmmikrobiom, die Darmflora, und folglich die Gesundheit des Menschen kann auch durch eine kurzfristige oder niedrig dosierte Antibiotika-Behandlung dauerhaft geschädigt werden. Ergebnis: chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED), Diabetes Typ 1, Psoriasis, Asthma. Antibiotika sollten deshalb gar nicht oder möglichst zurückhaltend eingesetzt werden, insbesondere bei Kleinkindern und Schwangeren.

    • S. Perrott, R. McDowell, P. Murchie, C. Cardwell, L. Samuel:
      SO-25 Global rise in early-onset colorectal cancer: An association with antibiotic consumption? (1.7.2021)

      Kommentare:

      Antibiotika spielen bei der Entstehung von Dickdarmtumoren, insbesondere im Bereich des Blinddarms, in allen Altersgruppen eine Rolle, insbesondere bei den unter 50-Jährigen. Die Verschreibung von Antibiotika sollte reduziert werden, zumal sie häufig unnötig ist.
  • Mikrobiom (Darmflora)
  • Caroline J. K. Wallace and Roumen Milev:
    The effects of probiotics on depressive symptoms in humans: a systematic review (2.2017)
    Kommentar: Can probiotics help treat depression and anxiety?

    Der Darm hat sein eigenes Nervensystem, in dem viele von denselben Neurotransmittern wie im Gehirn, etwa Acetylcholin und Serotonin, produziert werden. Sie sind wichtig für die Darmbeweglichkeit; zu wenig oder zu viel kann zu Verstopfung oder Durchfall führen. Die Studie ergab, dass Stimmung, Ängste und Wahrnehmungsfähigkeit durch Probiotika positiv beeinflusst werden können.

  • Jing Li, Fangqing Zhao, Yidan Wang, Junru Chen, Jie Tao, Gang Tian, Shouling Wu, Wenbin Liu, Qinghua Cui, Bin Geng, Weili Zhang, Ryan Weldon, Kelda Auguste, Lei Yang, Xiaoyan Liu, Li Chen, Xinchun Yang, Baoli Zhu & Jun Cai:
    Gut microbiota dysbiosis contributes to the development of hypertension, auch hier (2.2017)

    Eine geschädigte Darmflora trägt zur Entwicklung von Bluthochdruck bei. Schon in einem Frühstadium von Bluthochdruck zeigen sich signifikante Schäden: Menge und Vielfalt nützlicher Mikroben sind drastisch reduziert, schädliche Bakterien wie Prevotella und Klebsiella wachsen zu stark.

  • Albert Palleja, Kristian H. Mikkelsen, Sofia K. Forslund, Alireza Kashani, Kristine H. Allin, Trine Nielsen, Tue H. Hansen, Suisha Liang, Qiang Feng, Chenchen Zhang, Paul Theodor Pyl, Luis Pedro Coelho, Huanming Yang, Jian Wang, Athanasios Typas, Morten F. Nielsen, Henrik Bjorn Nielsen, Peer Bork, Jun Wang, Tina Vilsbøll, Torben Hansen, Filip K. Knop, Manimozhiyan Arumugam & Oluf Pedersen:
    Recovery of gut microbiota of healthy adults following antibiotic exposure, auch hier: _1_ _2_ (10.2018)

    Kommentar: The composition of gut bacteria almost recovers after antibiotics

    Nach Antibiotika-Gabe erholten sich fast alle Bakterien bis auf 9 innerhalb von 6 Wochen; diese 9 Bakterien hatten sich auch nach 6 Monaten nicht wieder erholt.

  • Mireia Valles-Colomer, Gwen Falony, Youssef Darzi, Ettje F. Tigchelaar, Jun Wang, Raul Y. Tito, Carmen Schiweck, Alexander Kurilshikov, Marie Joossens, Cisca Wijmenga, Stephan Claes, Lukas Van Oudenhove, Alexandra Zhernakova, Sara Vieira-Silva & Jeroen Raes:
    The neuroactive potential of the human gut microbiota in quality of life and depression (2.2019)

    Nach Überprüfung von über 500 Bakterien, die im menschlichen Darm wohnen, stellte sich heraus, dass Menschen mit Depressionen Mangel an 2 Bakterien haben: Dialister und Coprococcus ‒ auch die Patienten, die Antidepressiva nehmen

  • Andrew Maltez Thomas, Paolo Manghi, Francesco Asnicar, Edoardo Pasolli, Federica Armanini, Moreno Zolfo, Francesco Beghini, Serena Manara, Nicolai Karcher, Chiara Pozzi, Sara Gandini, Davide Serrano, Sonia Tarallo, Antonio Francavilla, Gaetano Gallo, Mario Trompetto, Giulio Ferrero, Sayaka Mizutani, Hirotsugu Shiroma, Satoshi Shiba, Tatsuhiro Shibata, Shinichi Yachida, Takuji Yamada, Jakob Wirbel, Petra Schrotz-King, Cornelia M. Ulrich, Hermann Brenner, Manimozhiyan Arumugam, Peer Bork, Georg Zeller, Francesca Cordero, Emmanuel Dias-Neto, João Carlos Setubal, Adrian Tett, Barbara Pardini, Maria Rescigno, Levi Waldron, Alessio Naccarati & Nicola Segata:
    Metagenomic analysis of colorectal cancer datasets identifies cross-cohort microbial diagnostic signatures and a link with choline degradation, auch hier (4.2019
    Kommentare:

    Die geschädigte Darmflora verursacht Darmkrebs. Man fand im Darm von Krebs-Patienten 30 schädliche Bakterien; eines davon ist das Fusobacterium nucleatum, ein Bakterium, das in der Mundhöhle vorkommt und Parodontitis verursacht.

  • Abigail J. Johnson, Pajau Vangay, Gabriel A. Al-Ghalith, Benjamin M. Hillmann, Tonya L. Ward, Robin R. Shields-Cutler, Austin D. Kim, Anna Konstantinovna Shmagel, Arzang N. Syed, Jens Walter, Ravi Menon, Katie Koecher, Dan Knights:
    Daily Sampling Reveals Personalized Diet-Microbiome Associations in Humans, auch hier (6.2019) Kommentar: Foods with similar nutrition content affect the gut differently

    Die gleiche Nahrung wirkt sich auf das Mikrobiom der einzelnen Menschen sehr unterschiedlich aus. Das bedeutet: Nahrung, die dem einen gut tut, mag sich bei einem anderen Menschen ganz anders auswirken.

  • Darmflora, Bluthochdruck und Depressionen Bei Patienten mit/ohne Bluthochdruck und mit/ohne Depressionen stellte sich nach Analyse der Darm-Bakterien-DNA heraus: jede der 4 Patienten-Gruppen hatte eine ganz spezifische Bakterien-Population. Die Forscher definierten daraufhin 4 verschiedene Krankheiten: Bluthochdruck mit Depressionen, Bluthochdruck ohne Depressionen usw.
  • Arnau Vich Vila, Valerie Collij, Serena Sanna, Trishla Sinha, Floris Imhann, Arno R. Bourgonje, Zlatan Mujagic, Daisy M. A. E. Jonkers, Ad A. M. Masclee, Jingyuan Fu, Alexander Kurilshikov, Cisca Wijmenga, Alexandra Zhernakova, and Rinse K. Weersma:
    Impact of commonly used drugs on the composition and metabolic function of the gut microbiota (1.2020)
    Kommentar: Many common drugs messing with our microbiomes

    Viele häufig verwendete Medikamente verschlechtern die Vielfalt unserer Mikroorganismen. Daraus folgen Nebenwirkungen: erhöhtes Risiko von Darminfektionen, Fettleibigkeit und anderen schweren Erkrankungen. Medikamente, die das Mikrobiom besonders schädigen, sind:

    • Protonenpumpenhemmer (Protonenpumpeninhibitor, PPI) zur Behandlung von Magengeschwüren, H. Pylori-Eliminierung, gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD, Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre), Barrett-Ösophagus (Schädigung der unteren Speiseröhre) sowie Dyspepsie (Verdauungsstörung im Oberbauch), von denen zwischen 11% und 24% der europäischen Bevölkerung betroffen sind;
    • Metformin zur Behandlung von Typ-2-Diabetes, von dem 10% der europäischen Erwachsenen betroffen sind;
    • Antibiotika, die von 34% der europäischen Bevölkerung eingenommen werden;
    • Statine als Cholesterinsenker;
    • Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (selective serotonin reuptake inhibitors, SSRI) als Antidepressiva gegen Depressionen;
    • ACE-Hemmer (Angiotensin Converting Enzyme inhibitor) bei Bluthochdruck und Herzinsuffizienz;
    • Abführmittel.
  • Spiegel:
    • Wie Bakterien im Darm unsere Gesundheit beeinflussen (10.2018)

      Interview mit Stephan C. Bischoff, Direktor des Instituts für Ernährungsmedizin an der Universität Hohenheim in Stuttgart.

    • Wie die westliche Lebensweise unsere wichtigsten Bakterien zerstört (23.2.2022)
      Darmbakterien halten den Menschen gesund, aber ihr Artenreichtum geht verloren. Jetzt wollen Forscher die kostbaren Mikroben in einer Biobank bewahren – und daraus Medikamente gegen Zivilisationskrankheiten entwickeln.

      Die Forscher verirren sich im Business-Dschungel. Statt den Artenreichtum im Darm mit allen Möglichkeiten zu erhalten, macht man daraus ein Geschäftsmodell. Dann kann sich jeder, das Wissen und die finanziellen Mittel vorausgesetzt, bei Interesse die gewünschte Artenvielfalt kaufen. Aber das wird nicht funktionieren. Wer steuert die Wissenschaft?

 

4.1 Wie entsteht eine gesunde Darmflora?

Fördern Sie das Wachstum nützlicher Bakterien durch Ernährung mit

  • Vollwertkost, die reich an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen ist, z.B. Vollkornprodukte, Obst mit Schalen, Gemüse, Bohnen und Hülsenfrüchte,
  • probiotischen und fermentierten Lebensmitteln, z.B. Joghurt, Sauerkraut. Diese Lebensmittel enthalten lebende Bakterien-Kulturen.
  • pflanzlichen Antibiotika
    • Oregano-Öl ist eines der wirkungsvollsten natürlichen Antibiotika und fungizid, also gut gegen Pilz-Infektionen aller Art.
    • Olivenblattextrakt: der etwas bitter schmeckende Wirkstoff Oleuropein hat antioxidative, antimikrobielle und anti-entzündliche Eigenschaften;
    • Ingwer wird gegen Salmonellen und andere schädliche Keime in Lebensmitteln eingesetzt;
    • Honig wird seit Jahrtausenden wegen seiner antiseptischen und antibiotischen Eigenschaften geschätzt;
    • Knoblauch: der Wirkstoff Allicin arbeitet gegen verschiedene Mikroben, auch gegen resistente Bakterien;
    • Echinacea wirkt antibakteriell und stärkt das Immunsystem;
    • Apfelessig wirkt antiseptisch und antimikrobiell, außerdem blutstillend und entzündungshemmend;
    • Kurkuma (Gelbwurzel) mit dem Wirkstoff Curcumin, bekannt aus der ayurvedischen und traditionellen chinesischen Medizin, wird gegen Entzündungen und bakterielle Infektionen und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt;
    • Cayenne-Pfeffer mit den Wirkstoffen Capsaicin and Dihydrocapsaicin stimuliert die Blutzirkulation, stoppt das Bakterien- und Pilzwachstum und wirkt auch gegen Virus-Infektionen;
    • natives Kokosöl wirkt gegen mikrobielle Infektionen, stärkt das Immunsystem und stabilisiert den Blutzuckerspiegel.

Vorzug aller pflanzlich-natürlichen ‒ im Gegensatz zu den pharmazeutisch-synthetischen ‒ Antibiotika ist, dass sie nur die schädlichen, nicht die nützlichen Bakterien angreifen.

Weitere Informationen:

  • Zentrum der Gesundheit:
    • Oregano ‒ Natürliches Antibiotikum

      Oregano zählt zu den kraftvollsten Kräutern und den wirkungsvollsten natürlichen Antibiotika, die jemals untersucht wurden. Oregano ist darüber hinaus ein stark fungizides Mittel. Daher wirkt er gut bei Pilz-Infektionen aller Art.

    • Wie Sie nach Antibiotika Ihre Darmflora wieder aufbauen

      Viele Antibiotika greifen nicht nur die Krankheitserreger an, sondern auch die nützlichen Bakterien der körpereigenen Flora, etwa die Darm- und Scheidenbakterien. Diese Bakterien sind jedoch sehr wichtig für ein leistungsstarkes Immunsystem, für einen gesunden Darm, eine gute Nährstoffverwertung und vieles mehr.

  • Schrot & Korn: Welches Essen ist gut für den Darm? (10.2021)
    Darmbakterien sind wichtig für unsere Gesundheit. Wie Freundschaften muss man die Bakterien pflegen, etwa mit gesundem Essen.

 

4.2 Darmreinigung

Eine Darmreinigung kann von Vorteil sein, um nicht nur schwer lösliche Kotsteine (verhärteter Stuhl), sondern auch Umweltgifte, nutzlose Stoffwechselprodukte, schädliche Viren, Bakterien und Fremdproteine aus dem Körper zu entfernen, die sich im Darm und an anderen Stellen ansammeln. Damit wird die Autophagie (oder: Autophagozytose) unterstützt, ein natürlicher, intrazellulärer Prozess, mit dem der Körper nicht mehr benötigte Zellbestandteile abbaut und ggf. umbaut; unnützes und schädliches Zellmaterial wird aus dem Körper entfernt. Dieser Prozess findet in allen Organen statt und wird durch Nährstoffmangel und z.B. Kaffee stimuliert. Er nimmt im Alter ab, was die Entstehung chronischer Krankheiten (Tumore, Krebs, neurodegenerative Erkrankungen) begünstigt.

  • Zentrum der Gesundheit:
  • DocCheck Felxikon: Autophagie
  • Federico Pietrocola, Shoaib Ahmad Malik, Guillermo Mariño, Erika Vacchelli, Laura Senovilla, Kariman Chaba, Mireia Niso-Santano, Maria Chiara Maiuri, Frank Madeo, Guido Kroemer:
    Coffee induces autophagy in vivo (25.4.2014)

    Im Tierversuch (Maus) wird gezeigt, dass Kaffee (mit oder ohne Koffein) in allen Organen die Autophagie stimuliert.

 

5. Nahrung und Ernährung

5.1 Nährstoffe - Lebensmittel

Aus den Nährstoffen beziehen wir die Energie für alle Körperfunktionen sowie die Bausteine für den Aufbau von Zellen, Gewebe, Organen, Knochen usw. Kohlenhydrate (Saccharide), Fette und Eiweiße sind Nährstoffe, die der Mensch benötigt und die er in einem ausgewogenen Verhältnis zu sich nehmen sollte.

  • Mahshid Dehghan, Andrew Mente, Xiaohe Zhang, Sumathi Swaminathan, Wei Li, Viswanathan Mohan, Romaina Iqbal, Rajesh Kumar, Edelweiss Wentzel-Viljoen, Annika Rosengren, Leela Itty Amma, Alvaro Avezum, Jephat Chifamba, Rafael Diaz, Rasha Khatib, Scott Lear, Patricio Lopez-Jaramillo, Xiaoyun Liu, Rajeev Gupta, Noushin Mohammadifard, Nan Gao, Aytekin Oguz, Anis Safura Ramli, Pamela Seron, Yi Sun, Andrzej Szuba, Lungiswa Tsolekile, Andreas Wielgosz, Rita Yusuf, Afzal Hussein Yusufali, Koon K Teo, Sumathy Rangarajan, Gilles Dagenais, Shrikant I Bangdiwala, Shofiqul Islam, Sonia S Anand, Salim Yusuf, Prospective Urban Rural Epidemiology (PURE) study investigators:
    Associations of fats and carbohydrate intake with cardiovascular disease and mortality in 18 countries from five continents (PURE): a prospective cohort study, auch hier (29.8.2017)

    Zu viele Kohlenhydrate sind ungesund. Fette, soweit man sie in ausgewogenem Umfang zu sich nimmt, sind notwendig und führen nicht zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinfarkten. (Sie sollten nicht wegen einer Schlankheitsdiät reduziert werden.) Gesättigte Fette reduzieren das Risiko für Schlaganfall.

  • Fleisch

 

5.2 ungesunde Lebensmittel

Tausende von chemischen Zusatzstoffen werden in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, und viele von ihnen werden mit Schäden am Hormonsystem, neurologischen und Verhaltensproblemen, mit Krebs sowie Herz- und Lebererkrankungen in Verbindung gebracht.

Weitere Informationen und Studien

 

5.2.1 Künstliche Süßstoffe

Künstliche Süßstoffe bzw. Zuckeraustauschstoffe sollen helfen, Fettleibigkeit, Diabetes Typ 2 und das metabolische Syndrom zu vermeiden, denn sie enthalten keine (oder kaum) Kalorien. Aber sie erfüllen nicht diesen Wunsch ‒ ganz im Gegenteil: sie schädigen die Darmflora, fördern die genannten krankhaften Zustände und können Krebs verursachen. Versuchen Sie lieber, die Sucht nach Süßem zu überwinden. Trinken Sie nur ungesüßte Getränke.

 

5.2.2 Gentechnik

 

5.2.3 Glutamat (MSG)

Glutamat ist eine Aminosäure, die als Neurotransmitter die Geschmackszellen in der Zunge stimuliert, wodurch der Geschmack von Lebensmitteln verstärkt wird. Falls Speisen mit Glutamat gewürzt werden, kann es zu Glutamat-Überschuss kommen: die Nervenzellen werden übermäßig bis hin zum Zelltod stimuliert. Besonders verhängnisvoll ist diese Wirkung beim sich entwickelnden Gehirn eines Kindes. Das Glutamat, genauer Mononatriumglutamat (englisch: MSG), das Speisen zugesetzt wird, sollte nicht mit L-Glutaminsäure verwechselt werden, die sich natürlicherweise in fast allen proteinhaltigen Lebensmitteln findet, z.B. Käse, Fleisch und Tomaten.

  • Zentrum der Gesundheit: Glutamat ist gefährlich (10.2018)
  • Nakanishi Y, Tsuneyama K, Fujimoto M, Salunga TL, Nomoto K, An JL, Takano Y, Iizuka S, Nagata M, Suzuki W, Shimada T, Aburada M, Nakano M, Selmi C, Gershwin ME:
    Monosodium glutamate (MSG): a villain and promoter of liver inflammation and dysplasia, auch hier (2.2008)

    Glutamat bewirkt eine chronische Entzündung der Leber (nicht-alkoholische Fettleber) sowie Ansammlung von Fett und führt zu Fettleibigkeit und Diabetes Typ 2.

  • Ka He, Liancheng Zhao, Martha L Daviglus, Alan R Dyer, Linda Van Horn, Daniel Garside, Liguang Zhu, Dongshuang Guo, Yangfeng Wu, Beifan Zhou, Jeremiah Stamler:
    Association of monosodium glutamate intake with overweight in Chinese adults: the INTERMAP Study (5.2008)

    Glutamat erhöht das Risiko für Übergewicht, unabhängig von körperlicher Aktivität und der Menge an aufgenommenen Kalorien.

  • Dr. Blaylock on MSG
    aus dem Buch Excitotoxins: The Taste that Kills von Russell L. Blaylock

    Umfangreiche Beschreibung der Glutamat-Wirkungen.

  • Jennifer S. Xiong, Debbie Branigan, and Minghua Li: Deciphering the MSG controversy (11.2009)

    Ergebnisse der Studie:

    • Glutamat durchdringt die Blut-Hirn-Schranke.
    • Durch Glutamat können die Neuronen je nach Dosis schwellen oder sogar absterben.
    • Es sind nur Neuronen betroffen, nicht die Glia-Zellen.
    • Durch Kochen wird die Toxizität von Glutamat nicht reduziert.
    • Vitamin C schützt vor den Wirkungen von Glutamat.
    • Nach Vorbehandlung der Neuronen mit einer kleinen Dosis Glutamat fallen die Schäden durch eine nachfolgende höhere Dosis geringer aus.
  • Rishma Parpia: Monosodium Glutamate Used as a Stabilizer in Vaccines (6.2016)

    Außer bei der Zubereitung von Speisen wird Glutamat in Impfstoffen als Stabilisator eingesetzt, damit Hitze, Licht, Säuren oder Feuchtigkeit den Impfstoff nicht verändern können. Der mögliche Gesundheitsschaden durch Glutamat in Impfstoffen wurde bisher nicht untersucht.

 

5.2.4 Zucker

Zucker (und Stärke) als Bestandteil von pflanzlichen und tierischen Naturprodukten ist ein Grundnahrungsmittel, das für den Stoffwechsel als Energielieferant benötigt wird. Es gibt mehrere Formen von Zucker:

  • Fruktose: Fruchtzucker;
  • Maltose: Malzzucker;
  • Laktose: Milchzucker;
  • Saccharose: Rohrzucker, Rübenzucker;
  • Glukose: Einfachzucker, Dextrose, Traubenzucker, Blutzucker (C6H12O6); das Gehirn benötigt davon ca. 140 Gramm pro Tag.
In der Lebensmittelindustrie wird den Fertigprodukten und Getränken Zucker (Industriezucker), vor allem Fruktose, zugesetzt. Das schmeckt gut und wird gerne gekauft, ist aber ungesund, weil dann z.B. die Vitalstoffe (Vitamine und Mineralien) für die Verstoffwechselung fehlen. Beispiele: Knuspermüsli (Granola), Proteinriegel, Frühstücks- und Haferflocken, Pasta-Saucen, Salat-Saucen (Dressings), Fertigsuppen, Nussbutter, Energiedrinks, Limonade (Softdrink) und verarbeitete Fruchtsäfte.

Es ist keine gute Idee, statt Zucker künstliche Süßstoffe zu verwenden. Verzichten Sie auf zu viel Süßes!

 

5.2.5 Lebensmittel-Zusatzstoffe

 

5.2.5.1 Emulgatoren

Emulgatoren stellen eine Verbindung zwischen wasserlöslichen und fettlöslichen Stoffen her. Sie werden vielfältig in der Lebensmittelindustrie eingesetzt.

  • ARD / plusminus: Brötchen ‒ Macht uns die industrielle Fertigung krank (Video, 24.11.2019)

    Brot und Brötchen aus dem Laden enthalten Emulgatoren und Säureregulatoren wie Natriumacetat, Diglycerid und Diacetylweinsäureester. Diese Zusatzstoffe verändern die Magen-Darm-Flora und können chronische Krankheiten verursachen. Das wird aber bei deren Zulassung gar nicht geprüft. Allerdings können die industriellen Hersteller und viele kleine Bäcker nur noch mit diesen Zusatzstoffen backen. Die Zusatzstoffe ersparen dem Bäcker lange Gärzeiten, die aber notwendig sind, damit ungesunde Mehlbestandteile wie Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI) und Allergene aus dem Teig verschwinden.

  • Benoit Chassaing, Omry Koren, Julia Goodrich, Angela Poole, Shanthi Srinivasan, Ruth E. Ley, and Andrew T. Gewirtz:
    Dietary emulsifiers impact the mouse gut microbiota promoting colitis and metabolic syndrome (3.2015)

    Die Darm-Mukosa ist die Schleimhaut an der Innenwand des Darms. Die Mukosa bildet eine Barriere zwischen Darminhalt und Blutgefäßen und erzeugt einen Gleitfilm für den Inhalt des Darms. Stoffe, die die Mukosabarriere aufbrechen, haben das Potential, chronische Darmentzündungen zu fördern. Relativ niedrige Konzentrationen der Emulgatoren Carboxymethylzellulose (E466) und Polysorbat 80 reichen dazu aus.

 

5.2.5.2 Konservierungsstoffe

Konservierungsstoffe besitzen die Kennzeichnung E200 bis E299. Sie hemmen das bakterielle Wachstum nicht nur in Lebensmitteln, sondern auch in unserem Darm. Sie töten die physiologisch wertvollen Bakterien unseres Darms ab, greifen die Darmschleimhaut an und machen sie durchlässiger. Die Deklaration der Konservierungsstoffe ist leider nicht immer vorgeschrieben, z.B. dann, wenn sie in Verbindung mit Zutaten in das Nahrungsmittel gelangen.

Konservierungsstoffe spielen auch im Bereich Hygiene, Körperpflege und Kosmetik eine wichtige Rolle.

 

5.2.5.3 Ethoxyquin (E 324, Futtermittel)

Ethoxyquin wird ist ein Antioxidans. Es verhindert die Lipidperoxidation und verzögert die Oxidation von lipophilen Vitaminen (Carotine, Xanthophylle, Vitamin A und Vitamin E). Es wird in großem Umfang zur Konservierung von Fischmehl während seines Transports, etwa als Futter für Fischfarmen, verwendet und gelangt so in die Nahrung des Menschen.

  • Björn Hardebusch (CVUA Freiburg):
    Ethoxyquin in Lachs – Aktuelle Untersuchungen des CVUA Freiburg (15.4.2015)

    In Zuchlachs werden teilweise hohe Ethoxyquin-Werte nachgewiesen, allerdings kaum in Bio-Lachs.

  • EFSA: Ethoxyquin: Sicherheitsbewertung der EFSA ohne Ergebnis (18.11.2015)

    Wegen Datenmangel kann die europäische Lebensmittel-Behörde EFSA nicht die Sicherheit von Ethoxyquin bewerten.

  • Greenpeace-Interview: Toxikologe Prof. Dr. Edmund Maser zu Ethoxyquin in Speisefisch (16.12.2016)

    Ethoxyquin ist zwar nicht als Lebensmittel-Zusatzstoff zugelassen, aber es darf in Futtermittel, etwa in Aquakulturen, verwendet werden. In Tierversuchen und aus Studien mit Zellkulturen ergab sich, dass Hunde am empfindlichsten auf Ethoxyquin reagieren. Sie bekamen Allergien, Schilddrüsenfunktionsstörungen und Störungen von Leber und Niere. Auch ihr Fell veränderte sich und es gab Probleme bei der Fortpflanzung der Tiere.

  • Saskia Engels (NDR): Gefährlicher Stoff in Forellen nachgewiesen (9.4.2018)

    Geräucherte Forellen aus Supermärkten und von Discountern können hohe, gesundheitlich bedenkliche Mengen des Gifts enthalten. Der Toxikologe Prof. Edmund Maser warnt, dass man in Tierversuchen DNA-Schäden und eine Veränderung des Leberstoffwechsels festgestellt hat.

 

5.2.5.4 Tartrazin (E102)

The Potential Risks of Tartrazine

Tartrazin ist ein synthetischer Azofarbstoff, der als zitronengelber bis orangefarbener Lebensmittelfarbstoff eingesetzt wird. Tartrazin ist neurotoxisch, genotoxisch und wohl krebserregend; es kann Verhaltensprobleme wie ADHD, Nesselsucht, Angioödeme, Asthma, Dermatitis und Nahrungsmittelunverträglichkeiten verursachen.

 

5.2.5.5 Titandioxid (E171)

Titandioxid (TiO2) wird im Lebensmittelbereich als E171 bezeichnet, in Kosmetika als CI 77891 und im Farbenbereich als PW6 (Pigment White 6).

Titandioxid ist in Lebensmitteln, aber auch in Kosmetika, Farben und Arzneimitteln enthalten. Es ist in Frankreich und seit 1.8.2022 in Deutschland verboten, denn es schädigt Darm und Gehirn und fördert Entzündungen und Krebs. Titandioxid wird nicht ausgeschieden, sondern reichert sich im Körper an. Es gibt keine sichere Menge für die tägliche Aufnahme von Titandioxid als Lebensmittelzusatzstoff.

  • DocCheck:
    Titandioxid: Vergiftet uns die Pharma-Industrie? (31.10.2022)
    Titanium Dioxide: To Ban or Not to Ban? (20.10.2022)

    Titandioxid ist seit 1.8.2022 in Lebensmitteln verboten, in Medikamenten weiterhin erlaubt.

  •  

    5.2.5.6 Back-Zusatzstoffe

    ARD plus-minus:
    Brötchen ‒ Macht uns die industrielle Fertigung krank?, Pressemeldung (Sendung vom 7.11.2019)

    Natriumacetat, Mono- und Diacetylweinsäureester von Mono- und Diglyceriden, Geschmacksverstärker und noch vieles mehr kann in Backwaren enthalten sein. Manche Zusatzstoffe müssen nicht angegeben werden, weil der Verordnungsgeber davon ausgeht, dass diese Stoffe sich beim Backprozess verflüchtigen. Die schädliche Wirkung all dieser Stoffe z.B. auf die Darmflora wird vor der Zulassung nicht geprüft.

     

    5.3 Mangel an Vitalstoffen

    Vitalstoffe sind Vitamine, Mineralien und Bio-Flavonoide. Mangelsituationen können bei mangelnder Versorgung und bei erhöhtem Bedarf entstehen. Durch den Mangel wird die Entstehung von Krankheiten begünstigt.

    • Die Mangelversorgung kann bei ungesunder Ernährung (s.o.) oder z.B. durch Erkrankung des Magen-Darm-Traktes entstehen, so dass zu wenige Vitalstoffe aus der Nahrung aufgenommen werden. Möglich ist auch eine Stoffwechsel-Besonderheit, so dass die Vorläufer-Form des Vitamins nicht in ausreichender Menge in die aktive Form des Vitamins umgewandelt wird, möglich z.B. bei Vitamin D. Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr einer Mangelversorgung.
    • Der erhöhte Bedarf besteht bei giftbelasteten Menschen, bei Sportlern, bei Menschen mit intensiver Muskelarbeit und bei häufigem Schwitzen, z.B. in der Sauna, in der Schwangerschaft, bei Rauchern, bei psychischem Stress, bei Entgiftungstherapien mit Chelatbildnern und bei älteren Menschen.
    Ein Mangel an Vitalstoffen schwächt das Immunsystem und erhöht die Anfälligkeit des Körpers für Fehlfunktionen und Krankheiten aller Art. Die schulmedizinisch-eindeutige Diagnostik eines Vitaminmangels als Ursache einer Krankheit gelingt nur bei sehr starkem Mangel, z.B. Skorbut bei Mangel an Vitamin C oder Rachitis bei Mangel an Vitamin D. Die Orthomolekulare Medizin beschäftigt sich mit Nutzen und Anwendung von Vitaminen, Mineralien und Bio-Flavonoiden, sei es zur Gesundheitsvorsorge oder zu therapeutischen Zwecken.

    In der Schulmedizin hält man es für überflüssig, auf eine ausreichende Vitalstoffversorgung als Grundlage der Gesundheit zu achten. Um die Menschen von der zusätzlichen Einnahme von Vitaminen und Mineralien abzuhalten, wird gerne die Gefahr einer Hypervitaminose beschworen, also einer Überdosierung von Vitaminen. Allerdings werden kaum Krankheits- und Todesfälle, die dadurch verursacht würden, bekannt.

    Weitere Informationen

    • Vitamine und Mineralien
    • Dr. Ulrich Th. Strunz: Bluttuning, die Praxis Empfehlungen für die Idealwerte im Blut, an vielen Stellen abweichend von den Empfehlungen der Schulmedizin.
    • Maurice I. Smith, W.T. McClosky, E.G. Hendrick:
      The Influence of Vitamin Deficiencies on Susceptibility to Certain Poisons (4.1926)

      (Tierversuch) Bei Ratten zeigt sich eine deutlich erhöhte Giftwirkung, wenn sie vitaminarm ernährt werden. Bei Mangel an Vitamin A besteht auch eine erhöhte Tuberkulose-Gefahr, bei Mangel an B-Vitaminen erhöhte Herz-Kreislauf-Probleme und bei generellem Vitaminmangel eine erhöhte Diphterie-Gefahr.

    • Milton Theodore Hanke:
      Relation of Diet to General Health and Particularly to Inflammation of the Oral Tissues and Dental Caries (6.1930)

      Personen mit guter Versorgung an den Vitaminen C und D haben deutlich weniger Entzündungen in der Mundhöhle und weniger Karies.

    • American Academy of Pediatrics, Committee on Infectious Diseases:
      Vitamin A Treatment of Measles (5.1993)

      Mangel an Vitamin A ist ein Risikofaktor für Masern. Bei Erkrankung an Masern sollte der Vitaminmangel behoben werden. Dosisempfehlung: als Start 200.000 I.E. oral, bei Bedarf ggf. Fortsetzung.

    • Kathleen M. Fairfield, Robert H. Fletcher: Vitamins for chronic disease prevention in adults (6.2002) Einige Patientengruppen haben ein höheres Risiko für Vitaminmangel, speziell ältere Menschen, Veganer, Alkoholiker und Menschen mit schlechter Vitaminaufnahme aus der Nahrung. Mögliche Folgen des Vitaminmangels: chronische Krankheiten wie koronare Herzerkrankungen, Krebs und Osteoporose.
    • Bodo Kuklinski: Zur Gefährlichkeit von Vitaminen und Mikronährstoffen (2009)

      Abwertende Meldungen über die Einnahme von Vitaminen entstehen durch Studien mit erheblichen methodischen Fehlern. Es wird erläutert, wo die Einnahme von Vitaminen mehr oder weniger sinnvoll ist.

     

    6. Was sonst schadet der Gesundheit?

     

    6.1 Parasiten (Pilze, Würmer)

    Parasiten lassen sich in einzelnen Organen nieder und erzeugen (neuro-)toxische Stoffwechselprodukte. Ein geschwächtes Immunsystem kann sich nur schlecht gegen die Parasiten wehren. Manchmal sind sogar Antibiotika nicht in der Lage, die Parasiten zu vertreiben, und schaden mehr als sie nützen. Auch Darmpilze zählen zu den Parasiten; sie können z.B. durch Schwermetallbelastung entstehen bzw. gefördert werden.

     

    6.2 Zecken, Borreliose

    Foto einer ZeckeZecke

    Zecken übertragen Borreliose, eine von Borrelien (einer Bakterienart aus der Gruppe der Spirochäten) verursachte Infektionskrankheit. Zecken werden am besten mit Kokosöl abgewehrt. Die Diagnose einer Infektion mit Borrelien ist schwierig und manchmal nicht eindeutig. Sie erfolgt normalerweise durch einen Antikörpernachweis. Man kann grundsätzlich zwei Typen von Antikörpern nachweisen: Antikörper vom IgM-Typ werden ab 8 Wochen nach der Borrelien-Infektion gebildet, während Antikörper vom IgG-Typ erst später gebildet werden, meistens lebenslang.

    Hinweis: Zecken können außer Borreliose noch weitere Krankheiten auf Tier und Mensch übertragen ‒ Anaplasmose, Babesiose, Erkrankungen durch das Bourbon-Virus, das Heartland-Virus oder das Powassan-Virus, Rocky-Mountain-Fleckfieber, südstaatliche Rinderzecken-Krankheit, Zeckenrückfallfieber, Tularämie, Rickettsia 364D.

     


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