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Vitamine und Mineralien

Es geht um Vitalstoffe oder Mikronährstoffe; dazu zählen Vitamine, Mineralien und Bioflavonoide. Sie finden hier Informationen zu Vitaminen und Mineralien. Angegeben wird, wie der Mensch sie auf natürliche Weise, z.B. in Lebensmitteln, zu sich nimmt, außerdem die Wirkung, was bei Mangel und Überdosierung passiert, die biochemischen Eigenschaften, der tägliche Bedarf und wer einen erhöhten Bedarf hat.

Vorrang für eine gesunde Lebensweise sollte die Versorgung mit Vitalstoffen durch gesunde, ausgewogene Ernährung haben. Dadurch ist eine Überversorgung mit Vitalstoffen kaum möglich. Wenn die Versorgung mit Vitalstoffen aus der Ernährung nicht ausreicht, dann sollte die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln erwogen werden.

Die nachfolgenden Tabellen werden noch überarbeitet und ergänzt. Einige Angaben entsprechen vielleicht eher der schulmedizinischen Sichtweise (Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE) als dem Stand der Wissenschaft. Entsprechende Hinweise sind willkommen.

 

Calcium (chem. Zeichen: Ca)

Vorkommen in Nahrung, Natur und Umwelt Milch und Milchprodukte, Samen und Nüsse, Hefe und einige Getreidearten
Mangel-Symptome erhöhte Allergieneigung, schmerzhafte Muskelverspannungen bis hin zu Krämpfen, Nervosität, Schlafstörungen, Menstruationsbeschwerden.

Langfristig: erhöhte Knochenbrüchigkeit (Osteoporose), schlechte Zähne, in ungünstigen Fällen auch Herzrhythmusstörungen und erhöhter Blutdruck.

erhöhter Bedarf In der Schwangerschaft verdoppelt sich der Bedarf, weil der Fötus ca. 40 g Ca benötigt.

Bei Langzeiteinsatz von Glucocorticoiden, um Osteoporose zu vermeiden.

biologische und biochemische Eigenschaften Calcium (Ca) stellt mit etwa 1 kg die größte Mineralstoffmenge im Körper dar. Fast alles wird zur Härtung und Stabilisierung von Knochen und Zähnen dort eingelagert, aber nur 1% findet sich frei im Blut und in den Organen. Ca dient auch als Türsteher an den Membranen der Körperzellen und entscheidet, welche Substanzen über die Ca-Ionen-Kanäle in eine Zelle transportiert werden und welche nicht.

Ca ist für die Weiterleitung von Nervenimpulsen nötig, an der Blutgerinnung beteiligt und beeinflusst viele Stoffwechselvorgänge wie die Ausschüttung der Schilddrüsen­hormone und des Insulins oder die Muskelkontraktion. Die Verteilung von Ca zwischen Knochen, Blut und Zellen wird durch die Hormone der Nebenschilddrüse ‒ Calcitonin, Calcitriol und Parathormon ‒ reguliert.

Erhöhte Ca-Werte sind immer ein pathologischer Befund, denn das bedeutet keine Überversorgung, sondern Ca-Mangel in den Knochen und schädliche Ca-Ablagerung im Bindegewebe und im Haar. Folge: Entmineralisierung des Knochens (Osteoporose), Allergien und Arteriosklerose.

besondere Hinweise zur Einnahme Die Ca-Aufnahme wird gefördert durch Vitamin D3 und durch einen sauren pH-Wert im Magen.

Die Ca-Aufnahme wird verschlechtert bei zunehmendem Alter, durch fette Speisen, Oxalate (z.B. Spinat), Aluminium und Phosphate, die mit dem Calcium eine unlösliche Verbindung eingehen, bei Darmentzündungen, Bauchspeicheldrüseninsuffizienz und Nahrungsmittelallergien, bei Völlegefühl oder Blähbauch. Auch Streß verringert über die Hormone Adrenalin und Cortisol den Ca-Haushalt.

Die Ca-Substitution sollte sorgfältig mit anderen Mineralien wie z.B. Magnesium und Zink abgestimmt werden, da überschüssiges Ca die Mineralstoff- und Spurenelementaufnahme beeinträchtigen kann.

täglicher Bedarf Erwachsene: 800 mg, mindestens 500 mg.

Jugendliche in der Wachstumsphase, schwangere und stillende Frauen und Frauen nach den Wechseljahren: 1000-1200 mg

Messung im Körper Bestimmung des Ca-Werts am besten über eine Haar-Mineral-Analyse, nicht aus dem Blut.

 

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