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Vitamine und Mineralien
Es geht um Vitalstoffe oder Mikronährstoffe; dazu zählen Vitamine, Mineralien und Bioflavonoide. Sie finden hier Informationen zu Vitaminen und Mineralien. Angegeben wird, wie der Mensch sie auf natürliche Weise, z.B. in Lebensmitteln, zu sich nimmt, außerdem die Wirkung, was bei Mangel und Überdosierung passiert, die biochemischen Eigenschaften, der tägliche Bedarf und wer einen erhöhten Bedarf hat.Vorrang für eine gesunde Lebensweise sollte die Versorgung mit Vitalstoffen durch gesunde, ausgewogene Ernährung haben. Dadurch ist eine Überversorgung mit Vitalstoffen kaum möglich, aber manchmal eine Unterversorgung. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu einer gesunden Ernährung erwogen werden.
Kupfer (chem. Zeichen: Cu)
Vorkommen in Nahrung und Umwelt | Austern, Leber, Krabben, Nüsse, Sojabohnen, Weizenkeime, Schokolade, Kaffee und Schwarztee. |
Wirkung | Kupfer ist wichtig für das Immunsystem und zur Verbesserung der geistigen Aktivitäten |
Mangel-Symptome | Zink- und Kupfermangel können zu mangelnder Aktivierung der Schilddrüsenhormone führen. Kupfermangel behindert das Eisen-Recycling und stört den Eisen-Stoffwechsel, stört die Funktion der Mitochondrien und beeinträchtigt Enzyme, die für den Glukose- und Antioxidantienstoffwechsel entscheidend sind. Ein ausgewogenes Kupfer- und Eisengleichgewicht ist für den Stoffwechsel von entscheidender Bedeutung, da Ungleichgewichte die Eisen-Homöostase stören und zu mitochondrialen Funktionsstörungen und neuronalen Schäden beitragen. |
Überdosierung, überhöhte Werte | Sowohl zu wenig als auch zu viel Kupfer schadet der Gesundheit. Vor Maßnahmen zur Kupfer-Erhöhung oder -Erniedrigung sollte deshalb der Kupferspiegel geklärt und nach der Ursache geforscht werden. Nehmen wir zuviel Kupfer auf, beispielsweise mit dem Trinkwasser, können Hyperaktivität bei Kindern, Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, Depressionen und chronisch-degenerative Krankheiten die Folge sein. Erhöhte Kupferwerte im Trinkwasser von Selbstversorgern führten Ende der 80er Jahre zu gut 2 Dutzend Fällen von Leberzirrhose bei Säuglingen, die in der Hälfte der Fälle tödlich endete. Morbus Wilson (siehe Wikipedia) ist eine vererbte Erkrankung, bei der der Kupferstoffwechsel in der Leber gestört ist, so dass zu wenig Kupfer über die Galle ausgeschieden wird und Kupfer sich in der Leber, im Auge, im Zentralnervensystem und anderen Organen ansammelt. Symptome äußern sich vor allem in Leberschäden und neurologischen Defiziten. Therapie: Medikamente, die den Kupferspiegel im Blut senken oder die Aufnahme des Kupfers verhindern. Wichtig für Frauen: Die dauernde Zufuhr von Östrogen, wie bei der Einnahme der Pille, kann Kupferwerte erhöhen und so zu emotionalen Störungen führen. Auch während einer Schwangerschaft steigt der Kupfergehalt zum Teil beträchtlich an, was nach der Geburt, wenn Kupfer nicht genügend abgebaut wird, häufig zu psychischen Störungen ( Zink ist der natürliche Gegenspieler des Kupfers und läßt sich sehr gut zur Reduktion erhöhter Kupferwerte nutzen. |
biologische, biochemische und systemische Eigenschaften | Der Körper benötigt Kupfer, zusammen mit Eisen, für die Sauerstoffversorgung des Körpers. 30% von etwa 75 mg des Kupfers im Körper befindet sich in der Leber, wo es in eine Vielzahl von Enzymen eingebaut wird, u.a. in die Enzyme Superoxiddismutase (SOD) und Katalase, die die freien Radikale entgiften. Die Schwermetalle Blei, Cadmium und Quecksilber sowie zuviel Zink oder Vitamin C können ebenfalls zu Kupfermangel führen. |
besondere Hinweise zur Einnahme | Retinol (Vitamin A) verbessert die Aufnahme bzw. die Bio-Verfügbarkeit von Kupfer. |
täglicher Bedarf | circa 2 mg |
Messung im Körper | Verlässliche Aussagen zeigt nur die Haar-Mineral-Analyse. Deren Werte sind direkt vergleichbar mit den Werten in der Leber; Messungen aus dem Serum stehen dazu oft im krassen Gegensatz, da bei Aufregung, Ärger oder Streß kurzfristig Kupfer in die Blutbahn abgegeben wird. |