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Krankheiten: chronische Entzündungen

Entzündungen sind die erste Verteidigung des Körpers gegen Infektionen. Weitreichende gesundheitliche Probleme entstehen, wenn Entzündungen chronisch werden. Deshalb ist es wichtig, dies zu erkennen, die Ursachen zu finden und zu beheben. Chronische Entzündungen schwächen und belasten das Immunsystem. Sie können verursacht oder begünstigt werden durch

und Ursache sein von
  • Mangel an Vitalstoffen (Vitamine, Mineralien etc.) bei chronischer Darmentzündung (Reizdarm, Morbus Crohn, Leaky Gut),
  • Krebs,
  • Autoimmunkrankheiten,
  • Schädigung des Nervensystems,
  • vielen anderen chronischen Krankheiten.

Zähne, Kieferknochen (Ostitis, NICO) [2]

Eine häufig unerkannte Quelle chronischer Entzündungen befindet sich im Kieferknochen: die Fettig degenerative Osteolyse im Kiefer (FDOK), auch NICO (neuralgia inducing cavitational osteonecrosis) oder chronische Kieferostitis genannt. Unerkannt, weil sie mit herkömmlichen bildgebenden Verfahren (Panorama-Röntgenaufnahmen) im Idealfall nur vermutet werden kann und erst mit einer digitalen Volumentomographie (DVT), einem Dental-CT, ggf. auch durch Magnetresonanz (MRT, mit Gabe eines Kontrastmittels, Gadolinium) in Form und Ausdehnung sicher identifiziert wird. Therapie: der Kiefer muss operativ ausgeräumt werden.

Chronische Entzündung des Darms

Der Darm ist Lebensraum von vielen lebensnotwendigen Bakterien, Viren und Pilzen, dem Mikrobiom, auch als Mikrobiota oder Darmflora bezeichnet. Der Mensch hat etwa 10-mal so viele Bakterien wie Körperzellen. Im gesunden Darm sind die nützlichen Bakterien eindeutig in der Überzahl, und das Immunsystem kann die schädlichen Bakterien und Parasiten unter Kontrolle halten (begrenzen). Hier befindet sich auch ca. 80% des gesamten Immunsystems eines Menschen. So ist beispielsweise jede zehnte Zelle im Darm eine sogenannte lymphatische Immunzelle. Die Darmschleimhaut, also die innere Oberfläche der Darmwand, bildet die Trennmauer zwischen dem Nahrungsbrei/Stuhl, der allerlei Stoffe ‒ nützliche und schädliche ‒ enthält, und dem Blutkreislauf, in dem schädliche Stoffe keinesfalls erwünscht sind und bei Vorhandensein sofort vom Immunsystem bekämpft werden bzw. über Nieren und Leber ausgefiltert werden.

Die nützlichen Stoffe ‒ Nährstoffe (Kohlehydrate, Fette und Eiweiße) und Vitalstoffe (Vitamine und Mineralien) ‒ müssen durch Darmschleimhaut und Darmwand hindurch gelangen, die schädlichen müssen blockiert und ausgeschieden werden. Die Trennmauer-Funktion erfüllen Immunzellen im Darm, bei einer entzündeten Darmschleimhaut jedoch nur lückenhaft. Bei Fehlbesiedlung des Darms werden diese Immunzellen ge- oder zerstört, d.h. funktionsuntüchtig. Dann gelangen die schädlichen Stoffe durch ein schadhaftes Immunsystem in Blutkreislauf und Körper und schädigen das Immunsystem und die Gesundheit des Menschen.

Das Leaky-Gut-Syndrom
Nicht nur krankmachende Darmbakterien und Pilze bilden Verdauungsgifte, sondern auch gesunde Bakterien. Normalerweise werden diese Gifte von einer gesunden Schleimhaut zurückgehalten. Beim Leaky-Gut-Syndrom ist die Schleimhaut so gestört, dass auch normale Verdauungsgifte in den Körper gelangen. Durch eine einfache Stuhluntersuchung lässt sich die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut genau bestimmen. Hier werden das Alpha-1-Antitrypsin oder auch Calprotectin bestimmt. Erhöhte Werte lassen Rückschlüsse auf eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut zu.

Eine gesunde Darmschleimhaut nimmt keine Allergene auf, da diese durch das in der Schleimhaut befindliche Immunsystem sofort erkannt und unschädlich gemacht werden. Beim Leaky-Gut-Syndrom können Allergene ungehindert die Darmwand durchdringen und so eine generalisierte Allergie oder eine Nahrungsmittelallergie auslösen. Um zu verhindern, dass Allergene auf diese Weise in den Körper gelangen, muss sich die Schleim­haut wieder regenerieren und schließen. Dazu ist es notwendig, probiotische, effektive Mikroorganismen über einen längeren Zeitraum einzunehmen. Diese speziellen Mikroorganismen ernähren und reinigen die Darmschleimhaut und bauen eine intakte Darmflora auf.

Ursachen der chronischen Darmentzündung

  • Chemo- oder Strahlentherapie zerstören Krebszellen, doch leider schädigen sie auch die Schleimhäute.
  • Durch Antibiotika und andere Medikamente werden nicht nur schädliche Keime bekämpft, sondern das gesamte Immunsystem des Darms wird geschädigt.
  • Viele Nahrungsbestandteile ‒ Farb- und Konservierungsstoffe und weitere Zusätze der Lebensmittel­industrie ‒ schaden dem Darm. Konservierungsstoffe in Lebensmitteln haben die Kennzeichnung E200 bis E299. Sie töten die guten Darmbakterien, greifen die Darmschleimhaut an und machen sie durchlässiger.
Lokale Symptome im Darm bei Beschädigung oder Entzündung der Darmschleimhaut:
  • zu viele schädliche Pilze,
  • Fehlbesiedlung mit schädlichen Bakterien, die Dysbiose,
  • Durchfall (Diarrhö),
  • Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Divertikulitis, Leaky Gut Syndrome, Reizdarm.
Systemische Symptome chronischer Entzündungen sind am ganzen Körper zu spüren
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
  • Allergien, z.B. Heuschnupfen und Photosensibilität, und Kreuzallergien,
  • verminderter Infektabwehr,
  • Autoimmunkrankheiten wie Rheuma.
  • Die Blutgefässe werden durchlässiger, um Wasser, Elektrolyte und Proteine in die entzündeten Körperregionen zu senden, was zu Schwellungen führt, damit dort schneller eine Heilung eintreten kann, die aber nicht kommt.
  • Neurologische/psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen und Migräne.
Therapeutische Optionen zur Reduktion von Darmentzündungen und Verbesserung der Darmflora:
  • die Aminosäure L-Glutamin,
  • Knochenbrühe ‒ mit Kollagen-haltiger Gelatine,
  • Kräuter ‒ Rot-Ulme und Eibischwurzel,
  • Probiotika, z.B. fermentierte Nahrung,
  • Kokosöl,
  • Intervallfasten.

Diagnostik

Folgende Biomarker sind geeignet, eine chronischen Entzündung zu erkennen, und können im Labor mittels Blutprobe gemessen werden:

  • C-reaktives Protein (CRP)
    CRP sind Eiweiße im Blut, deren Blutkonzentrationen im Rahmen entzündlicher (infektiöser und nichtinfektiöser) Erkrankungen ansteigen, am stärksten durch bakterielle Infektionen.
  • Tumornekrosefaktor-α (TNF-α)
    TNF-α ist ein Zytokin des Immunsystems, welches bei lokalen und systemischen Entzündungen beteiligt ist. TNF wird hauptsächlich von Makrophagen ausgeschüttet. Seine wichtigste Funktion ist, die Aktivität verschiedener Immunzellen zu regeln. TNF kann den Zelltod (Apoptose), Zellproliferation, Zelldifferenzierung und Ausschüttung anderer Zytokine anregen. Es löst Fieber aus. Ferner hat es Effekte auf den Fettstoffwechsel, die Koagulation, die Insulinresistenz und die endotheliale Funktion.
  • die Blutsenkungsreaktion
    Bei der Blutsenkungsreaktion ‒ auch als Blutkörperchensenkungsreaktion, Blutkörperchensenkung (BKS), Blutsenkung, Senkungsreaktion (SR), Erythrozytensedimentationsrate (ESR) oder Blutsenkungsgeschwindigkeit bzw. Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) bezeichnet ‒ handelt es sich um ein unspezifisches Suchverfahren bei Verdacht auf entzündliche Erkrankungen oder um einen Labortest zu deren Verlaufsbeurteilung. Entzündliche Erkrankungen, bei denen die Blutsenkungsgeschwindigkeit in der Beurteilung eine große Rolle spielt, sind beispielsweise Autoimmunerkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, Sepsis oder die Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.
  • RANTES
    Regulated And Normal T cell Expressed and Secreted, auch CCL-5 genannt, ist ein Chemokin, also ein Zytokin mit chemotaktischer Wirkung, d.h. es lockt NK-Zellen, Granulozyten, Monozyten und Makrophagen in ein bestehendes Entzündungsgebiet.
  • Interleukin-6 (IL-6)
    Interleukine (bzw. umfassender die Zytokine) regulieren die Entzündungsreaktion des Körpers. Bei manchen Entzündungsreaktionen des Gehirns, z.B. bei Autismus, zeigt IL-6 erhöhte Werte im Blut, im Gehirn und in der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor, Nervenwasser). Auch bei Gesunden zeigt sich kurzzeitig ein massiver Anstieg von IL-6 nach starker Muskelbeanspruchung.

Wenn chronische Entzündung als Ursache der Leiden erkannt wurde, besteht das große Problem für Arzt und Patient darin, die Ursache der Entzündung zu finden. Da in der Schulmedizin die oben genannten Ursachen, z.B. Umweltgifte, als unbedeutend gelten, steht der Arzt vor großen Rätseln. Des Rätsels Lösung in der Schulmedizin: Nicht über chronische Entzündungen reden und symptomatische, schmerzlindernde Therapien verordnen.

Was hilft gegen chronische Entzündungen?

  • eine gesunde Darmflora, z.B. mittels Probiotika;
  • viel Wasser trinken, saubere Luft atmen,
  • Nahrungsmittel: grüner Tee, Mittelmeer-Diät, Vollkornprodukte, Nüsse, Joghurt, Fisch;
  • Vitalstoffe: gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren (Fischöl), Vitamin D und Vitamin C, Magnesium, Zink, Algen, Antioxidantien, Resveratrol, S-Adenosylmethionin, L-Arginin;
  • Obst: Heidelbeeren, Steinobst;
  • Gemüse: Tomaten (Wirkstoff Lycopen), Bohnen, Olivenöl;
  • Kräuter und Gewürze: Ingwer, Basilikum, Chilipfeffer (Cayennepfeffer, Wirkstoff Capsaicin), Kurkuma, Katzenkralle, Weihrauch;
  • als Therapie bei schweren Erkrankungen: Hochdosis Vitamin C (50 bis 300 g pro Anwendung);
  • lieber vermeiden:
    allergieauslösende Stoffe, Stress, Zucker, Transfette, Produkte der Lebensmittelindustrie.
  • In der Schulmedizin werden vorzugsweise nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Aspirin oder Ibuprofen verordnet, um die mit der Entzündung verbundenen Schmerzen zu dämpfen. Bei der typischen Schmerztherapie werden Ursachen weder gesucht noch gefunden. Allerdings unterstützen die Medikamente nicht die Heilung. Sie sind andererseits bei längerer Einnahme mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden: Magengeschwür, Asthma, Herzinfarkt, Schlaganfall und schlechtere Knochenheilung. Werden Opiate oder Opioide als Schmerztherapie verordnet, dann besteht zusätzlich Suchtgefahr.

Was sind eigentlich Entzündungen?

Entzündungen sind die natürliche Reaktion des Körpers auf Verletzung oder Infektion, also ein Abwehr­mechanismus des Immunsystems, nachdem es Fremdstoffe, Reizstoffe, pathogene Keime (Krankheitserreger) oder beschädigte Zellen im Körper gefunden hat. Die Entzündung ist vergleichbar einem Alarmsystem, damit unerwünschte Eindringlinge aus dem Körper entfernt werden. Es handelt sich also um die natürliche, biologische Antwort der Selbstheilungskräfte des Körpers.

Die Entzündung wird chronisch, wenn diese unerwünschten Fremdkörper permanent eindringen oder wenn das Immunsystem keinen Weg findet, die Fremdkörper zu entfernen. Bei chronischen Entzündungen ist die Immunantwort eher unkontrolliert gegen harmlose Fremdantigene, z.B. Allergene, gegen persistierende Erreger, z.B. Candida und Herpesviren, oder körpereigene Zellen gerichtet (Autoimmunität). Das ist vergleichbar einem Schwelbrand, der außer Kontrolle geraten ist, nicht mehr gelöscht werden kann und fortwährende Schäden an Gebäuden oder Landschaft verursacht.

Viele chronisch entzündlichen Erkrankungen nehmen in allen höher entwickelten Industrienationen in ihrer Inzidenz und Prävalenz stetig zu. Dazu zählen Allergien, Diabetes, Rheuma, Magen-, Darm- oder Schilddrüsenerkrankungen, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Parodontitis und andere chronische Infektionen.


Studien und weitere Informationen zur chronischen Entzündung

[1] Allgemein [2] Ursache chronischer Entzündungen [3] Diagnostik chronischer Entzündungen [4] Was hilft gegen chronische Entzündungen? [5] Chronische Entzündung und Krebs

[6] Chronische Entzündung im Nervensystem

Von besonderer Bedeutung sind das zentrale Nervensystem (Gehirn, Rückenmark, ZNS) und das enterische Nervensystem (Nervenzellen im Magen-Darm-Trakt, ENS). In beiden findet man Neurotransmitter: die exzitatorischen (z.B. Serotonin und Dopamin) und die inhibitorischen (z.B. Gamma-Aminobuttersäure, GABA, und Glycin). Der Vagus-Nerv stellt die Verbindung zwischen beiden Nervensystemen her, die Darm-Hirn-Achse.

  • Harvard Medical School: The gut-brain connection

    Es gibt eine Verbindung zwischen Hirn und Darm mit intensivem Austausch von Signalen. Ein geschädigter Darm sendet Signale zum Gehirn, und ein gestörtes Gehirn sendet Signale zum Darm. Deshalb können Darm-Probleme Ursache oder Folge von Gehirn-Problemen (z.B. Ängste, Stress oder Depressionen) sein.

  • Elisa Brietzke, Laura Stertz, Brisa Simões Fernandes, Marcia Kauer-Sant'Anna, Marcello Mascarenhas, Andréia Escosteguy Vargas, José Artur Chies, Flávio Kapczinskia:
    Comparison of cytokine levels in depressed, manic and euthymic patients with bipolar disorder, auch hier (2.2009)

    Bei depressiven und bipolaren Patienten sind die proinflammatorischen Zytokine erhöht und zeigen damit das Vorliegen einer chronischen Entzündung an. Also sollte in diesen Krankheitsfällen der Verbesserung des Immunsystems besondere Beachtung geschenkt werden.

  • Wei H, Chadman KK, McCloskey DP, Sheikh AM, Malik M, Brown WT, Li X:
    Brain IL-6 elevation causes neuronal circuitry imbalances and mediates autism-like behaviors, auch hier (6.2012)

    Bei erhöhten Werten von IL-6 zeigen sich Schäden an Neuronen und Synapsen und ein Verhalten, das Autismus gleicht (Tierversuch).

  • Chronische Entzündung im Darm verursacht Parkinson
  • Wendeln AC, Degenhardt K, Kaurani L, Gertig M, Ulas T, Jain G, Wagner J, Häsler LM, Wild K, Skodras A, Blank T, Staszewski O, Datta M, Centeno TP, Capece V, Islam MR, Kerimoglu C, Staufenbiel M, Schultze JL, Beyer M, Prinz M, Jucker M, Fischer A, Neher JJ:
    Innate immune memory in the brain shapes neurological disease hallmarks (4.2018)

    Kommentar: Ein Immungedächtnis im Gehirn / An immunological memory in the brain

    Entzündungs-Reaktionen können die Immunzellen des Gehirns dauerhaft ändern, was bedeutet, dass diese Zellen ein immunologisches Gedächtnis haben. Dieses Gedächtnis kann die Entwicklung neurologischer Erkrankungen beeinflussen, die später im Leben auftreten. Daraus wird deutlich, wie wichtig es ist, chronischen Entzündungsprozessen im Gehirn wirksam vorzubeugen.
  • Qianquan Ma, Changsheng Xing, Wenyong Long, Helen Y. Wang, Qing Liu & Rong-Fu Wang:
    Impact of microbiota on central nervous system and neurological diseases: the gut-brain axis, auch hier (3.2019)

    Es gibt eine gegenseitige Beeinflussung zwischen dem Mikrobiom des Darms (Darmflora) und dem Gehirn. Diese Beeinflussung bzw. Kommunikation übt einen entscheidenden Einfluss während der Entwicklung des Gehirns, beim Abbau des Gehirns (Neurodegeneration) und bei Gehirntumoren aus. In dieser Studie wird erläutert, wie diese Kommunikation durch neurologische Erkrankungen gestört wird und wie Veränderungen am Darm-Mikrobiom neue therapeutische Optionen zur Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems bieten.

  • Michael T. Treadway, Jessica A. Cooper, Andrew H. Miller:
    Can't or Won't? Immunometabolic Constraints on Dopaminergic Drive, auch hier: _1_ _2_ (4.2019)
    Kommentare:

    Menschen sind erschöpft und antriebslos und sie bewegen sich zu wenig: können sie nicht, oder wollen sie nicht? Durch Analyse der Entzündungswerte (inflammatorische Zytokine) wird objektiv deutlich, dass diesen Menschen die Energie fehlt, u.a. erkennbar an niedrigen Dopamin-Werten. Die Motivation geht verloren, psychiatrische Störungen können entstehen.

[7] Chronische Entzündung des Darms und Leaky Gut: Ursachen, Symptome, Therapien

[8] Patienten-Beispiele

Manchmal wird die Ursache der chronischen Entzündung über Jahrzehnte nicht erkannt. Dann werden nur die Symptome behandelt und der Krankheitszustand ggf. sogar verschlimmert.

  • Franziska Braun und Thomas Braun: Rezidivierende Sialolithiasis? (Bayrisches Ärzteblatt 2019)
    Rainer Pließ: Kommentar

    Als Sialolithiasis bezeichnet man die Speichelsteinbildung, die den Abfluss des Speichels behindert. Das Bayrische Ärzteblatt veröffentlicht das OPG einer Patientin mit Sialolithiasis. Im Kommentar wird kritisiert, dass dabei die chronischen Entzündungen übersehen bzw. als Artefakte (technische Aufnahmefehler) fehlgedeutet wurden.

  • Antonio Jose Reyes, Kanterpersad Ramcharan and Rajesh Maharaj:
    Chronic migraine headache and multiple dental pathologies causing cranial pain for 35 years: the neurodental nexus, auch hier (9.2019)
    Kommentar: Verstrahlt

    Die Kopfschmerzen eines Mannes werden verursacht durch Eiteransammlungen im Zahnfleisch. Kopfschmerzen und Zahnschmerzen können vom selben Nerv vermittelt werden, dem Trigeminus­nerv, und deshalb leicht verwechselt werden. Mehr als 35 Jahre lang bleibt den behandelnden Ärzten die Sache rätselhaft.

[9] Pathogene Keime (Viren, Bakterien usw.) verstärken die Entzündungsneigung

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