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Krankheiten: chronische Entzündungen

Entzündungen sind die erste Verteidigung des Körpers gegen Infektionen. Weitreichende gesundheitliche Probleme entstehen, wenn Entzündungen chronisch werden. Deshalb ist es wichtig, dies zu erkennen, die Ursachen zu finden und zu beheben. Chronische Entzündungen schwächen und belasten das Immunsystem.

Sie können verursacht oder begünstigt werden durch und Ursache sein von
  • Mangel an Vitalstoffen (Vitamine, Mineralien etc.) bei chronischer Darmentzündung (Reizdarm, Morbus Crohn, Leaky Gut),
  • Krebs,
  • Autoimmunkrankheiten,
  • Schädigung des Nervensystems,
  • vielen anderen chronischen Krankheiten.
Anzeichen chronischer Entzündungen können sein:
  • Schilddrüsen-Unterfunktion: die Schilddrüse produziert nicht genügend Hormone. Dadurch kann der Stoffwechsel beeinträchtigt werden, Erschöpfung und Depressionen können die Folge sein.
  • Schlechte Schlafqualität: Schlafstörungen, Schlafmangel; dadurch könnte sich die Schlafqualität weiter verschlechtern.
  • Mehr Stress, mehr Cortisol. Bei chronischem Stress nimmt allerdings die Fähigkeit von Cortisol, Entzündungen abzubauen, ab. Die Entzündungen nehmen zu.
  • Eine Nahrungsmittel-Intoleranz wird eigentlich vom Immunsystem beeinflusst. Nahrung, auf die der Körper empfindlich reagiert, triggert einen Entzündungs-Prozess, manchmal auch entzündungsfördernde Zytokine.

Zähne, Kieferknochen (Ostitis, NICO) [2]

Eine häufig unerkannte Quelle chronischer Entzündungen befindet sich im Kieferknochen: die Fettig degenerative Osteolyse im Kiefer (FDOK), auch NICO (neuralgia inducing cavitational osteonecrosis) oder chronische Kieferostitis genannt. Unerkannt, weil sie mit herkömmlichen bildgebenden Verfahren (Panorama-Röntgenaufnahmen) im Idealfall nur vermutet werden kann und erst mit einer digitalen Volumentomographie (DVT), einem Dental-CT, ggf. auch durch Magnetresonanz (MRT, mit Gabe eines Kontrastmittels, Gadolinium) in Form und Ausdehnung sicher identifiziert wird. Therapie: der Kiefer muss operativ ausgeräumt werden.

Chronische Entzündung des Darms

Der Darm ist Lebensraum von vielen lebensnotwendigen Bakterien, Viren und Pilzen, dem Mikrobiom, auch als Mikrobiota oder Darmflora bezeichnet. Der Mensch hat etwa 10-mal so viele Bakterien wie Körperzellen. Im gesunden Darm sind die nützlichen Bakterien eindeutig in der Überzahl, und das Immunsystem kann die schädlichen Bakterien und Parasiten unter Kontrolle halten (begrenzen). Hier befindet sich auch ca. 80% des gesamten Immunsystems eines Menschen. So ist beispielsweise jede zehnte Zelle im Darm eine sogenannte lymphatische Immunzelle. Die Darmschleimhaut, also die innere Oberfläche der Darmwand, bildet die Trennmauer zwischen dem Nahrungsbrei/Stuhl, der allerlei Stoffe ‒ nützliche und schädliche ‒ enthält, und dem Blutkreislauf, in dem schädliche Stoffe keinesfalls erwünscht sind und bei Vorhandensein sofort vom Immunsystem bekämpft werden bzw. über Nieren und Leber ausgefiltert werden.

Die nützlichen Stoffe ‒ Nährstoffe (Kohlehydrate, Fette und Eiweiße) und Vitalstoffe (Vitamine und Mineralien) ‒ müssen durch Darmschleimhaut und Darmwand hindurch gelangen, die schädlichen müssen blockiert und ausgeschieden werden. Die Trennmauer-Funktion erfüllen Immunzellen im Darm, bei einer entzündeten Darmschleimhaut jedoch nur lückenhaft. Bei Fehlbesiedlung des Darms werden diese Immunzellen ge- oder zerstört, d.h. funktionsuntüchtig. Dann gelangen die schädlichen Stoffe durch ein schadhaftes Immunsystem in Blutkreislauf und Körper und schädigen das Immunsystem und die Gesundheit des Menschen.

Das Leaky-Gut-Syndrom
Nicht nur krankmachende Darmbakterien und Pilze bilden Verdauungsgifte, sondern auch gesunde Bakterien. Normalerweise werden diese Gifte von einer gesunden Schleimhaut zurückgehalten. Beim Leaky-Gut-Syndrom ist die Schleimhaut so gestört, dass auch normale Verdauungsgifte in den Körper gelangen. Durch eine einfache Stuhluntersuchung lässt sich die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut genau bestimmen. Hier werden das Alpha-1-Antitrypsin oder auch Calprotectin bestimmt. Erhöhte Werte lassen Rückschlüsse auf eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut zu.

Eine gesunde Darmschleimhaut nimmt keine Allergene auf, da diese durch das in der Schleimhaut befindliche Immunsystem sofort erkannt und unschädlich gemacht werden. Beim Leaky-Gut-Syndrom können Allergene ungehindert die Darmwand durchdringen und so eine generalisierte Allergie oder eine Nahrungsmittelallergie auslösen. Um zu verhindern, dass Allergene auf diese Weise in den Körper gelangen, muss sich die Schleim­haut wieder regenerieren und schließen. Dazu ist es notwendig, probiotische, effektive Mikroorganismen über einen längeren Zeitraum einzunehmen. Diese speziellen Mikroorganismen ernähren und reinigen die Darmschleimhaut und bauen eine intakte Darmflora auf.

Ursachen der chronischen Darmentzündung

  • Chemo- oder Strahlentherapie zerstören Krebszellen, doch leider schädigen sie auch die Schleimhäute im Darm.
  • Durch Antibiotika und andere Medikamente werden nicht nur schädliche Keime bekämpft, sondern das gesamte Immunsystem des Darms wird geschädigt. Setzen Sie lieber pflanzliche Antibiotika ein.
  • Viele Nahrungsbestandteile ‒ Farb- und Konservierungsstoffe und weitere Zusätze der Lebensmittel­industrie ‒ schaden dem Darm. Konservierungsstoffe in Lebensmitteln haben die Kennzeichnung E200 bis E299. Sie töten die guten Darmbakterien, greifen die Darmschleimhaut an und machen sie durchlässiger.
Lokale Symptome im Darm bei Beschädigung oder Entzündung der Darmschleimhaut:
  • zu viele schädliche Pilze,
  • Fehlbesiedlung mit schädlichen Bakterien, die Dysbiose,
  • Durchfall (Diarrhö),
  • Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Divertikulitis, Leaky Gut Syndrome, Reizdarm.
Systemische Symptome chronischer Entzündungen sind am ganzen Körper zu spüren
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
  • Allergien, z.B. Heuschnupfen und Photosensibilität, und Kreuzallergien,
  • schlechteres Immunsystem, verminderte Infektabwehr,
  • Autoimmunkrankheiten wie Rheuma.
  • Die Blutgefässe werden durchlässiger, um Wasser, Elektrolyte und Proteine in die entzündeten Körperregionen zu senden, was zu Schwellungen führt, damit dort schneller eine Heilung eintreten kann, die aber nicht kommt.
  • Neurologische/psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen und Migräne.
Therapeutische Optionen zur Reduktion von Darmentzündungen und Verbesserung der Darmflora:
  • die Aminosäure L-Glutamin,
  • Knochenbrühe ‒ mit Kollagen-haltiger Gelatine,
  • Kräuter ‒ Rot-Ulme und Eibischwurzel,
  • Probiotika, z.B. fermentierte Nahrung,
  • Kokosöl,
  • Intervallfasten.

Diagnostik

Folgende Biomarker sind geeignet, eine chronischen Entzündung zu erkennen, und können im Labor mittels Blutprobe gemessen werden:

  • C-reaktives Protein (CRP)
    CRP ist ein Eiweiß, das in der Leber gebildet und ins Blut abgegeben wird; es gehört zu den Akute-Phase-Proteinen. CRP ist der wichtigste unspezifische akute Entzündungsparameter. Seine Blutkonzentration steigt im Rahmen entzündlicher (infektiöser und nichtinfektiöser) Erkrankungen an, am stärksten durch bakterielle Infektionen.
  • Tumornekrosefaktor-α (TNF-α)
    TNF-α ist ein Zytokin des Immunsystems, welches bei lokalen und systemischen Entzündungen beteiligt ist. TNF wird hauptsächlich von Makrophagen ausgeschüttet. Seine wichtigste Funktion ist, die Aktivität verschiedener Immunzellen zu regeln. TNF kann den Zelltod (Apoptose), Zellproliferation, Zelldifferenzierung und Ausschüttung anderer Zytokine anregen. Es löst Fieber aus. Ferner hat es Effekte auf den Fettstoffwechsel, die Koagulation, die Insulinresistenz und die endotheliale Funktion.
  • die Blutsenkungsreaktion
    Bei der Blutsenkungsreaktion ‒ auch als Blutkörperchensenkungsreaktion, Blutkörperchensenkung (BKS), Blutsenkung, Senkungsreaktion (SR), Erythrozytensedimentationsrate (ESR) oder Blutsenkungsgeschwindigkeit bzw. Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) bezeichnet ‒ handelt es sich um ein unspezifisches Suchverfahren bei Verdacht auf entzündliche Erkrankungen oder um einen Labortest zu deren Verlaufsbeurteilung. Entzündliche Erkrankungen, bei denen die Blutsenkungsgeschwindigkeit in der Beurteilung eine große Rolle spielt, sind beispielsweise Autoimmunerkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, Sepsis oder die Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.
  • RANTES
    Regulated And Normal T cell Expressed and Secreted, auch CCL-5 genannt, ist ein Chemokin, also ein Zytokin mit chemotaktischer Wirkung, d.h. es lockt NK-Zellen, Granulozyten, Monozyten und Makrophagen in ein bestehendes Entzündungsgebiet.
  • Interleukin-6 (IL-6)
    Interleukine (bzw. umfassender die Zytokine) regulieren die Entzündungsreaktion des Körpers. Bei manchen Entzündungsreaktionen des Gehirns, z.B. bei Autismus, zeigt IL-6 erhöhte Werte im Blut, im Gehirn und in der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor, Nervenwasser). Auch bei Gesunden zeigt sich kurzzeitig ein massiver Anstieg von IL-6 nach starker Muskelbeanspruchung.

Wenn chronische Entzündung als Ursache der Leiden erkannt wurde, besteht das große Problem für Arzt und Patient darin, die Ursache der Entzündung zu finden. Da in der Schulmedizin die oben genannten Ursachen, z.B. Umweltgifte, als unbedeutend gelten, steht der Arzt vor großen Rätseln. Des Rätsels Lösung in der Schulmedizin: Nicht über chronische Entzündungen reden und symptomatische, schmerzlindernde Therapien verordnen.

Was hilft gegen chronische Entzündungen?

  • eine gesunde Darmflora, z.B. mittels Probiotika;
  • viel Wasser trinken, saubere Luft atmen,
  • Nahrungsmittel: grüner Tee, Mittelmeer-Diät, Vollkornprodukte, Nüsse, Joghurt, Fisch;
  • Vitalstoffe: gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren (Fischöl), mit den Vitaminen A, C, D und E, mit Magnesium, Zink, Algen, Antioxidantien, Resveratrol, S-Adenosylmethionin, L-Arginin;
  • Obst: Heidelbeeren, Steinobst;
  • Gemüse: Tomaten (Wirkstoff Lycopen), Bohnen, Olivenöl;
  • Kräuter und Gewürze: Ingwer, Basilikum, Chilipfeffer (Cayennepfeffer, Wirkstoff Capsaicin), Kurkuma, Katzenkralle, Weihrauch;
  • pflanzliche Antibiotika statt chemischer Antibiotika,
  • als Therapie bei schweren Erkrankungen: Hochdosis Vitamin C (50 bis 300 g pro Anwendung);
  • lieber vermeiden:
    allergieauslösende Stoffe, Stress, Zucker, Transfette, Produkte der Lebensmittelindustrie.
  • In der Schulmedizin werden vorzugsweise nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Aspirin oder Ibuprofen verordnet, um die mit der Entzündung verbundenen Schmerzen zu dämpfen. Bei der typischen Schmerztherapie werden Ursachen weder gesucht noch gefunden. Allerdings unterstützen die Medikamente nicht die Heilung. Sie sind andererseits bei längerer Einnahme mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden: Magengeschwür, Asthma, Herzinfarkt, Schlaganfall und schlechtere Knochenheilung. Werden Opiate oder Opioide als Schmerztherapie verordnet, dann besteht zusätzlich Suchtgefahr.

Was sind eigentlich Entzündungen?

Entzündungen sind die natürliche Reaktion des Körpers auf Verletzung oder Infektion, also ein Abwehr­mechanismus des Immunsystems, nachdem es Fremdstoffe, Reizstoffe, pathogene Keime (Krankheitserreger) oder beschädigte Zellen im Körper gefunden hat. Die Entzündung ist vergleichbar einem Alarmsystem, damit unerwünschte Eindringlinge aus dem Körper entfernt werden. Es handelt sich also um die natürliche, biologische Antwort der Selbstheilungskräfte des Körpers.

Die Entzündung wird chronisch, wenn diese unerwünschten Fremdkörper, -substanzen und Erreger permanent in den Körper gelangen oder wenn das Immunsystem keinen Weg findet, sie zu entfernen. Bei chronischen Entzündungen ist die Immunantwort eher unkontrolliert gegen harmlose Fremdantigene, z.B. Allergene, gegen persistierende Erreger, z.B. Candida und Herpesviren, oder gegen körpereigene Zellen gerichtet (Autoimmunität). Das ist vergleichbar einem Schwelbrand, der außer Kontrolle geraten ist, nicht mehr gelöscht werden kann und fortwährende Schäden an Gebäuden oder Landschaft verursacht. Wichtig wäre, die Ursache der chronischen Entzündung zu erkennen und zu beseitigen.

Chronisch-entzündliche Erkrankungen nehmen in allen höher entwickelten Industrienationen in ihrer Inzidenz und Prävalenz stetig zu. Dazu zählen Allergien, Diabetes, Rheuma, Magen-, Darm- oder Schilddrüsenerkrankungen, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Parodontitis und andere chronische Infektionen.


Studien und weitere Informationen zur chronischen Entzündung

[1] Allgemein

[2] Ursache chronischer Entzündungen

  • Zytokine
    • Wikipedia: Zytokine
      Zytokine regulieren Entstehung und Wachstum von Zellen, speziell von Zellen des Immunsystems. Sie spielen eine wichtige Rolle bei Entzündungsprozessen. Man unterscheidet: Interferone, Interleukine, koloniestimulierende Faktoren, Tumornekrosefaktoren (TNF) und Chemokine.
    • Chemokine, RANTES, CCL-5
      Chemokine locken Effektorzellen, d.h. Zellen des Immunsystems, zum Infektionsherd und sorgen auch dafür, dass die Abwehrzellen durch Gefäßwände in das beschädigte Gewebe eindringen können.

      RANTES (Regulated And Normal T cell Expressed and Secreted) oder CCL-5 sind Chemokine, ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Bei einer Verletzung, Infektion oder Entzündung werden sie freigesetzt und locken Immunzellen an.

  • chronische Kieferostitis (FDOK, NICO) als Ursache chronischer Entzündungen

    FDOK: Fettig degenerative Osteolyse im Kiefer
    NICO: Neuralgia inducing cavitational osteonecrosis

  • Dr. Johanna Graf und Dr. Karlheinz Graf:
    NICO ‒ die versteckte Entzündung im Kieferknochen ‒ Eine seltene Diagnose trotz hoher Inzidenz (6.2018)

    NICO ist gekennzeichnet durch nekrotisch-fettige Substanz im Kieferknochen und kann eine Vielzahl chronischer Erkrankungen hervorrufen, ohne dass am Kieferknochen Schmerzen entstehen.
    Diagnostik: am besten mit einer digitalen Volumentomographie (DVT) oder durch Magnetresonanz-Aufnahme (MRT).
    Therapie: vorsichtiges Ausräumen der Knochenhöhle.

  • Johann Lechner, München:
  • Dr. Dominik Nischwitz in 72070 Tübingen informieren über NICO
  • Lux Zahnärzte, Mannheim: Chronische Entzündungen am Kieferknochen (NICO)
  • Dental Cosmetics, Costa Rica

    Im Kieferknochen sammeln sich, wie in einer Sondermülldeponie, Schadstoffe aller Art: Viren, Pilze, Bakterien und Parasiten sowie Quecksilber, Arsen, Blei oder Aluminium.

    Therapie: alle weichen Bestandteile werden aus dem Kieferknochen chirurgisch entfernt, dann wird der Bereich mit Ozon sterilisiert, und schließlich wird der Defekt mit A-PRF-Membranen aufgefüllt.
  • Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) glaubt, dass es NICO nicht gibt und lehnt jede Kostenerstattung im Rahmen der privaten Krankenversicherung oder der Beihilfe ab. (2019)
    • Beschluss der BZÄK, Beschluss Nr. 32

      Die BZÄK sieht keine medizinische Notwendigkeit für die Durchführung der Diagnostik und hält deshalb die Behandlung der sogenannten NICO und ähnlicher Erkrankungen für medizinisch nicht notwendige Maßnahmen.

    • Brief der Deutschen Gesellschaft für Umweltzahnmedizin (DEGUZ) an die BZÄK, aus umg 4/2019 (11.2019)

      Die DEGUZ kritisiert den Beschluss der BZÄK und weist auf den Stand der Wissenschaft hin. Die diagnostischen Möglichkeiten mit bildgebenden Verfahren werden gründlich dargestellt.

    Hinweis: In der Schulmedizin gilt es als Quacksalberei, die Existenz von NICO für möglich zu halten.

  • Dana E. King, Arch G. Mainous III, Mark E. Geesey and Robert F. Woolson:
    Dietary Magnesium and C-reactive Protein Levels (2005)

    Menschen, die nicht ausreichend mit Magnesium versorgt sind, haben erhöhte Entzündungswerte, gemessen mit dem Biomarker CRP. Fettleibige, ältere Menschen sind besonders gefährdet.

  • Volker von Baehr:
    Autoimmunität, Allergie, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen ‒ Gibt es einen Zusammenhang zu Zahnersatzmaterialien? (2010)

    Erkrankungen, die mit chronischen Entzündungszuständen einhergehen, nehmen einen immer höheren Stellenwert ein. Es geht um Allergien, Diabetes, Rheuma, Magen-, Darm- oder Schilddrüsen­erkrankungen, Osteoporose, Herz-Kreislauferkrankungen, Parodontitis und andere chronische Infektionen sowie um Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose, Morbus Crohn und Diabetes.

  • Daniel T. Dibaba, Pengcheng Xun and Ka He:
    Dietary magnesium intake is inversely associated with serum C-reactive protein levels: meta-analysis and systematic review (4.2014)

    Gute Versorgung mit Magnesium hemmt Entzündungen, gemessen mit dem Entzündungsmarker CRP, und verringert die Gefahr chronischer Krankheiten.

  • Dequina A. Nicholas, Elizabeth A. Proctor, Madhur Agrawal, Philip A. Kern, Douglas A. Lauffenburger, Barbara S. Nikolajczyk:
    Fatty Acid Metabolites Combine with Reduced ß Oxidation to Activate Th17 Inflammation in Human Type 2 Diabetes, auch hier (8.2019)
    Kommentar: What drives inflammation in type 2 diabetes? Not glucose, says new research

    Chronische Entzündungen können auch durch bestimmte Fettsäuren ausgelöst werden, die die Mitochondrien schädigen. Untersucht wurde dies an Entzündungen, die zu Diabetes Typ II führen.

  • Film: Root Cause, Film-Trailer (5.2020)

    Ein Mensch erleidet im Alter von ca. 20 Jahren ein Frontzahn-Trauma, in dessen Folge der Nerv eines Zahnes abstirbt. Durch eine Wurzelbehandlung kann dieser Zahn erhalten werden. In den folgenden Jahren kommt es zu einem allmählichen gesundheitlichen Niedergang. Sämtliche schulmedizinischen Behandlungen zur Änderung des Zustandes führen zu keiner dauerhaften Besserung. Der Patient flüchtet deshalb in verschiedene alternative Therapien, die aber auch keine wesentliche Hilfe bringen. Über verschiedene Umwege kommt er schließlich zu der Erkenntnis, dass sein wurzelbehandelter Zahn die Ursache allen Übels sein könnte – er lässt ihn entfernen und von da an geht es gesundheitlich wieder bergauf, was ihn zu einer Sanierung seines Gebisses nach ganzheitlich-biologischen Kriterien veranlasst. Dann lässt er auch Osteonekrosen (Knochenerweichungen) im Kiefer, die für die Schulzahn­medizin irrelevant sind, als Mitursache seiner Odyssee entfernen. So kommt es schließlich zu einer stabilen Gesundung und einer Wiederherstellung seiner Lebensfreude.

  • Zentrum der Gesundheit, Carina Rehberg:
    Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (6.2020)

    Chronisch entzündliche Darmerkrankungen, also Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Symptome, Diagnostik, Ursachen und Risikofaktoren (Antibiotika, Quecksilber, Weichmacher, Vitamin-D- und Vitamin-C-Mangel, ungesunde Ernährung), Therapie.

[3] Diagnostik chronischer Entzündungen

[4] Was hilft gegen chronische Entzündungen?

[5] Chronische Entzündung und Krebs

[6] Chronische Entzündung im Nervensystem

Von besonderer Bedeutung sind das zentrale Nervensystem (Gehirn, Rückenmark, ZNS) und das enterische Nervensystem (Nervenzellen im Magen-Darm-Trakt, ENS). In beiden findet man Neurotransmitter: die exzitatorischen (z.B. Serotonin und Dopamin) und die inhibitorischen (z.B. Gamma-Aminobuttersäure, GABA, und Glycin). Der Vagus-Nerv stellt die Verbindung zwischen beiden Nervensystemen her, die Darm-Hirn-Achse.

[7] Chronische Entzündung des Darms und Leaky Gut: Ursache, Symptom, Therapie

Zu den chronischen Entzündungskrankheiten, die mit einer erhöhten Durchlässigkeit des Darms zusammenhängen, gehören:

  • Autoimmunerkrankungen wie Zöliakie, Typ-1-Diabetes, entzündliche Darmerkrankungen, Multiple Sklerose und Spondylitis ankylosans,
  • Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas, Insulinresistenz, nichtalkoholische Fettlebererkrankung, Schwangerschaftsdiabetes, Hyperlipidämie und Typ-2-Diabetes,
  • Darmerkrankungen wie Reizdarmsyndrom, nicht-zöliakische Glutensensitivität und umweltbedingte Erkrankung des Duodenums, des ersten Teils des Dünndarms),
  • Entzündung des Gehirns: Autismus, Schizophrenie, Depressionen und chronische Müdigkeit/Myalgische Enzephalomyelitis,
  • Hirn- und Leberkarzinome.

Weitere Informationen und Studien:

[8] Patienten-Beispiele

Manchmal wird die Ursache der chronischen Entzündung über Jahrzehnte nicht erkannt. Dann werden nur die Symptome behandelt und der Krankheitszustand ggf. sogar verschlimmert.

  • Franziska Braun und Thomas Braun: Rezidivierende Sialolithiasis? (Bayrisches Ärzteblatt 2019)
    Rainer Pließ: Kommentar

    Als Sialolithiasis bezeichnet man die Speichelsteinbildung, die den Abfluss des Speichels behindert. Das Bayrische Ärzteblatt veröffentlicht das OPG einer Patientin mit Sialolithiasis. Im Kommentar wird kritisiert, dass dabei die chronischen Entzündungen übersehen bzw. als Artefakte (technische Aufnahmefehler) fehlgedeutet wurden.

  • Antonio Jose Reyes, Kanterpersad Ramcharan and Rajesh Maharaj:
    Chronic migraine headache and multiple dental pathologies causing cranial pain for 35 years: the neurodental nexus, auch hier (9.2019)
    Kommentar: Verstrahlt

    Die Kopfschmerzen eines Mannes werden verursacht durch Eiteransammlungen im Zahnfleisch. Kopfschmerzen und Zahnschmerzen können vom selben Nerv vermittelt werden, dem Trigeminus­nerv, und deshalb leicht verwechselt werden. Mehr als 35 Jahre lang bleibt den behandelnden Ärzten die Sache rätselhaft.

[9] Pathogene Keime (Viren, Bakterien usw.) verstärken die Entzündungsneigung

19.6.2021 4:59

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