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Newsletter von Dezember 2020

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

1. Corona

1.1 Zahlen, Statistiken

Täglich werden uns die neuesten Infektions- und Inzidenzzahlen präsentiert, weil Medien und Regierung Begründungen für die extremen Hygiene- und Abstandsregeln liefern wollen, die jetzt gelten. Im Fernsehen werden gerne im Anschluss an die Infektionszahlen Bilder von Intensivstationen mit vielen Schläuchen, technischem Gerät und gestresstem Pflegepersonal, manchmal auch Bilder von Särgen gezeigt. Man tut so, als könne man von einem Corona-Fall (einem case) dann sprechen, wenn ein Corona-PCR-Test mit positivem Ergebnis vorliegt. Das ist falsch und widerspricht der üblichen Definition. Aus einem positiven PCR-Test ergibt sich nicht, dass der Mensch krank ist. Das Testergebnis könnte auch falsch-positiv sein, je nach Zyklus-Zahl.

Ein Krankheitsfall setzt voraus, dass typische Krankheitssymptome vorliegen; dann kann mit Labordiagnostik ein Pathogen (Virus, Bakterium) als Ursache der Krankheit identifiziert werden. Die Anzahl dieser Fälle kommt aber in der Berichterstattung gar nicht vor. Dann müsste man auch noch zwischen leichten Fällen (Halsschmerzen, Erkältungssymptome) und schweren Fällen, die zu einem Arzt-, einem Krankenhausbesuch oder gar einer Einweisung in die Intensivstation führen, unterscheiden. All das geschieht nicht: symptomlose, leichte und schwere Fälle werden in einen Topf geworfen und mit Berichten über die schwersten Fälle garniert. Sollen die Empfänger der Nachrichten wirklich denken, dass der Weg vom positiven Testergebnis schnurstracks zur Intensivstation führt? Das wäre Manipulation der öffentlichen Meinung.

Ein weiteres, schon öfter angemahntes Problem: die Zahlen werden nicht in Bezug zur Realität gesetzt. Wir erfahren in den Nachrichten, wie viele Menschen seit Beginn der Pandemie an Corona gestorben sind (ca. 30.000). Wir erfahren aber nicht, wie viele Menschen in derselben Zeit aus anderen Gründen gestorben sind (ca. 1 Million). Wir erfahren auch nicht, wie viele Menschen in früheren Jahren während einer Grippe-Saison (Winter) gestorben sind. All diese Informationen stehen einer Redaktion mit etwas Recherche zur Verfügung. Welcher Nachrichten-Konsument macht sich die Mühe einer Recherche?

1.2 Diskurs und Hysterie

Es macht sich auch kaum jemand die Mühe, die Auseinandersetzung um die Maßnahmen gegen das Coronavirus mit wissenschaftlichen Argumenten zu führen. Wissenschaft ist mühsam, aber Beschimpfungen sind leicht: mit Begriffen wie Verschwörungstheoretiker, Covidiot, Corona-Leugner oder Aluhut-Träger soll jede Kontroverse im Keim erstickt werden. Kein Zweifel: es gibt sie, die Menschen, die geheimnisvolle Verschwörungen sehen. Aber es gibt auch rationale Argumente gegen den Mainstream, geäußert von informierten, nachdenklichen Menschen und Experten. Sie alle werden in der aufgeheizten Stimmung marginalisiert und öffentlich nicht wahrgenommen. Wie lässt sich ein entgleister Diskurs in rationale Bahnen zurückführen? Es geht schließlich um das Wertvollste, um unsere Gesundheit.

1.3 Schulmedizin

Menschen mit alternativmedizinischen Kenntnissen müssen zur Kenntnis nehmen, welchen Aufschwung, ja geradezu Siegeszug die Schulmedizin momentan erlebt. Leider ist damit ein Erstarken der schulmedizinischen Glaubensüberzeugungen verbunden:

  1. Krankheiten entstehen im Wesentlichen durch Bakterien und Viren.

    Aber: jeder Arzt könnte an seinem Patientengut erkennen, dass die wenigsten Patienten wegen einer Bakterien- oder Viren-Infektion in die Praxis kommen. Die meisten Behandlungen erfolgen hingegen wegen chronischer, nicht übertragbarer Krankheiten.

  2. Das Immunsystem ist eine komplexe, kaum erforschte Materie. Auch in der jetzigen Pandemie nützt es wenig, auf das Immunsystem zu verweisen.

    Aber: Das Immunsystem ist gründlich erforscht. Ohne diese umfassende Kenntnis des Immunsystems könnten keine Impfstoffe entwickelt werden. Es wäre Sache der Ärzte und ihrer Verbände, den Stand der Wissenschaft zur Kenntnis zu nehmen und entsprechende diagnostische und therapeutische Methoden zu entwickeln, um den Status des Immunsystems zu erfassen und zu verbessern. In der Pandemie ist das Immunsystem nur bei wenigen Prozent (oder gar Promille) der Menschen nicht in der Lage, das Virus abzuwehren. Was ist bei diesen Menschen mit dem Immunsystem los? Das muss untersucht und diskutiert werden, damit Prävention möglich wird!

  3. Der Mensch benötigt keine Vitamine und Mineralien (Mikronährstoffe), jedenfalls nicht als Nahrungsergänzungsmittel.

    Aber: jeder Mensch ist anders, ernährt sich anders und lebt anders. Es ist völlig sicher, dass der Mensch Mikronährstoffe benötigt. Logischerweise stellt sich danach die Frage, woher sie bezogen werden: aus der Nahrung, von der Sonne, durch Eigenproduktion des Körpers oder durch Nahrungsergänzungsmittel. Und es ist völlig sicher, dass bei starkem Mikronährstoff-Mangel Krankheit entsteht. Diese Glaubensüberzeugung der Schulmedizin schadet den Menschen.

  4. Umweltgifte, einschließlich der Gifte in Lebensmitteln und medizinischen Produkten, schaden nicht der Gesundheit, sind also praktisch ungiftig, weil die übliche Dosis viel zu klein ist.

    Aber: es ist völliger Unsinn anzunehmen, dass die Gifte generell ungiftig sind; niemand hat das je nachgewiesen. Auch die Berufung auf Paracelsus führt zu nichts, weil er Umweltgifte gar nicht kannte oder von falschen Annahmen (s. Quecksilber) ausging. Richtig verhängnisvoll wird dieser Glaube, wenn die Gifte unter Umgehung der körpereigenen Barrieren injiziert werden, z.B. die Impfstoffe.

  5. Impfungen sind eine hervorragende Methode (oder Technologie), um die Gesundheit der Menschen zu fördern und zu erhalten.

    Aber: es gibt viele Gegenargumente gegen diesen Glauben. Den Experten sind die Probleme bekannt und sie diskutieren sie in geschlossenen Zirkeln. Im ärztlichen Umfeld kann es gefährlich sein, sie zu äußern oder gar vom Impfen abzuraten.

Die Mehrheit der Menschen, auch Politik und Medien, glaubt und vertraut (noch) der Schulmedizin. Der Glaube wird teuer bezahlt.

Für alle, die bisher keinen Zugang zu alternativen Informationen haben, hier eine kleine Link-Sammlung:

2. Umweltgifte und Krebs

Mit über 3000 Mitarbeitern und einem 8-stelligen Jahresbudget leistet sich die Bundesrepublik Deutschland das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in der Helmholtz-Gemeinschaft. Dort wird geforscht für ein Leben ohne Krebs. Von diesem Ziel ist die Einrichtung auch über 50 Jahre nach der Gründung weiter denn je entfernt. Für den Kontakt mit der allgemeinen Öffentlichkeit unterhält sie den Krebsinformationsdienst.

Anfang November 2020 wurde in einer Mail an den Krebsinformationsdienst nach dessen Position zu Lebensmittelzusatzstoffen gefragt:

Auf Ihrer Webseite beklagen Sie, dass 'Listen von angeblich krebserzeugenden Zusatzstoffen im Internet' kreisen. Leider habe ich, auch nicht mit den von Ihnen genannten Links, eine 'offizielle' Liste der krebserregenden Zusatzstoffe gefunden. Verfügen Sie über eine solche Liste? Dadurch würde manches etwas klarer. Es gibt ja auch in der Arbeitsmedizin Listen von krebserregenden Stoffen, die aber nach meiner Kenntnis außerhalb der Arbeitsmedizin leider keine Anwendung finden.

In Ihren Hinweisen, dass bestimmte Stoffe, z.B. Aspartam, nicht krebserregend seien, verweisen Sie gerne darauf, dass irgendwelche Gremien beschlossen hätten, dass diese Stoffe nicht krebserregend seien. Dazu ist zu sagen, dass bei Vorliegen einer wissenschaftlichen Studie mit dem Ergebnis der möglichen Krebsverursachung es wenig nützt, wenn ein Gremium, und sei es noch so hochrangig besetzt, die Meinung äußert, der Stoff sei doch nicht krebserregend. Da steht Wissenschaft gegen Meinung. Eine Meinung ist eben nur eine Meinung, nicht mehr. Wichtig ist auch das Vorsorgeprinzip: wenn es unterschiedliche Meinungen zur Gefährlichkeit eines Stoffes gibt, sollte man vom „worst case“ ausgehen. Es steht jedem Wissenschaftler frei, diesen worst case zu widerlegen.

Ich halte es für verantwortungslos, die Krebsgefahr kleinzureden vor dem Hintergrund, dass es Ihnen trotz jahrzehntelanger Forschung bisher für keine einzige Krebsart gelungen ist, eine Diagnostik zu entwickeln, mit der die Ursache des Krebs, z.B. ein karzinogener Stoff, gefunden wird. Wenn das Thema Krebs immer noch mit so vielen Fragezeichen besetzt ist, sollten Ihre Aussagen wie "nicht krebserregend" mit großer Vorsicht zur Kenntnis genommen werden. Da die Krebsursache generell im Dunkeln bleibt, haben die meisten Krebstherapien wenig Aussicht auf Erfolg, d.h. auf vollständige Heilung. Wenn die Ursache nicht beseitigt wird, wirkt sie während der gesamten Therapie fortwährend weiter. Und eine echte Prävention ist auch nicht möglich, allenfalls eine Krebs-Früherkennung.

Darauf kam noch am selben Tag eine Antwort:

Wir bedauern Ihre Kritik an unseren Informationen unter https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/lebensmittelzusatzstoffe.php, planen inhaltlich zum Thema Lebensmittelzusatzstoffe aber aktuell keine Änderungen. Wie der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums das vermittelte Wissen recherchiert, auswählt und aufbereitet, finden Sie auf unseren Internetseiten unter https://www.krebsinformationsdienst.de/wirueberuns.php.

Bei folgenden beispielhaft genannten Recherchequellen finden Sie außerdem Informationen zum Thema:

Die Antwort geht nicht auf die vorgetragenen Argumente ein, sondern weist lediglich auf die Zuständig­keiten hin. Eine eigene Liste von krebserzeugenden Zusatzstoffen wird nicht genannt, existiert vermutlich nicht. Alle erlaubten – mindestens alle mit einer E-Nummer versehenen – Lebensmittelzusatzstoffe gelten für die Krebs-Experten also grundsätzlich als nicht krebserregend. Aus der Wissenschaft gibt es hingegen durchaus Hinweise, dass z.B. die künstlichen Süßstoffe – etwa das in der Frage genannte Aspartam – krebserregend sind, und sei es nur dadurch, dass sie die Entgiftungsfähigkeit des Körpers schädigen und dadurch die Ansammlung von Giften fördern.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum weiß nichts davon.

3. Gesundheitsbehörden und Amalgam

Die Gesundheitsbehörden gehen seit Jahrzehnten, trotz gegenteiligem Stand der Wissenschaft, davon aus, dass der Quecksilberdampf, der den Amalgamfüllungen in die Mundhöhle entweicht, nicht gesundheitsschädlich, also praktisch ungiftig ist. Geäußert wird diese Meinung inzwischen immer seltener; sie findet sich etwa im 1999 erschienenen Buch Amalgam im Spiegel kritischer Auseinandersetzungen: Derzeit sind in der Weltliteratur aber nur ca. 100 Fälle einer sicher dokumentierten Amalgamallergie beschrieben ‒ keine neurotoxischen Wirkungen durch Quecksilber. Folgerichtig bezog sich der Minamata-Vertrag von 2013, mit dem Quecksilber aus allen Lebensbereichen verbannt werden soll, bei Amalgam nur auf die schädlichen Umwelt-Auswirkungen, wenn der Zahnarzt mit Amalgam hantiert, nicht auf die Gift-Belastung des Patienten.

Diese Meinung vertrat bisher auch die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA (U.S. Food & Drug Administration): Quecksilberdampf, jedenfalls der aus Amalgamfüllungen, ist nicht neurotoxisch. Deshalb kommt es einer kleinen Revolution gleich, dass die FDA eine Verbindung zwischen Amalgam und neurologischen Erkrankungen herstellt. Sie definiert Risikogruppen, die keine Amalgamfüllungen erhalten sollten, nämlich Menschen mit vorbestehenden neurologischen Erkrankungen wie z. B. Multiple Sklerose, Alzheimer oder Morbus Parkinson. Da es sich nur um eine beispielhafte Aufzählung handelt, darf sie der Leser ergänzen: um Migräne, Muskelzittern, um Sprach-, Seh- und Hörstörungen, um die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Narcolepsie, Fibromyalgie, Neurodermitis und viele weitere, vielleicht sogar um Autismus und die Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHD). Damit der Schock nicht allzu groß ist, folgen allerdings einige Abschwächungen: Während geringe Mengen eingeatmeter Quecksilberdämpfe für die meisten Menschen im Allgemeinen nicht schädlich sind, ....

Weitere Dokumente zur FDA-Entscheidung finden Sie hier.

Zum Schluss wünscht Ihnen der BBFU e.V. einen guten Übergang in das Neue Jahr 2021.
Lassen Sie sich nicht entmutigen und bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Lauer

BBFU e.V.
Bundesverband der Beratungsstellen für Umweltgifte, insbesondere Amalgam, Schwermetalle und Holzschutzmittel e.V.


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Gutachter
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