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Chronische Entzündung

1. Grundlagen

Infektion entsteht durch den Eintritt von unerwünschten Organismen in den Körper und das Wachstum dieser Organismen. Der Körper reagiert darauf mit einer Entzündung (Inflammation). Die Entzündung ist die erste Verteidigung des Körpers gegen eine Infektion oder eine Verletzung; sie schützt vor Infektionen und Verletzungen. Weitreichende gesundheitliche Probleme entstehen, wenn es dem Immunsystem nicht gelingt, die Eindringlinge schnell zu vertreiben, und wenn dadurch die Entzündung chronisch wird. Denn eine unkontrollierte bzw. unangemessen aktivierte, akute Entzündung ist eine Überreaktion des Immunsystems und eine Gefahr für die Gesundheit. Bei der Entzündungsneigung des Körpers kommt es also auf das Gleichgewicht an: nicht zu viel und nicht zu wenig.

Ist eine chronische Entzündung entstanden, dann ist das Immunsystem dauerhaft aktiv; es wird geschwächt und belastet. Anhaltende, stille Entzündungen sind ein ideales Milieu für die Entwicklung zahlreicher chronischer Erkrankungen. Um einen dauerhaften Schwelbrand im Körper zu verhindern, ist ein ausbalanciertes Verhältnis von entzündungsfördernden und -hemmenden Reizen wichtig. Am besten wäre es, wenn Ort und Ursache der chronischen Entzündung gefunden würden und die Ursache behoben werden könnte. Liegt der Verdacht einer chronischen Entzündung vor, dann ist es sinnvoll, sich entzündungshemmend zu ernähren.

Anzeichen chronischer Entzündungen können sein:
  • Ständige Schmerzen.
  • Schilddrüsen-Unterfunktion: die Schilddrüse produziert nicht genügend Hormone. Dadurch kann der Stoffwechsel beeinträchtigt werden, Erschöpfung und Depressionen können die Folge sein.
  • Schlechte Schlafqualität: Schlafstörungen, Schlafmangel; dadurch könnte sich die Schlafqualität weiter verschlechtern.
  • Mehr Stress, mehr Cortisol. Bei chronischem Stress nimmt allerdings die Fähigkeit von Cortisol, Entzündungen abzubauen, ab. Die Entzündungen nehmen zu.
  • Eine Nahrungsmittel-Intoleranz wird eigentlich vom Immunsystem beeinflusst. Nahrung, auf die der Körper empfindlich reagiert, triggert einen Entzündungs-Prozess, manchmal auch entzündungsfördernde Zytokine.

Weitere Informationen:

 

1.1 Entzündungen: Ursache und Folge von Krankheiten

Chronische Entzündungen können verursacht oder begünstigt werden durch

und Ursache sein von
  • Mangel an Vitalstoffen (Vitamine, Mineralien etc.) bei chronischer Darmentzündung (Reizdarm, Morbus Crohn, Leaky Gut), weil die Vitalstoffe nicht gut aus der Nahrung entnommen und aufbereitet werden,
  • Krebs, weil die Entzündung zu Zellschädigung führt,
  • Autoimmunkrankheiten, weil die Entzündungen das Immunsystem permanent belasten und dessen Fehlfunktion begünstigen,
  • Schädigung des Nervensystems,
  • vielen anderen chronischen Krankheiten.

 

1.2 Was sind eigentlich Entzündungen?

Eine Entzündung (Inflammation) ist die natürliche Abwehrreaktion des Körpers auf eine Verletzung oder Infektion, also ein Reparaturmechanismus des Immunsystems, nachdem es Fremdstoffe, Reizstoffe, pathogene Keime (Krankheitserreger) oder beschädigte Zellen im Körper vorgefunden hat. Die Entzündung wirkt auch als Alarmsystem, damit die Reparatur beginnt und unerwünschte Eindringlinge aus dem Körper entfernt werden. Typische äußere Anzeichen einer Entzündung sind Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz und funktionelle Einschränkung. Es handelt sich also um die natürliche, biologische Antwort der Selbstheilungskräfte des Körpers.

Die Entzündung wird chronisch, wenn diese unerwünschten Fremdkörper, -substanzen und Erreger permanent in den Körper gelangen oder wenn das Immunsystem keinen Weg findet, sie zu entfernen. Bei chronischen Entzündungen ist die Immunantwort eher unkontrolliert gegen harmlose Fremdantigene, z.B. Allergene, gegen persistierende Erreger, z.B. Candida und Herpesviren, oder gegen körpereigene Zellen gerichtet (Autoimmunität). Das ist vergleichbar einem Schwelbrand, der außer Kontrolle geraten ist, nicht mehr gelöscht werden kann und fortwährende Schäden an Gebäuden oder Landschaft verursacht. Wichtig wäre, die Ursache der chronischen Entzündung zu erkennen und zu beseitigen.

Chronisch-entzündliche Erkrankungen nehmen in allen höher entwickelten Industrienationen in ihrer Inzidenz und Prävalenz stetig zu. Dazu zählen Allergien, Diabetes, Rheuma, Magen-, Darm- oder Schilddrüsenerkrankungen, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Parodontitis und andere chronische Infektionen.

 

2. Ursachen einer Entzündung

Chronische Entzündungen können auf vielfältige Weise entstehen. Denkbar sind etwa die giftigen Metalle und andere Umweltgifte, die eigentlich kurz nach der Exposition wieder ausgeschieden werden sollten. Wenn das nicht gelingt, erhöht sich die Entzündungsneigung. Von besonderem Interesse sind hier die Metalle in Impfstoffen, weil der Angriff des Immunsystems zum Wirkungsprinzip der Impfstoffe gehört. Sind die Grundlagen für eine chronische Entzündung erst einmal gelegt, dann kann alles, was das Immunsystem angreift, zur weiteren Verstärkung und Chronifizierung der Entzündung beitragen.

 

2.1 Mastzellen

Mastzellen zählen zu den weißen Blutkörperchen und sind für die unspezifische Immunabwehr von besonderer Bedeutung. Die Hauptaufgabe der Mastzellen besteht darin, bei Kontakt mit einem Krankheitserreger den Körper in einen Alarmzustand zu versetzen, indem sie Entzündungs-Mediatoren (z.B. Histamin, Zytokine) freisetzen. Das ist das Startsignal für eine örtlich begrenzte oder sich ausbreitende Entzündung der Haut und für die Entstehung unterschiedlichster und scheinbar nicht miteinander verbundener Symptome.

Ein Problem entsteht, wenn die Mastzellen ohne besonderen Anlass, meistens ausgelöst durch einen Trigger, aktiv werden.

  • Volker von Baehr, IMD Berlin: Mastzellaktivierungssyndrom ‒ Differentialdiagnostik zur Histaminintoleranz (29.9.2016)

    Umfassende Beschreibung von Bedeutung und Funktion der Mastzellen; Labordiagnostik und therapeutische Optionen; Zusammenhang zur Histaminintoleranz.

  • Ludwig Manfred Jacob:
    Gut belegt, aber fast unbekannt: Die zentrale Rolle der Mastzellaktivierung (MCAS) bei COVID-19, Long Covid und Impfreaktionen (23.11.2021)

    Jede allergische (z. B. auf einen Bienenstich) und pseudoallergische Reaktion (z. B. Histaminintoleranz) wird von Mastzellen vermittelt. Sie werden als Reaktion auf einen Kontakt mit Krankheitserregern wie Viren, Bakterien oder Parasiten sowie Allergenen aktiv. Sie kommen über den ganzen Körper verteilt im Bindegewebe vor, am häufigsten in der Submukosa von Darm und Atemwegen und in der Lederhaut, in der Nähe von Gefäßen und Nerven.

 

2.2 Hygiene

Hygiene mit sauberem Wasser und einfacher Seife (ohne Biozide) ist gut und wichtig, um gesund zu bleiben. Aber übertriebene Hygiene mit giftigen Stoffen schadet. Wo ist die Grenze?

Warum gibt es seit den 1970er Jahren einen Anstieg von chronisch-entzündlichen Erkrankungen und Allergien? Manche behaupten, der Grund sei (zu) viel Hygiene beim Kleinkind: dadurch werde das Immunsystem zu wenig trainiert, die Hygiene Hypothese. Im ersten Beitrag (s.u.) wird zusätzlich behauptet, dass auch der Impfschutz die Auseinandersetzung des frühkindlichen Organismus mit pathogenen Keimen verhindere. In diesem vielen anderen Beiträgen zur Hygiene-Hypothese werden allerdings die Gifte im Impfstoff nicht erwähnt, die das Immunsystem aktiv und nachhaltig schädigen. Und viel Hygiene bedeutet meistens auch vermehrten Einsatz von Desinfektionsmitteln, also giftigen Bioziden.

Hinsichtlich der Gifte, mit denen Kinder durch Impfstoffe und Desinfektionsmittel belastet werden, sollte auch bedacht werden, dass der kindliche Organismus bei weitem nicht so leistungsfähig entgiftet wie der Organismus eines Erwachsenen.

  • Die Hygiene Hypothese

    Auf dieser impfkritischen Webseite wird die Hygiene-Hypothese im Hinblick auf Impfstoffe beschrieben und für zutreffend gehalten.

  • David P Strachan: Hay fever, hygiene, and household size (18.11.1989)

    Dieser Artikel ist der Ursprung der Hygiene Hypothese. Der Autor glaubte, dass das zunehmende Auftreten von Allergien mit einer geringeren Exposition gegenüber Viren und Bakterien zusammenhängt. Das passiert etwa in kleineren Familien, in denen weniger (oder keine) Geschwister vorhanden sind und die Menschen deshalb als Säuglinge weniger Keimen und Infektionen ausgesetzt sind.

Wodurch wird also das Immunsystem geschädigt?
  • Dadurch, dass dem Immunsystem zu wenige pathogene Keime angeboten werden und das Immunsystem deshalb zu wenig trainiert wird?
    Das wäre die Hygiene Hypothese.
  • Oder durch die Belastung und Schädigung des kindlichen Immunsystems mit chronisch wirkenden Giften ‒ Haushaltsreiniger, Desinfektionsmittel, Herbizide, Pestizide, Insektizide, Medikamente, Impfstoffe?

 

2.3 Übersäuerung

Bei Übersäuerung (Acidosis) kann der Körper den Säure-Basen-Haushalt nicht mehr regulieren und den optimalen pH-Wert nicht mehr einstellen. Der optimale pH-Wert ist je nach Körperregion unterschiedlich. Der pH-Wert wird reguliert durch Aufnahme von CO2 aus der Lunge (das Blut wird saurer, pH-Wert sinkt) und die Ausscheidung von Säuren über die Nieren: das Blut wird basischer, pH-Wert steigt. Bei geschädigten Nieren sammelt sich Säure im Körper an und verursacht sehr unterschiedliche Gesundheitsschäden. Der pH-Wert im Blut soll 7,4 betragen; in anderen Körperregionen kann er höher (basischer) oder niedriger (saurer) sein. Übersäuerung begünstigt Mineralienmangel, chronische Entzündungen und verschlechtert die Bedingungen für die körpereigene Entgiftung.

Übersäuerung bzw. Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt kann unterschiedliche Ursachen haben

  • Ernährung mit säure-fördernden Lebensmitteln,
  • (Hoch-)Leistungssport, Bewegungsmangel, Stress,
  • geschädigte Nieren können die Säure nicht abführen.

Etwas (Bio-)Chemie: Substanzen oder Körperbereiche können sauer, neutral oder basisch sein. Neutral entspricht pH = 7, extrem sauer enspricht pH = 1 und extrem basisch entspricht pH = 14.

 

3. Ort der Entzündung

In der Medizin sind kaum Methoden bekannt, um den Ort einer chronischen Entzündung zu finden.

3.1 Zähne

3.1.1 Kieferknochen (Ostitis, NICO)

Eine häufig unerkannte Quelle chronischer Entzündungen befindet sich im Kieferknochen: die Fettig degenerative Osteolyse im Kiefer (FDOK), auch NICO (neuralgia inducing cavitational osteonecrosis) oder chronische Kieferostitis genannt. Unerkannt, weil sie mit herkömmlichen bildgebenden Verfahren (Panorama-Röntgenaufnahmen) im Idealfall nur vermutet werden kann und erst mit einer digitalen Volumentomographie (DVT), einem Dental-CT, ggf. auch durch Magnetresonanz (MRT, mit Gabe eines Kontrastmittels, Gadolinium) in Form und Ausdehnung sicher identifiziert wird. Therapie: der Kiefer muss operativ ausgeräumt werden.

FDOK: Fettig degenerative Osteolyse im Kiefer
NICO: Neuralgia inducing cavitational osteonecrosis

 

3.1.2 Parodontitis

Die Parodontitis ist eine chronische, entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontium), die mit einem bakteriellen Zahnbelag zusammenhängt und durch fortschreitende Zerstörung des Zahnhalteapparats gekennzeichnet ist. (Der Begriff Parodontose ist veraltet und sollte nicht mehr verwendet werden.)

Orale Infektionen wie Parodontitis und Abszesse sind sehr häufig. Sie erzeugen oxidativen Stress und tragen oft, ohne dass dies dem Patienten bewusst ist, zu chronischen Krankheiten wie Herzkrankheiten, Autoimmunkrankheit oder Krebs bei. Manche Menschen denken, dass ein infizierter Zahn enorme Schmerzen auslöst, aber Abszesse am Zahn verursachen fast immer überhaupt keine Beschwerden. Zur Diagnostik ist ein bildgebendes 3D-Verfahren erforderlich. Typischerweise geht eine Parodontitis einem Abszess voraus. Sobald die Zahnfleischentzündung schlimm genug ist und die Krankheitserreger die Wurzelspitze des Zahns erreichen, beginnt sich der Abszess zu bilden.

Therapie:
Das Spülen der Zahnzwischenräume mit verdünntem Wasserstoffperoxid ist eine der effektivsten Strategien zur Umkehrung der Parodontitis. Wichtig ist auch ausreichend Vitamin C, da Wasserstoffperoxid und Vitamin C zusammenwirken, um Krankheitserreger und Infektionen zu beseitigen.

 

3.1.3 Wurzelkanäle

Ein Zahn ist (normalerweise) ein lebendes Objekt wie alle Teile eines lebendigen Menschen. Es ist allerdings möglich, den Zahn abzutöten und ihn dennoch weiter im Mund zu belassen. Dazu wird der Wurzelkanal und die Pulpa entfernt, also das Geflecht aus Nervenfasern und Blutgefäßen im Inneren des Zahns und an seiner Wurzel. Dann ist dieser Zahn zwar abgestorben und schmerzfrei, verbleibt aber im Körper. Leider kann ein totes Organ im Körper auf Dauer zu Infekten führen, weil das Immunsystem jetzt den Zahn nicht mehr schützen kann. Im Zahn existieren weiterhin anaerobe Bakterien, produzieren giftige Stoffwechselprodukte und können in andere Bereiche des Körpers wandern.

Dr. Weston A. Price hat erstmals die Probleme um die Wurzelkanalbehandlung gründlich untersucht und beschrieben.

  • Die Gefahren von wurzelgefüllten Zähnen
    DNA-Studien bestätigen die über hundert Jahre alten Erkenntnisse von Dr. Weston Price!
  • Zentrum der Gesundheit: Die Folgen einer Zahnwurzelbehandlung
  • Film: Root Cause, Film-Trailer (5.2020)

    Kommentar von Johanna Graf, DGUHT.

    Ein Mensch erleidet im Alter von ca. 20 Jahren ein Frontzahn-Trauma, in dessen Folge der Nerv eines Zahnes abstirbt. Durch eine Wurzelbehandlung kann dieser Zahn erhalten werden. In den folgenden Jahren kommt es zu einem allmählichen gesundheitlichen Niedergang. Sämtliche schulmedizinischen Behandlungen zur Änderung des Zustandes führen zu keiner dauerhaften Besserung. Der Patient flüchtet deshalb in verschiedene alternative Therapien, die aber auch keine wesentliche Hilfe bringen.

    Über verschiedene Umwege kommt er schließlich zu der Erkenntnis, dass sein wurzelbehandelter Zahn die Ursache allen Übels sein könnte – er lässt ihn entfernen und von da an geht es gesundheitlich wieder bergauf, was ihn zu einer Sanierung seines Gebisses nach ganzheitlich-biologischen Kriterien veranlasst. Dann lässt er auch Osteonekrosen (Knochenerweichungen) im Kiefer, die für die Schulzahnmedizin irrelevant sind, als Mitursache seiner Odyssee entfernen. So kommt es schließlich zu einer stabilen Gesundung und einer Wiederherstellung seiner Lebensfreude.

 

3.2 Chronische Entzündung des Darms

Der Darm ist Lebensraum von vielen lebensnotwendigen Bakterien, von Viren und Pilzen, und des Mikrobioms, auch als Mikrobiota oder Darmflora bezeichnet. Im Menschen leben ein- bis 10-mal so viele Bakterien wie er Körperzellen hat (so genau weiß man das nicht) und über 1.000 verschiedene Bakterienarten. Im gesunden Darm sind die nützlichen Bakterien gegenüber den schädlichen eindeutig in der Überzahl, und das Immunsystem kann die schädlichen Bakterien und Parasiten unter Kontrolle halten (begrenzen).

Nervensystem:
In unserer Darmwand liegen etwa 500 Millionen Nervenzellen, das zweite Gehirn. Es steuert die Verdauung und steht in ständigem Austausch mit dem Zentralnervensystem – u.a. über Nervenfasern und Botenstoffe. Störungen der Beweglichkeit der Darmmuskulatur beruhen auf einer neuromuskulären Fehlfunktion von Dünn- und/oder Dickdarm, also ggf. auf gestörten Motoneuronen, die die Darmmuskulatur ansteuern. Auch in der Gegenrichtung gibt es Einflüsse: die Bakterien im Darm produzieren Botenstoffe (Neurotransmitter) wie Serotonin und Dopamin, die sich im Gehirn auf Stimmung, Gefühlsleben und Verhalten auswirken.

Immunsystem:
Im Darm, speziell in der Darmschleimhaut, befinden sich ca. 70-80% aller Zellen des Immunsystems eines Menschen. Die Darmschleimhaut, also die innere Oberfläche der Darmwand, bildet die Trennmauer zwischen dem Nahrungsbrei/Stuhl, der allerlei Stoffe ‒ nützliche und schädliche ‒ enthält, und dem Blutkreislauf, in dem schädliche Stoffe keinesfalls erwünscht sind und bei Vorhandensein sofort vom Immunsystem bekämpft werden bzw. über Nieren und Leber ausgefiltert und ausgeschieden werden.

Die nützlichen und notwendigen Stoffe ‒ Nährstoffe (Kohlehydrate, Fette und Eiweiße) und Vitalstoffe (Vitamine und Mineralien) ‒ müssen durch Darmschleimhaut und Darmwand hindurch gelangen, die schädlichen müssen blockiert und ausgeschieden werden. Die Trennmauer-Funktion erfüllen Immunzellen im Darm, bei einer entzündeten Darmschleimhaut jedoch nur lückenhaft. Bei Fehlbesiedlung des Darms werden diese Immunzellen gestört oder zerstört, in jedem Fall funktionsuntüchtig. Dann gelangen die schädlichen Stoffe durch ein schadhaftes Immunsystem hinein in den Blutkreislauf und den Körper. Dort belasten und schädigen sie das Immunsystem und damit insgesamt die Gesundheit des Menschen.

Chronische Entzündungskrankheiten hängen häufig mit einer erhöhten Durchlässigkeit des Darms (Leaky Gut) zusammen. Solche Krankheiten sind:

  • Autoimmunerkrankungen wie Zöliakie, Typ-1-Diabetes, Multiple Sklerose und Morbus Bechterew (chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankung mit Schmerzen und Versteifung von Gelenken),
  • Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas, Insulinresistenz, nichtalkoholische Fettleber, Schwangerschaftsdiabetes, Hyperlipidämie und Typ-2-Diabetes,
  • Darmerkrankungen wie Reizdarmsyndrom, nicht-zöliakische Glutensensitivität und umweltbedingte Erkrankung des Zwölffingerdarms (Duodenum), des ersten Teils des Dünndarms,
  • Entzündung des Gehirns: Autismus, Schizophrenie, Depressionen und chronische Müdigkeit/Myalgische Enzephalomyelitis,
  • Hirn- und Leberkarzinome.

Weitere Ursachen der chronischen Darmentzündung

  • Chemo- oder Strahlentherapie zerstören Krebszellen, doch leider schädigen sie auch die Schleimhäute im Darm.
  • Durch Antibiotika und andere Medikamente werden nicht nur schädliche Keime bekämpft, sondern das gesamte Immunsystem des Darms wird geschädigt. Setzen Sie lieber pflanzliche Antibiotika ein.
  • Viele Nahrungsbestandteile ‒ Farb- und Konservierungsstoffe und weitere Zusätze der Lebensmittelindustrie ‒ schaden dem Darm. Konservierungsstoffe in Lebensmitteln haben die Kennzeichnung E200 bis E299. Sie töten die guten Darmbakterien, greifen die Darmschleimhaut an und machen sie durchlässiger.
Lokale Symptome im Darm bei Beschädigung oder Entzündung der Darmschleimhaut:
  • zu viele schädliche Pilze,
  • Fehlbesiedlung mit schädlichen Bakterien, die Dysbiose,

    Dysbiose meint ein Ungleichgewicht innerhalb der Darmflora; die Bakteriengemeinschaft kann durch Schadstoffe gestört sein. Zur schädlichen Fremdflora gehören z.B. die Fäulnisbakterien der Spezies Proteus, Klebsiella, Pseudomonas, Sarcina, auch Hefepilze wie Candida albicans, Candida crusei, Candida glabrata, Candida tropicalis sowie Schimmelpilze wie Aspergillus fumigatus und pathogene Vertreter von Colibakterien.

  • Durchfall (Diarrhö),
  • Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Divertikulitis, Leaky Gut Syndrome, Reizdarm.
Systemische Symptome chronischer Entzündungen sind am ganzen Körper zu spüren
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
  • Allergien, z.B. Heuschnupfen und Photosensibilität, und Kreuzallergien,
  • schlechteres Immunsystem, verminderte Infektabwehr,
  • Autoimmunkrankheiten wie Rheuma.
  • Die Blutgefässe werden durchlässiger, um Wasser, Elektrolyte und Proteine in die entzündeten Körperregionen zu senden, was zu Schwellungen führt, damit dort schneller eine Heilung eintreten kann, die aber nicht kommt.
  • Neurologische/psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen, Migräne und Parkinson.

Weitere Informationen und Studien zu chronischen Entzündungen des Darms

  • Zentrum der Gesundheit
  • Schrot & Korn
  • Gluten, Zöliakie

    Das Protein Gluten bildet sich, wenn Weizen, auch Gerste und Roggen, mit Wasser vermischt wird. Es hat die Wirkung eines Klebstoffs und bietet deshalb Vorteile beim Backen. Rund 2,5% der Weltbevölkerung leidet an der Autoimmunkrankheit Zöliakie, der Gluten-Unverträglichkeit. Dabei entsteht eine Entzündung in der Dünndarm-Schleimhaut. Möglicherweise ist Gluten nicht Ursache, sondern nur Auslöser der Störung des Immunsystems.

    Arte-Film: Gluten, der Feind in deinem Brot (16.04.2021)

    Gluten verursacht Entzündungen, Lebensmittelunverträglichkeiten und Verdauungsbeschwerden. Stimmt das? Viele Menschen ernähren sich inzwischen Gluten-frei. Könnte es sein, dass das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat, mit dem unsere Felder besprüht werden, die Ursache einer neuen weltweiten Epidemie wäre? Im Film wird auch die Entwicklung von Weizensorten, die Back-Techniken und die industrielle, globale Weizen- und Lebensmittelproduktion dargestellt.

  • Floris Fransen, Adriaan A. van Beek, Theo Borghuis, Sahar El Aidy, Floor Hugenholtz, Christa van der Gaast - de Jongh, Huub F. J. Savelkoul, Marien I. De Jonge, Mark V. Boekschoten, Hauke Smidt, Marijke M. Faas and Paul de Vos:
    Aged Gut Microbiota Contributes to Systemical Inflammaging after Transfer to Germ-Free Mice (11.2017)
    Kommentar: Gut bacteria linked to age-related conditions

    Tierversuch (Mäuse): Eine ungünstige Darmflora (Mikrobiota), wie sie besonders in älteren Menschen anzutreffen ist, trägt zur chronischen Entzündung bei. Die Darmflora lässt sich am besten über gesunde Ernährung beeinflussen.

  • Luis F. Camarillo-Guerrero, Alexandre Almeida, Guillermo Rangel-Pineros, Robert D. Finn, Trevor D. Lawley:
    Massive expansion of human gut bacteriophage diversity (2.2021)

    In dieser Studie wurde die Vielfalt von Viren und Bakterien im menschlichen Darm untersucht. Es wurden über 140.000 verschiedene Viren in rund 28.000 Stuhlproben aus den 5 Kontinenten gefunden und in einer Datenbank katalogisiert.

  • Darm und Lunge

    Es gibt eine Interaktion zwischen Darmflora und Lunge und eine Abhängigkeit der Immunzellen in der Lunge von der Bildung von Immunzellen in den Magen-Darm-Wänden (Epithel). Darm und Lunge stehen in einem bidirektionalen Austausch über das Blut- und Lymphgefäßsystem, die sogenannte Darm-Lungen-Achse.

    • Elke Wolf, Pharmazeutische Zeitung: Wie der Darm die Lunge schützt (9.11.2021)

      Weil das Darmmikrobiom mit dem Mikrobiom der Lunge kommuniziert, könnten sich durch die orale Einnahme von Heilmitteln Infekte der Atemwege beeinflussen lassen. Forschungsergebnisse stützen das, was zunächst ungewöhnlich klingt.

  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Krankenkasse

 

3.2.1 Das Leaky-Gut-Syndrom

Nicht nur krankmachende Darmbakterien und Pilze erzeugen Verdauungsgifte, sondern auch gesunde Bakterien. Normalerweise werden diese Gifte von einer gesunden Schleimhaut auf der Darm-Innenwand zurückgehalten. Beim Leaky-Gut-Syndrom (leaky gut = löchriger Darm) ist die Barrierefunktion der Schleimhaut so gestört und die Durchlässigkeit der Darmwand so sehr erhöht, dass auch normale Verdauungs-Substanzen in den Körper gelangen, die eigentlich im Darm bleiben und mit dem Stuhl ausgeschieden werden sollten. Durch eine einfache Stuhluntersuchung lässt sich die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut bestimmen. Dazu werden das Alpha-1-Antitrypsin oder Calprotectin gemessen. Erhöhte Werte lassen Rückschlüsse auf eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut zu.

Eine gesunde Darmschleimhaut nimmt keine Allergene auf, da sie durch das Immunsystem in der Schleimhaut sofort erkannt und unschädlich gemacht werden, oder die Allergene werden vom Immunsystem einfach toleriert. Beim Leaky-Gut-Syndrom können Allergene ungehindert die Darmwand durchdringen und so die Symptome einer Allergie, etwa eine Nahrungsmittelallergie bzw. Nahrungsmittel-Unverträglichkeit, auslösen. Um zu verhindern, dass Allergene auf diese Weise in den Körper gelangen, muss sich die Schleimhaut wieder regenerieren und schließen. Das kann gelingen, wenn man probiotische, effektive Mikroorganismen über einen längeren Zeitraum einnimmt. Diese speziellen Mikroorganismen ernähren und reinigen die Darmschleimhaut und bauen eine intakte Darmflora auf.

In der Schulmedizin weiß man nicht so genau, ob es Leaky Gut überhaupt gibt, und falls ja, ob es für die Gesundheit nützlich oder schädlich ist. (Quelle: Wikipedia)

  • Zentrum der Gesundheit: Leaky Gut Syndrom ‒ Der undichte Darm

    Inhalt: Was ist Leaky Gut, Aufbau der Darmbarriere, Symptome, Autoimmunerkrankungen, Ursachen, Nachweismethoden (Zolunin-Test), Therapie.

  • Yusuke Kinashi and Koji Hase:
    Partners in Leaky Gut Syndrome: Intestinal Dysbiosis and Autoimmunity (4.2021)

    Die Störung der Darmflora (Dysbiose) verschlechtert die Barriere, die durch die Epithelzellen des Darms aufgebaut wird. Die Epithelzellen verhindern das Eindringen von Schadstoffen aus dem Darm in den übrigen Körper. Eine Störung der Epithelbarriere erhöht die Durchlässigkeit des Darms (Leaky-Gut-Syndrom), was schließlich zu Autoimmunkrankheiten wie Typ-1-Diabetes, Multipler Sklerose, rheumatoider Arthritis und Zöliakie beiträgt.

  • Diagnostik
    • Alpha-1-Antitrypsin ist ein Akut-Phase-Protein und Marker für eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut. Der Laborwert ist bei chronisch entzündlichen Prozessen erhöht. Weitere Info im DocCheck Flexikon oder Wikipedia.
    • Calprotectin ist ein Protein, das von neutrophilen Granulozyten bei entzündlichen Darmerkrankungen vermehrt gebildet wird. Erhöhte Calprotectin-Werte finden sich insbesondere bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.
    • Zonulin ist ein Protein, das die Permeabilität der Tight junctions der Darmschleimhaut beeinflusst.

 

3.2.2 Darmentzündung durch Umweltgifte

 

3.2.3 Therapie der Darmentzündung

Therapeutische Optionen zur Reduktion von Darmentzündungen und Verbesserung der Darmflora:
  • die Aminosäure L-Glutamin,
  • Knochenbrühe ‒ mit Kollagen-haltiger Gelatine,
  • Kräuter ‒ Rot-Ulme und Eibischwurzel,
  • Probiotika, z.B. fermentierte Nahrung,
  • Kokosöl,
  • Intervallfasten,
  • Darmreinigung.

Weitere darmfreundliche Lebensmittel:
Sauerkraut, Spargel, Ananas, rohe Zwiebel, roher Knoblauch, Apfelessig, Kimchi (fermentiertes Gemüse aus der koreanischen Küche), Ingwer und Löwenzahn.

Weitere Infos und Studien

 

4. Wirkung der Entzündung

4.1 Chronische Entzündung und Krebs

 

4.2 Chronische Entzündung im Nervensystem

Von besonderer Bedeutung sind das zentrale Nervensystem (Gehirn, Rückenmark, ZNS) und das enterische Nervensystem (Nervenzellen im Magen-Darm-Trakt, ENS). In beiden findet man Neurotransmitter: die exzitatorischen (z.B. Serotonin und Dopamin) und die inhibitorischen (z.B. Gamma-Aminobuttersäure, GABA, und Glycin). Der Vagus-Nerv, die Darm-Hirn-Achse, stellt die Verbindung zwischen beiden Nervensystemen her.

 

4.2.1 Darm-Hirn-Achse

Gehirn und Darm sind miteinander verbunden. Wir spüren das bei dem Gefühl von Schmetterlingen im Bauch, vor einer wichtigen und schwierigen Aufgabe, bei stressbedingten Magengeschwüren, bei Appetit, der von Emotionen abhängt, und bei unserer Intuition in Form eines Bauchgefühls.

Wie kommunizieren Gehirn und Darm miteinander? Ein dickes Neuronen-Kabel verläuft zwischen dem Gehirn und dem Darm und bildet den Vagusnerv, den längsten der 12 Hirnnerven und Zentralnerv des Parasympathikus. Seine rund 100.000 Nervenfasern verzweigen sich vom Gehirnstamm aus zu fast allen inneren Organen wie Herz, Lunge, Magen, Leber und Darm. Der Vagusnerv dient als bidirektionale Informationsautobahn, wobei Gehirn und Darm innerhalb von Millisekunden Nachrichten einander zusenden.

  • Harvard Medical School: The gut-brain connection

    Es gibt eine Verbindung zwischen Hirn und Darm mit intensivem Austausch von Signalen. Ein geschädigter Darm sendet Signale zum Gehirn, und ein gestörtes Gehirn sendet Signale zum Darm. Deshalb können Darm-Probleme Ursache oder Folge von Gehirn-Problemen (z.B. Ängste, Stress oder Depressionen) sein.

  • Tom Knuesel and M. Hasan Mohajeri:
    The Role of the Gut Microbiota in the Development and Progression of Major Depressive and Bipolar Disorder (23.12.2021)

    Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Darmflora und schweren depressiven und bipolaren Störungen. Die Bakterien-Vielfalt im Darm ist dann vermindert. Probiotika, die Bifidobacterium und/oder Lactobacillus spp. enthalten, scheinen depressive Symptome zu verbessern.

  • Lijia Changa, Yan Wei, Kenji Hashimoto:
    Brain–gut–microbiota axis in depression: A historical overview and future directions (5.2022)

    Kommentar in DocCheck: Depression: Gesundes Mikrobiom, glücklicher Mensch?

    Depressionen sind zwar die häufigste psychische Störung, aber die Ursache ist noch immer unklar. In dieser Studie wird gezeigt, dass Veränderungen in der Darmmikrobiota, kurzkettige Fettsäuren, D-Aminosäuren und Metaboliten aus Mikroben eine Schlüsselrolle bei der Entstehung der Depression über die Gehirn-Darm-Mikrobiota-Achse spielen. Therapien für Depressionen werden diskutiert.

 

4.2.2 Parkinson

Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung. Durch Reduzierung der Dopamin-Produktion in der Substantia Nigra im Gehirn werden die Motoneuronen bis hin zur totalen Zerstörung geschädigt. Es kommt zu Muskelstarre, Zittern, gebeugter Körperhaltung, Erschöpfung und psychischen Symptomen wie Lust- und Antriebslosigkeit. In den Nervenzellen entstehen Proteinablagerungen, die Lewy-Körperchen. Neben Quecksilber sind Pestizide und andere Umweltgifte eine Ursache der Erkrankung.

Siehe auch die Infos und Links zu Parkinson auf amalgam-informationen.de

Häufig sind Entstehung und Fortschreiten von Parkinson verbunden mit (und verursacht durch?) einen Mangel an wichtigen Vitalstoffen (Vitaminen und Mineralien).

  • Timothy R. Sampson, Justine W. Debelius, Taren Thron, Stefan Janssen, Gauri G. Shastri, Zehra Esra Ilhan, Collin Challis, Catherine E. Schretter, Sandra Rocha, Viviana Gradinaru, Marie-Francoise Chesselet, Ali Keshavarzian, Kathleen M. Shannon, Rosa Krajmalnik-Brown, Pernilla Wittung-Stafshede, Rob Knight, and Sarkis K. Mazmanian:
    Gut Microbiota Regulate Motor Deficits and Neuroinflammation in a Model of Parkinson's Disease (12.2016)

    Die Darmflora kann zu neurologischen Erkrankungen wie Parkinson beitragen, etwa durch Anhäufung des Proteins α-Synuclein (αSyn) und Schädigung der Motoneuronen. Stoffwechselprodukte der Darmflora führen zur Entzündung des enterischen Nervensystems, wie es bei Parkinson beobachtet wird. (Tierversuch)

  • Nicholas M. Vogt, Robert L. Kerby, Kimberly A. Dill-McFarland, Sandra J. Harding, Andrew P. Merluzzi, Sterling C. Johnson, Cynthia M. Carlsson, Sanjay Asthana, Henrik Zetterberg, Kaj Blennow, Barbara B. Bendlin & Federico E. Rey:
    Gut microbiome alterations in Alzheimer’s disease (10.2017)

    Alzheimer-Patienten haben eine weniger vielfältige Darmflora (geringere Diversität). Es wird allerdings nicht klar, ob der Autoimmunprozess, der Alzheimer zugrunde liegt, auch die Darmflora schädigt, oder ob die geschädigte Darmflora zu Alzheimer beiträgt. Vielleicht gilt beides.

  • Mark E. M. Obrenovich: Leaky Gut, Leaky Brain? (10.2018)

    Leaky Gut bedeutet Erhöhung der Durchlässigkeit der Dünndarm-Schleimhaut, wodurch Bakterien, toxische Stoffwechselprodukte aus dem Verdauungstrakt, bakterielle Toxine und kleine Moleküle in den Blutkreislauf gelangen. Es entstehen systemische Entzündungen, auch Zöliakie (Empfindlichkeit gegen das Klebereiweiß Gluten) und Erkrankungen des zentralen Nervensystems, Depressionen und psychiatrische Störungen. In dieser Studie werden die neurophysiologischen Grundlagen von Leaky Gut und der Beitrag der Mikrobiota zu Entzündungen, zu Schäden am Magen-Darm-Trakt und der Blut-Hirn-Schranke behandelt.

  • Filip Scheperjans, Pascal Derkinderen, Per Borghammer:
    The Gut and Parkinson’s Disease: Hype or Hope?, auch hier (18.12.2018)

    Aus zwei Jahrzehnten Forschung zur Darm-Hirn-Achse bei Morbus Parkinson ergibt sich, dass Veränderungen an den neuronalen Strukturen im Darm der Parkinson-Diagnose um Jahre vorausgehen können. Das gibt einen Einblick in die Entstehung und Pathogenese der Krankheit. Es muss noch erforscht werden, welche Rolle die Durchlässigkeit des Darms (leaky gut) und das Alpha-Synuclein spielen.

  • Sangjune Kim, Seung-Hwan Kwon, Tae-In Kam, Nikhil Panicker, Senthilkumar S. Karuppagounder, Saebom Lee, Jun Hee Lee, Wonjoong Richard Kim, Minjee Kook, Catherine A. Foss, Chentian Shen, Hojae Lee, Subhash Kulkarni, Pankaj J. Pasricha, Gabsang Lee, Martin G. Pomper, Valina L. Dawson, Ted M. Dawson, Han Seok Ko:
    Transneuronal Propagation of Pathologic α-Synuclein from the Gut to the Brain Models Parkinson’s Disease, auch hier (6.2019)
    Kommentar: Parkinson's Disease-Causing Protein Hijacks Gut-Brain Axis

    Die Wanderung von pathologischem α-Synuklein vom Darm über den Vagusnerv zum Gehirn verursacht Parkinson. Dabei degenerieren die Dopamin-Neuronen.

  • Die Wirkung der Darm-Hirn-Achse:

    Parkinson als Beispiel einer neurologischen Erkrankung, die im Darm entsteht (aus dem Beitrag von Seguella et al.).

  • Ravinder Nagpal, Bryan J. Neth, Shaohua Wang, Suzanne Craft, Hariom Yadav:
    Modified Mediterranean-ketogenic diet modulates gut microbiome and short-chain fatty acids in association with Alzheimer's disease markers in subjects with mild cognitive impairment (9.2019)

    Alzheimer im Anfangsstadium und kognitive Einschränkungen sind mit einer veränderten Darmflora verbunden. Ketogene Mittelmeer-Diät wirkt positiv.

  • Luisa Seguella, Giovanni Sarnelli, Giuseppe Esposito:
    Leaky gut, dysbiosis, and enteric glia activation: the trilogy behind the intestinal origin of Parkinson’s disease, auch hier (1.2020)

    Es gibt einen Zusammenhang zwischen der erhöhten Durchlässigkeit der Darmwand (Leaky Gut), der Aktivierung des Immunsystems in der Darmschleimhaut, Veränderungen der Darmflora und der Schädigung der Glia-Zellen des enterischen Nervensystems (s. nebenstehendes Bild). Lange vor Ausbruch klinischer Symptome von Parkinson sind die Schädigungen im Darm wahrnehmbar.

  • Helena Lahoda Brodska, Jiri Klempir, Jan Zavora and Pavel Kohout:
    The Role of Micronutrients in Neurological Disorders (25.9.2023)

    MedicalNewsToday: Can micronutrients help treat neurological diseases, such as Parkinson's? (2.10.2023)

    Ein Mangel an Mikronährstoffen kann neurologische Erkrankungen verursachen. Ein lange andauernder Mangel kann neurodegenerative Prozesse vorantreiben und dadurch das Risiko für Alzheimer, Parkinson, Huntington, die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und weitere neurologische Autoimmunkrankheiten steigern.

    Für Parkinson notieren die Forscher: eine dauerhafter Mangel an den Vitaminen A, D, E, B1, B6, B9 (Folsäure) und C spielen eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Parkinson. Beispielsweise führt eine Verringerung von Thiamin (Vitamin B1) zu einer schnelleren Degeneration dopaminerger Neuronen, und ein Vitamin-C-Mangel beeinträchtigt die Wirkung des Parkinson-Medikaments Levodopa.

 

4.2.3 Zentrales Nervensystem

Entzündungen im zentralen Nervensystem sind der Schlüssel bzw. das initiale Ereignis zu den neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz und Alzheimer.

  • Joseph Mercola:
    Interview mit Dr. Dale Bredesen, Direktor für neurodegenerative Krankheitsforschung an der UCLA School of Medicine (USA, Universität von Kalifornien, Los Angeles, Medizinisches Institut). Bredesen ist Autor des Buchs The End of Alzheimer's: The First Program to Prevent and Reverse Cognitive Decline.

    Video Transcript, auf deutsch,       Link zum Video

    Bredesen hat mehr als vier Dutzend Variablen identifiziert, die einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung von Alzheimer haben, doch im Grunde handelt es sich um die Fehlfunktion der Mitochondrien. Die Mitochondrien sind maßgeblich an der Energieproduktion im Gehirn beteiligt. Dabei entstehen auch freie Radikale; bei zu vielen freien Radikalen ist mit Funktionsstörungen der Mitochondrien zu rechnen.

    Bredesen hat sich auch mit der Entstehung der Amyloide beschäftigt, einem Merkmal von Alzheimer. Die Amyloidproduktion ist eigentlich eine Schutzreaktion auf verschiedene Arten von zellulären Angriffen. Während einer Entzündung wird Amyloid als sehr wirksames antimikrobielles Gegenmittel produziert, auch bei Schäden durch Insulinresistenz oder Gifte. Amyloid wird produziert, damit es Giftstoffe wie Metalle, Quecksilber und Kupfer bindet. Das bedeutet: Amyloid wird hergestellt, um das Gehirn zu schützen.

 

5. Diagnostik

Was soll bestimmt werden, um den Ursachen chronischer Symptome auf die Spur zu kommen?

  • Suche nach Parasiten wie Pilzen (Candida etc.), Borrelien,
  • Bestimmung von Entzündungsmarkern.

Biomarker sind messbare Werte, die zur Prognose oder Diagnose geeignet sind und daher als Indikatoren z.B. für Umweltbelastungen oder Krankheiten herangezogen werden. Folgende Biomarker eignen sich, um eine chronische Entzündung zu erkennen, und können im Labor mittels Blutprobe gemessen werden:

  • C-reaktives Protein (CRP)
    CRP ist ein Eiweiß, das in der Leber gebildet und ins Blut abgegeben wird; es gehört zu den Akute-Phase-Proteinen und ist Teil des Immunsystems. CRP ist der wichtigste unspezifische akute Entzündungsparameter. Seine Blutkonzentration steigt im Rahmen entzündlicher (infektiöser und nichtinfektiöser) Erkrankungen an, am stärksten durch bakterielle Infektionen. CRP-Blutplasmawerte sind ein Marker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weitere Infos auf Wikipedia, DocCheck und NetDoktor.
  • Tumornekrosefaktor-α (TNF-α)
    TNF-α ist ein Zytokin des Immunsystems und an lokalen und systemischen Entzündungen beteiligt. Es wird hauptsächlich von Makrophagen ausgeschüttet. Es regelt die Aktivität verschiedener Immunzellen, regt den Zelltod (Apoptose), die Zellproliferation, die Zelldifferenzierung und die Ausschüttung anderer Zytokine an. Es kann Fieber auslösen. Es wirkt auf den Fettstoffwechsel, die Blutgerinnung (Koagulation), die Insulinresistenz und die endotheliale Funktion.
  • Blutsenkungsreaktion
    Bei der Blutsenkungsreaktion ‒ auch als Blutkörperchensenkungsreaktion, Blutkörperchensenkung (BKS), Blutsenkung, Senkungsreaktion (SR), Erythrozytensedimentationsrate (ESR) oder Blutsenkungsgeschwindigkeit bzw. Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) bezeichnet ‒ handelt es sich um ein unspezifisches Suchverfahren bei Verdacht auf entzündliche Erkrankungen oder um einen Labortest zu deren Verlaufsbeurteilung. Entzündliche Erkrankungen, bei denen die Blutsenkungsgeschwindigkeit in der Beurteilung eine große Rolle spielt, sind beispielsweise Autoimmunerkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, Sepsis oder die Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.
  • RANTES
    Regulated And Normal T cell Expressed and Secreted, auch CCL-5 genannt, ist ein Chemokin, also ein Zytokin mit chemotaktischer Wirkung. Es lockt NK-Zellen, Granulozyten, Monozyten und Makrophagen in ein bestehendes Entzündungsgebiet.
  • Interleukin-6 (IL-6)
    Interleukine (bzw. umfassender die Zytokine) regulieren die Entzündungsreaktion des Körpers. Bei manchen Entzündungsreaktionen des Gehirns, z.B. bei Autismus, zeigt IL-6 erhöhte Werte im Blut, im Gehirn und in der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor, Nervenwasser). Auch bei Gesunden zeigt sich kurzzeitig ein massiver Anstieg von IL-6 nach starker Muskelbeanspruchung.

Wenn eine chronische Entzündung als Ursache der Leiden erkannt wurde, besteht das große Problem für Arzt und Patient darin, den Ort und die Ursache der Entzündung zu finden. Da in der Schulmedizin die oben genannten Ursachen, z.B. Umweltgifte, als unbedeutend gelten, steht der Arzt vor großen Rätseln. Des Rätsels Lösung in der Schulmedizin: Nicht über chronische Entzündungen reden und symptomatische, schmerzlindernde Therapien verordnen.

Weitere Informationen:

  • Monika Puzianowska-Kuznicka, Magdalena Owczarz, Katarzyna Wieczorowska-Tobis, Pawel Nadrowski, Jerzy Chudek, Przemyslaw Slusarczyk, Anna Skalska, Marta Jonas, Edward Franek, and Malgorzata Mossakowska:
    Interleukin-6 and C-reactive protein, successful aging, and mortality: the PolSenior study (6.2016)

    IL-6 und CRP sind gut geeignet, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie das Sterblichkeitsrisiko anzuzeigen, speziell bei älteren Menschen.

  • Zytokine

    Zytokine sind Proteine, die der Signalübertragung zwischen Zellen dienen und die Entstehung, das Wachstum und die Differenzierung von Zellen regulieren, speziell von Zellen des Immunsystems. Es gibt sowohl entzündungsfördernde als auch entzündungshemmende Zytokine: Interleukine, Interferone, Tumornekrosefaktoren, Chemokine und koloniestimulierende Faktoren.

    • Lexikon: Wikipedia, DocCheck
    • Chemokine, RANTES, CCL-5
      Chemokine locken Effektorzellen, d.h. Zellen des Immunsystems, zum Infektionsherd und sorgen auch dafür, dass die Abwehrzellen durch Gefäßwände in das beschädigte Gewebe eindringen können.

      RANTES (Regulated And Normal T cell Expressed and Secreted) oder CCL-5 sind Chemokine, ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Bei einer Verletzung, Infektion oder Entzündung werden sie freigesetzt und locken Immunzellen an.

  • Labor medivere, 55128 Mainz

    Das Labor bietet mehrere Tests an, die dabei helfen können, um die Vorgänge im Darm zu analysieren. Eine Liste weiterer Labore finden Sie hier.

    • Darm-Mikrobiom Plus Stuhltest

      Analyse des intestinalen Mikrobioms, sowie die mikrobiologische Analyse, der aeroben und anaeroben Leitkeime, Schimmelpilze und Hefen, Verdauungsrückstände, a-1-Antitrypsin, Calprotectin, Gallensauren, Pankreas-Elastase, sekretorisches IgA und Zonulin.

    • Candida-Urintest

      Die Bestimmung von D-Arabinitol im Urin lässt Rückschlüsse auf das Wachstum der Hefepilze im Darm zu.

      Natürlicherweise tritt der Zucker-Alkohol Arabinitol in Form von D- und L-Arabinitol auf. Beide Formen lassen sich auch bei Gesunden in geringen Mengen im Serum und Urin nachweisen. Da aber nur D-Arabinitol von Candida spp. wie Candida albicans, C. tropicalis und C. parapsilosis produziert wird, ist bereits bei einer ausgeprägten Kolonisierung von Hefen im Dünndarm mit einem vermehrten Anfall von D-Arabinitol zu rechnen. In Folge des Konzentrationsanstiegs von D-Arabinitol kommt es zu einer Verschiebung des Verhältnisses von D-Arabinitol und L-Arabinitol hin zu D-Arabinitol. Da sich die Konzentration von D-Arabinitol im Urin proportional zu dessen Konzentration im Serum verhält, steigt somit bei starker Hefebelastung die Konzentration von D-Arabinitol im Serum und Urin deutlich an.

    • Pilz-Test

      Bestimmung von Hefen und Schimmelpilzen lässt die Beurteilung einer Fehlbesiedlung dieser Mikroorganismen im Darm zu.

      Ist die gesunde bakterielle Darmflora z.B. durch die Einnahme bestimmter Medikamente oder eine einseitige Ernährung gestört, können sich Hefen und andere Pilze stark vermehren. Hierdurch entstehen in vielen Fällen nicht nur Blähungen, Durchfälle, Verstopfungen und Bauchschmerzen, auch eine Verbindung von Darmpilzen mit Allergien oder Übergewicht wird vermutet.

  • Die Diagnostik ist sehr schwierig! Das wird an einzelnen Patienten-Beispielen deutlich.
  • Wikipedia

 

6. Was hilft gegen chronische Entzündungen?

Entzündugshemmende Wirkung haben

 

6.1 Algen

 

6.2 Öle und Fette

6.2.1 Omega-3-Fettsäuren

Die meisten Menschen nehmen zu viele Omega-6-Fettsäuren und zu wenige Omega-3-Fettsäuren zu sich. Dadurch werden die chronischen Entzündungen gefördert, die den meisten chronischen Krankheiten unserer Zeit zugrunde liegen. Langkettige Omega-3-Fettsäuren verringern nachweislich Entzündungen, senken das Risiko für koronare Herzkrankheiten und andere Erkrankungen und reduzieren das allgemeine Sterberisiko. Die beste Quelle für Omega-3-Fettsäuren tierischer Herkunft ist Krillöl, da es eine höhere Wirksamkeit, Stabilität, Bioverfügbarkeit und Nachhaltigkeit aufweist als das Öl aus Fischen. Die beste Quelle für Omega-3-Fettsäuren pflanzlicher Herkunft ist Algenöl.

Zwar wird seit Jahrzehnten der Verzehr von pflanzlichen Ölen (mehrfach ungesättigte Omega-6-Öle) empfohlen, um Herzkrankheiten vorzubeugen. Aber Studien am Menschen haben gezeigt, dass pflanzliche Öle weder die Atherosklerose noch das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, verringern

 

6.2.2 α-Linolensäure

α-Linolensäure ist eine Omega-3-Fettsäure und sollte nicht mit Linolsäure, einer Omega-6-Fettsäure, verwechselt werden. Sie findet sich vor allem in Leinöl und Chiaöl.

  • Wikipedia:
    α-Linolensäure (ALA) ist ein essenzieller Nährstoff, der zur Bildung der Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) benötigt wird. Auch spielt ALA eine wichtige Rolle bei Entzündungsprozessen. [...] ALA wirkt also entzündungshemmend, da sie
    1. Enzymaktivität auf sich zieht, die sonst Arachidonsäure produzieren würde und
    2. aus ihr die entzündungshemmenden Serie-3-Eikosanoide gebildet werden.
  • Jürg Eichhorn: Arachidonsäure – Wissenswertes und Hitlisten

    Die Bedeutung von Arachidonsäure, Linolsäure, Alpha-Linolensäure, Omega-6- und Omega-3-Fetten für die Entzündungsvorgänge.

 

6.3 Magnesium

 

6.4 Schwefel

Schwefel ist das dritthäufigste Element im Körper und wird für einige biochemische Prozesse benötigt, z.B. für die Sythese von Glutathion, dem wichtigsten Antioxidans und Entgiftungs-Enzym. Schwefel hat auch anti-entzündliche Eigenschaften.

 

6.5 Quercetin

  • Askari G, Ghiasvand R, Feizi A, Ghanadian SM, Karimian J.:
    The effect of quercetin supplementation on selected markers of inflammation and oxidative stress. (7.2012)

    Quercetin ist ein Bioflavonoid, das in vielen Obst- und Gemüsesorten und in Kräutern vorkommt, z.B. in Zwiebeln, Schnittlauch, Tomaten, Grünkohl, Äpfeln, Heidelbeeren. Die Studie ergibt, dass mit Quercetin oxidativer Stress und Entzündungsparameter reduziert wurden.

  • Zentrum der Gesundheit: Quercetin bei Erkältungen

    Quercetin ist ein Pflanzenstoff, der in verschiedenen Lebensmitteln ‒ etwa in Äpfeln ‒ enthalten ist und ein breites Spektrum an positiven Wirkungen auf den Körper hat. Auch bei der Prävention und Therapie von Erkältungen scheint er sehr vielversprechend zu sein. Quercetin hat antivirale Wirkungen. Es stabilisiert die Zellmembrane der Mastzellen und verhindert somit, dass diese zu schnell Histamine und andere entzündungsfördernde Botenstoffe ausschütten. Quercetin ist hitzestabil.

  • Quercetin in der Corona-Therapie

 

6.6 Vitamin C

 

6.7 L-Arginin

L-Arginin ist ein wichtiger Eiweißbaustein, der an zahlreichen Aufgaben im menschlichen Organismus beteiligt ist. Es weitet die Blutgefäße und verbessert dadurch die Durchblutung, beeinflusst die hormonelle Regulation, senkt den stressbedingten Cortisol-Anstieg und weist einen erektionsfördernden Effekt auf. L-Arginin ist eine semi-essenzielle Aminosäure. Das bedeutet, dass sie nicht nur über die Nahrung zugeführt, sondern auch vom Körper aus anderen Aminosäuren und Nährstoffen gebildet werden kann.

 

6.8 Kardamom

Kardamom ist ein Gewürz, das schon in der antiken Küche bekannt war und seinen Ursprung in Indien, Nepal, Südasien und im Nahen Osten hat. Es ist teuer, aber nicht so teuer wie Vanille und Safran.

 

6.9 Ingwer

Ingwer gehört zur gleichen Familie wie Kardamom und Kurkuma und ist im tropischen Asien beheimatet. Da Ingwer jedoch nicht in freier Wildbahn wächst, ist die genaue Herkunft unklar. Es wird seit mindestens 5.000 Jahren medizinisch verwendet: in der traditionellen Medizin und in Ayurveda. Der wichtigste, biologisch aktive Wirkstoff der Pflanze ist 6-Gingerol in der Pflanzenwurzel; es ist die Ursache des scharfen Geschmacks.

Ingwer stärkt das Immunsystem, wirkt entzündungshemmend und antioxidativ. Ingwer wirkt vorbeugend gegen Übelkeit und Erbrechen während der Reise, einer Schwangerschaft, einer Chemotherapie oder nach einer Operation. Ingwer wirkt gegen Erkältung und Schmerzen, gegen krampfartige Magen-Darm-Beschwerden, gegen entzündliche (Autoimmun-)Erkrankungen und Krebs.

Schwangere Frauen, Menschen mit hohem Blutdruck, Hautkrankheiten, Gallensteinen oder Magengeschwüren sollten die Einnahme von Ingwer einschränken.

 

7. Patienten-Beispiele

Manchmal wird die Ursache der chronischen Entzündung über Jahrzehnte nicht erkannt. Dann werden nur die Symptome behandelt und der Krankheitszustand ggf. sogar verschlimmert.

  • Franziska Braun und Thomas Braun: Rezidivierende Sialolithiasis? (Bayrisches Ärzteblatt 2019)
    Rainer Pließ: Kommentar

    Als Sialolithiasis bezeichnet man die Speichelsteinbildung, die den Abfluss des Speichels behindert. Das Bayrische Ärzteblatt veröffentlicht das OPG einer Patientin mit Sialolithiasis. Im Kommentar wird kritisiert, dass dabei die chronischen Entzündungen übersehen bzw. als Artefakte (technische Aufnahmefehler) fehlgedeutet wurden.

  • Antonio Jose Reyes, Kanterpersad Ramcharan and Rajesh Maharaj:
    Chronic migraine headache and multiple dental pathologies causing cranial pain for 35 years: the neurodental nexus, auch hier (9.2019)
    Kommentar: Verstrahlt

    Die Kopfschmerzen eines Mannes werden verursacht durch Eiteransammlungen im Zahnfleisch. Kopfschmerzen und Zahnschmerzen können vom selben Nerv vermittelt werden, dem Trigeminusnerv, und deshalb leicht verwechselt werden. Mehr als 35 Jahre lang bleibt den behandelnden Ärzten die Sache rätselhaft.

4.3.2024 21:55

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