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Strahlung

1. Allgemein

Strahlung hat vielfältige schädigende Wirkungen:

  • auf das Nervensystem, speziell auf das Gehirn; Folge: Neurodegeneration,
  • auf das Hormonsystem,
  • auf Fruchtbarkeit, Spermien und Embryos,
  • psychisch auf Kognition, Lernen, Aufmerksamkeit und Verhalten,
  • auf die DNA; Folge: Krebs,
  • auf Herz, Leber und Schilddrüse,
  • systemisch auf Genexpression, Zellwachstum ‒ etwa durch oxidativen Stress ‒ und Apoptose.

Auch wenn der Schädigungsmechanismus bei ionisierender und nicht-ionisierender Strahlung unterschiedlich ist, sind die Wirkungen ähnlich.

Diagnostik
Es gibt keine anerkannte Diagnostik und es ist daher praktisch unmöglich, den Einfluss von Strahlung (ionisierend oder nicht-ionisierend) als Ursache einer chronischen Erkrankung zu finden.

Therapie
  • Strahlenbelastung vermeiden und abwarten, ob die Beschwerden sich bessern.
  • Ernährung mit Lebensmitteln, die reich an Antioxidantien sind, z.B. Gemüse und Obst wie Brokkoli, Blumenkohl, Artischocken, Spinat, Himbeeren, Kirschen, Wassermelone.
  • Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin C, Zink und Selen.

 

2. Mobilfunk, Elektrosmog

Es geht um Elektrosmog, der durch (Mobil-)Funk entsteht; in technischen Begriffen: elektromagnetische Felder bzw. nichtionisierende Strahlung. Die Schädigung beruht auf den besonderen, biologischen Eigenschaften kohärenter bzw. polarisierter Strahlung, die von Hochfrequenzsendern erzeugt wird.

Elektrosmog entsteht durch Handy-/Smartphone-Kommunikation, auch bei TETRA, WLAN/Wifi, DECT, Bluetooth etc. Elektrosmog hat bei Giftbelastung eine besonders schädliche Wirkung, denn dadurch wird

Folgen: Schwächung des Immunsystems, Schädigung des zentralen Nervensystems und der Mitochondrien, chronisch-entzündliche Erkrankungen.

Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) hat Mobilfunk-Strahlung im Jahr 2011 als möglicherweise krebserregend (Gruppe 2B) eingestuft; die DNA wird geschädigt, und im Tierversuch wurden Herz-Tumore gefunden. An Schwann-Zellen, mit deren Hilfe die Myelinscheiden der Nervenleitungen entstehen, wurden sogar bei niedriger Mobilfunk-Feldstärke Tumore gefunden.

Exposition

Wie bei den Umweltgiften gehen Schulmedizin und Mobilfunkindustrie davon aus, dass es beim Elektrosmog nur auf die Dosis der Exposition ankommt und diese allein durch die Feldstärke bestimmt wird. Das ist aus mehreren Gründen problematisch:

  • Es gibt weitere Einflussfaktoren: die Frequenz der elektromagnetischen Wellen, die Dauer der Einwirkung, die Schwankung der Feldstärke, die Modulation und Pulsung des Signals. Diese Faktoren verändern sich im Mobilfunk-Alltagsbetrieb laufend.
  • Es ist schwierig bis unmöglich, die Stärke der Einwirkung auf den Menschen, d.h. die Dosis, bei Berücksichtigung aller Parameter unter realistischen Alltagsbedingungen zu messen und zu bewerten.
Hier sind Wissenschaft und Technik gefordert, die entsprechenden Voraussetzungen zu erarbeiten, damit in Statistikstudien oder im Einzelfall Aussagen über Elektrosmog als Ursache eines Gesundheitsschadens gemacht werden können.

Gesundheitliche Auswirkungen des Elektrosmogs

Zahlreiche neuere wissenschaftliche Veröffentlichungen haben gezeigt, dass Elektrosmog lebende Organismen bei Feldstärken beeinflusst, die weit niedriger sind, als in den meisten internationalen und nationalen Richtlinien vorgeschrieben.

Zu den Auswirkungen gehören

  • ein erhöhtes Krebsrisiko,
  • zellulärer Stress,
  • eine Zunahme schädlicher freier Radikale, oxidativer Stress;
  • genetische Schäden,
  • strukturelle und funktionelle Veränderungen des Fortpflanzungssystems,
  • neurologische Störungen,
  • Lern- und Gedächtnisdefizite,
  • negative Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden des Menschen.

Die Schäden betreffen nicht nur den Menschen, denn es gibt immer mehr Belege für schädliche Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt.

Mobilfunk-AntennenMobilfunk-Antennen auf einem Gebäudedach

Das Erfolgsrezept der Mobilfunkindustrie beruht darauf, dass Mobilfunk die Kommunikation erleichtert bzw. bequemer macht, dass er deshalb in immer weitere Lebensbereiche vordringt und auch in Gebäuden problemlos möglich sein soll. In Gebäuden und Fahrzeugen wird das Mobilfunk-Signal jedoch gegenüber der Ausbreitung im Freien stark gedämpft. Wenn Kommunikation dennoch stattfinden soll, bedeutet das: hohe Feldstärke von Mobil- und Feststation mit entsprechend hohem Gesundheits-Schädigungs-Potential. Die Anerkennung der Gesundheitsschädlichkeit des Mobilfunks würde zu einer massiven Geschäftsschädigung der gesamten Mobilfunkindustrie führen.

Wegen der zunehmenden Installation von Funkfeststationen durch Mobilfunk-Unternehmen, besonders der 5G-Technologie, und durch Nachbarn, die z.B. DECT und WLAN verwenden, wird es für den Einzelnen immer schwerer, sich der Mobilfunkstrahlung zu entziehen.

 

2.1 Biologische Wirkungen des Mobilfunks

Kennzeichnend für elektromagnetische Felder ist, dass die Strahlung ‒ im Gegensatz etwa zur Sonnenstrahlung ‒ kohärent, polarisiert und moduliert bzw. gepulst ist.

Wichtige, elementare Forschungsergebnisse:

  • Panagopoulos et al. haben erkannt und mithilfe der Eletrodynamik beschrieben, wie die elektromagnetischen Wellen mit spezifischen Merkmalen wie Polarisation und Pulsung auf die Elektrik der Körperzellen einwirken und Veränderungen im Zellstoffwechsel verursachen; es wird auch erläutert, warum die natürliche Sonnenstrahlung dazu nicht in der Lage ist.
  • Hecht zeigt, dass auch nicht-ionisierende Strahlung oxidativen Stress erzeugt und dadurch die Körperzellen schädigt und die Entgiftungsfähigkeit beeinträchtigt. Das erklärt vielfältige Gesundheitsschäden.
  • Pall hat erkannt und mithilfe der Biochemie beschrieben, wie die veränderten elektrischen Bedingungen die biochemischen Prozesse und sogar die Erbinformationen (DNA) in der Zelle verändern: durch Aktivierung der spannungsgesteuerten Calcium-Kanäle in der äußeren Membran der Zellen. Die aktivierten Calcium-Kanäle ermöglichen einen extrem hohen Einstrom von Calcium-Ionen in die Zelle.
  • In groß angelegten Statistikstudien wurde schließlich festgestellt, dass die vermuteten Gesundheitsschäden tatsächlich eintreten: etwa in der Wiener Reflexstudie, in den NTP-Studien (USA), in den Studien des italienischen Ramazzini-Instituts und in vielen weiteren Studien.

Bei Einwirkung der elektromagnetischen Felder auf die Calcium-Kanal-Proteine in den Membranen der Nervenzellen reagieren diese Proteine mit der Öffnung (Aktivierung) der Calcium-Kanäle. Folge: Die außerhalb der Zelle mehr als 1000-fach höhere Calcium-Konzentration lässt viel Calcium in die Zelle einströmen. Im Inneren der Zelle wirkt Calcium als Signal zur Auslösung von biochemischen Prozessen.

Bei zu hoher Calcium-Konzentration werden schädliche Reaktionen ausgelöst: das in niedrigen Konzentrationen harmlose Stickstoffmonoxid (NO) wird aktiviert; aus NO wird das hoch-reaktive, schädliche Peroxinitrit (ONOO-) gebildet. Dieses löst eine weitere Signalkette zum programmierten Zelltod (Apoptose) aus. Folge: die Nervenzelle stirbt. Abhängig von der Feldstärke und der Dauer der Einwirkung degenerieren Gehirnfunktionen (Neurodegeneration). DNA-Mutationen, DNA-Strangbrüche und damit chronische Krankheiten aller Art wie Migräne, Depressionen, Demenz, Alzheimer, Tumore und Krebs werden verursacht.

Nicht nur thermische Wirkungen

In Schulmedizin und Mobilfunkindustrie gibt es einen Konsens für die Überzeugung, dass durch Elektrosmog allenfalls thermische Wirkungen (Wärmewirkungen) im Körper entstehen; sie gelten als unbedenklich, solange das Körpergewebe um nicht mehr als 1°C erwärmt wird. Man glaubt nicht, dass es auch nichtthermische, biologische Wirkungen gibt. Patienten, die z.B. unspezifische Beschwerden in der Nachbarschaft von Funksendeanlagen entwickeln, werden als psychisch krank (Mobilfunk-Phobie) eingestuft, weil der Grenzwert nicht überschritten ist. Manchmal werden solche Patienten als Aluhut-Träger verunglimpft.

Die biologischen Wirkungen werden allerdings bereits bei einer Strahlungsintensität ausgelöst, die weit unterhalb des offiziell gültigen ICNIRP-Grenzwerts liegt. Der bestehende Grenzwert beruht allein auf den thermischen Wirkungen der Strahlung und bietet deshalb keinen Schutz vor den nichtthermischen Wirkungen. Das gilt besonders für empfindliche Bevölkerungsgruppen wie EHS-Betroffene sowie Schwangere, Kinder und Jugendliche, ältere und chronisch kranke Menschen.

 

2.1.1 Fortpflanzung

Es geht um die schädliche Einwirkung der Mobilfunkstrahlung auf die sexuelle Funktion bei Frauen und Männern, um Spermien, Zeugung, Schwangerschaft, Geburt und frühe Kindheit. Als Ursache der verringerte Spermienzahl wird oxidativer Stress vermutet.

 

2.2 Einfluss auf Psyche und Verhalten

Wie beeinflusst es Menschen, die Smartphones und Tablet-PCs intensiv nutzen ‒ zum Kommunizieren (chatten), Lernen und Einkaufen, für Information, Unterhaltung und Spiele, und wie verändert sich dadurch unsere Gesellschaft? Damit beschäftigen sich Soziologen, Erziehungswissenschaftler und Neurobiologen. Ihre Erkenntnisse:

  • Wenn die Mutter, etwa beim Stillen, oder der Vater den (Blick-)Kontakt zum Baby verweigert und stattdessen lieber aufs Smartphone schaut, wird die Sozialentwicklung des Kindes geschädigt.
  • Einem Kind oder jugendlichen Menschen, der sich ausgiebig mit dem Smartphone beschäftigt, fehlen entscheidende Dinge: das Wechselspiel von körperlicher und geistiger Entwicklung, die Raum-Zeit-Empfindung. Das Gehirn kann sich nicht optimal entwickeln. Suchtwirkungen und soziale Isolation sind möglich.
  • Es bestehen Zweifel, ob der frühzeitige Einsatz von Digital- und Mobilfunktechnik in der Schule Lernbereitschaft, Wissen und Kompetenzen der Schulkinder fördert. Die Bedeutung der Medienkompetenz wird überschätzt.

Studien und Informationen

  • Divan, Hozefa A.; Kheifets, Leeka; Obel, Carsten; Olsen, Jørn:
    Prenatal and Postnatal Exposure to Cell Phone Use and Behavioral Problems in Children (7.2008)

    Wenn in der Schwangerschaft hohe Mobilfunk-Belastungen für Mutter und Kind vorliegen, dann kommt es später zu Beginn der Schulpflicht des Kindes zu emotionalen und Hyperaktivitäts-Problemen. Mobilfunk-Belastungen des Kindes kurz nach der Geburt haben eine ähnliche Wirkung. Allerdings sehen die Studienautoren keinen kausalen (biologischen) Zusammenhang.

  • Peter Hensinger:
    Risiken der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen durch digitale Medien (umg 3-2014)

    Mobilfunk-Nutzer werden hinsichtlich ihres Konsumverhaltens und ggf. auch politisch überwacht. Persönliche Interaktion geht zurück; Stress, Einsamkeit, Depression, Angst und Schlafstörungen können die Folgen sein.

  • Martin P. Paulus, Lindsay M. Squeglia, Kara Bagot, Joanna Jacobus, Rayus Kuplicki, Florence J. Breslin, Jerzy Bodurka, Amanda Sheffield Morris, Wesley K. Thompson, Hauke Bartsch and Susan F. Tapert:
    Screen media activity and brain structure in youth: Evidence for diverse structural correlation networks from the ABCD study, auch hier (15.1.2019)

    Kommentar von The Defender:
    'Uncontrolled Experiment': How Smart Devices Are Damaging Kids Brains

    Bildschirm-Aktivitäten ‒ Fernsehen oder Videos schauen, Videospiele spielen oder soziale Medien nutzen ‒ haben einen negativen Einfluss auf die Entwicklung des jugendlichen Gehirns, führen zu psychischen Störungen und verschlechtern die kognitive Leistung. Bei Kindern, die täglich sieben Stunden oder länger elektronische Geräte nutzen, kommt es zu einer vorzeitigen Ausdünnung der Hirnrinde, der äußeren Gehirnschicht, die Informationen der fünf physischen Sinne (Geschmack, Berührung, Sehen, Gerüche und Töne) verarbeitet. Schon zwei Stunden Bildschirmzeit pro Tag können sich auf die Kognition auswirken, was zu schlechteren Ergebnissen bei Denk- und Sprachtests führt.

  • Digitalisierung und 5G. Medizinische, gesellschaftliche und ethische Folgen
    Interview mit der Neurobiologin Gertraud Teuchert-Noodt:
    Der Digitalpakt wird unseren Kindern sehr schaden. Eigentlich unverantwortlich (21.2.2019, auch in umwelt - medizin - gesellschaft 2-2019)
  • Pascal Sigg, INFOsperber (Schweiz): Schweden unterbricht «Experiment mit Kleinkindgehirnen» (21.6.2023)

    Die schwedische Digitalisierungsstrategie von 2017 verlangt die Nutzung von Bildschirmen und Digitalisierung bei ein bis sechs Jahre alten Kindern. Nach dem Regierungswechsel wird nun wissenschaftlicher Rat bei Neurologen und Kinderärzten eingeholt.

    Die Rückmeldungen der Wissenschaftler sind deutlich: kleine Kinder sollten nicht vor Bildschirmen sitzen. Und in der Schule ist physisches Spiel dem digitalen Spiel vorzuziehen. Kinder lernen so eher das soziale Zusammenspiel. Zudem wird das Sprachvermögen gestärkt und Kinder lernen besser, sich in andere hineinzuversetzen.

  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ):
    S2k-Leitlinie 027-075 Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugendauch hier, als pdf (15.7.2023)

    Ergänzungen und Kommentare

    Seit dem Digitalpakt 2017 zwischen Bundesregierung und IT-Industrie gilt in der Bildungspolitik die Ausstattung von Erziehungseinrichtungen mit WLAN, Smartphones und Tablets als Kennzeichen des alternativlosen Fortschritts von der angeblich kreideverstaubten analogen zur digitalen Bildung. Die Leitlinie empfiehlt eine drastische Einschränkung der Nutzung von Bildschirmmedien bei Kindern und stellt damit das Paradigma der Bildungspolitik nun in Frage.

 

2.3 Elektrohypersensibilität (EHS)

Zu den Symptomen von Elektrohypersensibilität gehören Juckreiz, Hautausschlag, Erröten, Brennen und Kribbeln, Verwirrung, Konzentrationsschwäche und Gedächtnisverlust, Müdigkeit und Muskelschwäche, Kopfschmerzen, Brustschmerzen und Herzprobleme. Auch diese unspezifischen Symptome können mit den biologischen Wirkungen des Elektrosmogs erklärt werden. Menschen, die von EHS betroffen sind, reagieren schon bei deutlich niedrigeren Elektrosmog-Feldstärken als die übrige Bevölkerung mit Krankheitssymptomen. Häufig besteht zusätzlich eine Überempfindlichkeit auf Chemikalien (MCS, Multiple Chemikalien-Empfindlichkeit).

Viele EHS-Betroffene haben ein bestimmtes Gen, das die Entgiftung hemmt, was sie zu langsamen Entgiftern macht. Bisher ist es für EHS-Betroffene schwierig, den Grad der Exposition zu erfassen, damit die Ursache ihrer gesundheitlichen Probleme nachzuweisen und sich wirksam vor Elektrosmog zu schützen. Neue Forschungsergebnisse zeigen allerdings, dass EHS eine neurologische Störung ist, die diagnostiziert, behandelt und verhindert werden könnte.

 

2.4 Empfehlungen

Empfehlungen, um die persönliche Elektrosmog-Belastung zu senken.

  • Vermeiden Sie die Nutzung von Funk-Technologie, wenn immer das möglich ist, und nutzen Sie kabelgebundene Geräte. Problematisch sind sendende Geräte. Geräte, die nur empfangen, z.B. für GPS-Navigation, Antennen- und Satelliten-Fernsehen, sind unkritisch.
  • Schützen Sie Ihr Gehirn:
    Bei Telefonaten mit Handy oder schnurlosem Telefon (DECT-Standard): halten Sie das Gerät nicht längere Zeit dicht ans Ohr bzw. ans Gehirn; nutzen Sie kabelgebundene Freisprecheinrichtungen, kein Bluetooth. Deponieren Sie Ihr Mobilfunkgerät nachts nicht in Kopfnähe.
  • Tragen Sie das Gerät tagsüber nicht permanent dicht am Körper.
  • Schützen Sie Ihre Spermien:
    Wenn Sie als Mann in Zukunft gesunde Kinder zeugen wollen, dann tragen Sie das Mobilfunkgerät nicht in der Hosentasche, also in der Nähe Ihrer Hoden.
  • Wenn Sie für Ihr Smartphone eine Daten-Flatrate gebucht haben, ist die Datenübertragung vermutlich permanent eingeschaltet. Daten-Hintergrunddienste und App-Updates sorgen dann für ständige Mobilfunk-Aktivität. Das ist nicht gut! Schalten Sie die Datenübertragung nur kurzzeitig bei Bedarf ein.
  • WLAN (WiFi): Schalten Sie Ihr WLAN nur kurz bei Bedarf ein und immer über Nacht ab. Praktisch ist hier eine zeitgesteuerte Automatik.
  • Vermeiden Sie Handy-Telefonate bei schlechtem Empfang (das Display zeigt nur wenige Balken), weil dann die Sendeleistung Ihres Geräts hochg ntenne am Fahrzeug, wenn Sie häufig darin telefonieren wollen.
  • Schützen Sie Ihre Kinder:
    Kinder sind besonders gefährdet und sollten deshalb den Gebrauch von Mobilfunk weitestgehend einschränken. Kein WLAN an Schulen! Zypern ist auf dem richtigen Weg.

 

2.5 Wissenschaftliche Erkenntnisse

In der Wissenschaft gibt es umfangreiche Erkenntnisse über die biologischen, zellulären Wirkungen des Mobilfunks.

 

2.5.1 NTP-Studien

Das National Toxicology Program (NTP) ist ein Projekt der US-amerikanischen Gesundheitsbehörden.

Im Rahmen des NTP durchgeführte Versuche mit Ratten und Mäusen ergeben, dass durch Mobilfunkstrahlung Tumore an Nervenzellen des Gehirns und des Herzens entstehen, speziell bei männlichen Ratten.

Die NTP-Studien gelten als besonders gründlich, weil die Versuchtiere (Mäuse und Ratten) ‒ wie in der Realität ‒ ihr Leben lang, von der Gebärmutter bis zum Tod, der Mobilfunkstrahlung ausgesetzt sind. Die Ergebnisse wurden auch von externen Medizinern und Ingenieuren bewertet. Damit ist die bisherige Vermutung, dass die Mobilfunkstrahlung nur Wärme-Effekte erzeugt, auch statistisch widerlegt. Durch Wärme können keine Tumore entstehen. Die Versuche erfolgen bei Feldstärken, die niedriger und höher sind, als es dem Standard entspricht. Dieser Standard setzt voraus, dass das Mobiltelefon im Abstand 5 bis 15 mm vom Gehirn gehalten wird. Wird das Telefon unmittelbar ans Gehirn gehalten, übersteigen die tatsächlichen Feldstärken den zulässigen Standard. Mit anderen Worten: in der Realität ist alles noch schlimmer.

Die Forscher fanden nicht nur Schäden in den DNA-Strängen der Hirnzellen bei Mäusen, sondern die bestrahlten männlichen Ratten entwickelten zudem signifikant mehr bösartige Tumore an den Nervenzellen des Herzmuskels als ihre nicht bestrahlten Artgenossen.

Das NTP betrachtet seine Untersuchungen an Versuchstieren im Januar 2024 (siehe Fact Sheet) als abgeschlossen. Weitere Untersuchungen sind nicht geplant. Was jetzt?

 

2.5.2 Martin L. Pall

Martin L. Pall

Martin L. Pall ist emeritierter Professor für Biochemie und medizinische Grundlagenwissenschaften an der Washington State University. Er hat sich gründlich mit dem chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS), der multiplen Chemikalien-Sensitivität und den Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf den menschlichen Körper beschäftigt.

 

2.6 Mobilfunk-Kritik

In Deutschland und weltweit hat sich eine Vielzahl von Gruppen gebildet, die den Stand der Wissenschaft aufnehmen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse ihren Mitbürgern vermitteln wollen. Ihr Einfluss ist allerdings gering, weil sie weder über die politische noch über die wirtschaftliche Macht von Politik, Schulmedizin und Mobilfunkindustrie verfügen. Für Mobilfunk wird intensiv geworben, und die Produkte und Dienstleistungen erleichtern das Leben in vielen Bereichen. Deshalb wollen die meisten Menschen das damit verbundene Schädigungspotential nicht zur Kenntnis nehmen.

 

2.7 Position offizieller Stellen

In der Schulmedizin werden medizinische Erkenntnisse nur im Rahmen von Statistikstudien gewonnen und akzeptiert. In solchen Studien werden unterschiedliiche Personengruppen miteinander verglichen. Im Falle des Mobilfunks (auch WLAN, DECT, nicht-öffentliche Funkdienste usw.) wären das Personen, die dem Mobilfunk ausgesetzt sind, und Personen, die dem Mobilfunk nicht ausgesetzt sind. Wegen der extrem weiten Verbreitung und Nutzung des Mobilfunks gibt es solche Personen, die dem Mobilfunk nicht ausgesetzt sind, praktisch nicht mehr. Es ist also ‒ entsprechend dem Denkmuster der Schulmedizin ‒ zunehmend schwierig bis unmöglich geworden, den Nachweis zu führen, dass Mobilfunk der Gesundheit schadet oder nicht schadet.

Industrie, Gesundheitsbehörden, Medizin und Mobilfunk-Regulierungsbehörden lehnen es ab, mit anderen als den Statistik-Methoden die gesundheitliche Sicherheit des Mobilfunks zu untersuchen bzw. entsprechende Untersuchungsergebnisse anzuerkennen. Mobilfunkindustrie und Schulmedizin verbreiten den Glauben, dass durch Elektrosmog nur thermische Wirkungen, also Wirkungen, die mit der Erwärmung des Gewebes erklärt werden können, entstehen. Andere Wirkungen gibt es angeblich nicht. Untersuchungen, die zu gegenteiligen Ergebnissen kommen, werden ignoriert. Korruption ist bei diesen Positionen vermutlich im Spiel.

Eine Ausnahme bildet das Bundesamt für Umwelt (BAFU) der Schweiz. Zusammen mit einer beratenden Expertengruppe (BERENIS) wird der internationale Forschungsstand aufmerksam beobachtet, auch hinsichtlich der biologischen und nichtthermischen Wirkungen. Sogar das Schweizer Bundesamt für Gesundheit ist an Mobilfunk interessiert.

 

3. Ionisierende Strahlung

Man spricht von ionisierender Strahlung, wenn Elementarteilchen (α- oder β-Strahlung) oder hochfrequente elektromagnetische Wellen (γ-Strahlung, Wellenlänge max. 250 nm) beteiligt sind. Durch die hohe Strahlungsenergie der ionisierenden Strahlung können Elektronen aus Atomen oder Molekülen entfernt werden, so dass positiv geladene Ionen oder Molekülreste zurückbleiben.

Der Mensch kann ionisierende Strahlung, ob aus radioaktiven oder anderen Quellen, nicht wahrnehmen. Die Gefahren durch diese Strahlung werden deshalb häufig unterschätzt. Es gibt 2 Wirkmechanismen für ionisierende Strahlung:
  • die akute Wirkung. Symptome: Hautrötungen, Haarausfall, Erbrechen, psychische Störungen. Die Wirkung ist dosisabhängig. Der Schweregrad der gesundheitlichen Schäden nimmt mit zunehmender Dosis zu.
  • die chronische Wirkung. Sie bezieht sich auf Strahlenspätschäden. Der Schweregrad der Spätschäden ist nicht dosisabhängig und es gibt keine Schwellenwerte. Spuren von Radionucliden können im menschlichen Körper wirksam werden und gesundheitliche Folgen erst nach Jahren und Jahrzehnten zeigen. Die DNA wird geschädigt und es kommt zu DNA-Strangbrüchen.

    Als Spätschäden werden in der Fachliteratur angeführt: Leukämie, Tumorerkrankungen, Herz-Kreislauf­erkrankungen, Erkrankungen des Verdauungs- und Hormonsystems, Augenkatarakte (grauer Star), Wachstums- und Entwicklungsstörungen (vor allem bei Embryonen), vorzeitiges Altern, Schwächung des Immunsystems, Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten.

Weitere Informationen und Studien

 

3.1 Radioaktivität, Röntgen, CT

Achtung:
radioaktive Strahlung

  • Radioaktive Strahlung, Radioaktivität

    Gesundheitliche Gefahren durch Radioaktivität gibt es in der Nahrung, in der Umwelt (Luft, Boden, Wasser) und in Gebrauchsgegenständen (Beruf, Haushalt). Üblicherweise wird nur die α-, β- und γ-Strahlung berücksichtigt, die von einem radioaktiven Gegenstand ausgeht. Solche Strahlung hat nur eine geringe Reichweite. Möglich ist aber auch, dass die radioaktiven Partikel ‒ etwa die Schwermetalle Uran, Plutonium, Caesium und Strontium ‒ durch die Luft übertragen und dann über Atmung oder Nahrung in den Körper aufgenommen und gespeichert werden. Sind die radioaktiven Partikel einmal im Körper, geben sie dauerhaft radioaktive Strahlung an das umliegende Gewebe ab.

    Eigentlich sollten gemäß dem Vorsorgeprinzip die Grenzwerte so bemessen sein, dass keine Gefahr für die Gesundheit des Menschen besteht. Allerdings wurden seit der Reaktor-Katastrophe von Fukushima (11.3.2011) die Grenzwerte deutlich heraufgesetzt.

    Weitere Informationen

  • Medizinische Anwendungen, z.B. Röntgen, Computertomographie (CT)

    Röntgenstrahlung

    Röntgenstrahlung ist kurzwelliger als Sonnenstrahlung und dringt deshalb weniger tief in die Haut ein. Die Röntgenstrahlung wird viel stärker an der Hautoberfläche absorbiert und kann dort mehr Gewebe zerstören. Besonders gefährdet ist fettreiches Gewebe. Es gibt den Verdacht, dass durch die Brustkrebs-Früherkennung mit Röntgenstrahlen Brustkrebs verursacht wird.

    Alternativen zur Röntgendiagnostik in der Brustkrebs-Früherkennung: Abtastung mit Ultraschall, Thermografie oder der (eigenen) Hand.

  • Radar

    Bei der Arbeit an Radargeräten bestehen Gefahren durch nichtionisierende und durch ionisierende Strahlung. Soldaten der Bundeswehr und der NVA waren über viele Jahre einer erhöhten Exposition gegenüber ionisierender Strahlung ausgesetzt.

 

3.2 Schutz gegen die Folgen ionisierender Strahlung

Schutz bieten ‒ in geringem Umfang ‒ Zitronenmelisse (z.B. als Tee), Ginkgo-Extrakt, Spirulina-Algen und Vitamin C.

 

4. Wärmestrahlung

Jede Strahlung hat, bei entsprechender Intensität, auch eine Wärmewirkung. Dann wird die Strahlungsenergie von einem Körper oder einem Medium (Luft, Wasser usw.) absorbiert und in Wärme umgewandelt. Beim Sonnenlicht entsteht die ‒ meist als angenehm empfundene ‒ Wärmewirkung durch dessen Infrarot-Anteil. Hingegen kann der Ultraviolett-Anteil des Sonnenlichts bei zu hoher und zu lang andauernder Intensität zu Verbrennungen der Haut (Sonnenbrand), im Extremfall nach häufigem Sonnenbrand zu Hautkrebs führen, ohne dass eine entsprechende Wärmewirkung spürbar ist. Andererseits wird ein Teil des Ultraviolett-Spektrums im Sonnenlicht, der UVB-Anteil, vom Körper benötigt, weil daraus Vitamin D entsteht.

  • Hinweise zum Schutz vor der Verbrennungswirkung der Sonnenstrahlung und zu Vitamin D.

Weitere Informationen zu Elektrosmog

  • BBFU-Newsletter von Mai 2019: Mobilfunk / 5G
  • amalgam-informationen.de: Beiträge
    zum Zusammenhang zwischen Schwermetallen, elektromagnetischen Feldern und Autismus als daraus folgender neurologischer Erkrankung.
  • Datenbank: Studien zu Mobilfunk und Gesundheit
  • Medien
    • Der Tagesspiegel
    • taz: Ja, von Mobilfunkstrahlung geht eine Gefahr aus Nein, die Strahlung ist nicht gefährlich (26.11.2019)

      Die Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), Inge Paulini, diskutiert mit dem Mobilfunk-Kritiker Wilfried Kühling.

      Die BfS-Präsidentin führt schulmedizinisches Denken vor: zu gesundheitsgefährdenden Experimenten sagt sie Man kann nicht einfach von einen Tierversuch auf den Menschen schließen. Wie sollen dann Beweise für die Gesundheitsschädlichkeit am Menschen gewonnen werden? Keine Auskunft! Erhöht Mobilfunk den oxidativen Stress? Nicht bewiesen! Wird die Spermienqualität beeinträchtigt? Nicht belegt! Schädigung der DNA? Nicht belegt! Kann ein Tumor verursacht werden? Kein Beweis! usw.

    • Zentrum der Gesundheit: Der gefährliche, unsichtbare Elektrosmog
    • Der Fall Schmelzer (Video, 2.2022)

      Es wird Geschichte des ehemaligen Schulleiters Hans Schmelzer und seiner an Krebs erkrankten und verstorbenen Frau Brigitte erzählt. Er machte intensive Mobilfunk-Recherchen und gründete eine Bürgerinitiative. Das Video enthält auch Infos über den Verein ICNIRP und über Krebs im zentralen Nervensystem.

    • BBC: Panorama - WiFi Warning Signal (Video, 2.2019)

      Jeremy Vine präsentiert eine Dokumentation, die die Gefahren der WiFi-Strahlung in Schulen aufzeigt, mit dem investigativen Journalisten Paul Kenyon.

4.3.2024 22:13

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