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Der Ursprung des Corona-Virus

Seitdem das Virus SARS-CoV-2 im Januar 2020 aufgetaucht ist und besonders seit Erklärung der Pandemie durch die WHO am 11. März 2020 ist die Herkunft des Virus von großem Interesse. In mehreren Newslettern wurde darüber berichtet: Februar, April und Juli 2020.

Die EcoHealth Alliance (EHA) und ihr Präsident Peter Daszak

Die in New York ansässige EcoHealth Alliance ist gut vernetzt mit Regierungen, Universitäten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Unternehmen. Sie spielt eine zentrale Rolle in der aktuellen Pandemie. Das US-amerikanische Verteidigungsministerium gab ihr Gelder, um das Sammeln von Fledermäusen, die Forschung an ihnen und an Corona-Viren im Virologie-Labor in Wuhan (China) zu fördern. Auch das Nationale Gesundheitsinstitut (NIH) und weitere Bundesbehörden der USA spendierten Fördergelder; insgesamt kamen über 100 Millionen US-$ zusammen. Das Verteidigungsministerium hatte ein vitales Interesse, die Gefahren, die durch Biowaffen mit Viren entstehen könnten, zu untersuchen, und deshalb 39 Mio. US-$ an die EHA gegeben.

Die bisherigen Coronaviren waren viel zu harmlos für eine wirkliche Pandemie (oder als gefährliche Biowaffe). Deshalb wird nach Wegen gesucht, die Evolution in Richtung auf aggresivere Viren voranzutreiben. Es soll herausgefunden werden, ob noch infektiösere Viren möglich sind, als sie in der Natur vorkommen. Dazu wird die serielle Passage entwickelt: man nehme das Coronavirus einer Fledermaus und kultiviere es in Gürteltier-Nierenzellen. Die so mutierten Viren werden dann auf Affen-Nierenzellen, deren Ergebnis wiederum auf Zellen von Mäusehirnen mutiert und vermehrt. Andere Versuche werden mit Frettchen gemacht: man infiziere ein Tier, warte die Viren-Vermehrung im Tier ab und untersuche die so entstandenen mutierten Viren auf höhere Infektiosität. Dieser Vorgang wird mehrfach (seriell) wiederholt.

Da die US-amerikanische Regierung unter Präsident Obama (2009-2017) diese Gain of Function (GOF)-Forschung als zu risikoreich ansieht, finden die interessierten Kreise einen Weg, die Forschung außerhalb der USA fortzusetzen: die EcoHealth Alliance erteilt einen Auftrag an das Virologie-Institut in Wuhan.

Peter Daszak gilt in der WHO als wichtigster Experte im Zusammenhang mit dem Ursprung der Pandemie. Deshalb wird er im Jahr 2020 von der WHO und anderen internationalen Organisationen beauftragt, die Herkunft des Virus aufzuklären. Er bestreitet vehement, das Virus könne aus einem Labor stammen. Hat er einen Interessenkonflikt?

Die EHA wird u.a. von David Franz beraten. Er war Kommandeur im US-Zentrum für Biowaffen in Fort Detrick. Wikipedia schreibt über Fort Detrick: Im August 2019 wurde der Forschungsbetrieb an tödlichen Keimen nach schwerwiegenden Sicherheitsverstößen, insbesondere bei der Entsorgung von Gefahrstoffen, abrupt eingestellt.

Gain-of-Function-Forschung

Wer die Aktivitäten von Virologen und Impfstoff-Entwicklern der letzten Jahre betrachtet, kommt an der Gain-of-Function-Forschung (GOF) nicht vorbei. Dabei geht es darum herauszufinden, ob zukünftig Virus-Mutationen entstehen könnten, die noch ansteckender und/oder pathogener sind als die bekannten Viren-Stränge und eine Pandemie verursachen könnten. Zu diesem Zweck werden im Labor solche Viren mit gentechnischen Methoden hergestellt. Allerdings wurde der gewünschte Zweck bisher total verfehlt: es wurde damit kein Krankheitserreger verhindert und kein Medikament frühzeitig gegen eine Viruserkrankung entwickelt.

Diese Arbeiten gelten als extrem risikoreich und gefährlich und dürfen deshalb nur in Laboratorien der höchsten Schutzstufe 4 (BSL-4) durchgeführt werden; in Deutschland gibt es vier dieser Laboratorien, zwei in China (Wuhan, Harbin) und zehn in USA (Stand Juni 2021). Warnungen vor den Gefahren dieser Technologie werden nicht nur in der Medizin, sondern auch in den Spitzen der Regierungen und des Militärs diskutiert. Die Möglichkeit, ein gefährliches Virus im Labor herzustellen, beweist nicht, dass ein solches Virus auch im Tierreich ohne menschlichen Eingriff entstehen könnte. Deshalb bezweifeln Experten, ob ‒ angesichts der hohen Risiken und des geringen Erkenntnisgewinns ‒ die Gain-of-Function-Forschung überhaupt durchgeführt werden sollte.

Die Gain-of-Function-Forschung muss beendet werden!

Wesentliches Konstruktionselement des aktuellen Virus SARS-CoV-2 ist das Spike-Protein, mit dem es die menschliche Zelle am ACE2-Rezeptor angreift und dort in die Zelle eindringt. Viele Tiere, die als Versuchstiere für entsprechende Experimente in Frage kommen, besitzen diesen ACE2-Rezeptor nicht. Also musste ein solches Tier, z.B. eine Maus, mit gentechnischen Methoden konstruiert werden.

  • Die Gain-of-Function-Forschung spielt für die Entstehung des Virus eine zentrale Rolle; s. dazu Erläuterungen im Newsletter Juli 2020.
  • National Institutes of Health (USA): Gain of Function Research

    Überblick über Veröffentlichungen der US-amerikanischen Behörden: Reports, Symposien, Analysen, Stellungnahmen.

  • Potential Risks and Benefits of Gain-of-Function Research: Summary of a Workshop.
    3 Gain-of-Function Research: Background and Alternatives (13.4.2015)

    Die Virologie, und auch das breitere Gebiet der Mikrobiologie, stützt sich auf Studien, die den Gewinn oder Verlust von Funktionen beinhalten. Um die Rolle solcher Studien in der Virologie zu verstehen, gab Dr. Kanta Subbarao vom Laboratory of Infectious Disease am National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) an den National Institutes of Health (NIH, USA) einen Überblick über die aktuellen wissenschaftlichen und technischen Ansätze bei der Erforschung pandemischer Stämme von Influenza- und Coronaviren.

  • National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine; Policy and Global Affairs; Committee on Science, Technology, and Law; Committee on Dual Use Research of Concern: Options for Future Management:
    Dual Use Research of Concern in the Life Sciences, als pdf

    Thema des Buches ist die Zweideutigkeit (Dual Use) der biologischen Forschung: einerseits die (friedlichen Zwecken dienende) Forschung mit dem Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse, Werkzeuge und Methoden zu finden, andererseits die (verbotene) Entwicklung von Biowaffen. Bis zu welchem Punkt der Forschung wird die Bio-Sicherheit gesteigert, und ab wann wird sie gefährdet?

  • Die Labor-Maus erhält einen ACE2-Rezeptor
    • Lili Kuo, Gert-Jan Godeke, Martin J. B. Raamsman, Paul S. Masters and Peter J. M. Rottier:
      Retargeting of Coronavirus by Substitution of the Spike Glycoprotein Ectodomain: Crossing the Host Cell Species Barrier (2.2000)

      Coronaviren haben allgemein wenige Möglichkeiten, von einer Spezies zu einer anderen überzuspringen. In dieser zellbiologischen Studie aus den Niederlanden wird gezeigt, wie aus Maus- und Katzenviren ein chimäres Virus konstruiert werden konnte, das nur noch Katzen, aber nicht mehr Mäuse infizieren kann.

    • Xiu-Hong Yang, Wei Deng, Zan Tong, Yan-Xia Liu, Lian-Feng Zhang, Hua Zhu, Hong Gao, Lan Huang, Ya-Li Liu, Chun-Mei Ma, Yan-Feng Xu, Ming-Xiao Ding, Hong-Kui Deng, Chuan Qin:
      Mice transgenic for human angiotensin-converting enzyme 2 provide a model for SARS coronavirus infection (10.2007)

      Für Experimente mit SARS-Viren, speziell dem SARS-Coronavirus SARS-CoV, wird ein Versuchstier, eine Maus, benötigt und mit gentechnischen Methoden hergestellt, das den ACE2-Rezeptor des Menschen (hACE2) in sich trägt. In der Studie wird beschrieben, dass es gelungen ist, den ACE2-Rezeptor an vielen Stellen im Mauskörper einzubauen: Lunge, Herz, Niere, Darm, Blutgefäße, Gehirn. Damit wurde ein wichtiges Hilfsmittel geschaffen, um Impfstoffe und antivirale Medikamente im Tierversuch zu testen.

    • Feng-Liang Liu, Kaixin Wu, Jiaoyang Sun, Zilei Duan, Xiongzhi Quan, Junqi Kuang, Shilong Chu, Wei Pang, Han Gao, Ling Xu, Ying-Chang Li, Hai-Lin Zhang, Xue-Hui Wang, Rong-Hua Luo, Xiao-Li Feng, Hans R Schöler, Xinwen Chen, Duanqing Pei, Guangming Wu, Yong-Tang Zheng, Jiekai Chen:
      Rapid generation of ACE2 humanized inbred mouse model for COVID-19 with tetraploid complementation (2.2021)

      Mäuse und Ratten sind am besten als Versuchtiere für Experimente mit dem ACE2-Rezeptor geeignet, weisen jedoch von Natur aus nicht die ACE2-Variante des Menschen (hACE2) auf. Allerdings muss die genetische Veränderung präzise sein und kann nicht dem Zufall überlassen sein. In dieser Studie wird eine schnelle Methode zur Erzeugung der transgenen Mäuse beschrieben, die den hACE2-Rezeptor an Lunge, Niere, Hoden und Darm tragen.

  • Mit Frettchen werden gefährliche Viren erzeugt
  • Waffenkontrolleure beobachten mit Sorge die Arbeit an den Viren:

    Lynn C. Klotz, Senior Science Fellow, Center for Arms Control and Non Proliferation:

    Klotz, der für die Nichtregierungsorganisation Center for Arms Control and Non-Proliferation arbeitet, hat wiederholt vor den Risiken der Gain-of-Function-Forschung gewarnt.
  • Die EU-Kommission wird vor der Gain-of-Function-Forschung gewarnt
  • Die USA beenden 2014 die Gain-of-Function-Forschung

    Aber danach fördern die USA diese Forschung weiterhin in China über die EcoHealthAlliance.

    • The Cambridge Working Group:
      Stellungnahme der Cambridge Working Group zur Erzeugung von Potentiell Pandemischen Krankheitserregern (7.2014)

      Die Wissenschaftler warnen vor gefährlichen Laborexperimenten:
      Eine unbeabsichtigte Infektion mit solchen Krankheitserregern kann Epidemien auslösen, die schwierig oder gar nicht kontrollierbar sind. Neue Grippeviren haben in der Vergangenheit jeweils mindestens ein Viertel der gesamten Weltbevölkerung innerhalb von zwei Jahren infiziert.

    • Sara Reardon: US suspends risky disease research (22.10.2014)
      Government to cease funding gain-of-function studies that make viruses more dangerous, pending a safety assessment.

      Die US-Regierung überraschte am 17. Oktober viele Forscher, als sie bekannt gab, dass sie die Finanzierung neuer Forschungen, die bestimmte Viren tödlicher oder übertragbarer machen, vorübergehend einstellen wird. Das Büro für Wissenschafts- und Technologiepolitik des Weißen Hauses bittet auch Forscher, die solche "gain-of-function"-Experimente zur Influenza, zum schweren akuten respiratorischen Syndrom (SARS) und zum Middle East Respiratory Syndrome (MERS) durchführen, ihre Arbeit einzustellen, bis eine Risikobewertung abgeschlossen ist ‒ was viele im Unklaren lässt, wie es weitergehen soll.

    • Jocelyn Kaiser, Science Magazine: Researchers rail against moratorium on risky virus experiments (10.2014)

      Am 17.10.2014 hat die US-Regierung sich gegen eine Fortsetzung der riskanten Gain-of-Function-Forschung (GOF) entschieden, in der untersucht wird, wie man im Labor einen Erreger übertragbarer oder pathogener für den Menschen machen kann, als er in der Natur entstehen würde. Auslöser der Entscheidung waren Experimente, bei denen Forscher die H5N1-Vogelgrippe und andere tödliche Vogelgrippestämme modifizieren, um zu erfahren, welche Mutationen dazu führen könnten, sich unter Menschen zu verbreiten. Aber die Entscheidung gilt auch für GOF-Arbeiten an jedem Grippestamm und an zwei Coronaviren, MERS und SARS. Das ist auch eine Reaktion auf kürzliche Verstöße gegen die Biosicherheit, bei denen Fehler mit Proben von Anthrax-, H5N1- und Pocken-Viren gemacht wurden.

  • W. Paul Duprex, Ron A. M. Fouchier, Michael J. Imperiale, Marc Lipsitch & David A. Relman:
    Gain-of-function experiments: time for a real debate (12.2014)

    Fünf Experten diskutieren über Chancen und Risiken der Gain-of-Function-Forschung.

  • S. Schultz-Cherry, R. J. Webby, R. G. Webster, A. Kelso, I. G. Barr, J. W. McCauley, R. S. Daniels, D. Wang, Y. Shu, E. Nobusawa, S. Itamura, M. Tashiro, Y. Harada, S. Watanabe, T. Odagiri, Z. Ye, G. Grohmann, R. Harvey, O. Engelhardt, D. Smith, K. Hamilton, F. Claes, G. Dauphin:
    Influenza Gain-of-Function Experiments: Their Role in Vaccine Virus Recommendation and Pandemic Preparedness (12.2014)

    Die Gain-of-Function (GOF)-Forschung an Vogelgrippe-Viren hat dazu beigetragen, den Produktionsprozess von Impfstoffen zu gestalten - von der Auswahl der Impfstoffkandidaten bis hin zur Herstellung und Bevorratung von Impfstoffen für die Vorbereitung einer Pandemie.

  • Vineet D Menachery, Rachel L Graham, and Ralph S Baric:
    Jumping species ‒ a mechanism for coronavirus persistence and survival (4.2017)

    In dieser Studie wird die Notwendigkeit der Gain-of-Function-Forschung begründet: die zoonotische Übertragung neuartiger Viren, also die direkte Übertragung von Viren auf den Menschen, stellt eine erhebliche Bedrohung für die globale öffentliche Gesundheit dar. Im Labor muss deshalb untersucht werden, welche noch gefährlicheren Viren künftig möglich sind.

  • Marc Lipsitch: Why Do Exceptionally Dangerous Gain-of-Function Experiments in Influenza? (8.2018)

    Der Autor plädiert gegen die außerordentlich gefährlichen gain-of-function-Experimente, die darauf abzielen, potenziell pandemische und neuartige Influenzastämme zu erzeugen, z. B. durch Verbesserung der Luftübertragbarkeit hochvirulenter Vogelgrippestämme in Säugetieren. Diese Frage wurde in den letzten 5 Jahren intensiv diskutiert. Experimente zur Erzeugung potenzieller Pandemieerreger bergen Sicherheitsrisiken, die weit über den Experimentator oder das Labor, das sie durchführt, hinausgehen. Eine versehentliche Freisetzung könnte zu einer globalen Verbreitung eines virulenten Virus führen, ein Biosicherheitsvorfall von nie zuvor gesehenem Ausmaß.

  • Organic Consumers Association: ‘Gain-of-Function’ Hall of Shame (1.10.2020)

    Überblick über die wichtigsten Akteure (Dr. Christian ‘Chris’ Hassell, Dr. Robert Kadlec, Dr. Ralph Baric, Peter Daszak, Shi Zhengli, Anthony Fauci, Bill Gates, Scott Dowell) im GOF-Business.

Die WHO lässt die Herkunft des Virus untersuchen

Untersuchungskommissionen sollen dem Verdacht nachgehen, das Virus könne aus dem Labor in Wuhan (China) kommen. Leider beeinflusst die Volksrepublik China die Zusamensetzung der WHO-Untersuchungs­kommission, die Anfang 2021 nach China reist, zeigt dann dennoch wenig Kooperationsbereitschaft, sodass es nur geringe Chancen für belastbare Fakten zur Virus-Herkunft gibt. Und die Experten der WHO haben kein Interesse an einer gründlichen Untersuchung, denn sie glauben an den direkten Übergang vom Tier zum Menschen, auch wenn sie dafür keinen Beweis finden.

Zheng-Li Shi

Zheng-Li Shi

Zheng-Li Shi ist die Direktorin des Zentrums für neu auftretende Infektionskrankheiten des Instituts für Virologie in Wuhan (China). Manche nennen sie die Fledermaus-Frau, und sie steht im Zentrum des Interesses über die Herkunft des Virus. Sie hat besonders profitiert von der Zusammenarbeit zwischen USA und China bei der Gain-of-Function-Forschung. Sie hat Fledermäuse in Höhlen gesammelt, die Fledermaus-Viren untersucht und gentechnisch verändert, und sie hat neue Viren geschaffen. Sie bestreitet, dass das aktuelle Virus SARS-CoV-2 aus ihrem Labor stammt.

Weitere Beiträge zur Herkunft des Virus

  • ProMED, International Society for Infectious Diseases:
    Undiagnosed pneumonia - China (HU): Request for Information (30.12.2019)

    Erste Meldung über den Virus-Ausbruch.

  • Jon Cohen, Sience Magazine:
    Wuhan seafood market may not be source of novel virus spreading globally (26.1.2020)

    Die bisher verfügbaren Informationen aus China sprechen für die Labor-These.

  • Botao Xiao and Lei Xiao: The possible origins of 2019-nCoV coronavirus (2.2020)

    Kommentare:

    In dieser Arbeit von chinesischen Forschern steht, dass der Ausbruch wohl von einem Labor ausging, da die Fledermäuse, die den nächsten Verwandten des Virus tragen, weit entfernt in Yunnan leben und Fledermäuse nicht auf dem berüchtigten Huanan Seafood Großmarkt verkauft werden. Sie weisen darauf hin, dass sowohl das Virologie-Institut als auch das Center for Disease Control & Prevention (WHCDC), beide in Wuhan, Forschungen zu Fledermaus-Coronaviren durchführen.
    Das Papier wurde in China schnell aus dem Internet entfernt.

  • Jeanna Bryner, Live Science:
    Wuhan lab says there's no way coronavirus originated there. Here's the science. (4.2020)
  • NBC News:
    Did the coronavirus really escape from a Chinese lab? Here's what we know (4.5.2020)

    Es git einige Punkte, die für die Labor-These sprechen:

    • Eine Studie, die am 24. Januar in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, fand heraus, dass drei der ersten vier Fälle - einschließlich des ersten bekannten Falls - keine dokumentierte Verbindung zum Fischmarkt in Wuhan aufweisen.
    • Die Fledermäuse, die die Familie der Coronaviren tragen, die mit dem neuen Stamm in Verbindung gebracht werden, kommen in einem Umkreis von 100 Meilen um Wuhan nicht vor - aber sie wurden in beiden Labors untersucht.
    • Es sind Fotos und Videos aufgetaucht, die zeigen, wie Forscher beider Labors Proben von Fledermäusen nehmen, ohne Schutzkleidung zu tragen, was nach Ansicht von Experten ein Risiko für eine Infektion des Menschen darstellt.
    • Ein Experte des US-Außenministeriums, der das WIV im Jahr 2018 besuchte, schrieb in einem Bericht, über das die Washington Post berichtete: Bei Kontakten mit Wissenschaftlern im WIV-Labor stellten [US-Diplomaten] fest, dass das neue Labor einen ernsthaften Mangel an entsprechend ausgebildeten Technikern und Forschern hat, die benötigt werden, um dieses Hochsicherheitslabor sicher zu betreiben.
    • Laut dem Mitglied des Geheimdienstausschusses des Senats, Tom Cotton (R-Ark.), hat das chinesische Militär im Januar seinen Top-Epidemiologen in das WIV geschickt.
    • Das Labor in Shanghai, in dem Forscher die weltweit erste Genomsequenz des Coronavirus veröffentlichten, wurde laut der South China Morning Post am 12. Januar stillgelegt.
    • Laut US-Geheimdienstauswertungen, darunter eine, die vom Department of Homeland Security veröffentlicht und von NBC News eingesehen wurde, vertuschte die chinesische Regierung zunächst die Schwere des Ausbruchs. Regierungsbeamte bedrohten Ärzte, die ihre Kollegen vor dem Virus warnten, sprachen nicht offen über die Übertragung von Mensch zu Mensch und haben den Forschern immer noch keine Virusproben zur Verfügung gestellt.
  • USA: Vertuschung und Aufklärung

    Die USA sind tief verstrickt in die Förderung der Gain-of-Function-Foschung.

  • Yan, Li-Meng; Kang, Shu; Guan, Jie; Hu, Shanchang:
  • Peter R. Breggin and Ginger R. Breggin:
    Dr. Fauci’s COVID-19 Treachery ‒ With Chilling Ties to the Chinese Military, als pdf (19.10.2020)

    Kritik an der Zusammenarbeit von US-amerikanischen und chinesischen Gesundheits-Behörden und -Instituten bei der Gain-of-Function-Forschung und der Entwicklung von gefährlichen Viren. Anhand von Statistikdaten wird gezeigt, dass das Virus die Älteren gefährdet, nicht die Kinder.

  • Dr. Mercola / Children's Health Defense:
    Did Top Medical Journal Help Cover Up Origins of SARS-CoV-2? (9.11.2020)

    Die Top-Wissenschaftszeitung Nature hat Autoren erlaubt, heimlich Datensätze in ihren Arbeiten zu verändern, ohne entsprechende Korrekturhinweise zu veröffentlichen. Autoren haben Proben umbenannt, falsch zugeordnet und ein genomisches Profil erstellt, das nicht mit den Proben in ihrem Papier übereinstimmt.

  • Rossana Segreto and Yuri Deigin:
    The genetic structure of SARS-CoV-2 does not rule out a laboratory origin, auch hier (17.11.2020)
    SARS-COV-2 chimeric structure and furin cleavage site might be the result of genetic manipulation

    Kommentare

    Die Innsbrucker Forscherin Rossana Segreto schließt aus der Struktur des Virus, dass es wohl aus einem Labor stammt. Es gibt nach wie vor keinen wissenschaftlich nachvollziehbaren Beweis, dass sich der Erreger auf natürliche Weise entwickelte und nicht in einem Labor entstand.
  • New York Magazine: The Lab-Leak Hypothesis (4.1.2021)
    For decades, scientists have been hot-wiring viruses in hopes of preventing a pandemic, not causing one. But what if …?

    Jahrzehntelang haben Wissenschaftler Viren kombiniert, in der Hoffnung, eine Pandemie zu verhindern, nicht eine zu verursachen. Aber was ist, wenn sie doch ...?

    In den letzten Jahrzehnten haben Wissenschaftler ausgeklügelte Methoden der Evolutionsbeschleunigung und Rekombination entwickelt, und sie haben gelernt, wie man Viren, insbesondere Coronaviren, diese stacheligen Haarbälle aus Protein, die wir jetzt so gut kennen, dazu bringt, sich schnell von einer Tierart zur anderen oder von einer Art von Zellkultur zur anderen zu bewegen. Sie haben Maschinen gebaut, die den viralen Code für Fledermauskrankheiten mit dem Code für menschliche Krankheiten mischen und vermischen - Krankheiten wie SARS, das schwere akute Atemwegssyndrom, zum Beispiel, das 2003 in China auftrat. Während der erste dokumentierte Fall von SARS im November 2002 auftrat, wurde es 2003 zu einer Pandemie, und die WHO gab ihre erste Warnung über das Virus im März desselben Jahres heraus. Und MERS, das Middle East Respiratory Syndrome, das ein Jahrzehnt später ausbrach und mit Fledermäusen und Kamelen zu tun hat.

    Einige der Experimente - gain of function-Experimente - zielten darauf ab, neue, virulentere oder infektiösere Stämme von Krankheiten zu erzeugen, um Bedrohungen, die in der Natur vorkommen könnten, vorherzusagen und sich so dagegen zu schützen. Der Begriff gain of function ist selbst ein Euphemismus; das Weiße Haus unter Obama beschrieb diese Arbeit genauer als Experimente, von denen man vernünftigerweise annehmen kann, dass sie den Influenza-, MERS- oder SARS-Viren Eigenschaften verleihen, so dass das Virus eine erhöhte Pathogenität und/oder Übertragbarkeit in Säugetieren über den Atemweg hätte. Die Virologen, die diese Experimente durchgeführt haben, haben erstaunliche Leistungen bei der genetischen Transmutation vollbracht, keine Frage, und es gab im Laufe der Jahre nur sehr wenige öffentlich bekannt gewordene Unfälle. Aber es hat einige gegeben.

  • Daily Mail: New cover-up fears as Chinese officials delete critical data about the Wuhan lab with details of 300 studies vanishing - including all those carried out by virologist dubbed Batwoman (9.1.2021)

    In China werden über 300 Forschungsarbeiten und Berichte über die Entwicklung des Virus SARS-CoV-2 gelöscht. Das betrifft besonders die Arbeiten der Mikrobiologin und Fledermaus-Frau Shi Zhengli; sie hatte Fledermäuse aus Höhlen gesammelt und mit deren Viren gearbeitet.

  • Mirror: 'World's first Covid patient' who vanished from Wuhan a year ago still missing (17.1.2021)

    Huang Yanling, Mitarbeiter im Wuhan-Institut für Virologie und erster Corona-Patient (Patient Zero), ist weiterhin verschwunden.

  • Steven Carl Quay:
    A Bayesian analysis concludes beyond a reasonable doubt that SARS-CoV-2 is not a natural zoonosis but instead is laboratory derived (29.1.2021)

    Im Video erläutert der Autor seine Studie.

    In dieser umfangreichen Arbeit wird gezeigt, dass eine 99,8%-ige Wahrscheinlichkeit für die Labor-These spricht und nur 0,2 % dafür, dass das Virus direkt aus der Natur stammt. Der Autor fasst in dem kurzen Video die Ergebnisse seiner Analyse, die er gemäß dem Satz von Bayes erstellt hat, zusammen.

  • CNN: China created a story of the pandemic. These people revealed details Beijing left out (2.2021)

    Das ist die Situation in China: Blockade von Internet-Plattformen, Zensur der erlaubten, einheimischen Plattformen, Versuche zur Umgehung der Zensur, Vorstellung von wichtigen Whistleblowern, auch denen, die die Regierung verschwinden läst. Zeitlicher Ablauf der Geschehnisse und Informationen darüber von Dezember 2019 bis März 2020. Offizielle Behauptungen der chinesischen Regierung zum Virus-Ausbruch.

  • Jonathan Latham and Allison Wilson:
    • A Proposed Origin for SARS-CoV-2 and the COVID-19 Pandemic (15.7.2020)

      Stammt das Coronavirus ursprünglich aus der Mojiang-Kupfermine, die von Fledermäusen besiedelt war und in der sich im Jahr 2012 sechs Arbeiter beim Sammeln von Fledermaus-Kot infizierten? Drei von ihnen starben. Danach entwickelte sich die Theorie, dass die Bergarbeiter an einem Vorläufer des Virus SARS-CoV-2 - RaTG13, der in dieser Mine gesammelt worden war, erkrankten. In diesen Patienten soll das Virus dann zu SARS-CoV-2 mutiert sein.

    • Why China and the WHO Will Never Find a Zoonotic Origin For the COVID-19 Pandemic Virus (16.2.2021)

      Die Fledermäuse, Lieferanten des Coronavirus, stammen von Höhlen tausende Kilometer nördlich von Wuhan. In dieser Arbeit wird ausführlich begründet, warum es extrem unwahrscheinlich ist, dass das Coronavirus, das erstmals in Wuhan in Erscheinung trat, unmittelbar vom Tier auf einen Menschen übergesprungen ist. Die große Familie der Corona-Viren wird betrachtet.

  • Roland Wiesendanger, Uni Hamburg: Studie zum Ursprung der Coronavirus-Pandemie (2.2021)

    Kommentare:

    Der Autor präsentiert umfangreiches Material zum Ursprung des Virus, das klar auf eine Entstehung im Labor in Wuhan deutet. Beschrieben werden die jahrelangen wissenschaftlichen Vorarbeiten, die für die Herstellung des Virus notwendig waren, sowie die Diskussion um die damit verbundenen Risiken, u.a. mit der EU-Kommission. Es werden einige Beiträge in wissenschaftlichen Publikationen erwähnt, die darauf abzielen, jede Diskussion über die Labor-These im Keim zu ersticken.

  • Nicholas Wade: Origin of Covid — Following the Clues, auch hier (3.5.2021)

    Der Autor hat für die Publikationen Nature, Science und New York Times gearbeitet. Nach Zusamenstellung und Analyse der Fakten kommt er zum Ergebnis, dass das Virus im Labor hergestellt wurde. Er kritisiert den Beitrag von Andersen et al. an die Zeitschrift Nature und weitere Beiträge, die eher verschleiern als aufklären wollen. Er betont, dass es Methoden der Gen-Manipulation gibt, die keine Spuren hinterlassen.

  • Jesse D. Bloom,Yujia Alina Chan, Ralph S. Baric, Pamela J. Bjorkman, Sarah Cobey, Benjamin E. Deverman, David N. Fisman, Ravindra Gupta, Akiko Iwasaki, Marc Lipsitch, Ruslan Medzhitov, Richard A. Neher, Rasmus Nielsen, Nick Patterson, Tim Stearns, Erik van Nimwegen, Michael Worobey, David A. Relman:
    Investigate the origins of COVID-19 (14.5.2021)

    Die Wissenschaftler fordern eine gründliche Aufklärung der Herkunft des Virus. Sie berufen sich in ihrem Brief auf entsprechende Zusagen bzw. Forderungen von WHO, USA, EU und weiteren Staaten. Sie erinnern an die chinesischen Wissenschaftler, die am Beginn der Pandemie ‒ manchmal mit hohem persönlichen Einsatz ‒ die Welt über das aufkommende Virus unterrichtet haben.

  • Peter C Gřtzsche: Made in China: the coronavirus that killed millions of people, als pdf (19.5.2021)

    Es ist keine Verschwörungstheorie, dass ein Virus aus einem Labor entkommen kann, es ist eine Tatsache, wie einige Unfälle in der Vergangenheit zeigten. Im konkreten Fall wurden die unbedingt notwendigen Sicherheitsregeln missachtet. Der Autor, Mitbegründer der hoch angesehenen Cochrane Stiftung, weist auf die im Labor vorgenommenen Änderungen am Virus-Genom hin, auf die Förderung durch die USA, die Geheimhaltung durch China und die farcenhafte WHO-Untersuchung.

19.6.2021 4:36

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