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(Schwer-)Metalle

Einige Schwermetalle und ihre Verbindungen sind für Mensch, Tier und Pflanze sehr giftig:

  • Blei
  • Cadmium
  • Quecksilber und Amalgam
  • Gold
  • Silber
  • Zinn
  • Palladium wird/wurde als Legierungsbestandteil in Goldlegierungen für Zahnfüllungen und in Abgas-Katalysatoren für Benzin-Fahrzeuge verwendet.
  • Arsen findet sich bei der Verhüttung von Erzen, in Holzschutzmitteln, in Anti-Algenmitteln und Herbiziden für Telefonmasten, als Baumwoll-Trocknungsmittel und in Medikamenten für die Chemotherapie, in Lebensmitteln (z.B. in den Schalen von Naturreis) und in Zigarettenrauch. Arsen und seine Verbindungen sind krebserregend.
  • Aluminium ist ein giftiges Leichtmetall.
  • Titan [1]
    wird gerne für Implantate eingesetzt, also dauerhaft in den Körper eingebaut. Es ist dafür aber nicht ausreichend stabil.
  • Chrom: giftig ist das 6-wertige Chrom

    Anwendung
    Das 6-wertige Chrom [Cr(VI)] wird bei der Verchromung von Gegenständen und bei der Herstellung von Plastik und Farbstoffen eingesetzt.

    Wirkung
    Cr(VI) wirkt als starkes Oxidationsmittel ätzend auf Haut und Schleimhäute und ruft am lebenden Organismus schlecht heilende Geschwüre hervor. Selbst kleinste Verletzungen, wie Rhagaden auf der Hautoberfläche, entarten geschwürartig, wenn auch nur geringe Mengen Chromat hineingelangen. Es kommt zu einer Sensibilisierung gegenüber Chrom(VI)-Verbindungen und einer Kontaktdermatitis, die besonders häufig bei Zementarbeitern zu beobachten ist. Die Chromat-Allergie ist eine der am häufigsten auftretenden Allergien. (aus der Deutschen Apotheker-Zeitung)

    Cr(VI) wird (im Tierversuch) mit Schäden an Leber und Nieren sowie mit Krebs, u.a. Leukämie und Magenkrebs, in Verbindung gebracht.

  • Ebenfalls giftig und wegen ihrer Radioaktivität besonders gesundheitsschädlich sind Uran und Plutonium.

Giftwirkung

  • Die Giftwirkung der Schwermetalle beruht vor allem darauf, dass sie im Körper (Organe, Knochen) gespeichert und nicht ausgeschieden werden. Deshalb kann die Gift-Konzentration im Körper nicht durch Messung in Stuhl, Blut, Urin oder Haaren ermittelt werden. Ein solcher Messwert spiegelt allenfalls die aktuelle Exposition der letzten Tage und Wochen wieder.

    Manche Umweltmediziner vertrauen besonders der Haarmineralanalyse. Sie mag einige Hinweise geben, kann aber - als einzige Diagnostik angewandt - zu Fehlschlüssen führen. Beispiel: Eine Behandlung mit Kupferpräparaten oder kupferhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln aufgrund eines niedrigen Kupferwertes im Haar ist z. B. bei Patienten, die an der Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson leiden, kontraindiziert.

  • Schwermetallle reichern sich bevorzugt im zentralen Nervensystem (ZNS), in den Knochen, in der Schilddrüse und der Bauchspeicheldrüse, in den Nieren und der Leber an, z.B. Blei und Cadmium im Knochengewebe, Quecksilber in der Hypophyse sowie Kupfer in der Leber. Schwermetalle reichern sich oft an bestimmten Bindungsstellen im Körper an, etwa Blei (als Pb2+) durch Verdrängung von Calcium (als Ca2+) im Knochen.
  • Während der Schwangerschaft werden Mineralien an den Orten (z.B. Knochen), wo sie gespeichert waren, freigesetzt, weil der sich entwickelnde Fötus einen besonderen Mineralienbedarf hat. Auch schädliche Metalle wie Blei und Aluminium werden freigesetzt.
  • Schwermetalle binden sich an Disulfid- und Sulfhydrilgruppen der Proteine und beeinträchtigen dadurch deren Enzymfunktion. Wichtige Stoffwechselprozesse werden blockiert, z.B. der Energiestoffwechsel; Folge: chronische Müdigkeit und Erschöpfung. Die Strukturveränderung begünstigt darüber hinaus die Entstehung von Autoimmunreaktionen.
  • Schwermetalle greifen Zellstrukturen an, vor allem Zellen des Nerven- und des Immunsystems.
  • Schwermetalle blockieren das körpereigene Entgiftungssystem. Dadurch entstehen freie Radikale, also oxidativer Stress, mit der Folge von beschleunigten Alterungsprozessen, Veränderungen in den Zellfunktionen bis hin zu Mutationen in den Zellen.
  • Die Aufnahme von essenziellen Mikronährstoffen wie Calcium, Eisen, Zink und Selen wird blockiert und es entstehen Stoffwechselstörungen und Mangelversorgung.
  • Die Giftwirkung ist nicht bei jedem Menschen gleich, sondern sie hängt u.a. von Alter, Gesundheits­zustand, Ernährung und vor allem von den genetisch bedingten, körpereigenen Entgiftungsfähigkeiten ab. Wer die Gifte gut ausscheiden kann, könnte gesund bleiben; wer die Gifte nicht gut ausscheiden kann, wird krank.

Therapie

Durch die Therapie muss es gelingen, die schädlichen Metalle aus dem Körper zu entfernen, also auszu­scheiden. Wenn das nicht möglich ist, kann es hilfreich sein, die Gifte im Körper biochemisch so zu binden, dass sie biologisch nicht mehr aktiv sind.

Essenzielle Schwermetalle

Essenzielle, also biologisch notwendige Schwermetalle sind Chrom(III), Eisen, Kobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Nickel, Selen und Zink. Auch diese können - wie alle Stoffe - bei zu hoher Konzentration gesundheitsschädlich sein.

Weitere essenzielle Elemente: Natrium, Kalium, Calcium, Silizium, Phosphor, Schwefel.


[1] Weitere Informationen zu Titan

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