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Glyphosat

Glyphosat ist das weltweit am meisten produzierte Pflanzengift; Produktname Roundup. Es tötet unerwünschte Pflanzen (Unkraut). Zudem wurden genetisch verän­derte Nutzpflanzen (Roundup Ready) entwickelt, die gegen das Pflanzengift resistent sind.

  • Zweck, Einsatz
    Das Pflanzengift erhöht die Erträge in der Landwirtschaft durch Unkrautvernichtung. Zudem wird es zum Trocknen des Getreides vor der Ernte eingesetzt. Besonders hoch ist der Einsatz bei genveränderter Soja, die in der Massentierhaltung der Industrieländer als Tierfutter verwendet wird.
  • Wirkung in Pflanze, Tier und Mensch
    Die erwünschte Giftwirkung beruht darauf, dass Glyphosat in Pflanzen und einigen Mikroorganismen die Produktion von essenziellen Aminosäuren (Tryptophan und Phenylalanin) blockiert. Nicht nur uner­wünschte Pflanzen werden vergiftet; zahlreiche Organismen und der Mensch werden durch das Gift und durch die genetische Veränderung der Nutzpflanzen geschädigt: der Darm, das Erbgut, mit der Folge von Fehlgeburten und Krebs, speziell dem Non-Hodgkin-Lymphom. Erst allmählich beginnt man zu verstehen, wie das Gift, das erstmals 1950 synthetisiert und 1970 von Monsanto-Mitarbeitern entdeckt wurde, auf Mensch und Tiere wirkt.
    • Glyphosat hat östrogen-ähnliche Wirkungen.
    • RoundUp kann Fettleber auslösen
      In Tierversuchen wurde - weit unter den Grenzwerten - nichtalkoholische Fettleber (NAFLD) beobachtet. Sie betrifft 25% der Bevölkerung und wird durch Diabetes, Übergewicht, hohes Triglizerid und Cholesterin ausgelöst. Immer mehr Menschen erkranken auch ohne diese Risikofaktoren.
    • Glyphosat wurde 2010 von Monsanto als Antibiotikum patentiert
      Nützliche Darmbakterien werden eliminiert, schädliche Bakterien wie das Pseudomonas aeruginosa werden gefördert. Dieses baut Glyphosat zu Formaldehyd - karzinogen und neurotoxisch - um.

    Roundup enthält Zusätze, die wenig untersucht sind und die Wirkung von Glyphosat steigern sollen:

    • Mithilfe der Zusätze kann Glyphosat stärker in den Organismus eindringen, zerstört Chromosomen und verursacht DNA-Mutationen.
    • Roundup blockiert das Enzym Aromatase und schädigt damit die Sexualhormone.
    • Durch Zusatz von Talgfettaminoxethylat (POEA) wird die Giftwirkung von Roundup auf Nabelschnur­blut, Embryonen und Plazenta um ein Vielfaches gesteigert. Der Zusatz von POEA ist in der EU verboten.
  • Giftbelastung des Menschen
    Aus Südamerika, wo das Gift auch aus Flugzeugen versprüht wird, werden Vergiftungen von Anwendern und unbeteiligten Dritten berichtet. Das Gift findet sich in vielen Lebensmitteln, vor allem den genver­änderten, etwa in Getreide, Mais und Soja, und kann durch Waschen, Schälen oder Kochen nicht völlig aus den Nahrungsmitteln entfernt werden.
  • Zulassung, juristische Situation
    Glyphosat wurde in der EU mittels Korruption durch den Hersteller Monsanto zugelassen. Den Giftprodu­zenten ist es trotz vieler Proteste und wissenschaftlicher Gegenargumente gelungen, dass die EU Ende 2017 die Zulassung für weitere 5 Jahre verlängert hat. Immerhin empfiehlt die EU, den Einsatz vor der Ernte und auf öffentlichem Gelände zu reduzieren; einzelne EU-Mitgliedstaaten haben entsprechende Verbote erlassen. Leider wurde nicht offengelegt, welche wissenschaftlichen Studien die Entscheidung für eine verlängerte Zulassung stützen.

Studien und weitere Informationen zu Glyphosat:

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