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Krankheiten: Ursachen

Chronisch wirksame Umweltgifte verursachen beim gesunden Menschen im Allgemeinen nicht sofort sichtbare Krankheitssymptome. Das verleitet die Schulmedizin zu der Annahme, Umweltgifte seien generell unbedenklich, also quasi ungiftig. Es gibt Gründe, warum chronische Giftbelastung zu Erkrankungen führen kann:

  • Mehrere Gifte wirken in Kombination; das ist der Normalfall.
    Die Kombinationswirkung kann stärker sein als die Summe der Wirkungen (Synergie) der einzelnen Gifte, etwa bei Quecksilber in Verbindung mit Blei. Die stärkere Wirkung tritt ein, weil Quecksilber die Entgiftungs-Fähigkeit des Körpers schädigt.

    Bei der Festlegung des Grenzwerts für ein einzelnes Gift wird die zusätzliche Wirkung anderer chronischer Gifte durch einen festen Risikofaktor berücksichtigt. Synergistische Effekte werden nicht berücksichtigt.

  • Die Gifte wirken in besonders sensiblen Lebensphasen ein, etwa während der Schwangerschaft oder früher Kindheit. Gerade in der Schwangerschaft ist der Zeitpunkt (Schwangerschaftswoche) der Gift-Exposition entscheidend für die Wirkung auf den Fötus.

    Während Schwangerschaft (pränatal) und früher Kindheit (postnatal) entwickeln sich allmählich die einzelnen Organe und Körperfunktionen, u.a. das zentrale Nervensystem und das Immunsystem. Giftbelastung verhindert eine normale, gesunde Entwicklung. Es gibt keine Diagnostik, um später beobachtete Körperschäden oder sonstige Einschränkungen auf Schadstoffe in der Entwicklungsphase zurückzuführen.

  • Das Immunsystem des gesunden Menschen versucht, die Gifte loszuwerden. Das gelingt bei manchen Menschen gut, bei anderen schlecht und wird dann zu einer permenenten Belastung des Immunsystems. Das Immunsystem gerät an seine Belastungsgrenze, wird eventuell geschädigt und ist dann bei der Abwehr anderer schädigender Einflüsse überfordert.
  • Bei Giftbelastung hat Elektrosmog bzw. nichtionisierende Strahlung (Handy, TETRA, WLAN, DECT etc.) eine besonders schädliche Wirkung [4], denn dadurch wird
    • die Giftaufnahme erhöht (Grund: größere Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke) und
    • die Giftausscheidung verringert (Grund: mehr oxidativer Stress).
  • Gifte können bei Anwesenheit bestimmter Hormone besonders wirksam sein.
    Beispiel: Testosteron verstärkt die Giftwirkung von Quecksilber, Östrogene schwächen dessen Giftwirkung ab.
  • Die Gene (genauer: die genetischen Polymorphismen) des einzelnen Menschen könnten es erschweren, dass er die aufgenommenen Gifte wieder ausscheiden kann, so dass sie sich im Körper ansammeln. Hier gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Menschen. Diese interindividuellen Unterschiede werden bei der Festlegung der Grenzwerte durch einen konstanten Faktor pauschal berücksichtigt. Ob der Faktor bei allen Giften und bei allen Menschen ausreicht, wird nicht überprüft. Bei vorliegender Erkrankung wird im Rahmen der Diagnostik nicht überprüft, ob die genetisch bedingte Entgiftungskapazität ausreicht oder eine zusätzliche Entgiftungs-Therapie erforderlich ist.

    Wegen der Speicherung der Gifte im Körper nimmt die Giftbelastung im Laufe des Lebens immer weiter zu. Ältere Menschen tragen mehr Gifte in sich als junge Menschen. Folge: altersbedingte Krankheiten wie Krebs, Demenz, Alzheimer.

  • Warnung:
    Manche Ärzte behaupten, dass alle möglichen Krankheiten, deren Ursachen sie nicht verstehen, familiär oder genetisch bedingt seien, ohne das nachzuweisen. Sie wollen damit lediglich den Patienten veran­lassen, seine Krankheit als schicksalhaft und unvermeidlich hinzunehmen. Patienten sollten sich auf diesen Unsinn nicht einlassen.

  • Die Organe, die für die Ausscheidung der Gifte zuständig sind - Darm, Leber, Nieren -, könnten nicht optimal funktionieren. Die Fehlfunktion kann durch Giftbelastung verursacht oder verstärkt werden.
  • Ggf. kommen weitere Krankheitsverursacher hinzu:
    • Stress [3], etwa durch Lärm, ungenügenden Schlaf, psychische Zwangslagen (Probleme im Job oder in der Familie), Ängste;
    • ungesunde Ernährung (z.B. viel Zucker, schlechte Fette, wenige Ballaststoffe);
    • mangelnde Versorgung mit oder erhöhter Bedarf an Vitaminen, Mineralien und Bio-Flavonoiden:
      • Die Mangelversorgung kann bei ungesunder Ernährung (s.o.) oder z.B. durch Erkrankung des Magen-Darm-Traktes entstehen, so dass zu wenige Vitalstoffe aus der Nahrung aufgenommen werden.
      • Der erhöhte Bedarf besteht bei giftbelasteten Menschen, Sportlern, Menschen mit intensiver Muskelarbeit und bei häufigem Schwitzen, z.B. in der Sauna, in der Schwangerschaft, bei Rauchern und bei psychischem Stress.
      Die Orthomolekulare Medizin beschäftigt sich mit Nutzen und Anwendung von Vitaminen, Mineralien und Bio-Flavonoiden, sei es zur Gesundheitsvorsorge oder zu therapeutischen Zwecken.
    • oxidativer Stress durch Mangel an Antioxidantien;
    • Parasiten (Darmpilze, Borrelien, Würmer) erzeugen (neuro-)toxische Stoffwechselprodukte; Darmpilze können u.a. durch Schwermetallbelastung entstehen;
    • ungesunde bis giftige Zusatzstoffe in der Nahrung, z.B. Glutamat [1], Aspartam (Süßstoff), Konservierungsmittel;
    • ungesunde Lebens-, Arbeits- und Wohnverhältnisse, etwa durch Gifteinwirkung am Arbeitsplatz, Schimmel an den Wänden, verschmutzte Atemluft, Sauerstoffmangel [2];
    • mangelnde Bewegung (gut: Ausgleichssport, Waldlauf in gesunder Luft);
    • Verletzungen, etwa durch Unfälle;
    • Bei zuviel Sonnenstrahlung entsteht Sonnenbrand durch den Ultraviolett-(UV-)Anteil im Sonnenlicht, der toxische Stoffwechselprodukte in der Haut erzeugt; eine noch stärkere Wirkung hat Röntgenstrahlung, da sie energiereicher ist und deshalb ein höheres Zerstörungspotential hat.

      Es gibt den Verdacht, dass durch die Brustkrebs-Früherkennung mit Röntgenstrahlen Brustkrebs verursacht wird.
      Alternativen: Abtastung mit Ultraschall, Thermografie oder der (eigenen) Hand.

    • chronische Entzündungen, die durch chronische Giftbelastung verursacht sein können und das Immunsystem schwächen.

Diese Aufzählung zeigt, dass es nicht einfach ist, Giften als Ursache einer Krankheit auf die Spur zu kommen; hier ist der kompetente Umweltmediziner gefragt. Zudem muss dann noch gefunden werden, um welche Gifte es sich handelt und wo ihre Quelle ist. Würde sich der Arzt bei einer chronischen Erkrankung die Mühe machen, jeweils im Einzelfall die Ursache zu finden, würde sich die Gefährlichkeit der Umweltgifte schnell herausstellen.


[1] Tier-Studie zu Glutamat

  • Jennifer S. Xiong, Debbie Branigan, and Minghua Li: Deciphering the MSG controversy (11.2009)
    Ergebnisse der Studie:
    • Durch Glutamat können die Neuronen je nach Dosis schwellen oder absterben.
    • Es sind nur Neuronen betroffen, nicht die Glia-Zellen.
    • Durch Kochen wird die Toxizität von Glutamat nicht reduziert.
    • Vitamin C schützt vor den Wirkungen von Glutamat.
    • Nach Vorbehandlung der Neuronen mit einer kleinen Dosis Glutamat fallen die Schäden durch eine nachfolgende höhere Dosis geringer aus.

[2] Studie zum Zusammenhang von schlechter Atemluft (Feinstaub) und Stress

  • Huichu Li, Jing Cai, Renjie Chen, Zhuohui Zhao, Zhekang Ying, Lin Wang, Jianmin Chen, Ke Hao, Patrick L. Kinney, Honglei Chen, Haidong Kan:
    Particulate Matter Exposure and Stress Hormone Levels (8.2017)
    Kommentar: Air pollution ups stress hormones, alters metabolism
    Feinstaub führt zu Änderungen des Stoffwechsels und Schädigung der Hormon-Signalisierung innerhalb des Stress-Systems: Stress wird schlechter bewältigt, die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol nehmen zu. Saubere Innenraumluft führte zu rascher Verbesserung der Gesundheit. S. auch Hinweise zu Blei.

[3] Weitere Informationen über Stress

[4] Weitere Informationen zu Elektrosmog

  • Beiträge
    zum Zusammenhang zwischen Schwermetallen, elektromagnetischen Feldern und Autismus als daraus folgender neurologischer Erkrankung
  • Mehrere Studien von Mortazavi et al.: _1_, _2_, _3_, _4_, _5_, _6_.

 

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