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Krankheiten: Ursachen

Chronisch wirksame Umweltgifte verursachen beim gesunden Menschen im Allgemeinen nicht sofort sicht­bare Krankheitssymptome. Das verleitet die Schulmedizin zu der Annahme, Umweltgifte seien generell nicht schädlich, also quasi ungiftig. Es gibt Gründe, warum chronische Giftbelastung zu Erkrankungen führen kann:

  • Kombinationswirkung

    Mehrere Gifte wirken in Kombination; das ist der Normalfall. Die Kombinationswirkung kann stärker sein als die Summe der Wirkungen (Synergie) der einzelnen Gifte, etwa bei Quecksilber in Verbindung mit Blei. Die stärkere Wirkung tritt ein, weil Quecksilber die Entgiftungsfähigkeit des Körpers bis hin zur Zerstörung schädigt und deshalb weniger Blei ausgeschieden wird.

    Bei der Festlegung des Grenzwerts für ein einzelnes Gift wird die zusätzliche Wirkung anderer chronischer Gifte durch einen festen Risikofaktor berücksichtigt. Synergistische Effekte werden nicht berücksichtigt.
  • Giftbelastung während Schwangerschaft oder früher Kindheit [18]

    Die Gifte wirken in besonders sensiblen Lebensphasen ein, etwa während der Schwangerschaft oder früher Kindheit. Gerade in der Schwangerschaft ist der Zeitpunkt (Schwangerschaftswoche) der Gift-Exposition entscheidend für die Wirkung auf den Fötus.

    Während Schwangerschaft (pränatal) und früher Kindheit (postnatal) entwickeln sich allmählich die einzelnen Organe und Körperfunktionen, u.a. das zentrale Nervensystem und das Immunsystem. Giftbelastung verhindert eine normale, gesunde Entwicklung. Es gibt keine Diagnostik, um später beobachtete Körperschäden oder sonstige gesundheitliche Einschränkungen auf Schadstoffe in der Entwicklungsphase zurückzuführen.
  • Freie Radikale [7]
    sind eine besondere Gefahr für die Gesundheit.
    • Was ist das?
      Freie Radikale sind Teile (Bruchstücke) von Molekülen, die sehr aggressiv sind und wegen ihrer heftigen Reaktionsfähigkeit nur kurzzeitig existieren. Am gefährlichsten sind das Superoxid-Anionenradikal O2-, Wasserstoffperoxid (H2O2) und das Hydroxylradikal OH-. Die Sauerstoffverbindungen mit ungepaarten Elektronen sind bestrebt, einem anderen Atom oder Molekül Elektronen zu entreißen. Sie reagieren mit diesen und bilden dabei neue Radikale, die wiederum anderen Substanzen ebenfalls Elektronen entreißen. Es kommt in einer Kettenreaktion zur stetigen Vermehrung der Radikale im Körper. Bei einem Überschuss an freien Radikalen entsteht der schädliche oxidative Stress.

      Andererseits setzt das Immunsystem oxidativen Stress durch Produktion von H2O2 ein, um krank­machende Keime und Körperzellen zu zerstören. Für diese Aktivität benötigt und verbraucht das Immun­system Vitamin C; im Extremfall, in der alternativen Krebs-Therapie, werden 50 ‒ 300 g Vitamin C pro Tag i.v. eingesetzt. Freie Radikale sind also auch im gesunden Körper in begrenztem Umfang erforder­lich. Probleme entstehen, wenn der Körper das Gleichgewicht (Homöostase) zwischen freien Radikalen und Antioxidantien nicht mehr herstellen kann.

      Von besonderer Bedeutung ist der Angriff freier Radikaler auf die Lipide, die Bestandteil der Zell­membranen sind. Es entsteht Lipid-Peroxidation. Folge: die Zellmembranen werden beschädigt und können ihre Funktion als Torwächter nicht mehr ausüben. Mit dieser Funktion wird sichergestellt, dass Nährstoffe in der notwendigen Menge in die Zellen eindringen und nicht mehr benötigte Stoffwechsel­produkte die Zellen verlassen.
    • Wodurch wird die Bildung freier Radikale begünstigt?
      durch alle Umweltgifte, ionisierende und nichtionisierende Strahlung, Mangel an Vitalstoffen bzw. Antioxidantien, durch Stress, durch Verbrennungen (z.B. Sonnenbrand auf der Haut, Einnahme zu heißer Speisen) sowie bei körperlichen Höchstleistungen.
    • Welche Krankheiten entstehen durch freie Radikale?
      Freie Radikale greifen die Zellstrukturen des Körpers an, können sie aber nur dann schädigen oder zerstören, wenn sie überhand nehmen. Geschädigt werden die Zellwände (Zellmembranen), die Innenwände der Blutgefäße (endotheliale Dysfunktion [8]) sowie intrazellulär die Mitochondrien und das Erbgut in der DNA.

      Es können praktisch alle chronischen Krankheiten entstehen oder begünstigt werden: neurologische Krankheiten (Migräne, Depression, CFS, Demenz, Alzheimer, Parkinson, Schizophrenie etc.), Gefäßerkrankungen (Atherosklerose und Bluthochdruck), alle Krebs-Arten, Autoimmunkrankheiten, Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

    • Was kann man dagegen tun?
      Freie Radikale werden durch Antioxidantien neutralisiert. Diese werden durch Stoffwechselvorgänge im Körper produziert und können mit der Nahrung oder als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Wichtige Vitalstoffe, die antioxidativ wirken, sind die Vitamine A, C und E, Zink sowie Bio-Flavonoide. Im gesunden Körper herrscht ein Gleichgewicht aus freien Radikalen und Antioxidantien. Kein Schaden entsteht durch zu viele Antioxidantien.
    • Diagnostik: Wie wird oxidativer Stress erkannt?
      Durch Labormessungen, z.B. durch Messung des Biomarkers Malondialdehyd-modifiziertes LDL (MDA-LDL), kann das Ausmaß von oxidativem Stress bestimmt werden.
    Hinweis:
    In der Schulmedizin gilt es lediglich als unbestätigte Theorie, dass durch freie Radikale und oxidativen Stress Krankheitssymptome entstehen bzw. verstärkt werden.
  • Das Immunsystem [6] des gesunden Menschen versucht, die Gifte loszuwerden. Das gelingt bei man­chen Menschen gut, bei anderen schlecht. Wenn es dem Körper nicht gelingt, die Gifte auszuscheiden, dann werden sie zu einer permanenten Belastung des Immunsystems. Das Immunsystem gerät ggf. an seine Belastungsgrenze, reagiert mit chronischer Entzündung, wird eventuell geschädigt und ist dann mit der Abwehr anderer schädigender Einflüsse überfordert.

    Außer durch Schwermetalle kann eine chronische Giftbelastung auch verursacht werden durch antibakte­rielle Reinigungsmittel und durch Medikamente - Schmerzmittel, Antibiotika, Chemotherapeutika sowie Konservierungs­mittel und Adjuvantien in Impfstoffen.

  • Tierversuche haben gezeigt: durch die Belastung mit einem Umweltgift wird die innere Uhr [5], die circadiane Rhythmik, gestört, und dadurch entsteht eine erhöhte Anfälligkeit für Zivilisationskrankheiten.
  • Körpereigene Engiftung [17]

    Manche Umweltgifte, z.B. Glyphosat, schädigen oder blockieren die körpereigene Engiftung, etwa durch Hemmung des Proteins Cytochrom P450 (CYP) in Phase I oder des Enzyms Glutathion (GSH) in Phase II der Entgiftung.

  • Strahlung

    kann vielfältige Gesundheitsschäden verursachen. Hier finden Sie mehr zu
    Mobilfunk/Elektrosmog, ionisierender Strahlung, Radioaktivität und Röntgen.

  • Einfluss der Sexualhormone auf die Giftwirkung [16]

    Gifte können bei Anwesenheit bestimmter Sexualhormone besonders wirksam sein. Dadurch ist die Wirkung der Gifte unterschiedlich bei Männern und Frauen.

    Beispiel: Testosteron verstärkt die Giftwirkung von Quecksilber, Östrogene schwächen dessen Giftwirkung ab.

  • Einfluss der Gene [15]

    Die Gene (genauer: die genetischen Polymorphismen) eines Menschen könnten es erschweren, dass er die aufgenommenen Gifte wieder ausscheiden kann, so dass sie sich im Körper ansammeln. Hier gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Menschen. Sie werden bei der Festlegung der Grenzwerte durch einen konstanten Faktor pauschal berücksichtigt. Ob der Faktor bei allen Giften und bei allen Menschen ausreicht, wird nicht überprüft. Bei vorliegender Erkrankung wird im Rahmen der Diagnostik nicht überprüft, ob die genetisch bedingte Entgiftungskapazität ausreicht; Entgiftungs-Therapien gibt es in der Schulmedizin nicht.

    Wegen der Speicherung der Gifte im Körper nimmt die Giftbelastung im Laufe des Lebens immer weiter zu. Ältere Menschen tragen mehr Gifte in sich als junge Menschen. Folge: altersbedingte Krankheiten wie Krebs, Demenz, Alzheimer.

  • Warnung:
    Manche Ärzte behaupten, dass alle möglichen Krankheiten, deren Ursachen sie nicht verstehen, familiär oder genetisch bedingt seien, ohne das nachzuweisen. Sie wollen damit lediglich den Patienten veran­lassen, seine Krankheit als schicksalhaft und unvermeidlich hinzunehmen. Patienten sollten sich auf diesen Unsinn nicht einlassen.

  • Ausscheidungsorgane

    Die Organe, die für die Ausscheidung der Gifte zuständig sind - Darm, Leber, Nieren -, könnten nicht optimal funktionieren. Die Fehlfunktion kann durch Giftbelastung verursacht oder verstärkt werden.

  • Impfstoffe
  • Ggf. kommen weitere Krankheitsverursacher hinzu:
    • Stress [3], etwa durch Lärm, ungenügenden Schlaf, psychische Zwangslagen (Probleme im Job oder in der Familie), Ängste, ungewollte Einsamkeit.

      Stress bewirkt höheren Blutdruck, höheren Blutzuckerspiegel ‒ Risikofaktoren für Schlaganfall und Herzinfarkt. Stress verschlechtert die Immunsystem-Abwehr ‒ Risikofaktor für Infektionskrankheiten und Krebs. Stress beschleunigt den Alterungsprozess.

    • ungesunde Ernährung, ungesunde Lebensmittel [9]
      • Fast Food,
      • zu viel Zucker,
      • schlechte Fette, z.B. Transfette, und zu viele Fett,
      • Mangel an Ballaststoffen und Vollwertkost,
      • genetisch veränderte Nahrungsmittel,
      • zu viel Gebratenes und Frittiertes, z.B. Kartoffelchips und Pommes frites,
        denn sie enthalten hohe Mengen an dem krebsverursachenden Acrylamid, zudem viele Transfette,
      • ungesunde bis giftige Zusatzstoffe [1] in der Nahrung,
        z.B. Glutamat, Aspartam oder Sucralose (Süßstoffe), Farbstoffe, Konservierungsmittel, Hormonstörer.
    • Vitalstoffe [14]
      Vitalstoffe sind Vitamine, Mineralien und Bio-Flavonoide. Probleme entstehen bei mangelnder Versorgung und bei erhöhtem Bedarf.
      • Die Mangelversorgung kann bei ungesunder Ernährung (s.o.) oder z.B. durch Erkrankung des Magen-Darm-Traktes entstehen, so dass zu wenige Vitalstoffe aus der Nahrung aufgenommen werden.
      • Der erhöhte Bedarf besteht bei giftbelasteten Menschen, bei Sportlern, bei Menschen mit intensiver Muskelarbeit und bei häufigem Schwitzen, z.B. in der Sauna, in der Schwangerschaft, bei Rauchern, bei psychischem Stress, bei Entgiftungstherapien mit Chelatbildnern und bei älteren Menschen.
      Ein Mangel an Vitalstoffen erhöht die Anfälligkeit des Körpers für Fehlfunktionen und Krankheiten aller Art. Die eindeutige Diagnostik eines Vitaminmangels als Ursache einer Krankheit gelingt nur in wenigen Fällen, z.B. Skorbut bei Mangel an Vitamin C oder Rachitis bei Mangel an Vitamin D. Die Orthomolekulare Medizin beschäftigt sich mit Nutzen und Anwendung von Vitaminen, Mineralien und Bio-Flavonoiden, sei es zur Gesundheitsvorsorge oder zu therapeutischen Zwecken.
    • Mikrobiota, Bakterien, Darmflora [4]

      Fast alle Bakterien nützen dem Menschen; manche sind gar lebensnotwendig. Sie spielen besonders im Darm (Darmflora) eine wichtige Rolle und sollten deshalb pfleglich behandelt werden. Durch probiotische und fermentierte Nahrung werden sie gefördert, durch Umweltgifte, Medikamente (z.B. Antibiotika) und Fast-Food-Produkte der Lebensmittelindustrie werden sie geschädigt.

      Bisher wird bei fast jedem Verdacht auf bakterielle Infektion ein Antibiotikum verschrieben. In der Schulmedizin wird fälschlicherweise vermutet, dass sich die geschädigte Darmflora schnell wieder erholt, wenn das Antibiotikum abgesetzt wird. Zudem ist gut möglich, dass der Darm stärker als zuvor von schädlichen Bakterien besiedelt wird. Wegen der zunehmenden Resistenz der Bakterien gegen Antibiotika werden immer wieder neue Antibiotika entwickelt. Inzwischen zeichnet sich ab, dass die schädlichen Bakterien diesen Wettlauf gegen die nützlichen Bakterien gewinnen.

    • Parasiten (Darmpilze, Borrelien, Würmer)
      lassen sich in einzelnen Organen nieder und erzeugen (neuro-)toxische Stoffwechselprodukte. Ein geschwächtes Immunsystem kann sich nur schlecht gegen die Parasiten wehren. Manchmal sind sogar Antibiotika nicht in der Lage, die Parasiten zu vertreiben. Darmpilze können auch durch Schwermetallbelastung entstehen.
    • Ungesunde Lebens-, Arbeits- und Wohnverhältnisse, etwa durch Gifteinwirkung am Arbeitsplatz, Schimmel an den Wänden, verschmutzte Atemluft [2], Sauerstoffmangel.
    • Mangelnde Bewegung [12]
      Empfehlenswert sind Ausgleichssport und Waldlauf in gesunder Luft; die WHO empfiehlt für Erwachsene pro Woche mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive körperliche Aktivität.
    • Verletzungen, etwa durch Unfälle;
    • Narben, z.B. nach einer Operation;
    • Entzündungen [10]

      sind die erste Verteidigung des Körpers gegen Infektionen. Weitreichende gesundheitliche Probleme entstehen, wenn Entzündungen chronisch werden. Deshalb ist es wichtig, dies zu erkennen, die Ursachen zu finden und zu beheben. Chronische Entzündungen schwächen und belasten das Immunsystem. Sie können verursacht oder begünstigt werden durch

      • chronische Giftbelastung,
      • oxidativen Stress,
      • ungesunde Ernährung,
      • eine ungünstige Darmflora, speziell bei älteren Menschen,
      • Übersäuerung,
      • Schlafmangel,
      und Ursache sein von
      • Krebs,
      • Autoimmunkrankheiten,
      • vielen anderen chronischen Krankheiten.

      Diagnostik
      Folgende Biomarker sind geeignet, eine chronischen Entzündung zu erkennen, und können im Labor mittels Blutprobe gemessen werden:

      • C-reaktives Protein (CRP)
        CRP sind Eiweiße im Blut, deren Blutkonzentrationen im Rahmen entzündlicher (infektiöser und nichtinfektiöser) Erkrankungen ansteigen. Den stärksten Stimulus der Akute-Phase-Reaktion bilden dabei bakterielle Infektionen.
      • Tumornekrosefaktor-α (TNF-α)
        TNF-α ist ein Zytokin des Immunsystems, welches bei lokalen und systemischen Entzündungen beteiligt ist. TNF wird hauptsächlich von Makrophagen ausgeschüttet. Seine wichtigste Funktion ist, die Aktivität verschiedener Immunzellen zu regeln. TNF kann den Zelltod (Apoptose), Zellproliferation, Zelldifferenzierung und Ausschüttung anderer Zytokine anregen. Es löst Fieber aus. Ferner hat es Effekte auf den Fettstoffwechsel, die Koagulation, die Insulinresistenz und die endotheliale Funktion.
      • die Blutsenkungsreaktion
        Bei der Blutsenkungsreaktion ‒ auch als Blutkörperchensenkungsreaktion, Blutkörperchensenkung (BKS), Blutsenkung, Senkungsreaktion (SR), Erythrozytensedimentationsrate (ESR) oder Blutsenkungsgeschwindigkeit bzw. Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) bezeichnet ‒ handelt es sich um ein unspezifisches Suchverfahren bei Verdacht auf entzündliche Erkrankungen oder um einen Labortest zu deren Verlaufsbeurteilung. Entzündliche Erkrankungen, bei denen die Blutsenkungsgeschwindigkeit in der Beurteilung eine große Rolle spielt, sind beispielsweise Autoimmunerkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, Sepsis oder die Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.
      • RANTES
        Regulated And Normal T cell Expressed and Secreted, auch CCL-5 genannt, ist ein Chemokin, also ein Zytokin mit chemotaktischer Wirkung, d.h. es lockt NK-Zellen, Granulozyten, Monozyten und Makrophagen in ein bestehendes Entzündungsgebiet.

      Eine häufig unerkannte Quelle chronischer Entzündungen befindet sich im Kieferknochen: die Fettig degenerative Osteolyse im Kiefer (FDOK), auch NICO (neuralgia inducing cavitational osteonecrosis) oder chronische Kieferostitis genannt. Unerkannt, weil sie mit herkömmlichen bildgebenden Verfahren (Panorama-Röntgenaufnahmen) im Idealfall nur vermutet werden kann und erst durch die Erstellung einer digitalen Volumentomographie (DVT) oder durch Magnetresonanz in Form und Ausdehnung sicher identifiziert wird. Therapie: der Kiefer muss operativ ausgeräumt werden.

      Was hilft gegen chronische Entzündungen?
      • viel Wasser trinken, saubere Luft atmen, gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren (Fischöl), Kurkuma, Vitamin D, Magnesium, Algen, Antioxidantien, Mittelmeer-Diät (viel Obst und Gemüse, Bohnen, Vollkornprodukte, Nüsse, Joghurt, Olivenöl und Fisch, auch Rotwein; weniger rotes Fleisch);
      • als Therapie bei schweren Erkrankungen: Hochdosis Vitamin C;
      • lieber vermeiden:
        allergieauslösende Stoffe, Stress, Zucker, Produkte der Lebensmittelindustrie und Transfette.

      Was sind eigentlich Entzündungen?

      Entzündungen sind eigentlich ein Abwehrmechanismus des Immunsystems, nachdem es Reizstoffe, pathogene Keime oder beschädigte Zellen im Körper gefunden hat. Die Entzündung ist vergleichbar einem Alarmsystem, damit unerwünschte Eindringlinge aus dem Körper entfernt werden. Es handelt sich also um eine natürliche, biologische Antwort der Selbstheilungskräfte des Körpers. Die Entzündung wird chronisch, wenn diese Fremdkörper permanent eindringen oder wenn das Immunsystem keinen Weg findet, die Fremdkörper zu entfernen.

Diese Aufzählung zeigt, dass es nicht einfach ist, einem Umweltgift als Krankheitsursache auf die Spur zu kommen; hier ist der kompetente Umweltmediziner gefragt. Zudem muss dann noch gefunden werden, um welches Gift es sich handelt und wo dessen Quelle ist, damit die weitere Gifteinwirkung gestoppt werden kann. Außerdem ist es wichtig zu wissen, welche reversiblen und irreversiblen Schäden die Gifte im Körper angerichtet haben. Würde sich der Arzt bei einer chronischen Erkrankung die Mühe machen, jeweils im Einzelfall die Ursache zu finden, würde sich die Gefährlichkeit der Umweltgifte schnell herausstellen.


[1] Informationen und Studien zu Nahrungsmittel-Zusatzstoffen

[2] Informationen und Studien zu Schadstoffen (Feinstaub etc.) in der Atemluft

[3] Weitere Informationen und Studien zu Stress

[4] Studien und Informationen zur Mikrobiota, Bakterien, Darmflora

  • Franz Daschner: Wir fürchten und wir brauchen sie (6.2008)
    99,99999 und noch mehr Prozent der Bakterien in uns, auf uns und um uns herum sind gute Bakterien.
    Prof. Dr. Franz Daschner war 1992 - 2006 Direktor des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene in Freiburg.
  • Zentrum der Gesundheit: Wie Sie nach Antibiotika Ihre Darmflora wieder aufbauen (7.2019)
  • Les Dethlefsen, Sue Huse, Mitchell L Sogin and David A Relman:
    The Pervasive Effects of an Antibiotic on the Human Gut Microbiota, as Revealed by Deep 16S rRNA Sequencing (11.2008)

    Antibiotika schädigen die Darmflora nachhaltig. Am Beispiel des Antibiotikums Ciprofloxacin wird gezeigt, dass für die Mehrzahl der geschädigten Bakterien der frühere Zustand innerhalb von 4 Wochen nach Ende des Antibiotika-Einsatzes wieder hergestellt wurde. Einige Bakterienstämme hatten sich jedoch auch nach 6 Monaten nicht erholt.

  • Laura J Shallcross: Antibiotic overuse: a key driver of antimicrobial resistance (12.2014)

    Der breite Einsatz von Antibiotika führte in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Zunahme der Lebenserwartung um rund 20 Jahre; sie ermöglichten bis dahin unmögliche medizinische Techniken und Therapien. Aber nach jeder Einführung eines Antibiotikums folgte die Resistenz der Bakterien dagegen. Die Anzahl der Pharma-Unternehmen, die Antibiotika entwickeln, fiel in den letzten 20 Jahren von 18 auf nur noch vier. Krankenhäuser sind die bedeutendsten Brutstätten resistenter Bakterien. In der Intensiv-Tierhaltung werden Antibiotika als Ersatz für Hygiene eingesetzt.

  • Caroline J. K. Wallace and Roumen Milev:
    The effects of probiotics on depressive symptoms in humans: a systematic review (2.2017)
    Kommentar: Can probiotics help treat depression and anxiety?

    Der Darm hat sein eigenes Nervensystem, in dem viele von denselben Neurotransmittern wie im Gehirn, etwa Acetylcholin und Serotonin, produziert werden. Sie sind wichtig für die Darmbeweglichkeit; zu wenig oder zu viel kann zu Verstopfung oder Durchfall führen. Die Studie ergab, dass Stimmung, Ängste und Wahrnehmungsfähigkeit durch Probiotika positiv beeinflusst werden können.

  • Albert Palleja, Kristian H. Mikkelsen, Sofia K. Forslund, Alireza Kashani, Kristine H. Allin, Trine Nielsen, Tue H. Hansen, Suisha Liang, Qiang Feng, Chenchen Zhang, Paul Theodor Pyl, Luis Pedro Coelho, Huanming Yang, Jian Wang, Athanasios Typas, Morten F. Nielsen, Henrik Bjorn Nielsen, Peer Bork, Jun Wang, Tina Vilsbøll, Torben Hansen, Filip K. Knop, Manimozhiyan Arumugam & Oluf Pedersen:
    Recovery of gut microbiota of healthy adults following antibiotic exposure, auch hier: _1_ _2_ (10.2018)

    Kommentar: The composition of gut bacteria almost recovers after antibiotics

    Nach Antibiotika-Gabe erholten sich fast alle Bakterien bis auf 9 innerhalb von 6 Wochen; diese 9 Bakterien tauchten auch nach 6 Monaten nicht wieder auf.

  • Mireia Valles-Colomer, Gwen Falony, Youssef Darzi, Ettje F. Tigchelaar, Jun Wang, Raul Y. Tito, Carmen Schiweck, Alexander Kurilshikov, Marie Joossens, Cisca Wijmenga, Stephan Claes, Lukas Van Oudenhove, Alexandra Zhernakova, Sara Vieira-Silva & Jeroen Raes:
    The neuroactive potential of the human gut microbiota in quality of life and depression (2.2019)

    Nach Überprüfung von über 500 Bakterien, die im menschlichen Darm wohnen, stellte sich heraus, dass Menschen mit Depressionen Mangel an 2 Bakterien haben: Dialister und Coprococcus ‒ auch die Patienten, die Antidepressiva nehmen

  • Spiegel: Wie Bakterien im Darm unsere Gesundheit beeinflussen (10.2018)
    Interview mit Stephan C. Bischoff, Direktor des Instituts für Ernährungsmedizin an der Universität Hohenheim in Stuttgart.

[5] Studien und Informationen zur circadianen Rhythmik

[6] Informationen und Studien zur Schädigung des Immunsystems

  • Irina Lehmann:
    Umweltschadstoffe als Adjuvanzien und Co-Faktoren einer immunologischen Erkrankung, auf englisch (7.2017)

    Umweltschadstoffe können [...] Störungen auslösen, indem sie die Funktion von Zellen des Immunsystems so modifizieren, dass diese entweder übersensibel auf Allergene oder körpereigene Strukturen reagieren oder Pathogene nicht mehr adäquat bekämpfen können. Eine derartige indirekte Wirkung bezeichnet man auch als einen adjuvanten Effekt.

    Um zu verhindern, dass in dieser hochsensiblen Phase der frühen Kindheit Krankheitsrisiken unter dem Einfluss von Umweltbelastungen geprägt werden, sind Kinder deshalb besonders zu schützen. Ist das bekannt, wenn einem Kleinkind zusammen mit einem Impfstoff ein Gift-Coctail injiziert wird?

[7] Informationen und Studien zu freien Radikalen und oxidativem Stress

[8] Informationen und Studien zur endothelialen Dysfunktion
Das Endothel ist die Innenwand der Blut- und Lymphgefäße. Dysfunktion bedeutet: dort ist ein Defekt. Ein weit verbreiteter Defekt: die Regulierung des Gefäß-Querschnitts mittels Stickstoffmonoxid (NO) funktio­niert nicht. NO bewirkt, dass die Gefäße sich entspannen, also weiter werden. Mögliche Ursachen der endothelialen Dysfunktion: zu viele freie Radikale sind im Blut, zu viele Umweltgifte wurden in die Gefäß­wände eingelagert, zu wenige Vitalstoffe, z.B. Vitamin C, sind vorhanden. Folge: chronische Entzündung der Gefäßwände; danach entstehen die Symptome der endothelialen Dysfunktion: Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin, Atherosklerose.

In den nachfolgenden Verweisen werden Hintergründe zur endothelialen Dysfunktion näher erläutert. Leider werden Umweltgifte als Ursache häufig nicht erwähnt.

[9] Informationen und Studien zu ungesunder Ernährung

[10] Informationen und Studien zu chronischer Entzündung

Achtung:
radioaktive Strahlung

[12] Informationen und Studien zu körperlicher Aktivität

[14] Informationen und Studien zu Mangel an Vitalstoffen als Krankheitsursache

[15] Informationen und Studien zur Genetik des Menschen im Zusammenhang mit Krankheitsursachen

  • amalgam-informationen.de: Entgiftung und genetische Disposition
  • Edward D. Levina, Michael Aschner, Ulrike Heberlein, Douglas Ruden, Kathleen A. Welsh-Bohmer, Selena Bartlett, Karen Berger, Lang Chen, Ammon B. Corl, Donnie Eddins, Rachael French, Kathleen M. Hayden, Kirsten Helmcke, Helmut V.B. Hirsch, Elwood Linney, Greg Lnenicka, Grier P. Page, Debra Possidente, Bernard Possidente and Annette Kirshner:
    Genetic aspects of behavioral neurotoxicology (9.2009)

    In Einzelbeiträgen, die auf einer Fachtagung gehalten worden waren, wird erläutert, wie durch das Zusammenwirken von Genen und Umweltgiften die Psyche beeinflusst und verändert wird.

[16] Informationen und Studien zum Zusammenhang von Umweltgiften und Sexualhormonen

  • Bernard Weiss: Same sex, no sex, and unaware sex in neurotoxicology (9.2010)

    Der Autor gibt einen Überblick über den Zusammenhang von Sexualhormonen und der Wirkung neurotoxischer Substanzen.

  • Bernard Weiss: The intersection of neurotoxicology and endocrine disruption (2012)

    An einzelnen Beispielen ‒ Phthalate, die wie Anti-Androgene wirken, und Bisphenol A, das wie Östrogen wirkt, ‒ wird gezeigt, wird gezeigt, wie schwierig die Beurteilung der Gifte als Hormonstörer ist. Diese beiden Gifte beeinflussen die Entwicklung des Gehirns bei Knaben und Mädchen in unterschiedlicher Weise.

[17] Informationen und Studien zur körpereigenen Engiftung

[18] Informationen und Studien zur Giftbelastung während Schwangerschaft oder früher Kindheit

 

Weitere Informationen zu Krankheitsursachen:

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