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Politische Aktionen

April 2018  ̶  2. Strategietagung: Amalgam in Deutschland beenden

Die IG Umwelt Zahn Medizin veranstaltete am 23.4.2018 in Berlin eine weitere Tagung, um die Umsetzung des Amalgamverbots zu beraten. An dem Gespräch nahmen Bundestagsabgeordnete, Zahnärzte und ein Vertreter der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) teil.

November 2017  ̶  Strategietagung: Amalgam-Einsatz in der EU beenden

Die World Alliance for Mercury Free Dentistry und die IG Umwelt Zahn Medizin veranstalteten am 20.-21.11.2017 in Berlin eine internationale Strategietagung, auf der darüber beraten wurde, wie der Einsatz von Amalgam als Zahnfüllmaterial möglichst bald beendet werden kann.


Stefan Eck

Nachdem der Minamata-Vertrag 2013 weltweit unterzeichnet, in diesem Jahr von der EU ratifiziert worden und in Kraft getreten ist, ergibt sich die Chance, dass den Zahnärzten das Quecksilber allmählich aus der Hand genommen wird. Entscheidend für den Erfolg ist, dass wichtige Verbündete in der Politik dieses Ziel unterstützen. Da ist zunächst Stefan Eck zu nennen, Mitglied des Europäischen Parlaments und dort Mitglied im Umwelt­ausschuss. Er hat in Brüssel die Verschärfung der Regeln erkämpft, die nun ‒ über den Minamata-Vertrag hinaus ‒ in der EU gelten, und nahm an der Tagung in Berlin teil.

Weitere Teilnehmer: Florian Schulze, Leiter der IG Umwelt Zahn Medizin, Berlin, hatte die Tagung organisiert. Charly Brown, der Präsident der World Alliance for Mercury Free Dentistry, kam aus Washington und Elena Lymberidi-Settimo, die Koordinatorin der Quecksilber-Politik im EU-Umweltbüro, aus Brüssel; Vertreter von nationalen und internationalen Patienten-, Ärzte- und Umweltverbänden, aus Deutschland (u.a. BBFU e.V.), Polen, Schweden, Serbien und Spanien.

Zur Klärung, wie die EU-Verordnung in Deutschland umgesetzt werden kann, berieten Vertreter von Bundes­gesundheitsministerium, Krankenkassen, Zahnärzteverbänden, Patienten und Wissenschaftlern am Runden Tisch die verschiedenen Optionen.

Weitere Informationen:

Oktober 2016  ̶  EU-Umweltausschuss: Amalgam nur noch bis 2022

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments fordert nach monatelangen Beratungen von der EU-Kommission: den Minamata-Vertrag ratifizieren, aber die dort formulierten Einschränkungen des Amalgam-Einsatzes verschärfen. Amalgam soll nur noch bis 2022 erlaubt sein. Viele Nicht-Regierungs-Organisationen, auch der BBFU, unterstützen den Beschluss des Umweltausschusses in einem Brief.

Nachtrag:
Im November 2016 hat das EEB mit weiteren Briefen an die Gesundheits- und Umwelt-Minister der EU sowie an die EU Kommission noch einmal nachgelegt. EU-Parlament, -Kommission und -Rat haben sich dann geeinigt - leider nicht auf die Forderung des Umweltausschusses. Am 17.5.2017 hat die EU-Kommission eine Quecksilber-Verordnung herausgegeben und einen Tag später den Minamata-Vertrag ratifiziert. Die Einzelheiten und weitere Informationen zum Minamata-Vertrag und zur Abstimmung in der EU finden Sie auf amalgam-informationen.de.

Dezember 2015  ̶  EU muss endlich Minamata-Vertrag ratifizieren

Im Oktober 2013 ging die EU voran bei der Unterzeichnung des Minamata-Vertrags, mit dem weltweit Handel und Nutzung von Quecksilber verboten oder zumindest reduziert werden. Aber der Vertrag kann erst nach Ratifizierung durch 50 Staaten in Kraft treten. Deshalb müssen die EU und ihre Mitgliedstaaten schnellstens den Vertrag ratifizieren. Das fordern über 80 Organisationen, darunter der BBFU, in Briefen an

Im Vertrag konnten zum Quecksilbereinsatz in der Zahnmedizin, d.h. zu Amalgam, nur Minimalforderungen  ̶  gegen die Lobbyarbeit des Weltzahnärzteverbands FDI  ̶  durchgesetzt werden. In den Briefen werden die EU und ihre Mitgliedsstaaten aufgefordert, deutlich darüber hinauszugehen und den Quecksilbereinsatz in der Zahnmedizin vollständig zu beenden, da Alternativen ohne Quecksilber seit langem verfügbar sind.

2010-2012  ̶  Arbeit an der Quecksilber-Strategie der EU

Die EU hatte das Beratungsunternehmen bioIS mit der Erstellung der Stategie beauftragt. Der BBFU wurde eingeladen, daran mitzuarbeiten; hier finden Sie die Dokumente

2010  ̶  Der Patientenbeauftragte will nicht über Amalgam reden

Nachdem die Bundesregierung 2004 das Amt des Patientenbeauftragten geschaffen hatte, gab es neue Hoffnungen für einen Ansprechpartner im Fall Amalgam. Der Umweltmediziner Dr. Joachim Mutter startete am 1.8.2009 einen Offenen Brief an die damalige Patientenbeauftragte Helga Kühn-Mengel. Nach der Bundes­tagswahl im Herbst 2009 versuchte der BBFU, mit dem neu ernannten Wolfgang Zöller ins Gespräch zu kommen:

  • Am 24.11.2009 macht der BBFU Zöller auf das Thema Amalgam aufmerksam, was leider abgewiesen wird.
  • Am 20.10.2010 wird per Eintrag in das Online-Kontaktformular des Patientenbeauftragten um einen Gesprächstermin gebeten:
    Wir, der Vorstand der Selbsthilfegruppe BBFU e.V., würden gerne ein Gespräch über den Amalgam-Einsatz in der Zahnmedizin mit Ihnen führen und dabei ausloten wollen, welche Chancen Sie für ein Amalgam-Verbot sehen. Frau Stöckl aus unserem Vorstand hatte dazu bereits telefonischen Kontakt mit Herrn Zöller und Herrn Kronauer aufgenommen.
    Bitte nennen Sie uns einen Gesprächstermin, nach Möglichkeit (wegen der kürzeren Anreise) in Ihrem Wahlkreis.
  • Statt eines Gesprächstermins erhält der BBFU eine Darstellung des Themas (Schreiben vom 4.11.2010) aus Sicht der Bundesregierung.
  • Die Antwort des BBFU (9.11.2010) bleibt dann leider ohne Reaktion.

1995  ̶  Wissenschaftliches Amalgam-Hearing

BBFU und PAIN Essen gestalten ein wissenschaftliches Amalgam-Hearing. Sehen Sie sich das Protokoll eines wichtigen Tages an!

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