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Politische Aktionen

Oktober 2016  ̶  EU-Umweltausschuss fordert: Amalgam nur noch bis 2022

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments fordert nach monatelangen Beratungen von der EU-Kommission: den Minamata-Vertrag ratifizieren, aber die dort formulierte Amalgam-Regelung verschärfen. Amalgam soll nur noch bis 2022 erlaubt sein.

Das Europäische Umweltbüro (EEB) berichtet darüber. Viele Nicht-Regierungs-Organisationen, auch der BBFU, unterstützen den Beschluss des Umweltausschusses in einem Brief.

Nachtrag:
Im November 2016 hat das EEB mit weiteren Briefen an die Gesundheits- und Umwelt-Minister der EU sowie an die EU Kommission noch einmal nachgelegt. EU-Parlament, -Kommission und -Rat haben sich inzwischen geeinigt - leider nicht auf die Forderung des Umweltausschusses. Die Einzelheiten und weitere Informationen zum Minamata-Vertrag und zur Abstimmung in der EU finden Sie auf amalgam-informationen.de.

Dezember 2015  ̶  EU muss endlich Minamata-Vertrag ratifizieren

Im Oktober 2013 ging die EU voran bei der Unterzeichnung des Minamata-Vertrags, mit dem weltweit Handel und Nutzung von Quecksilber verboten oder zumindest reduziert werden. Aber der Vertrag kann erst nach Ratifizierung durch 50 Staaten in Kraft treten. Deshalb müssen die EU und ihre Mitgliedstaaten schnellstens den Vertrag ratifizieren. Das fordern über 80 Organisationen, darunter der BBFU, in Briefen an

Im Vertrag konnten zum Quecksilbereinsatz in der Zahnmedizin, d.h. zu Amalgam, nur Minimalforderungen  ̶  gegen die Lobbyarbeit des Weltzahnärzteverbands FDI  ̶  durchgesetzt werden. In den Briefen werden die EU und ihre Mitgliedsstaaten aufgefordert, deutlich darüber hinauszugehen und den Quecksilbereinsatz in der Zahnmedizin vollständig zu beenden, da Alternativen ohne Quecksilber seit langem verfügbar sind.

2010  ̶  Der Patientenbeauftragte will nicht über Amalgam reden

Nachdem die Bundesregierung 2004 das Amt des Patientenbeauftragten geschaffen hatte, gab es neue Hoffnungen für einen Ansprechpartner im Fall Amalgam. Der Umweltmediziner Dr. Joachim Mutter startete am 1.8.2009 einen Offenen Brief an die damalige Patientenbeauftragte Helga Kühn-Mengel. Nach der Bundestagswahl im Herbst 2009 versuchte der BBFU, mit dem neu ernannten Wolfgang Zöller ins Gespräch zu kommen:

  • Am 24.11.2009 macht der BBFU Zöller auf das Thema Amalgam aufmerksam, was leider abgewiesen wird.
  • Am 20.10.2010 wird per Eintrag in das Online-Kontaktformular des Patientenbeauftragten um einen Gesprächstermin gebeten:
    Wir, der Vorstand der Selbsthilfegruppe BBFU e.V., würden gerne ein Gespräch über den Amalgam-Einsatz in der Zahnmedizin mit Ihnen führen und dabei ausloten wollen, welche Chancen Sie für ein Amalgam-Verbot sehen. Frau Stöckl aus unserem Vorstand hatte dazu bereits telefonischen Kontakt mit Herrn Zöller und Herrn Kronauer aufgenommen.
    Bitte nennen Sie uns einen Gesprächstermin, nach Möglichkeit (wegen der kürzeren Anreise) in Ihrem Wahlkreis.
  • Statt eines Gesprächstermins erhält der BBFU eine Darstellung des Themas (Schreiben vom 4.11.2010) aus Sicht der Bundesregierung.
  • Die Antwort des BBFU (9.11.2010) bleibt dann leider ergebnislos.

1995  ̶  Wissenschaftliches Amalgam-Hearing

BBFU und PAIN Essen gestalten ein wissenschaftliches Amalgam-Hearing. Sehen Sie sich das Protokoll an!

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