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Newsletter von April 2020

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

vielleicht geht es Ihnen wie mir: man sieht, liest und hört in den Nachrichten fast nur noch das Thema Corona und fühlt sich allmählich übersättigt, und es geht fast ausschließlich um die Statistiken und um die Maßnahmen der Regierung, mit denen die Ausbreitung eingedämmt wird. Damit es nicht falsch verstanden wird: generell machen Bundesregierung und die Landesregierungen einen guten Job, die Statistik-Daten machen einen guten Eindruck und die Bevölkerung akzeptiert weitgehend die Maßnahmen, auch wenn von vielen ungeduldig ein Ende der Einschränkungen gefordert wird. Wichtig für gute Entscheidungen dürfte die Verbesserung der Datenbasis durch massive Ausweitung der Corona-Tests sein. In diesem Newsletter soll es u.a. um Aspekte gehen, die in den Nachrichten etwas zu kurz kommen.

1. Corona

1.1 Wie schütze ich mich?

Mein Verständnis des Infektionsgeschehens ist so: wenn ein Mensch das Corona-Virus aufgefangen hat, dann bleibt er dauerhaft oder 3 bis 10 Tage ohne Symptome. In dieser Anfangsphase bekämpft das angeborene Immunsystem das Virus, bei den meisten Menschen (rund 80%) mit Erfolg, bei weiteren ca. 15% mit leichten Symptomen. Wenn das Immunsystem diesen Kampf verliert, dann dringt das Virus in die Tiefen der Lunge vor; wenn der Patient überlebt, bilden sich Antikörper, die ihn bei der nächsten Viren-Attacke schützen.

Da alle Menschen bisher, d.h. aus der Zeit vor der Pandemie, keine SARS-CoV-2-Antikörper haben, kommt es darauf an, dass das Immunsystem hochleistungsfähig und voll funktionstüchtig ist und das Virus zu einem frühen Zeitpunkt zerstört. Das kann über Leben und Tod entscheiden. Wer so denkt, für den stellen sich 2 Fragen:

  • in welchem Zustand ist mein Immunsystem? Das wäre eine Frage an Ihren Arzt.
  • bei schlechtem Zustand: was kann ich zur Verbesserung meines Immunsystems beitragen?

Leider werden diese Fragen und die zugehörigen Antworten in der Presse kaum behandelt. Deshalb sollen hier einige Empfehlungen folgen.

Das Immunsystem wird gestärkt durch

  • möglichst gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralien, z.B. Vitamin C, Vitamin D und Zink,
  • möglichst gute Versorgung mit sekundären Pflanzenrohstoffen, Bioflavonoiden, wie sie in frischem Obst und Gemüse reichlich zu finden sind: Zitrusfrüchte, Knoblauch, Ingwer, Brokkoli, Pilze,
  • ausreichend Flüssigkeit (Wasser, Tee etc.), Schlaf und körperliche Bewegung.

Das Immunsystem wird geschwächt durch

Forschungen haben inzwischen ergeben, dass das Corona-Virus die Körperzellen über den ACE2-Rezeptor angreift, sei es in der Lunge, in den Blutgefäßen oder anderen Organen. Durch Vorschädigungen, z.B. bei der Lunge durch Zigarettenrauch, verschlechtert sich die Heilungsprognose deutlich. Zudem haben Raucher einen größeren Mangel an den Vitaminen C und D. Auch neurologische Symptome werden durch das SARS-CoV-2-Virus verschlimmert. Leider ist bisher nicht sicher, ob Patienten, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben, auch wirklich Antikörper gebildet haben und dadurch vor weiteren Infektionen geschützt sind. Große Hoffnungen werden deshalb in künftige Antikörper-Tests gesetzt, weil positiv-getestete Personen keine Ansteckung mehr befürchten müssten. Und sie könnten bei Bestätigung der Immunität auch mit Personen aus den Risikogruppen engen Kontakt haben, da sie nicht mehr als Überträger einer Infektion in Frage kämen.

1.2 Wie geht es weiter?

Anfangs hieß es, dass es nur darum gehe, die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Pandemie zu reduzieren. Bei der aktuellen Diskussion um das Ende der Ausgangsbeschränkungen ist davon nicht mehr die Rede. Denn sobald man die Beschränkungen lockere, gehe die Virus-Reproduktionsrate ‒ z.Zt. um 1,0 ‒ wieder steil nach oben. Jetzt erklärt das Robert-Koch-Institut (RKI), dass es auf die Reproduktionsrate ankommt: sie müsse so weit abgesunken (auf Werte unterhalb 0,3) sein, dass eine Nachverfolgung der Infektionsketten möglich ist. Auch wird öfter gesagt, erst ein Medikament oder ein Impfstoff bringe die Lösung des Problems. Das kann aber noch Jahre dauern. Der Leiter des Paul-Ehrlich-Instituts freut sich zwar über den Beginn erster Impfstoff-Tests. Aber nach Meinung des RKI ist es ungewiss, ob und wann jemals ein Impfstoff zur Verfügung stehen wird.

Die Skepsis ist berechtigt: wegen der Virus-Interferenz könnte die Immunisierung gegen das eine Virus (z.B. Grippe) die Immunisierung gegen ein anderes Virus (z.B. Corona) verhindern. Sehr problematisch wäre es auch, wegen der Eilbedürftigkeit die Impfstoff-Tests zu verkürzen ‒ Nutzen und Nebenwirkungen blieben unklar und die Impfstoff-Sicherheit wäre ggf. nicht gewährleistet. Experten sprechen vom frühestmöglichen Einsatz in 18 Monaten, aber die bisherigen Erfahrungen ergeben für Impfstoffe eine Entwicklungszeit bis zu 17 Jahren. Hinzu käme die Möglichkeit von Virus-Mutationen, die vielleicht eine ständige Anpassung des Impfstoffs erforderlich machen würden.

Auf der Suche nach einem Medikament gegen Covid-19 läuft parallel eine Vielzahl von Projekten, seien es Medikamente, die schon für andere Indikationen zugelassen sind und bei denen nun der Nutzen gegen Covid-19 nachzuweisen ist, oder völlig neu zu entwickelnde Medikamente, bei deren Zulassung auch die Risiken eine entscheidende Rolle spielen. Der Zeitbedarf ist nur schwer abzuschätzen.

Daraus ergibt sich, dass man für eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen nicht auf einen Impfstoff warten sollte; bliebe die Hoffnung auf ein Medikament. Während vor 2-3 Monaten noch von einem Zeithorizont bis Mai 2020 die Rede war, werden wir nun öfter aufgefordert, uns auf eine lange Zeit der Beschränkungen einzustellen; von den Verantwortlichen wird manchmal das Jahr 2022 genannt.

1.3 Wo kommt das Virus her?

Im Newsletter vom Februar wurden Überlegungen zur Herkunft des Virus angestellt. An der Möglichkeit, dass das Virus nicht vom Fischmarkt in Wuhan (China), sondern vom nahegelegenen Hochsicherheits-Labor stammt, hat sich inzwischen nichts geändert. Allerdings bemühen sich die offiziellen Stellen sehr, die Labor-These aus der Welt zu schaffen: die WHO vermutet tierischen Ursprung, und fast alle Regierungen, besonders die chinesische, sowie viele Forscher schließen sich dieser Deutung an. Auch die Studie The proximal origin of SARS-CoV-2 ergibt, dass die Labor-These wenig wahrscheinlich sei, aber nicht ausgeschlossen werden könne. Die im Februar-Newsletter genannte indische Studie ist bisher offenbar die einzige, in der das Virus-Genom näher betrachtet wurde. Darin kommen die Autoren zum Ergebnis, dass die Herkunft aus einem Labor wahrscheinlicher sei als der tierische Ursprung.

2. Studie von Siblerud und Mutter über Quecksilber als Ursache von Alzheimer

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Alzheimer und Quecksilber als Ursache? Dazu wurde im Dezember 2019 eine neue Studie veröffentlicht:

A Hypothesis and Evidence That Mercury May be an Etiological Factor in Alzheimer’s Disease
von Robert Siblerud, Joachim Mutter, Elaine Moore, Johannes Naumann und Harald Walach.

Die Autoren beschreiben 70 Faktoren, die in Alzheimer-Patienten als Krankheits-Merkmale identifiziert wurden. Es überraschte, dass alle diese Faktoren auch als Symptome einer Körperschädigung durch Quecksilber bekannt sind; das wird jeweils durch Nennung der jeweiligen Studie(n) unterstützt. Zu diesen Faktoren gehören zunächst die bekannten Alzheimer-Symptome wie Beta-Amyloide, Tau-Proteine und Neurofibrillen, aber auch Schäden an Neurotransmittern, Enzymen und Entzündungsmediatoren, die alle sowohl kennzeichnend für chronische Quecksilbervergiftung als auch für Alzheimer sind. Ergebnis: es ist sicher, dass Alzheimer durch Quecksilber verursacht werden kann. In der Medizin gibt es jedoch keine Diagnostik, mit der die Ursache einer Alzheimer-Erkrankung am lebenden Menschen gefunden wird. Es bleibt unverständlich, warum der Zusammenhang zwischen Alzheimer und Quecksilber in der etablierten Medizin weiterhin ignoriert wird.

Link: Alzheimer als Ursache von Quecksilber.

3. Darm ‒ Mikrobiom ‒ chronische Entzündungen

Entzündungen sind die erste Verteidigung des Körpers gegen Infektionen. Weitreichende gesundheitliche Probleme entstehen, wenn Entzündungen chronisch werden. Deshalb ist es wichtig, eine chronische Entzündung zu erkennen, die Ursachen zu finden und zu beheben. Das ist nicht leicht: für den Patienten wird sich das Problem meistens durch chronische Schmerzen bemerkbar machen. Möglicherweise liegt der Kern des Problems aber in einem Bereich, der keine besonderen Schmerzen verursacht, etwa im Kieferknochen (NICO) oder im Darm (z.B. Leaky-Gut-Syndrom). Schulmedizinisch denkende Ärzte sind an dieser Stelle überfordert, halten die Existenz chronischer Entzündungen ggf. für Scharlatanerie und wollen allenfalls die entstandenen Symptome mit chemisch-pharmazeutischen Mitteln verringern, was aber das Kernproblem möglicherweise verschärft.

Auf bbfu.de finden Sie inzwischen eine umfangreiche Sammlung an Informationen und Studien, die auch auf Entzündungen in den verschiedenen Körperregionen eingehen, besonders

Die Diagnostik kann aufwändig und langwierig sein; manchmal dauert es Jahre, bis das Vorhandensein einer Entzündung überhaupt entdeckt wird. Wenn der Patient Glück und einen kundigen Therapeuten hat, dann wird die Therapie die Ursache der Entzündung beseitigen. Wenn das dafür erforderliche Spezialwissen über Entzündungsmediatoren, Stoffwechselstörungen, Entgiftungsmethoden, Enzyme und Neurotransmitter nicht verfügbar ist, kann der Patient dennoch versuchen, durch gesunde Lebensweise seine Gesundheit zu verbessern:

  • chronische Gifte und Elektrosmog meiden,
  • Produkte der Lebensmittelindustrie meiden,
  • anti-entzündliche Ernährung mit Bio-Lebensmitteln, Kräutern und Gewürzen, vegetarische Kost (Obst, Gemüse) bevorzugen,
  • gute Versorgung mit Vitalstoffen, also Vitaminen, Mineralien und Bio-Flavonoiden,
  • Übersäuerung durch basische Kost vermeiden,
  • oxidativen und nitrosativen Stress vermeiden,
  • regelmäßig körperliche Bewegung,
  • ausreichend viel trinken,
  • gute Luft atmen, ausreichend Schlaf, (möglichst) wenig Stress.

Wer gesund bleiben und chronische Krankheiten und chronische Entzündungen von vornherein vermeiden will, würde sich ebenfalls an dieser Lebensweise orientieren. Allerdings muss einschränkend gesagt werden: falls eine Belastung durch Parasiten (Pilze, Würmer, Borrelien usw.) vorliegt, genügt das alles nicht, sondern es hilft nur eine konsequente, auf die Parasiten abzielende Therapie.

4. Zivilgesellschaft ist gemeinnützig

Vereine wie der BBFU e.V. wollen nicht nur Patienten helfen sowie Menschen, die gesund bleiben wollen, sondern auch in Gesellschaft und Politik hineinwirken, damit die Bedingungen für eine gute Gesundheit sich verbessern. Diese ehrenamtlich arbeitenden Vereine bilden ein notwendiges Gegengewicht zum Einfluss der Lobbygruppen, die für gesundheitsschädliche Produkte und Dienstleistungen im Einsatz sind. Nun vertritt der Bundesfinanzminister die Ansicht, dass Vereine keine politischen Forderungen stellen dürfen, andernfalls sie ihre steuerliche Bevorzugung (Abzugsfähigkeit von Mitgliedsbeiträgen und Spenden) verlieren. Die Lobbygruppen, die generell einen besseren, professionellen Zugang zur Politik haben, haben Ähnliches nicht zu befürchten.

Bitte unterstützen Sie mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen den Appell der Allianz Rechtssicherheit für politische Willensbildung: die steuerliche Gemeinnützigkeit muss erhalten bleiben!
https://www.zivilgesellschaft-ist-gemeinnuetzig.de/.

Bitte unterzeichnen Sie die Petition!

Wir danken der DGUHT für den Hinweis auf diese Initiative.

Bleiben Sie gesund!
Ihr Reinhard Lauer

BBFU e.V.
Bundesverband der Beratungsstellen für Umweltgifte, insbesondere Amalgam, Schwermetalle und Holzschutzmittel e.V.


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2.2020 7.2020

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7.2020

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Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
12.2019

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6.2019

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Berufsgenossenschaft
11.2018

Blei
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BZÄK
5.2019

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Coronavirus
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Elektrosmog
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Gutachter
11.2018

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Mikrobiom
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NICO
7.2020

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Parkinson
7.2018

Patienten-Berichte
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PCB
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Phthalate
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Psychiatrisierung
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Quecksilbervergiftung
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Quecksilber am Arbeitsplatz
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Reichl, Prof.
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Schildddrüse
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Umweltmedizin
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