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Newsletter von Juni 2019

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

1. Aspartam und Glyphosat blockieren die Glutathion-Bildung

Viele Umweltgifte zeichnet eine Besonderheit aus: sie werden unbemerkt vom Körper aufgenommen, gespeichert und verursachen anfangs keine Symptome. Wenn die Symptome kommen, hat der Mensch größte Mühe, die Ursache zu finden und die Gifte aus seinem Körper wieder loszuwerden. Dabei muss selbstverständlich jeder Stoff, jede Chemikalie nach eigenen Regeln behandelt werden. Leider gibt es kein gut funktionierendes Entgiftungssystem, das die unnötigen und schädlichen Stoffe vollständig aus dem Körper entfernt; zudem ist die Entgiftungsfähigkeit bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Wichtigstes Enzym für die Giftausscheidung ist Glutathion: wenn Ihr Körper das Enzym fleißig produziert und einsetzt, sind Sie fein raus. Wenn nicht, sammeln sich immer mehr Umweltgifte im Körper an, bis es irgendwann zu massiven, ggf. irreparablen Schäden kommt.

Glutathion ist ein starkes Antioxidans: es verhindert Zellschäden durch „freie Radikale“ und Lipidperoxidation. Und das Beste ist: es wird vom Körper selbst erzeugt. Wenn Sie gesund bleiben wollen, sollten Sie Ihren Körper dabei unterstützen. Unter diesen Links finden Sie mehr dazu:

Glutathion-S-Transferase, Glutathion in der Therapie, Links und Studien

Einige Umweltgifte wirken im Körper besonders tückisch: sie blockieren die Glutathion-Bildung. Dann verschlechtert sich Ihre Entgiftungsfähigkeit; der Gesundheitsschaden entsteht möglicherweise durch ein völlig anderes Umweltgift, oder anders gesagt: mehrere Umweltgifte wirken synergistisch. Die Gifte wirken zusammen stärker als man vermutet: das eine Umweltgift schädigt, weil es giftig ist, und das andere, weil es die Entgiftung blockiert. Das ist etwa so, als würden Sie von 2 Straßenräubern überfallen: der eine hält Sie fest, während der andere Ihnen die Geldbörse abnimmt. Beispiele:

Aspartam
Synthetische Süßstoffe werden von vielen Menschen genutzt, die sich wegen der Schädlichkeit von zu viel Zucker und wegen der Zunahme ihres Körpergewichts Sorgen machen. Mit dem Begriff Diät bei zuckerfreien Getränken wird suggeriert, die Süßstoffe würden der Gesundheit nützen. Das Gegenteil ist der Fall. Sie schädigen die Leber, die Darmflora (das „Mikrobiom“) und alle nützlichen Bakterien und irritieren das Gefühl für Hunger und Sättigung. Ergebnis: der Mensch isst mehr als er benötigt – Fettleibigkeit.

Zudem war dieser Süßstoff in der Vergangenheit mit weiteren Gesundheitsgefahren in Verbindung gebracht worden wie einem erhöhten Diabetes-Risiko, Kopfschmerzen oder Hirntumoren. Das mag mit einer besonderen Eigenschaft des Süßstoffs zusammenhängen: Aspartam verbraucht besonders viel Glutathion, das dann nicht mehr für die Entgiftung anderer Umweltgifte zur Verfügung steht und dadurch deren Wirkung verstärkt.

Links zu Süßstoffe und andere giftige Zusatzstoffe in der Nahrung: Beitrag, Studien.

Glyphosat
Über Glyphosat, dieses weltweit meistverkaufte Herbizid, ist in den vergangenen Jahren viel geschrieben worden; hier finden Sie einige Infos:

bbfu.de, amalgam-informationen.de .

Ganz allmählich scheint das Glyphosat-Zeitalter zu Ende zu gehen. Tragisch bis tragikomisch ist dabei die Tatsache, dass der wichtigste Hersteller dieses Giftes und Monsanto-Eigentümer, die Fa. Bayer, das offenbar zuletzt merkt.

Glyphosat soll eigentlich nur Pflanzen am Wachstum hindern bzw. abtöten. Leider schädigt es auch die menschliche Gesundheit, und zwar auf eine Weise, wie das jedes Umweltgift tut: man merkt zunächst nichts. Erst nach längerer Exposition (Einwirkung) stellen sich Schäden ein, die aber nicht auf einfache Weise auf Glyphosat als Ursache zurückgeführt werden können. Eine der Giftwirkungen ist: Glyphosat blockiert die Glutathion-Bildung, so dass andere Gifte vermehrt im Körper gespeichert und nicht ausgeschieden werden. Dieser Umstand mag dazu beitragen, dass Glyphosat krebserregend ist und das „Non-Hodgkin-Lymphom“ verursacht – Grundlage der Klagen gegen Monsanto in USA.

Quecksilber Auch Quecksilber verschlechtert den Glutathionspiegel, wie z.B. in dieser Studie beschrieben:

Mercury induces cell cytotoxicity and oxidative stress and increases beta-amyloid secretion and tau phosphorylation in SHSY5Y neuroblastoma cells.

Dabei wäre Glutathion wichtig, um den Körper von Quecksilber zu entgiften.

Es gibt noch weit mehr Stoffe, die die Glutathionbildung blockieren. Meiden Sie diese Stoffe!

2. Wie denken Ärzte über die Umweltgifte?

Einfache Antwort: Anhänger der Schulmedizin reden möglichst gar nicht darüber. Wenn ihnen das Thema aufgedrängt wird, dann lassen sie gerne ihren Glaubensüberzeugungen freien Lauf: die auftretenden Mengen sind ja sooo gering, und schon Paracelsus wusste, dass die Dosis das Gift macht, und überhaupt: wo ist denn die Studie, die schlüssig und endgültig für ein Umweltgift nachweist, dass das Gift auch wirklich giftig ist? Na also! Natürlich werden nur Studien in Betracht gezogen, die in der Schulmedizin als höchstwertig anerkannt sind.

Mehr dazu auf den Webseiten:

  Wie denken Schulmediziner über Umweltmedizin?

  Wie denken Schulmediziner über Umweltgifte: kein Interesse

  Wie denkt die Arbeitsmedizin über Umweltgifte?

3. Alterung, Telomere

Die Alterung ist ein unausweichlicher Vorgang für Mensch, Tier und Pflanze. Sogar technische Produkte altern, sei es durch Verschleiß, Korrosion oder weil sie durch den technischen Fortschritt überflüssig werden.

An der unterschiedlichen Lebenserwartung der Lebewesen erkennt man aber, dass die Alterung mit unterschiedlicher Geschwindigkeit voranschreitet. Auch wenn die Betrachtung auf eine Art, auf den Menschen, beschränkt wird, erkennt man die großen Unterschiede beim erreichbaren Alter. Daraus ergeben sich einige Fragen:

(a) Gibt es bestimmte Umstände, die die Alterung beschleunigen, und können diese Umstände beeinflusst werden?

(b) Gibt es diagnostische Kriterien (Biomarker), die eine Beurteilung des Alterungs-Fortschritts erlauben?

Zu beiden Fragen lautet die Antwort: ja!

Zur Erläuterung soll ein kleiner Ausflug in die Genetik dienen. Unsere Erbinformationen sind in Genen gespeichert; viele Gene bilden ein Chromosom, das als langer Strang in der Form einer Doppelhelix (eine Art Wendel) existiert. Telomere sind die Enden der Chromosomen. Sie werden im Laufe des Lebens immer kürzer, sollten aber eine bestimmte Länge nicht unterschreiten. Geschieht das dennoch, dann gibt es im jugendlich-gesunden Körper 2 Möglichkeiten der Abhilfe: die Verkürzung wird mittels des Enzyms Telomerase wieder ausgeglichen, oder die Zelle, in der sich das betreffende Chromosom befindet, wird mittels der Apoptose (gesteuerter Zelltod) abgetötet und ausgeschieden. Allerdings funktioniert im gealterten Körper die Telomerase (und in krebskrankem Gewebe die Apoptose) nicht mehr gut.

Die Länge der Telomere ist also ein gutes Maß für das biologische Alter ‒ als Gegensatz zum kalendarischen Alter. Die Verkürzung der Telomere hängt von Dingen ab, die der Mensch mehr oder weniger beeinflussen kann. Man hat etwa in einer Studie über ungesunde Atemluft festgestellt, dass durch die polyzyklischen Kohlenwasserstoffe, Bestandteil von Kraftwerks-Abgasen, die Telomere der Kraftwerks-Nachbarn verkürzt waren. In einer anderen Studie wurde ein ähnlicher Vorgang bei Giftbelastung mit Cadmium beobachtet. Cadmium kommt nicht nur in Zigarettenrauch vor, sondern auch in technischen Produkten, Trinkwasser und in der Zahnmedizin vor. Für die Verkürzung der Telomere mag es noch weitere Ursachen geben: andere Umweltgifte, Stress, ungesunde Lebensweise.

Übrigens:
Die bisher erschienenen Newsletter können Sie nun auch von der Homepage abrufen.

Mit freundlichen Grüßen, und bleiben Sie gesund!
Reinhard Lauer

BBFU e.V.
Bundesverband der Beratungsstellen für Umweltgifte, insbesondere Amalgam, Schwermetalle und Holzschutzmittel e.V.

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