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Newsletter von November 2018

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser unseres Newsletters,

vorab eine Bemerkung in eigener Sache: der BBFU ist aus Selbsthilfegruppen entstanden und nimmt deshalb vorrangig die Patientensicht ein. Der Patient, der krank geworden ist durch Umweltgifte, ist natürlich an zwei Dingen interessiert: Diagnose und Therapie. Darum sollte es in diesem Newsletter und auf bbfu.de eigentlich gehen. In der Realität sind wissenschaftlich gesicherte Informationen im Zusammenhang mit Umweltgiften nur schwer zu erhalten. Deshalb geht es hier oft auch um weitere Aspekte: wo kommen die Umweltgifte her, was machen sie im Körper und wie kann die Belastung mit Umweltgiften vermieden werden.

Für den Patienten sind aber diese 2 Punkte am interessantesten:

  • Wenn ein Umweltgift an der Entstehung der Krankheit beteiligt ist, muss die Diagnose die Krankheitsursache liefern, damit der Expositionsstopp (die Giftbelastung wird beendet) veranlasst wird und die zielorientierte Therapie gestartet werden kann.
  • In der Therapie geht es dann meistens darum, das im Körper gespeicherte Gift loszuwerden.

Wissen Sie mehr, als auf den Homepages zu finden ist? Dann helfen Sie, das vorhandene Wissen zu verbreiten.

1. Vitamin D

ist ein wichtiges Vitamin; manche sagen, es sei eher ein Hormon. Mit einer guten Vitamin D - Versorgung kann vielen Krankheiten vorgebeugt werden: Depressionen, Demenz, Herzkrankheiten, chronischen Entzündungen, Autoimmunkrankheiten und Krebs ‒ besonders Darmkrebs, Brust- und Prostata-Krebs. Auch wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist, begünstigt Vitamin D den Heilungsverlauf. Da liegt es nahe, dass Vitamin D auch bei der Quecksilber-Entgiftung eine bedeutsame Rolle spielt. Vitamin D hebt den Glutathion-Spiegel an. Und Glutathion ist das wichtigste körpereigene Enzym für die Entgiftung von Quecksilber und anderen Umweltgiften.

Unterschiedliche Meinungen gibt es, was als gute Versorgung gilt. Da Vitamin D durch UV-Strahlung im Körper gebildet wird, ist im Sommer den meisten Menschen die vollständige Versorgung von der Sonne möglich. Wie lange man sich der Sonne aussetzen sollte, ist vom Hauttyp abhängig. Es sollte jedenfalls nicht zu Hautrötung oder gar weiteren Symptomen von Sonnenbrand kommen. Im Winter kommt in Deutschland bei dem niedrigen Sonnenstand nicht die Menge an UVB-Strahlung an, die notwendig ist, um die Vitamin D ‒ Vorstufe in ausreichender Menge in der Haut zu erzeugen. Dann benötigt man Nahrungsergänzungsmittel. Empfehlung: im Winter täglich 4000 I.E. Man kann auch höher dosierte Präparate einnehmen, sei es täglich, um einen vorhandenen Mangel zu beheben, oder im Abstand von jeweils mehreren Tagen, damit sich ca. 4000 I.E pro Tag ergeben.

Das Auftragen von Sonnenschutzmitteln sollte möglichst vermieden werden, weil neben dem Vitamin D ‒ Mangel das Problem entsteht, dass viele Sonnenschutzmittel giftige, hormonstörende Bestandteile (endokrine Disruptoren) enthalten.

Weitere Informationen zu Vitamin D und Sonnenschutzmitteln, auch Links zu Studien, finden Sie auf den Homepages:

http://bbfu.de/hormonstoerend.html#sonnenschutz

http://bbfu.de/hormonstoerend.html#fn1 (Studien etc.)

http://www.amalgam-informationen.de/diag_ther.htm

2. Schädigung durch Quecksilber am Arbeitsplatz

Aufgabe der Arbeits- und Sozialmedizin sollte es eigentlich sein, gesundheitliche Schäden am Arbeitsplatz zu verhindern und eingetretene Schäden objektiv zu beurteilen, damit der Geschädigte einen gerechten materiellen Ausgleich für den erlittenen Schaden erhält. Leider zeigt die Erfahrung, dass die Mediziner ihre Aufgabe vor allem darin sehen, das Interesse der Betriebe zu schützen; dazu mag auch das Interesse an gesunden Arbeitnehmern gehören. Dazu gehört vor allem die Abwehr von Ansprüchen geschädigter Arbeitnehmer.

Diese schlechte Erfahrung haben viele Menschen gemacht, die durch chronische Giftbelastung geschädigt wurden und hofften, ihre Berufsgenossenschaft würde das anerkennen. So sind Zahnärzte/innen und ihre Praxishelfer/innen beim Legen und Entfernen von Amalgamfüllungen den Quecksilberdämpfen ausgesetzt und daran erkrankt; der entsprechende Nachweis konnte aber nach Meinung der gutachtenden Arbeitsmediziner und Neurologen in keinem Fall erbracht werden. Die Gerichte haben das geglaubt.

Weitere Informationen auf amalgam-informationen.de: über Arbeitsmedizin, Gerichtsurteile, was ist Kausalität?

Kennen Sie einen Fall, in dem eine Berufskrankheit durch Quecksilberbelastung (BK 1102) im zahnärztlichen Umfeld von der Berufsgenossenschaft bzw. dem Gericht anerkannt wurde?

3. Gutachter, Psychiatrisierung

Gutachter werden tätig, wenn medizinische Sachverhalte von Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und ‒ wenn diese ablehnen ‒ von den Gerichten zu entscheiden sind. Leider ist die Chance groß, dass der Gutachter mit seinen Gutachten den Stand der Wissenschaft falsch darstellt, wenn es um Umweltgifte geht. Gerne wird auch eine psychiatrische Krankheitsursache unterstellt. Das ist besonders tückisch, weil viele Umweltgifte neurotoxisch sind und dadurch Gehirn und Psyche schädigen können. Eine solche Schädigung würde bedeuten, dass das Gift auch die Ursache psychischer Symptome sein kann, und nicht ‒ wie unterstellt wird ‒, dass die Psyche die Ursache der körperlichen Symptome ist. Im Extremfall wird dem Kläger unterstellt, er/sie wolle nur aus psychischen Gründen eine unberechtigte, sinnlose Klage durchziehen.

Der Kläger sollte also möglichst eine psychiatrische Begutachtung vermeiden. Wenn dem Gutachter trotz chronischer Vergiftung eine psychiatrische Diagnose gelingt, könnte das Gericht eine externe Ursache bzw. Verantwortung verneinen und wird die Klage vermutlich abweisen.

Siehe: Gutachter

4. MRT-Kontrastmittel

sind nicht ganz so harmlos, wie sie gerne dargestellt werden. In der Magnetresonanztomographie (MRT, auch Kernspintomographie genannt) werden Gadolinium-Verbindungen eingesetzt, damit die im MRT abgebildeten Strukturen deutlicher sichtbar sind. Leider werden die Kontrastmittel dauerhaft im Gehirn abgelagert. Das Ausmaß der Neurotoxizität der Kontrastmittel ist bisher wenig erforscht. Man würde gerne wissen: was machen die Kontrastmittel im Laufe der Jahre im Gehirn? Schädigen sie die Nervenzellen? Man weiß es nicht. Immerhin rät der Bundesverband Deutscher Nuklearmediziner (BDN), die Mittel vorerst nur bei unvermeidbaren Untersuchungen einzusetzen.

Siehe: Kontrastmittel

5. Aluminiumverbindungen in Impfstoffen

Aluminium ist das neurotoxische Metall, das auf der Erde häufig vorkommt. Aber ‒ wenn wir damit ständig in Berührung kommen ‒ wie kann das überhaupt giftig sein? Da müssten wir doch alle etwas merken und vergiftet sein!?

Aluminium kommt in sehr unterschiedlichen Verbindungen und Energie-Zuständen vor. Bauxit, das Aluminium-Erz, ist relativ ungefährlich. Bei Aluminiumhydroxid, das als Adjuvans mit dem Impfstoff in den Körper injiziert wird, sieht es völlig anders aus. Sicher ist: Aluminiumhydroxid ist neurotoxisch. Allerdings müssen die für Impfungen zuständigen Gesundheitsbehörden und ihre Experten eingestehen: so genau weiß man nicht, was das Metall im Körper, im Immunsystem und im zentralen Nervensystem macht. Und so genau will es das Paul-Ehrlich-Institut, das für die Sicherheit der Impfstoffe zuständig ist, auch gar nicht wissen.

Und es gibt natürlich keine anerkannte Diagnostik, mit der man einen entstandenen Impfschaden ursächlich auf das Adjuvans Aluminiumhydroxid zurückführen könnte. Ein Schulmediziner kennt kein Symptom, das als Impffolgeschaden entsprechend verdächtigt werden könnte. Trotz der Unkenntnis über die Wirkung von Aluminiumverbindungen im Menschen werden sie als Bestandteil von Impfstoffen eingesetzt.

Weitere Informationen zu Aluminium, zur Neurotoxizität von Aluminium und zu Aluminium in Impfstoffen.

6. Wie denkt man in der Medizin über Umweltgifte?

Die Schulmedizin kennt keine Umweltgifte. Das mag verblüffend sein; es wird z.B. an der Tatsache deutlich, dass es in Wikipedia das Stichwort Umweltgifte gar nicht gibt. Der Ärztetag 2018 in Erfurt hat folglich die Einführung eines Fachgebiets klinische Umweltmedizin abgelehnt. Wenn der Patient einen Arzt, der in schulmedizinischem Denken verhaftet ist, wegen Verdacht auf Umweltgiftbelastung aufsucht, dann sollte er/sie nicht zu viel erwarten: zwar immer eine Meinung, aber keine Kompetenz, keine Diagnostik. Der Vollständigkeit halber sollte aber erwähnt werden, dass die Umweltmedizin eigentlich noch deutlich mehr als die Beschäftigung mit Umweltgiften umfasst. Einige Erkenntnisse zur Haltung der Schulmedizin gegenüber Umweltgiften finden Sie auf

bbfu.de und amalgam-informationen.de;

zum Spezialthema Amalgam auf Warum setzt sich die Wissenschaft nicht durch?.

Womit beschäftigt sich der Umweltmediziner? Mit den Ursachen der Krankheit.

Haben Sie dazu eigene Erkenntnisse? Wie geht Ihr Arzt bei Verdacht auf Umweltgifte vor?

7. Aerotoxisches Syndrom

Es ist sicher, dass Umweltgifte giftig sind. Das lässt sich allenfalls durch Lobbyarbeit und Manipulation verbergen. Ein schönes Beispiel dafür liefert das aerotoxische Syndrom. Die vergiftete Luft aus Flugzeugtriebwerken schädigt eindeutig die Gesundheit, vielleicht nicht bei allen Menschen im gleichen Umfang. Fluglinien und Flugzeughersteller würden den Sachverhalt gerne unter den Teppich kehren. Ausnahmsweise schreibt sogar die Wikipedia darüber, wie manipuliert wurde, als der Film Ungefiltert eingeatmet ‒ Die Wahrheit über das Aerotoxische Syndrom produziert und vorgeführt wurde:

Wikipedia: Ungefiltert eingeatmet ‒ Die_Wahrheit über das Aerotoxische Syndrom

Mehr zum aerotoxischen Syndrom

8. Petition für Peter Gøtzsche

Peter Christian Gøtzsche ist ein ganz außergewöhnlicher dänischer Arzt und Wissenschaftler. Er hat die in der Schulmedizin hoch angesehene Cochrane Stiftung und das Nordic Cochrane Center mitgegründet. Und er hat in den letzten Jahren 2 Bücher geschrieben, die in der Pharma-Industrie für große Unruhe gesorgt haben. Jetzt wurde er in der Cochrane-Stiftung rausgeworfen, angeblich wegen nicht angemessenen Verhaltens. Auf seiner Homepage kann man den ganzen Ablauf nachlesen.

Dr. Joachim Mutter schreibt dazu in einem Newsletter:

Peter Gøtzsche ist einer der wirklich aufrichtigen, ehrlichen und ethischen Wissenschaftler, die Herr Prof. Walach in seiner 30jährigen Laufbahn kennengelernt hat. Er hat viel bewegt. Er ist Mitbegründer der Cochrane-Collaboration, eines Netzwerkes, das systematische Reviews über die Wirksamkeit medizinischer Interventionen erstellt, war Leiter des Nordic Cochrane Centers in Kopenhagen und wurde in letzter Zeit einer breiteren Öffentlichkeit bekannt durch seine Kritik an dem Einfluss, den die pharmazeutische Industrie auf medizinisch-politische Entscheidungen nimmt.

Seine Bücher Deadly Medicine and Organised Crime [1] und Deadly Psychiatry and Organised Denial [2] machten ihn einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Bei der IntraG ‒ (Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften) hat er einen bemerkenswerten Vortrag auf unserem Symposion Weniger ist mehr gehalten, wo er seine Thesen zur Gefahr in der Psychiatrie darstellt.

Vor Kurzem wurde er in das Aufsichtsgremium der Cochrane Collaboration gewählt. Seine Versuche, die ursprüngliche akademische Debattenkultur und Grasswurzel-Natur der Bewegung wieder herzustellen, scheiterten. Er wurde vom CEO entlassen, unter großem Protest: 5 weitere Aufsichtsratsmitglieder von den insgesamt 11 traten aus Solidarität zurück. Nun wurde er von seiner Stelle und seinem Dienst suspendiert. Eine Petition, die von einem Aufsichtsratkollegen aus Spanien organisiert wird, fordert den dänischen Gesundheitsminister auf, diese Entscheidung zurückzunehmen:

Hier finden Sie

[1] Gøtzsche, P. C. (2013). Deadly Medicines and Organised Crime: How Big Pharma Has Corrupted Health Care. London: Radcliff.

[2] Gøtzsche, P. C. (2015). Deadly Psychiatry and Organised Denial. Copenhagen: People’s Press.

Mit freundlichen Grüßen, und bleiben Sie gesund!
Reinhard Lauer

BBFU e.V.
Bundesverband der Beratungsstellen für Umweltgifte, insbesondere Amalgam, Schwermetalle und Holzschutzmittel e.V.

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