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Nachrichten

Juli 2016 - Projekt TENDR: Umweltgifte schädigen Gehirn und Nervensystem

Kinder sind heute einem nicht mehr akzeptablen Risiko ausgesetzt, Schäden an Gehirn und Nervensystem zu entwickeln. Das sind: Autismus, Aufmerksamkeitsstörungen (ADHD), geistige und intellektuelle Behinderung sowie Lern- und Verhaltens-Störungen. Die Häufigkeit solcher umwelt(gift-)bedingten Entwicklungsstörungen hat inzwischen ein unübersehbares Ausmaß angenommen. Die Methode, wie die entsprechenden wissenschaftlichen Ergebnisse bewertet werden und wie daraus Konsequenzen für die Gesundheit gezogen werden, sind völlig ungeeignet. Es müssen neue Wege gefunden werden, wie Chemikalien bewertet werden, die die Gehirnentwicklung schädigen, und wie ihr Einsatz reduziert werden kann.

Unter dem Projektnamen TENDR - Targeting Environmental Neuro-Developmental Risks - haben sich in den USA Wissenschaftler zusammengefunden, um Gesellschaft, Wissenschaft und Politik wachzurütteln.

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18.11.2015 - Umweltmediziner schlagen Alarm

Der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner (dbu) und die European Academy for Environmental Medicine (EUROPAEM) fordern die Deutsche Rentenversicherung Bund in einem Offenen Brief (auch hier) auf, ihre Verweigerungshaltung aufzugeben und Umweltbelastungen als Krankheitsursache endlich zur Kenntnis zu nehmen. Weitere Punkte:

  • Die Zahl der Arbeitsunfähigkeiten auf Grund psychischer Krankheiten ist von 1994 bis 2011 um über 200% gestiegen. Das lässt am bisher gewählten Konzept der Reha-Maßnahmen zweifeln.
  • Mit der bisher angebotenen Art der Rehabilitation erfahren Erkrankte mit umweltassoziierten chronischen Multisystem­erkrankungen keine nachhaltige Linderung. Der Rentenversicherungsträger ist bei den Reha-Verfahren nur auf Psychosomatik fixiert, hat aber eine Evaluation bisher offensichtlich unterlassen.
  • Die Hänninen-Studie, 2011 im Auftrag der EU erstellt, kam zum Ergebnis, dass 7% aller Krankheiten durch nur neun (!) Umweltstressoren ausgelöst werden. (Hinweis: es gibt eine Folgestudie von 2014.)
    Die 9 Stressoren: Benzol, Dioxine, Passivrauchen, Formaldehyd, Blei, Verkehrslärm, Ozon, Feinstaub und Radon.
  • Vorwurf: Die Deutsche Rentenversicherung verschwendet Steuergelder, betreibt Effekthascherei und fördert ärztliche Kunstfehler.

21.10.2015 - Die gefährlichsten Umweltgifte

Green Cross Schweiz beschreibt in seinem Umweltgiftreport 2015 die Umweltgifte und beziffert die Gesundheitsschäden durch Angabe der "verlorenen Lebensjahre".

Die sechs gefährlichsten Umweltgifte bedrohen weltweit 95 Millionen Menschen:

  1. Blei sind 26 Mio. Menschen ausgesetzt: 9 Mio. verlorene Lebensjahre
  2. Quecksilber sind 19 Mio. Menschen ausgesetzt: 1,5 Mio. verlorene Lebensjahre
  3. Sechswertigem Chrom sind 16 Mio. Menschen ausgesetzt: 3 Mio. verlorene Lebensjahre
  4. Radionukliden sind 22 Mio. Menschen ausgesetzt
  5. Pestiziden sind 7 Mio. Menschen ausgesetzt: 1 Mio. verlorene Lebensjahre
  6. Cadmium sind 5 Mio. Menschen ausgesetzt: 250.000 verlorene Lebensjahre

Aus dem Report (Seite 16, übersetzt):
"Elementares Quecksilber wird in einer Reihe von industriellen Prozessen wie Gewinnung von Gold in Goldminen angewandt und findet sich auch in Produkten wie Thermometern und Zahnfüllungen. Die Belastung durch elementares Quecksilber kann Schäden an Gehirn, Nieren und dem Immunsystem verursachen und auch die Entwicklung des Fötus beeinträchtigen."

Umweltgiftreport 2016

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