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Hormonstörende Stoffe

- endokrine Disruptoren, englisch Endocrine Disrupting Chemicals (EDC) - sind giftig, denn sie greifen in das Hormonsystem des Menschen ein und schädigen Stoffwechsel-, Entwicklungs- und Fortpflanzungsprozesse.

Was sind Hormone?

Quelle: Wikipedia

Hormone sind biochemische Botenstoffe, die von speziellen Zellen produziert werden und an anderen Zellen besondere Wirkungen oder Regulations­funktionen entfalten. Hormone beeinflussen die Antwort des Körpers auf Stress oder Verletzung. Die Bildung von Hormonen wird beeinflusst

  • durch Regelkreise (s. Bild rechts),
  • durch das autonome Nervensystem oder
  • durch nichthormonelle Botenstoffe, z.B. Kalzium oder Glukose.
Störung der Hormone bedeutet:
  • die Hormonproduktion wird verändert und die Hormon-Werte im Körper sind zu hoch oder zu niedrig,
  • die Hormone stehen nicht in ausreichender Menge für biologische Prozesse zur Verfügung;
  • die Hormone werden blockiert oder nachgeahmt;
  • die hormonelle Funktion geht verloren.

Die gefährlichsten Hormonstörer

  • Das weltweit am meisten produzierte Pflanzengift Glyphosat, Produktname Roundup, soll unerwünschte Pflanzen (Unkraut) töten. Zudem wurden genetisch veränderte Nutzpflanzen (Roundup Ready) entwickelt, die gegen das Pflanzengift resistent sind. Die Herbizid-Wirkung beruht darauf, dass Glyphosat in Pflanzen und einigen Mikroorganismen die Produktion von essenziellen Aminosäuren (Tryptophan und Phenylalanin) blockiert. Glyphosat wird auch als Trocknungsmittel vor der Getreideernte eingesetzt. Aus Südamerika, wo das Gift auch aus Flugzeugen versprüht wird, werden Vergiftungen von Anwendern und unbeteiligten Dritten berichtet. Das Gift findet sich in vielen Lebensmitteln, vor allem den genveränderten, etwa in Getreide, Mais und Soja, und kann durch Waschen, Schälen oder Kochen nicht völlig aus den Nahrungsmitteln entfernt werden.

    Nicht nur unerwünschte Pflanzen werden vergiftet; zahlreiche Organismen und der Mensch werden durch das Gift und auch durch die genetisch veränderten Nutzpflanzen geschädigt: der Darm, das Erbgut, mit der Folge von Fehlgeburten und Krebs. Erst allmählich beginnt man zu verstehen, wie das Gift, das erstmals 1950 synthetisiert und 1970 von Monsanto-Mitarbeitern entdeckt wurde, auf Mensch und Tiere wirkt [1].

    Glyphosat ist in der EU zugelassen. Den Giftproduzenten ist es trotz vieler Proteste und wissenschaftlicher Gegenargumente gelungen, dass die EU-Kommission die Zulassung für weitere 18 Monate bis Ende 2017 verlängert hat. Immerhin empfiehlt die EU, den Einsatz vor der Ernte und auf öffentlichem Gelände zu reduzieren; einzelne EU-Mitgliedstaaten haben entsprechende Verbote erlassen.

  • Metalle
    • Quecksilber kommt aus Amalgamfüllungen und Impfstoffen, wird am Arbeitsplatz freigesetzt, wird mit der Nahrung, z.B. Fisch, aufgenommen oder es findet sich in der Umwelt. Es ist besonders neurotoxisch, schädigt Nerven-, Immun- und Hormonsystem (Schilddrüse) und kann deshalb an der Entwicklung einer Vielzahl chronischer Krankheiten beteiligt sein.
    • Blei schädigt die Sexualhormone und die Hormon-Signalisierung innerhalb des Stress-Systems.
    • Aluminium und seine Verbindungen sind sehr reaktionsfreudig - also sehr giftig!
  • Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind krebserzeugend und schädigen die Schilddrüse, das zentrale Nervensystem und das Reproduktionssystem (Sexualität). Sie wurden zwar durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten, werden aber in Ländern der 3. Welt noch eingesetzt und sind wegen ihrer Langlebigkeit immer noch in der Umwelt aktiv, etwa in Gebäuden - in Weichmachern von Fugenmassen - und im Sediment von Flüssen. Sie werden über die Nahrung aufgenommen, mittels Fett und Fettgewebe.
  • Bisphenol A (BPA) dient als Ausgangsstoff zur Synthese polymerer Kunststoffe auf der Basis von Polyestern, Polysulfonen, Polyetherketonen, Polycarbonaten und Epoxidharzen. Daraus werden zahlreiche Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit direktem Kontakt zu Lebensmitteln und Getränken hergestellt. Zwar sind die Endprodukte selbst biologisch weitgehend stabil, allerdings kann aus ihnen der Ausgangsstoff BPA wieder freigesetzt werden und dann gesundheitliche Schäden verursachen. BPA findet sich
    • in Plastikflaschen, und -containern,
    • in Thermopapier,
      (In Thermopapier, wie es z.B. für Kassenbons und an Geldautomaten verwendet wird, wird die Tinte durch Hitze freigesetzt; für diesen Vorgang wird BPA benötigt.)
    • im Inneren von Lebensmittel-Verpackungen,
    • in der Zahnmedizin als Bestandteil von Kunststoff-Zahnersatzmaterial.
    Bereits 1938 - 5 Jahre nach der Entdeckung der weiblichen Geschlechtshormone - wurden östrogenähnliche Wirkungen des BPA entdeckt. Die BPA-Moleküle sind so klein, dass sie durch die Haut in den Blutkreislauf gelangen. BPA wird mit
    • Reduzierung des Vitamin D - Spiegels [4],
    • Fettleibigkeit,
    • Brustkrebs,
    • Unfruchtbarkeit bei Männern und Frauen,
    • zu früher Pubertät,
    • verschlechterter Lungenfunktion, Asthma [4],
    • Herzerkrankungen und
    • Schäden am Nervensystem
    in Verbindung gebracht, vor allem bei Kindern, deren Mutter vor der Geburt belastet war. Die tolerable tägliche Aufnahmemenge wurde in der EU auf 50 µg je kg Körpergewicht pro Tag festgelegt. In der Plazenta wurden bis zu 100 µg je kg gefunden.

    Auch der Ersatz Bisphenol S (BPS) zeigte in Tierversuchen ähnliche Toxizität: die Entwicklung von Nervenzellen und Sexualorganen im Fötus wird geschädigt.

  • Phthalate
    werden verwendet, damit Plastik auch bei niedrigen Temperaturen weich ist. Sie finden sich in
    • Kosmetika:
      Parfüm, Haarspray, Deodorants, synthetischen Düften, Fingernagel-Kosmetika,
    • Shampoo,
    • Lufterfrischern,
    • Insekten-Abwehrmitteln,
    • Teppich-Auslegeware, Vinylbelag
    • Plastikspielzeug;
    Wirkung: Phthalate wirken wie Östrogene und werden mit
    • Störung der Hormone,
    • Reduzierung des Vitamin D - Spiegels [4],
    • Verschlechterung der männlichen Samenqualität,
    • angeborenen Krankheiten,
    • Entwicklungsproblemen,
    • Asthma,
    • zu früher Pubertät und
    • einigen Krebstypen
    in Verbindung gebracht.
  • Pyrethroide sind synthetische, lipophile Insektizide. Sie werden in Wohnungen (z.B. gegen Läuse und zur Imprägnierung von Malaria-Netzen), an Haustieren und im Freien (als Pestizide und Holzschutzmittel) eingesetzt; sie finden sich in Milch, Babynahrung und Gemüse. Vom Menschen werden sie vorwiegend durch Atmung aufgenommen und im Fettgewebe gespeichert.

    Pyrethroide, z.B. Allethrin und Permethrin, sind Kontaktgifte, die die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen irreversibel blockieren, so dass sie vom offenen Zustand aus nicht wieder geschlossen werden können. Sie wirken in der Regel sehr schnell gegen fast alle Insekten. Durch die Blockierung der Natriumkanäle kommt es zu einer spastischen Lähmung (Paralyse) der Insekten, und einem schnellen immobilisierenden Effekt, der noch vor dem Tod eintritt und als „knockdown“ bezeichnet wird.

    Wirkungen und Symptome am Menschen:

    • Nervensystem: Ataxie, erhöhte Erregbarkeit, unwillkürliche Bewegungen, Speichelfluss, Tremor, Krämpfe.
    • Hormonsystem: Schädigung der männlichen Sexualentwicklung mit der Folge von vorzeitiger Pubertät [7]; Blockade von Schilddrüsenhormonen. In hohen Konzentrationen können Pyrethroide wie Östrogene wirken.
    • Immunsystem: Schädigung.
  • Polysorbat 80 ist ein oberflächenaktiver und emulgierender Stoff und wird in Impfstoffen und anderen pharmazeutischen Produkten verwendet.
  • Synthetische Östrogene und Progesterone sind in der Pille zur Empfängnisverhütung.
  • In Sonnenschutzmitteln werden häufig hormonstörende Stoffe eingesetzt: Oxybenzon, Octinoxat, Homosalat, Octisalat, Octocrylen und Avobenzon.

    Zweck der Sonnnenschutzmittel ist die Blockade von UV-Strahlen, damit sie - bei zu viel Strahlung - nicht die Haut schädigen. Allerdings kann ohne UV-Strahlung kein Vitamin D im Körper gebildet werden. Vitamin D, das auch als Hormon gilt, hat vielfältige gesundheitlich positive Wirkungen, u.a. für das Hormonsystem und bei der Krebs-Prävention. Hautschäden wegen Sonnenbrand können durch Antioxidantien wie Vitamin C und Vitamin E gemildert werden.

    Empfehlungen zur Vitamin D - Versorgung:

    • Sonnen Sie, um die Wirkung zu erhöhen, bevorzugt Hautpartien, die normalerweise nicht ständig der Sonne ausgesetzt sind;
    • Sonnen Sie etwa ein Drittel der Zeit, in der sich die Haut röten würde.
    • Nach dem Sonnenbad bildet sich in der Haut zunächst die Vorstufe Vitamin D3, die im Laufe der nächsten 24-48 Stunden in Vitamin D umgewandelt wird, das dann in der Leber gespeichert wird. D3 kann bei Anwendung von Seife aus der Haut wieder herausgewaschen werden.
    • Im Winter reicht die Sonne wegen des niedrigen Sonnenstandes nicht aus, um genügend Vitamin D im Körper zu erzeugen. Dann empfehlen sich Vitamin-Präparate wie Dekristol (verschreibungspflichtig).
    Weitere Informationen über Vitamin D: vit-d.info, Neue Wege zur Gesundheit, Zentrum der Gesundheit.
  • DEET (Diethyltoluamid bzw. N,N-Diethyl-3-Methylbenzamid, C12H17NO) ist ein chemisches Insekten­abwehrmittel, das in vielen Mückenschutzmitteln, z.B. in einigen Autan® - Produkten, verwendet wird. Lange war der Wirkmechanismus dieses Gifts unbekannt. DEET blockiert, ähnlich wie Organophosphate (s.u.), die Acetylcholinesterase, ein Enzym, das in den Nervenzellen des zentralen Nervensystems aktiv ist. Das Enzym kann den Neurotransmitter Acetylcholin, der einen Erregungszustand signalisiert, blitzschnell neutralisieren.

    Steht das Enzym Acetylcholinesterase nicht zur Verfügung, dann kann der Erregungszustand nicht beendet werden und es kommt zur Dauererregung der Nervenzellen; Reizweiterleitung und Informationsverarbeitung werden eingeschränkt oder ganz verhindert. Die Wirkung tritt in Insekten und Säugetieren ein [3]. Acetylcholinesterase-Hemmer - DEET, Organophosphate und Carbamate - wirken synergistisch, d.h. sie verstärken sich gegenseitig. Bei längerer Anwendung führen sie zu Wahrnehmungsproblemen, Gehirnschäden, Gedächtnisverlust, Muskelschwäche und Problemen beim Gehen.

    Alternativen zur Insekten-Abwehr mit DEET:

    • vielleicht der chemische Wirkstoff Picaridin (oder Icardin, Bayrepel), der allerdings noch nicht so gründlich erforscht ist wie DEET;
    • pflanzliche Mittel:
      • Öle auf der Basis von Zitrone-Eukalyptus, Zedernholz, Geranien, Neem, Thymian oder Nelken;
      • Kräuter: Weihrauch, Lavendel, Minze oder Basilikum.
    • Weitere Tipps: Philognosie, MosquiToes
  • Organophosphate
    • werden als Insektizide und Herbizide auf Obst und Gemüse (nicht bei Bio-Produkten erlaubt) gesprüht: z.B. Sellerie, Paprika, Spinat, Kopfsalat, Gurken, Kartoffeln, Pfirsiche, Erdbeeren, Weintrauben und Blaubeeren;
    • hemmen die Cholinesterase durch kovalente Bindung an das aktive Zentrum. Dies hat eine lange, zum Teil irreversible Enzymhemmung zur Folge (s. oben DEET).
    • Folgende 5 Organophosphate wurden von der Internationalen Krebsagentur (IARC) zudem als krebserregend eingestuft: das Herbizid Glyphosat und die Insektizide Malathion, Diazinon, Tetrachlorvinphos und Parathion.
  • Fluoride werden in manchen Ländern (als Hexafluoridokieselsäure) dem Trinkwasser zugesetzt. Fluoride haben antipsychotische Wirkung.
  • Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) [2]
    sind eine Stoffgruppe mit mehr als 800 Stoffen. Am bekanntesten: Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) und die Perfluoroktansäure (PFOA). PFC kommen nicht natürlich vor, sondern werden industriell hergestellt. Sie bestehen aus Kohlenstoffketten, bei denen die Wasserstoffatome vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt sind.

    Vorkommen, Anwendung:

    • Wegen seiner fett- und wasserabweisenden Eigenschaften werden PFC in Outdoor- und Arbeitskleidung, in Teppichen (Imprägnierung) und in Lebensmittel-Verpackungen (Pappbecher, Pizzakartons) eingesetzt.
    • Teflon (chemischer Name: Polytetrafluorethylen, PTFE) wird in Pfannen als Anti-Haftmittel eingesetzt. Schon ab einer Temperatur von 110 °C können giftige Stoffe aus der Beschichtung ausgasen und in die Nahrung, die in der Pfanne zubereitet wird, wandern. Teflon wird aus PFOA hergestellt.
    Die Chemikalien können biologisch oder anderweitig nicht abgebaut werden, sind sehr langlebig und reichern sich in den Organen an: Gehirn, Leber, Magen, Knochen und Lunge. Sie sind neurotoxisch, leberschädigend, reproduktionstoxisch, hormonstörend und krebserregend. Bei Frauen wurden erhöhte Brustkrebs-Raten, bei vorgeburtlicher Belastung wurde angeborene cerebrale Lähmung beobachtet. Zudem ergab sich, dass das Immunsystem geschwächt wird und dadurch Impfstoffe unwirksam werden.
  • Flammschutzmittel,
    u.a. Polyurethan Schaum und polybromierte Biphenyle (PBB), finden sich in vielen Gebrauchsgegenständen, z.B. in elektronischen Baugruppen, Matratzen und Kissen, damit sich diese Gegenstände nicht entzünden. Es ist fraglich, ob dieses Ziel bei den üblichen Konzentrationen wirklich erreicht wird. Sie werden in die Atemluft und weiter ins Blut abgegeben. Sie können zu Hormonstörungen, Unfruchtbarkeit, ADHD, geringem IQ und Schilddrüsen-Krebs beitragen.
  • Toluol, ein Lösungsmittel in Farben, Klebstoff, Gummi, Druckertinte und Silikon-Dichtmittel.
  • Dioxine
    sind Abfallprodukte bei der Müll- und Altöl-Verbrennung, Pestizid-Herstellung und Erz-Verhüttung. Oft werden sie in Milchprodukten und Fleisch, auch in Eiern, gefunden.
  • Triclosan,
    ein polychloriertes Phenoxyphenol, wird in der Medizin seit über 40 Jahren als Desinfektionsmittel in Arzt-, Zahnarztpraxen und Kliniken in höheren Konzentrationen eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete: Therapie der Neurodermitis, in Kosmetika, Zahnpasta, Deodorants, Seifen, Haushaltsreinigern und Waschmitteln, zur Präparierung von Textilien und Schuhen.

    Durch die Einwirkung von Sonnenstrahlung, Ozon, Chlor und Mikroorganismen entstehen Dioxine, die in Abwasser, Kläranlagen und Oberflächenwasser gelangen. Triclosan wird über die Haut resorbiert, im Fettgewebe angereichert und gelangt auch in Nabelschnurblut und den Urin von Schwangeren. Folge: verminderte Fruchtbarkeit von Frauen, Resistenz gegenüber der Substanz.

    Empfehlung: verwenden Sie keine Seifen und Kosmetika, die Desinfektionsmittel enthalten! [6]

  • Parabene
    werden als Konservierungsstoff in Körperpflegeprodukten - Shampoos, Seifen, Hand-Desinfektionsmittel, Makeups, Lotionen, Rasur-Hilfsmittel - eingesetzt, um das Wachstum von Mikroben zu begrenzen. Sie werden durch die Haut absorbiert und wurden in Brustkrebs-Gewebeproben gefunden. Sie schädigen den Hormonhaushalt (Östrogen), die Reproduktionsfunktionen (Sexualität), das Immunsystem und sind vermutlich krebserregend, besonders Brustkrebs.

    Empfehlungen:

  • Atrazin,
    ein Pflanzengift, verwandelt männliche Frösche in weibliche bzw. in Zwitter. Es verändert die Hormon-Produktion: es steigert die Produktion des Stresshormons Cortisol, schädigt die Prostata, senkt die Testosteron-Produktion, stimuliert die Östrogen-Produktion und begünstigt dadurch Brustkrebs. Das Gift ist seit 1959 im Einsatz, in der EU-Landwirtschaft verboten, aber in USA erlaubt.

Gesundheitsschäden durch hormonstörende Stoffe

  • Sexualität, beide Geschlechter:

    • Störung der natürlichen Sexualhormone - Östrogen, Androgen, Progesteron.
    • Unfruchtbarkeit
      Neben chronischen Giften spielen auch psychische Belastungen, z.B. Stress, eine Rolle.
    • Gestörte Sexualentwicklung des Fötus

    weibliche Sexualität

    • Dysmenorrhö, eine mit krampfartigen und langandauernden Schmerzzuständen einhergehende Menstruation.
    • Das prämenstruelle Syndrom (PMS) ist ein im Vorfeld der Menstruation auftretender Symptomkomplex, der bis zum Einsetzen der Regelblutung andauert.
    • Uterusmyom: gutartiger Tumor, der von der Muskulatur der Gebärmutter ausgeht;
    • Fehlgeburt und ektopische Schwangerschaft (Fötus-Entwicklung außerhalb des Uterus);
    • Frühzeitige Brust-Entwicklung bei Mädchen;
    • Endometriose: das Endometrium verbreitet sich unter Schmerzen an anderen Stellen im Körper;

    männliche Sexualität

    • Schädigung der männlichen Geschlechtsorgane und -merkmale, z.B. Fehlentwicklung der Hoden: Hemmung der Samenreife, Verminderung der Spermienzahl.
    • Vorzeitige Pubertät: wird mit Symptomen wie Reizdarm, Arthritis, Glaukom, Schuppenflechte, Krebs, Typ-2-Diabetes, Herzkrankheiten, Depressionen und Verhaltensstörungen in Verbindung gebracht [8].
    • Weniger männliches Verhalten;
    • höhere Sterblichkeit durch verringertes Testosteron;
    • Feminisierung durch Störung des Hormonhaushalts von männlichen Föten und Kindern; Entwicklung von weiblichen (sekundären) Geschlechtsmerkmalen.
  • Neurologie, Psychiatrie
    • Intelligenzverlust bis zur geistigen Behinderung,
    • Autismus,
    • Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Störung,
    • Stimmungsschwankungen,
    • Verhaltensprobleme.
  • Schilddrüsenprobleme
  • Übergewicht, Fettleibigkeit bei Kindern und Erwachsenen,
  • Insulin-Resistenz, Diabetes,
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krebs, z.B. Brustkrebs durch synthetische Östrogene.

Gesundheitspolitik

Der bedenkenlose Einsatz hormonstörender Substanzen verursacht in der EU - neben dem menschlichen Leid - einen ökonomischen Schaden von jährlich 157 Milliarden € oder 1,23% des Bruttosozialprodukts. [5]

Leider stehen deutsche und EU-Regulierungsbehörden unter starkem Einfluss der Gift-Produzenten, so dass eher mit einer Verschlimmerung der Situation zu rechnen ist. Mühelos beeinflussen die Gift-Produzenten mit ihren hohen Gewinnen Forscher, wissenschaftliche Zeitschriften, Gesundheitsbehörden und politische Entscheider und damit alle wissenschaftlichen und politischen Entscheidungsprozesse.

Sobald den Entscheidern in Politik und Regulierungsbehörden in einer wissenschaftlichen Studie die hohen Gefahren der hormonstörenden Stoffe aufgezeigt werden, wird von der Gegenseite, der giftproduzierenden Industrie, eine Gegenstudie präsentiert mit dem Ziel, eine für die Industrie nachteilige Entscheidung um Jahre hinauszuschieben oder endgültig zu verhindern.


[1] Weitere Studien und Informationen zu Glyphosat:

[2] Weitere Informationen zur Fluor-Chemie (PFC):

[3] Weitere Informationen zu DEET:

[4] Weitere Studien und Informationen zu Bisphenol A (BPA)

[5] Weitere Studien und Informationen zur Gesundheitspolitik und den Kosten der Hormon-Gifte:

[6] Quellen zu Triclosan:

[7] Pressemeldung zu Pyrethroiden:
Pyrethroid pesticide exposure appears to speed puberty in boys (4.2017)

[8] Gesundheitsschäden durch vorzeitige Pubertät:
Studie: Puberty timing associated with diabetes, cardiovascular disease and also diverse health outcomes in men and women: the UK Biobank study (6.2015)
Kommentar: Study finds timing of puberty has wide-ranging impacts on health in later life

 

Weitere Informationen zu Hormonen und hormonstörenden Stoffen:

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