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Hormonstörende Stoffe

- auch Hormongifte, endokrine Disruptoren, englisch Endocrine Disrupting Chemicals (EDC) genannt - sind giftig, denn sie greifen in das Hormonsystem des Menschen ein und schädigen Stoffwechsel-, Entwicklungs- und Fortpflanzungsprozesse.

Was sind Hormone?

hier sollte in einem Bild gezeigt werden, wie Hormone in einem Regelkreis produziert werden Quelle: Wikipedia

Hormone sind biochemische Botenstoffe, die von speziellen Zellen produziert werden und an anderen Zellen besondere Wirkungen oder Regulations­funktionen entfalten. Hormone wirken auf alle Systeme des Körpers, z.B. das Nerven- und das Immunsystem, ein und beeinflussen die Antwort des Körpers auf Stress oder Verletzung. Die Bildung von Hormonen wird beeinflusst

  • durch Regelkreise (s. im Bild rechts das Beispiel für einen Regelkreis),
  • durch das autonome Nervensystem oder
  • durch nichthormonelle Botenstoffe, z.B. Kalzium oder Glukose.
Störung der Hormone bedeutet:
  • die Hormonproduktion wird verändert und die Hormon-Werte im Körper sind zu hoch oder zu niedrig,
  • die Hormone stehen nicht in ausreichender Menge für biologische Prozesse zur Verfügung;
  • die hormon-ähnlichen Chemikalien docken an Hormon-Rezeptoren an; dadurch werden die Hormone blockiert oder nachgeahmt;
  • die hormonelle Funktion geht verloren;
  • die hormonellen Veränderungen treten ggf. ab Geburt ein und sind bis zum Lebensende wirksam.

Hormonstörer

Toxikologie
Häufig wird ein Summationseffekt (oder Coctail-Effekt) beobachtet: beim Einwirken mehrerer Hormonstörer tritt die Wirkung ein, auch wenn der einzelne Hormonstörer unterhalb seiner Wirkungsschwelle bleibt.

Metabole Disruptoren [22]:
Möglich ist auch die Schädigung des Energie- und Fett-Stoffwechsels durch Chemikalien wie Bisphenol A, PFC, Phthalate, DDT, PCB und Tributylzinn. Ergebnis (u.a.): Fettleibigkeit.

Gemessen an der Vielfalt der möglichen gesundheitlichen Schäden fehlt es an den notwendigen Informationen:

  • Die Dosis-Wirkungs-Beziehungen werden zu wenig untersucht und kaum verstanden.
  • Die gebräuchlichen Chemikalien werden nicht systematisch auf hormonstörende Effekte untersucht.
  • Es gibt es kaum diagnostische Methoden, um bei einem gesundheitlichen Schaden die hormonelle Fehlfunktion und den Hormonstörer als Ursache zu ermitteln.
  • Es gibt keine therapeutische Methoden, die auf die Ursache, d.h. den Hormonstörer, zielen, d.h. es gibt keine Methoden, um den Körper von Hormonstörern zu entgiften oder die Gift-Aufnahme zu verringern.
  • Wurde die Hormonstörung nur im Tierversuch gefunden, aber für den Menschen nicht statistisch nachgewiesen, dann gilt die gesundheitliche Gefahr als nur theoretisch, wird also von Gesundheitsbehörden und Gift-Herstellern ignoriert.
  • Aus ethischen Gründen dürfen naturwissenschaftliche Untersuchungen nur an Tieren, nicht an Menschen durchgeführt werden. Die Industrie bestreitet die Übertragbarkeit der Tierversuchs-Ergebnisse auf den Menschen.
Dennoch werden die hormonstörenden Chemikalien massenhaft eingesetzt.

Die gefährlichsten Hormonstörer

  • Glyphosat

    Das Pflanzengift schädigt Pflanze, Tier und Mensch. Hier finden Sie weitere Informationen.

  • Metalle
    • Quecksilber kommt vor allem aus Amalgamfüllungen und Impfstoffen, wird am Arbeitsplatz, z.B. in der Zahnarztpraxis, freigesetzt, wird mit der Nahrung, z.B. Fisch, aufgenommen und es findet sich in der Umwelt. Quecksilber ist neurotoxisch, schädigt Nerven-, Immun- und Hormonsystem und ist an der Entwicklung von vielen chronischen Krankheiten beteiligt.
    • Blei ist neurotoxisch und schädigt die Hormone.
    • Aluminium und seine Verbindungen sind sehr reaktionsfreudig - also sehr giftig, u.a. neurotoxisch!
    • Cadmium schädigt Nerven-, Immun-, Fortpflanzungs- und Herz-Kreislaufsystem.
  • Polychlorierte Biphenyle (PCB)
    sind schon lange verboten, aber immer noch in unserer Umwelt aktiv. Lesen Sie mehr ...
  • Bisphenol A (und S)
    schädigt das Hormonsystem und kann deshalb die unterschiedlichsten Krankheiten verursachen.
  • Phthalate [10]
    z.B. DEHP, werden verwendet, damit Plastik auch bei den üblichen Umgebungstemperaturen weich ist. Sie finden sich in vielen Alltags-Gebrauchsgegenständen:
    • Verpackungen zum Einschweißen von Lebensmitteln; die Phthalate reichern sich in fetthaltigen Lebensmitteln, z.B. Käse, an.
    • Weich-PVC, das für Kabel, Folien und Vinyl-Tapeten verwendet wird.
    • Kosmetika und Körperpflegemitteln: [20]
      Parfüm, Haarspray, Deodorants, synthetischen Düften, Fingernagel-Kosmetika, Duschgel, Shampoo,
    • Lufterfrischern und Duft-Kerzen,
    • Insekten-Abwehrmitteln,
    • Teppich-Auslegeware, Vinylbelag,
    • Plastikspielzeug;
    • Restaurant-Kost.
    Wirkung
    Phthalate wirken wie Östrogene und werden als Ursache von
    • Störung der Hormone, speziell Reduzierung des Schilddrüsenhormons T4,
    • zu früher Pubertät und Verschlechterung der männlichen Samenqualität
    • angeborenen Krankheiten und Entwicklungsproblemen bei Phthalat-Belastung während der Schwangerschaft,
    • Reduzierung des Vitamin D - Spiegels,
    • Entwicklungsschäden am Immunsystem, Neurodermitis, Asthma;
    • Diabetes (Typ 2), auch Schwangerschafts-Diabetes;
    • einigen Krebstypen, z.B. Brustkrebs
    genannt.
  • Pyrethroide [7]
    sind synthetische, lipophile Insektizide. Sie werden in Wohnungen (z.B. in Teppichen, zur Imprägnierung von Malaria-Netzen und gegen Läuse), an Haustieren (z.B. gegen Hundeflöhe) und im Freien (als Pestizide und Holzschutzmittel) eingesetzt; sie finden sich in Milch, Babynahrung und Gemüse. Vom Menschen werden sie vorwiegend durch Atmung aufgenommen und im Fettgewebe gespeichert. Bei Einwirkung von UV-Strahlung bzw. Sonnenlicht wird das Gift abgebaut.

    Pyrethroide, z.B. Allethrin, Cypermethrin und Permethrin, sind Kontaktgifte, die die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen irreversibel blockieren, so dass sie vom offenen Zustand aus nicht wieder geschlossen werden können. Na+-Ionen strömen ungehindert in das Zellinnere und es kommt zu unkontrollierbaren Nervenimpulsen. Dies führt zunächst zu Erregungszuständen mit Krämpfen, dann zu Koordinationsstörungen und schließlich zu einer spastischen Lähmung (Paralyse). Der schnelle immobilisie­rende Effekt tritt noch vor dem Tod ein und wird als knockdown bezeichnet. Pyrethroide wirken in der Regel sehr schnell gegen fast alle Insekten.

    Wirkungen und Symptome am Menschen

    • Nervensystem: Ataxie, erhöhte Erregbarkeit, unwillkürliche Bewegungen, Speichelfluss, Tremor, Krämpfe.
    • Hormonsystem: Schädigung der männlichen Sexualentwicklung mit der Folge von vorzeitiger Pubertät; Blockade von Schilddrüsenhormonen. In hohen Konzentrationen können Pyrethroide wie Östrogene wirken.
    • Immunsystem: Permethrin verursacht Krebs (ist carcinogen).
    Nachweis:
    Kürzliche Belastung kann im Urin über das Stoffwechselprodukt 3-Phenoxy-benzoesäure (3-PBA) nachgewiesen werden.
  • Paraquat [9] ist eines der giftigsten Herbizide (Pflanzengifte), das zu vielen Gesundheitsschäden und Todesfällen unter den ArbeiterInnen und Bauern geführt hat. In der EU und in der Schweiz ist es daher seit langem verboten. Doch der Agro-Konzern Syngenta verkauft das Pestizid in vielen Ländern weiterhin. Gesundheitsschädigende Wirkungen:
    • Hormonstörung: Verringerung von Testosteron, des Follikel-stimulierenden Hormons, des luteinisierenden Hormons, von Prolaktin und von Schilddrüsenhormonen.
    • Neurotoxizität: Paraquat schädigt das zentrale Nervensystem und kann Parkinson hervorrufen.
    • Paraquat schädigt die Haut und erleichtert dadurch das Eindringen in den Körper; es schädigt die Lungen, die Augen, das Herz, die Nieren, die Nebennieren, die Leber, Muskeln und die Milz und kann Multiorgan­versagen hervorrufen.
  • Polysorbat 80 ist ein oberflächenaktiver und emulgierender Stoff und wird in Impfstoffen und anderen pharmazeutischen Produkten verwendet.
  • Synthetische Östrogene (Xenoestrogene) und Progesterone [19] sind in
    • der Pille zur Empfängnisverhütung,
    • Tampons und Damenbinden.

    Die Xenoestrogene sind Chemikalien synthetischer oder natürlicher Herkunft, die entweder wie körper­eigene Hormone (agonistisch) wirken oder deren Wirkung abschwächen (antagonistisch). Xenoestrogene wurden für das Absinken der Spermienzahl beim Menschen verantwortlich gemacht. Auch Reproduktions- und Entwicklungsstörungen, Brust- und Hodenkrebs sowie krankhafte Fettleibigkeit werden mit ihnen in Verbindung gebracht. (aus spektrum.de)

    In Babynahrung aus Soja sind Östrogen-artige Bestandteile enthalten, die den Hormonhaushalt der Kinder ungünstig beeinflussen.

  • Sonnenschutz und Vitamin D [11]
    In Sonnenschutzmitteln werden häufig hormonstörende Stoffe mit östrogener Wirkung eingesetzt: Oxybenzon, Octinoxat, Homosalat, Octisalat, Octocrylen und Avobenzon, 4-Methylbenzylidencampher (4-MBC) und Bisphenon (Benzophenon-3). Die Substanzen bleiben nicht auf der Haut, sondern werden resorbiert, wandern in den Körper und verbleiben dort für lange Zeit. Avobenzon wird in gechlortem Wasser zu toxischen und hormonschädigenden Substanzen zersetzt. Weniger giftige Sonnenschutzmittel arbeiten mit mineralischen Substanzen, die Titan- und Zinkverbindungen und möglichst keine Nanopartikel enthalten.

    Zweck der Sonnnenschutzmittel ist die Blockade von UV-Strahlen, damit sie - bei zu viel Strahlung - nicht die Haut schädigen und kein Hautkrebs entsteht. Allerdings gibt es bisher keinen Nachweis, dass durch die Anwendung von Sonnenschutzmitteln weniger Hautkrebs entsteht. Andererseits muss mit einer doppelten Schadenswirkung gerechnet werden: die Hormonschädigung und der Vitamin-D-Mangel. Denn Vitamin D kann im Körper nur mit UV-Strahlung gebildet werden.

    Empfehlungen zu Vitamin D [1]:

    • Sonnen Sie, um die Wirkung zu erhöhen, bevorzugt Hautpartien, die normalerweise nicht ständig der Sonne ausgesetzt sind;
    • Sonnen Sie etwa ein Drittel bis die Hälfte der Zeit, in der sich die Haut röten würde.
    • Befürchten Sie Hautkrebs? Dagegen ist Vorsorge möglich mit Antioxidantien, etwa Astaxanthin, den Vitaminen B3, C, D und E und mit Tomaten [14].
    • Nach dem Sonnenbad bildet sich in der Haut zunächst die Vorstufe Vitamin D3, die im Laufe der nächsten 24-48 Stunden in Vitamin D umgewandelt wird, das dann in der Leber gespeichert wird. Achtung: D3 kann bei Anwendung von Seife aus der Haut wieder herausgewaschen werden.
    • In der dunklen Jahreszeit (Herbst und Winter) reicht die Sonne wegen des niedrigen Sonnenstandes nicht aus, um genügend Vitamin D im Körper zu erzeugen. Dann empfehlen sich Vitamin-Präparate wie Dekristol (verschreibungspflichtig).
    • Die Aufnahme von Vitamin D aus der Nahrung ist generell unzureichend.
    • Vitamin D - Mangel kann
      • Depressionen, Demenz
      • Herzkrankheiten
      • chronische Entzündungen - z.B. in Verbindung mit Diabetes Typ II,
      • Autoimmunkrankheiten,
      • Krebs - besonders Darmkrebs, Brust- und Prostata-Krebs und
      • weitere chronische Erkrankungen
      verursachen. Das Vitamin erhöht die Lebenserwartung, stärkt das Immunsystem, schützt das alternde Gehirn, verbessert die Gedächtnisleistungen und sorgt dafür, dass Calcium in die Knochen eingebaut wird. Es verbessert den Antioxidantien- und den Hormon-Status.
  • DEET [3]

    (Diethyltoluamid bzw. N,N-Diethyl-3-Methylbenzamid, C12H17NO) ist ein chemisches Insektenabwehr­mittel, das in vielen Mückenschutzmitteln, z.B. in einigen Autan® - Produkten, verwendet wird.

    Biologische Wirkung
    Lange war der Wirkmechanismus dieses Gifts unbekannt. DEET blockiert, ähnlich wie Organophosphate (s.u.), die Acetylcholinesterase, ein Enzym, das in den Nervenzellen des zentralen Nervensystems aktiv ist. Das Enzym kann den Neurotransmitter Acetylcholin, der einen Erregungszustand signalisiert, blitzschnell neutralisieren. Die Blockade ist reversibel, kann also wieder beendet werden.

    Steht das Enzym Acetylcholinesterase nicht zur Verfügung, dann kann der Erregungszustand nicht beendet werden und es kommt zur Dauererregung der Nervenzellen; Reizweiterleitung und Informations­verarbeitung werden eingeschränkt oder ganz verhindert. Die Wirkung tritt in Insekten und Säugetieren ein.

    DEET dringt noch intensiver durch die Haut in den Körper ein, wenn Sie auch Sonnenschutzmittel auftragen, die Oxybenzon enthalten.

    Symptome
    Acetylcholinesterase-Hemmer - DEET, Organophosphate und Carbamate - wirken synergistisch, d.h. sie verstärken sich gegenseitig. Bei längerer Anwendung führen sie zu Kopfschmerzen, Schwindel, Wahrneh­mungsproblemen, Gehirnschäden, Gedächtnisverlust, Zittern, verwaschener Sprache, Muskelschwäche, Krampfanfällen und Problemen beim Gehen.

    Bild einer Stechmücke Gelbfiebermücke
    Quelle: Wikipedia

    Alternativen zur Insekten-Abwehr mit DEET:

    • Düfte von einigen pflanzlichen Ölen oder Kräutern vergraulen die Insekten:
      Zitrone-Eukalyptus, Zitronengras, Ringelblume/Calendula, Zedernholz, Geranien, Neem, Thymian oder Nelken, Katzenminze (Katzenmelisse), Weihrauch, Lavendel, Minze oder Basilikum.
    • Moskitos werden von Kohlendioxid angezogen, das Menschen ausatmen:
      • eine Moskitofalle: Hefe in Zuckerwasser erzeugt CO2; davon werden Mücken angezogen.
      • Knoblauch und Vanille überdeckt Kohlendioxid.
    • Fraglich: der chemische Wirkstoff Icaridin (oder Picaridin, Bayrepel, chemischer Name: Hydroxy-isobutyl-piperidin-carboxylat) wurde noch nicht so gründlich erforscht wie DEET.
    • Weitere Tipps: Philognosie, Zentrum der Gesundheit, MosquiToes
  • Organophosphate [3]
    • sind Ester der Phosphorsäure. Sie werden als Insektizide und Herbizide auf Obst und Gemüse (nicht bei Bio-Produkten erlaubt) gesprüht: z.B. Weizen, Mais, Sellerie, Paprika, Spinat, Kopfsalat, Gurken, Kartoffeln, Äpfel, Pfirsiche, Erdbeeren, Weintrauben und Blaubeeren;
    • Die Organophosphate führen zu einer irreversiblen Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase durch kovalente Bindung an das aktive Zentrum, bei den Carbamaten ist diese Hemmung reversibel (s. oben DEET).
    • Folgende 5 Organophosphate sind krebserregend: das Herbizid Glyphosat und die Insektizide Malathion, Diazinon, Tetrachlorvinphos und Parathion. Chlorpyrifos [4] wirkt zudem neurotoxisch und schädigt besonders die Entwicklung des kindlichen Gehirns.
  • Fluoride [16]

    Herkunft, Zweck
    Fluorid ist ein biologisch nicht abbaubares Umweltgift, das bis 1945 als Giftstoff klassifiziert war. Fluor-Verbindungen wurden in beiden Weltkriegen als Kampfgas eingesetzt. Es ist giftiger als Blei und entsteht in großen Mengen bei der Herstellung von Aluminium. Da Fluor in der Erdkruste vorkommt, ist es in geringer Menge in Nahrungsmitteln und Trinkwasser enthalten.

    Anwendung
    • in Pestiziden
    • für die Bildung einer säure-resistenten Schutzschicht über dem Zahnschmelz
      • als Natriumfluorid, Aminfluorid, Zinnfluorid oder Natriummonofluorphosphat in Zahnpasta und
      • in manchen Ländern als Hexafluoridokieselsäure (H2SiF6) im Trinkwasser.
      Es ist zweifelhaft, ob dieses Ziel angesichts der geringen Dicke der Schutzschicht (wenige nm) erreicht wird. Zudem wird die Schmelzbildung gestört und den Zähnen Kalzium entzogen. Zahnpasta wird auch ohne Fluorid angeboten.
    • wegen der antipsychotischen Wirkung in Beruhigungs- und Schlafmitteln sowie in Psychopharmaka, um Menschen ruhig zu stellen. Beispiele: der Wirkstoff Flunitrazepam im Tranquilizer Rohypnol und der Wirkstoff Trifluoperazin in Tranquilizern und Neuroleptika.

    Wirkung, Symptome
    Fluor und Fluoride sind zwar als Spurenelement im Menschen vorhanden, sind aber nicht essenziell.

    • Sie steigern die Aufnahme von Blei und Aluminium in den Körper (Synergie).
    • Sie sind neurotoxisch, speziell in der Schwangerschaft (für das werdende Kind) und im Kindesalter.
    • Sie reduzieren Anzahl und Beweglichkeit der Spermien und des Testosteron-Spiegels und damit die männliche Zeugungsfähigkeit.
    • Sie schädigen das Hormonsystem, speziell in der Zirbeldrüse und der Schilddrüse, und blockieren die Produktion von Insulin, der Schilddrüsenhormone T3 und T4 sowie von Melatonin.
    • Sie schädigen Herz, Leber und Nieren.
    • Eine zu hohe Fluoridzufuhr kann zu einer Fluorose der Zähne (dentale Fluorose) und des Skeletts (ossäre Fluorose) führen.
  • Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC)
    haben weitreichende hormonstörende Wirkungen. Hier finden Sie mehr.
  • Flammschutzmittel [24]

    Herkunft, Zweck
    Flammschutzmittel, u.a. Polyurethan-Schaum und polybromierte Biphenyle (PBB), finden sich in vielen Gebrauchsgegenständen, z.B. in elektronischen Baugruppen, Kleidung, Matratzen und Kissen, damit sie sich nicht entzünden. Es ist fraglich, ob dieses Ziel bei den üblichen Konzentrationen wirklich erreicht wird.

    Einwirkung auf den Menschen
    Flammschutzmittel werden über die Atemluft aufgenommen und ins Blut abgegeben.

    Wirkung, Symptome
    Flammschutzmittel können zu Hormonstörungen, Unfruchtbarkeit, ADHD, geringem IQ und Schilddrüsen-Krebs beitragen.

    Empfehlung
    Nehmen Sie nur Produkte ohne Flammschutzmittel. Sie sind giftig und überflüssig.

  • Toluol, ein Lösungsmittel in Farben, Klebstoff, Gummi, Druckertinte und Silikon-Dichtmittel.
  • Dioxine [15]
    genauer die Dibenzo-p-dioxine (PCDD) und Dibenzofurane (PCDF), entstehen als Nebenprodukte vor allem bei Verbrennungsprozessen (z.B. Müll- und Altölverbrennung, Waldbrände) und bei der Pestizid-Herstellung. Sie haften an Staubpartikeln und verbreiten sich auf diese Weise in der Umwelt.

    Giftbelastung
    Dioxine werden gefunden in

    • Lebensmitteln: Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier;
    • Sanitärprodukten: Damenbinden und Tampons, von wo aus das Gift schnell in den Blutkreislauf gelangt.

    Wirkung, Symptome
    Dioxine sind sehr langlebige, fettlösliche Verbindungen, die sich im Fettgewebe von Tieren und Menschen anreichern und nur sehr langsam abgebaut werden. Als chronische Wirkungen von Dioxinen wurden bei Tierversuchen Störungen der Reproduktionsfunktionen, des Immunsystems, des Nervensystems und des Hormonhaushalts beobachtet. Bei einigen Dioxinen geht man davon aus, dass sie das Risiko, an Krebs zu erkranken, erhöhen können.

    Grenzwert
    Für die chronische, tägliche Belastung mit Dioxin gibt es keinen sicheren Grenzwert.

  • Empfehlung

    • Achten Sie besonders bei Produkten, die mit Schleimhaut und Blut in Berührung kommen, darauf, dass sie nicht giftbelastet sind.
  • Triclosan [6],
    Triclosan ist ein polychloriertes Phenoxyphenol. Wegen seiner desinfizierenden, bioziden Wirkung wird es in Medizin und Haushalt seit über 40 Jahren eingesetzt. Durch die Einwirkung von Sonnenstrahlung, Ozon, Chlor und Mikroorganismen entstehen Dioxine, die in Abwasser, Kläranlagen und Oberflächenwasser gelangen.

    Giftbelastung
    Triclosan wird eingesetzt

    • in höheren Konzentrationen als Desinfektionsmittel in Arzt-, Zahnarztpraxen und Kliniken,
    • zur Therapie der Neurodermitis,
    • in Kosmetika, Zahnpasta, Deodorants, Seifen, Haushaltsreinigern und Waschmitteln,
    • zur Präparierung von Textilien und Schuhen.

    Wirkung, Symptome
    Triclosan wird über die Haut resorbiert, im Fettgewebe angereichert und gelangt auch in das Nabelschnurblut von Schwangeren. Folgende Wirkungen wurden beobachtet:

    • Resistenz gegenüber der Substanz und gegenüber Antibiotika, etwa Chinolone.
    • Bildung von Lebertumoren.
    • Triclosan schädigt weibliche (Östrogene) und männliche (Testosteron) Sexualhormone und vermindert die Fruchtbarkeit von Frauen.
    • Schwangerschaft: es entstehen Komplikationen in der Östrogenversorgung des Fötus und somit Schäden für das entstehende Kind und es kommt ggf. zu einer Fehlgeburt.
    • Im Tierversuch wurde Muskelschädigung, z.B. des Herzmuskels, nachgewiesen.

    Empfehlung

    • Verwenden Sie keine Reinigungsmittel, Seifen und Kosmetika, die antibakterielle Stoffe oder Desinfektions­mittel enthalten! Bakterien sind nicht so schlimm, wie viele denken [12].
  • Parabene [18]

    Herkunft, Zweck
    Parabene werden als Konservierungsstoff in Körperpflegeprodukten - Shampoos, Seifen, Hand-Desinfek­tionsmittel, Makeups, Lotionen, Rasur-Hilfsmittel und Gleitmittel - eingesetzt, um das Wachstum von Mikroben zu begrenzen.

    Einwirkung auf den Menschen
    Parabene werden durch die Haut absorbiert und gelangen direkt in die Blutbahn, über die Nabelschnur auch zum Fötus.

    Wirkung, Symptome
    Viele Parabene besitzen eine östrogene Wirkung - das heißt sie wirken ähnlich wie weibliche Sexualhormone. Propyl- und Butylparaben haben zudem eine anti-androgene Wirkung: sie können die Wirkung des männlichen Sexualhormons Androgen hemmen. Einige Parabene können bereits in geringen Mengen das Fortpflanzungssystem schädigen.

    Parabene stören wichtige Entwicklungsprozesse, die in ganz bestimmten Zeitfenstern des Wachstums ablaufen. Föten im Mutterleib, Kleinkinder und Pubertierende reagieren darauf besonders empfindlich. Parabene werden mit folgenden Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht: verfrühte Pubertät bei Mädchen, Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane, Brustkrebs, Schilddrüsenkrebs, Störungen der Nervenentwicklung und Reduktion der Spermienzahl.

    Mit Ingwer konnten in vitro schädliche Wirkungen der Parabene reduziert werden.

    Empfehlung

    • Antibakterielle Zusätze in Körperpflegeprodukten sind generell überflüssig.

    • Vermeiden Sie auch Triclosan, Triclocarban (TCC) und Oxybenzon - hormonstörende Stoffe, die ebenfalls in der Körperpflege eingesetzt werden!
  • Atrazin,
    ein Pflanzengift, verwandelt männliche Frösche in weibliche bzw. in Zwitter. Es verändert die Hormon-Produktion: es steigert die Produktion des Stresshormons Cortisol, schädigt die Prostata, senkt die Testosteron-Produktion, stimuliert die Östrogen-Produktion und begünstigt dadurch Brustkrebs. Das Gift ist seit 1959 im Einsatz, in der EU-Landwirtschaft verboten, aber in USA erlaubt.

Gesundheitsschäden durch hormonstörende Stoffe

  • Sexualität, beide Geschlechter:

    • Störung der natürlichen Sexualhormone - Östrogen, Androgen, Progesteron. In der Folge kann auch die Ausprägung primärer und sekundärer Geschlechtsmerkmale - z.B. Wachstum von Haaren, der Brust usw. - gestört sein.
    • Unfruchtbarkeit
      In der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) werden Hormone gebildet, die auf die Fruchtbarkeit beider Geschlechter einen großen Einfluss haben. Schäden bis hin zur Unfruchtbarkeit können durch chronische Giftbelastung, aber auch durch psychische Belastungen, z.B. Stress, verursacht werden.
    • Gestörte Sexualentwicklung des Fötus

    weibliche Sexualität

    • Dysmenorrhö, eine mit krampfartigen und langandauernden Schmerzzuständen einhergehende Menstruation.
    • Das prämenstruelle Syndrom (PMS) ist ein im Vorfeld der Menstruation auftretender Symptomkomplex, der bis zum Einsetzen der Regelblutung andauert.
    • Uterusmyom: gutartiger Tumor, der von der Muskulatur der Gebärmutter ausgeht.
    • Polyzystisches Ovar-Syndrom [17]
      ist die häufigste hormonelle Störung bei Frauen im gebärfähigen Alter, zudem die häufigste Ursache für eine Unfruchtbarkeit aufgrund von Zyklusstörungen. Abhilfe: Vitamin D.
    • Fehlgeburt und ektopische Schwangerschaft (Fötus-Entwicklung außerhalb des Uterus).
    • Während der Schwangerschaft ist die Einwirkung von Hormonstörern besonders verhängnisvoll; Beobachtungen haben gezeigt, dass Fruchtwasser besonders viele Hormonstörer enthält; zwei Drittel davon beeinträchtigen die Schilddrüsen-Hormone.
    • Frühzeitige Brust-Entwicklung und Pubertät bei Mädchen [23]
    • Endometriose: das Endometrium verbreitet sich unter Schmerzen an anderen Stellen im Körper;

    männliche Sexualität

    • Schädigung der männlichen Geschlechtsorgane und -merkmale, z.B. Fehlentwicklung der Hoden: Hemmung der Samenreife, Verminderung der Spermienzahl [13].
    • Vorzeitige Pubertät: wird mit Symptomen wie Reizdarm, Arthritis, Glaukom, Schuppenflechte, Krebs, Typ-2-Diabetes, Herzkrankheiten, Depressionen und Verhaltensstörungen in Verbindung gebracht [8].
    • Weniger männliches Verhalten;
    • höhere Sterblichkeit durch verringertes Testosteron;
    • Feminisierung durch Störung des Hormonhaushalts von männlichen Föten und Kindern; Entwicklung von weiblichen (sekundären) Geschlechtsmerkmalen. Beispiele:
      • Menschen, die biologisch als männlich einzustufen sind, entwickeln weibliche Merkmale und empfinden sich als weiblich. In der Folge können operative Geschlechtsumwandlungen notwendig werden.
      • Bei zu viel Östrogen und zu wenig Testosteron kann es zu unnatürlichem Brustwachstum kommen.
  • Neurologie, Psychiatrie
    • Intelligenzverlust (geringerer IQ) bis hin zu geistiger Behinderung und Schwachsinn,
    • Autismus (ASD),
    • Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitäts-Störung (ADHD),
    • Stimmungsschwankungen,
    • Verhaltensstörungen.
  • Schilddrüsenprobleme [21]

    Einige weit verbreitete Chemikalien greifen bevorzugt die Schilddrüse an. Die Schilddrüsenhormone der Mutter sind wichtig für die normale Gehirnentwicklung in Fötus und Kleinkind. Sobald die Hormonstörer die Rezeptoren im Gehirn besetzen, ist die normale Gehirnentwicklung gestört; Synapsen werden nicht gebildet. Schon eine geringe Gift-Belastung in der Schwangerschaft kann die kognitive Entwicklung der Nachkommen negativ beeinflussen.

    Auch die chronische Erschöpfung (CFS) kann durch eine Unterfunktion der Schilddrüse (mit-)verursacht werden.

  • krankhaftes Übergewicht, Fettleibigkeit bei Kindern und Erwachsenen [22],
    krankhaft bedeutet: die Fettleibigkeit entsteht, auch wenn die Menschen dieselbe Kalorienmenge wie nicht geschädigte Menschen aufnehmen;
  • Insulin-Resistenz, Diabetes Typ II,
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krebs, z.B. Brustkrebs durch synthetische Östrogene, Prostatakrebs, Uterus- und Schilddrüsen-Karzinome.
    Diese Schäden werden bei Jugendlichen beobachtet, die als Kleinkinder besonderss vielen hormonwirksamen Substanzen ausgesetzt waren.
  • Allergien.

Gesundheitspolitik

Der bedenkenlose Einsatz hormonstörender Substanzen verursacht in der EU - neben dem menschlichen Leid - einen ökonomischen Schaden von jährlich 157 Milliarden € oder 1,23% des Bruttosozialprodukts. [5]

Leider stehen deutsche und EU-Regulierungsbehörden unter starkem Einfluss der Gift-Produzenten, so dass eher mit einer Verschlimmerung der Situation zu rechnen ist. Mühelos beeinflussen die Gift-Produzenten mit ihren hohen Gewinnen Wissenschaftler, deren Studien und die Veröffentlichung in wissenschaftlichen Zeitschriften, Gesundheitsbehörden und politische Entscheider und damit alle wissenschaftlichen und politischen Entscheidungsprozesse.

Sobald den Entscheidern in Politik und Regulierungsbehörden in einer wissenschaftlichen Studie die hohen Gefahren der hormonstörenden Stoffe aufgezeigt werden, wird von der Gegenseite, der giftproduzierenden Industrie, eine Gegenstudie präsentiert mit dem Ziel, eine für die Industrie nachteilige Entscheidung um Jahre hinauszuschieben oder endgültig zu verhindern; Beispiel: Glyphosat, Report gekaufte Wissenschaft.


[1] Studien und weitere Informationen zu Vitamin D

[3] Studien und weitere Informationen zu DEET und Organophosphaten

[4] Weitere Informationen und Studien zu Chlorpyrifos

Chlorpyrifos wird in Landwirtschaft und Haushalt als Pestizid und Insektizid eingesetzt. Es ist ein Organo­phosphat, neurotoxisch und schädigt die Entwicklung des kindlichen Gehirns.

[5] Studien und weitere Informationen zur Gesundheitspolitik und den Kosten der Hormon-Gifte

[6] Weitere Informationen zu Triclosan

[7] Weitere Informationen zu Pyrethroiden

[8] Studie zu Gesundheitsschäden durch vorzeitige Pubertät

[9] Studien und weitere Informationen zu Paraquat

[10] Studien und weitere Informationen zu Phthalaten

[11] Weitere Informationen zu Sonnenschutzmitteln

[12] Weitere Informationen zu Bakterien
Bakterien spielen besonders im Darm (Darmflora) eine wichtige Rolle und sollten deshalb pfleglich behandelt werden. Durch probiotische und fermentierte Nahrung werden sie gefördert, durch Umweltgifte, Medikamente (z.B. Antibiotika) und Fast-Food-Produkte der Lebensmittelindustrie werden sie geschädigt.

  • Franz Daschner: Wir fürchten und wir brauchen sie (6.2008)
    99,99999 und noch mehr Prozent der Bakterien in uns, auf uns und um uns herum sind gute Bakterien.
    Prof. Dr. Franz Daschner war 1992 - 2006 Direktor des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene in Freiburg.
  • Spiegel: Wie Bakterien im Darm unsere Gesundheit beeinflussen (10.2018)
    Interview mit Stephan C. Bischoff, Direktor des Instituts für Ernährungsmedizin an der Universität Hohenheim in Stuttgart.

[13] Weitere Informationen zur Abnahme der Spermienzahl

[14] Weitere Informationen und Studien zum Hautschutz durch Antioxidantien

[15] Studien und weitere Informationen zu Dioxinen

[16] Studien und weitere Informationen zu Fluoriden

[17] Informationen und Studien zum Polyzystischen Ovarsyndrom
Das polyzystische Ovarsyndrom (polycystic ovary syndrome, PCOS) ist eine der häufigsten hormonellen Erkrankungen bei Frauen. Es stellt eine der wichtigsten Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch dar.

[18] Weitere Informationen und Studien zu Parabenen

[19] Studie zu Östrogenen

[20] Weitere Informationen zu Chemikalien in Kosmetika und Körperpflegemitteln
(Parfüm, Deodorants, Düfte, Shampoo etc.)

[21] Weitere Informationen und Studien zu Schilddrüsenproblemen

[22] Weitere Informationen und Studien zu metabolen Disruptoren
Metabole Disruptoren arbeiten, ebenso wie endokrine Disruptoren (Hormonstörer), an Rezeptoren: sie besetzen und blockieren die Rezeptoren und stören deren natürliche Funktion.

  • Spiegel: Dick durch Chemikalien? (5.2016)
  • Amanda S. Janesick and Bruce Blumberg: Obesogens: an emerging threat to public health (5.2017)
    Ein Teil der Hormonstörer, die Obesogens, fördern Fettleibigkeit durch Veränderung der Fettzellen-Entwicklung. Dadurch wird mehr Energie in Fettgewebe gespeichert, und die hormonelle Steuerung von Appetit und Sättigung wird beeinflusst. Unklar ist bisher, ob Fettleibigkeit vererbt wird.
  • Interview mit Bruce Blumberg: What Do We Know about Obesogens?
    Blumberg ist ein Entwicklungsbiologe, der sich mit der dick machenden Wirkung von hormonstörenden Chemikalien, den Obesogens, beschäftigt hat. Bisher wurden 20 Chemikalien gefunden, aber das ist erst der Anfang: Organozinn-Verbindungen, Bisphenol A, Perfluoroktansäure (PFOA), Phthalate.

[23] Weitere Informationen und Studien zur frühzeitigen Pubertät

[24] Weitere Informationen und Studien zu Flammschutzmitteln

 

Weitere Informationen zu Hormonen und hormonstörenden Stoffen:

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