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Hormonstörende Stoffe

- auch Hormongifte, endokrine Disruptoren, englisch Endocrine Disrupting Chemicals (EDC) genannt - sind giftig, denn sie greifen in das Hormonsystem des Menschen ein und schädigen Stoffwechsel-, Entwicklungs- und Fortpflanzungsprozesse.

Was sind Hormone?

hier sollte in einem Bild gezeigt werden, wie Hormone in einem Regelkreis produziert werden Quelle: Wikipedia

Hormone sind biochemische Botenstoffe, die von speziellen Zellen produziert werden und an anderen Zellen besondere Wirkungen oder Regulations­funktionen entfalten. Hormone wirken auf alle Systeme des Körpers, z.B. das Nerven- und das Immunsystem, ein und beeinflussen die Antwort des Körpers auf Stress oder Verletzung. Die Bildung von Hormonen wird beeinflusst

  • durch Regelkreise (s. Beispiel im Bild rechts),
  • durch das autonome Nervensystem oder
  • durch nichthormonelle Botenstoffe, z.B. Kalzium oder Glukose.
Störung (Schädigung) der Hormone bedeutet:
  • die Hormonproduktion wird verändert und die Hormon-Werte im Körper sind deshalb zu hoch oder zu niedrig,
  • die Hormone stehen nicht in ausreichender Menge für biologische Prozesse zur Verfügung;
  • die hormon-ähnlichen Chemikalien docken an Hormon-Rezeptoren an; dadurch werden die Hormone blockiert oder nachgeahmt;
  • die hormonelle Funktion geht verloren;
  • die hormonellen Veränderungen treten ggf. ab Geburt ein und sind bis zum Lebensende wirksam.

Was sind Hormonstörer?

Toxikologie
Häufig wird ein Summationseffekt (oder Coctail-Effekt) beobachtet: beim Einwirken mehrerer Hormonstörer tritt die Wirkung ein, auch wenn der einzelne Hormonstörer unterhalb seiner Wirkungsschwelle bleibt.

Metabole Disruptoren [22]:
Möglich ist auch die Schädigung des Energie- und Fett-Stoffwechsels durch Chemikalien wie Bisphenol A, PFC, Phthalate, DDT, PCB und Tributylzinn. Ergebnis: das metabolische Syndrom, also Fettleibigkeit (Bauchfett, Adipositas), Insulin-Resistenz, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörung (Fettleber, Cholesterin).

Gemessen an der Vielfalt der möglichen gesundheitlichen Schäden fehlt es an den notwendigen Informationen:

  • Die Dosis-Wirkungs-Beziehungen werden zu wenig untersucht und kaum verstanden. Manche Forscher sprechen davon, dass die Dosis-Wirkungs-Beziehungen im Bereich niedriger Dosen nichtlinear seien.
  • Die gebräuchlichen Chemikalien werden nicht systematisch auf hormonstörende Effekte untersucht.
  • Es gibt es kaum diagnostische Methoden, um bei einem gesundheitlichen Schaden die hormonelle Fehlfunktion und den Hormonstörer als Ursache zu ermitteln.
  • Es gibt keine therapeutische Methoden, die auf die Ursache, d.h. den Hormonstörer, zielen, d.h. es gibt keine Methoden, um den Körper von Hormonstörern zu entgiften oder die Gift-Aufnahme zu verringern.
  • Wurde die Hormonstörung nur im Tierversuch gefunden, aber für den Menschen nicht statistisch nachgewiesen, dann gilt die gesundheitliche Gefahr als nur theoretisch, wird also von Gesundheitsbehörden und Gift-Herstellern ignoriert.
  • Aus ethischen Gründen wird die naturwissenschaftliche Untersuchung der Giftwirkung nur an Tieren, nicht an Menschen durchgeführt. Wenn das Ergebnis des Tierversuchs ist, dass eine Chemikalie gesundheits­schädlich und hormonstörend ist, dann bezweifelt die Industrie die Übertragbarkeit des Tierversuchs-Ergebnisses auf den Menschen.
Dennoch werden die hormonstörenden Chemikalien massenhaft eingesetzt.

Die gefährlichsten Hormonstörer

  • Glyphosat

    Das Pflanzengift schädigt Pflanze, Tier und Mensch. Lesen Sie mehr ...

  • Metalle
    • Quecksilber kommt vor allem aus Amalgamfüllungen und Impfstoffen, wird am Arbeitsplatz, z.B. in der Zahnarztpraxis, freigesetzt, wird mit der Nahrung, z.B. Fisch, aufgenommen und es findet sich in der Umwelt. Quecksilber ist neurotoxisch, schädigt Nerven-, Immun- und Hormonsystem und ist an der Entwicklung von vielen chronischen Krankheiten beteiligt. Lesen Sie mehr ...
    • Blei ist neurotoxisch und schädigt die Hormone. Lesen Sie mehr ...
    • Aluminium und seine Verbindungen sind sehr reaktionsfreudig - also sehr giftig, u.a. neurotoxisch! Lesen Sie mehr ...
    • Cadmium schädigt Nerven-, Immun-, Fortpflanzungs- und Herz-Kreislaufsystem. Lesen Sie mehr ...
  • Polychlorierte Biphenyle (PCB)
    sind schon lange verboten, aber immer noch in unserer Umwelt aktiv. Lesen Sie mehr ...
  • Bisphenol A (und S)
    schädigt das Hormonsystem und kann deshalb die unterschiedlichsten Krankheiten verursachen. Lesen Sie mehr ...
  • Phthalate [10],

    die Weichmacher, z.B. DEHP, werden verwendet, damit Plastik auch bei den üblichen Umgebungs­temperaturen weich, flexibel und haltbar ist. Phthalate finden sich in vielen Alltags- und Gebrauchsgegen­ständen:

    • Verpackungen zum Einschweißen von Lebensmitteln; die Phthalate reichern sich in fetthaltigen Lebensmitteln, z.B. Käse, an.
    • Weich-PVC, das für Kabel, Folien, Duschvorhänge und Vinyl-Tapeten verwendet wird.
    • Kosmetika und Körperpflegemitteln: [20]
      Parfüm, Haarspray, Deodorants, synthetischen Düften, Fingernagel-Kosmetika, Duschgel, Shampoo, Waschmittel,
    • Lufterfrischern und Duft-Kerzen,
    • Klebstoffe,
    • Insekten-Abwehrmitteln,
    • Teppich-Auslegeware, Vinylbelag,
    • Kraftfahrzeugen,
    • Plastikspielzeug,
    • Restaurant-Kost, vor allem im Fast-Food-Bereich.
    Wirkung
    Phthalate wirken wie Östrogene, sind extrem embryotoxisch und verursachen Gesundheitsschäden:
    • Störung der Hormonregulation, z.B. Reduzierung des Schilddrüsenhormons T4,
    • Sexualität, Fruchtbarkeit und Schwangerschaft
      • zu frühe Pubertät bei Jungen und Verschlechterung der männlichen Samenqualität,
      • weibliche Unfruchtbarkeit,
      • angeborene Krankheiten und Entwicklungsprobleme bei Phthalat-Belastung während der Schwangerschaft,
    • Reduzierung des Vitamin D - Spiegels,
    • Entwicklungsschäden am Immunsystem: Allergien, Neurodermitis, Asthma;
    • Diabetes (Typ 2), auch Schwangerschafts-Diabetes;
    • einige Krebstypen, z.B. Brustkrebs.

    Aufnahme (Exposition):
    Phthalate werden in den Körper über die Haut und die Nahrung aufgenommen.

  • Triphenylphosphat (TPHP) [25]

    Allgemeines
    TPHP ist ein häufiger Bestandteil von Nagellack, auch als Ersatz für Phthalate, die wegen ihrer hormonschädigenden Wirkung nicht mehr verwendet werden. Aber auch TPHP ist ein Hormonstörer. Es wird auch bei der Plastikherstellung und als Flammschutzmittel verwendet.

    Wirkung, Symptome
    • Schäden im Bereich der Fortpflanzung und der körperlichen Entwicklung vor und nach der Geburt;
    • Gewichtszunahme, Fettleibigkeit (Adipositas).

    Diagnostik
    Die Belastung durch TPHP wird gemessen über dessen Stoffwechselprodukt Diphenylphosphat (DPHP)

  • Pyrethroide [7]
    sind synthetische, lipophile Insektizide. Sie werden in Wohnungen (z.B. in Teppichen, zur Imprägnierung von Malaria-Netzen und gegen Läuse), an Haustieren (z.B. gegen Hundeflöhe) und im Freien (als Pestizide und Holzschutzmittel) eingesetzt; sie finden sich in Milch, Babynahrung und Gemüse. Vom Menschen werden sie vorwiegend durch Atmung aufgenommen und im Fettgewebe gespeichert. Bei Einwirkung von UV-Strahlung bzw. Sonnenlicht wird das Gift abgebaut.

    Pyrethroide, z.B. Allethrin, Cypermethrin und Permethrin, sind Kontaktgifte, die die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen irreversibel blockieren, so dass sie vom offenen Zustand aus nicht wieder geschlossen werden können. Na+-Ionen strömen ungehindert in das Zellinnere und es kommt zu unkontrollierbaren Nervenimpulsen. Dies führt zunächst zu Erregungszuständen mit Krämpfen, dann zu Koordinationsstörungen und schließlich zu einer spastischen Lähmung (Paralyse). Der schnelle immobilisie­rende Effekt tritt noch vor dem Tod ein und wird als knockdown bezeichnet. Pyrethroide wirken in der Regel sehr schnell gegen fast alle Insekten.

    Wirkungen und Symptome am Menschen

    • Nervensystem: Ataxie, erhöhte Erregbarkeit, unwillkürliche Bewegungen, Speichelfluss, Tremor, Krämpfe.
    • Hormonsystem: Schädigung der männlichen Sexualentwicklung mit der Folge von vorzeitiger Pubertät; Blockade von Schilddrüsenhormonen. In hohen Konzentrationen können Pyrethroide wie Östrogene wirken.
    • Immunsystem: Permethrin verursacht Krebs (ist carcinogen).

    Nachweis:
    Kürzliche Belastung kann im Urin über das Stoffwechselprodukt 3-Phenoxy-benzoesäure (3-PBA) nachgewiesen werden.

  • Paraquat [9]

    ist eines der giftigsten Herbizide (Pflanzengifte), das zu vielen Gesundheitsschäden und Todesfällen unter den ArbeiterInnen und Bauern geführt hat. In der EU und in der Schweiz ist es daher seit langem verboten; importierte Lebensmittel, auch angeblich besonders gesunde (z.B. Chia-Samen), werden aber nicht auf Paraquat getestet. Der Agro-Konzern Syngenta verkauft das Pestizid weiterhin in vielen Ländern. Gesundheitsschädigende Wirkungen:

    • Hormonstörung: Verringerung von Testosteron, des Follikel-stimulierenden Hormons, des luteinisierenden Hormons, von Prolaktin und von Schilddrüsenhormonen.
    • Neurotoxizität: Paraquat schädigt das zentrale Nervensystem und kann Parkinson hervorrufen.
    • Paraquat schädigt die Haut und erleichtert dadurch das Eindringen in den Körper; es schädigt die Lungen, die Augen, das Herz, die Nieren, die Nebennieren, die Leber, Muskeln und die Milz und kann Multiorgan­versagen hervorrufen.
  • Polysorbat 80

    ist ein oberflächenaktiver und emulgierender Stoff. Er wird in Impfstoffen und anderen pharmazeutischen Produkten verwendet.

  • Synthetische Östrogene (Xenoestrogene) und Progesterone [19] sind in
    • der Pille zur Empfängnisverhütung,
    • Tampons und Damenbinden

    enthalten. Die Xenoestrogene sind Chemikalien synthetischer oder natürlicher Herkunft, die entweder wie körpereigene Hormone (agonistisch) wirken oder deren Wirkung abschwächen (antagonistisch). Xenoestrogene wurden für das Absinken der Spermienzahl beim Menschen verantwortlich gemacht. Auch Reproduktions- und Entwicklungsstörungen, Brust- und Hodenkrebs sowie krankhafte Fettleibigkeit werden mit ihnen in Verbindung gebracht. (aus spektrum.de)

    In Babynahrung aus Soja sind Östrogen-artige Bestandteile enthalten, die den Hormonhaushalt der Kinder ungünstig beeinflussen.

    Wird eine Hormontherapie erwogen, etwa bei Frauen in und nach den Wechseljahren (Menopause), dann sollten Östrogene aus pflanzlicher Herkunft gegenüber synthetischen Östrogenen bevorzugt werden, da sie weniger Nebenwirkungen haben.

  • Sonnenschutz und Vitamin D [11]
    In Sonnenschutzmitteln werden häufig hormonstörende Stoffe mit östrogener Wirkung eingesetzt: Oxybenzon, Octinoxat, Homosalat, Octisalat, Octocrylen und Avobenzon, 4-Methylbenzylidencampher (4-MBC). Die Substanzen bleiben nicht auf der Haut, sondern werden resorbiert, wandern in den Körper und verbleiben dort für lange Zeit. Avobenzon wird in gechlortem Wasser zu toxischen und hormonschädigenden Substanzen zersetzt. Weniger giftige Sonnenschutzmittel arbeiten mit mineralischen Substanzen, die Titan- und Zinkverbindungen und möglichst keine Nanopartikel enthalten.

    Zweck der Sonnnenschutzmittel ist die Blockade von UV-Strahlen, damit sie - bei zu viel Strahlung - nicht die Haut schädigen und kein Hautkrebs entsteht. Allerdings gibt es bisher keinen Nachweis, dass durch die Anwendung von Sonnenschutzmitteln weniger Hautkrebs entsteht. Andererseits muss mit einer doppelten Schadenswirkung gerechnet werden: die Hormonschädigung und der Vitamin-D-Mangel. Denn Vitamin D kann im Körper nur mit UV-Strahlung gebildet werden.

    Empfehlungen zu Vitamin D [1]:

    • Sonnen Sie, um die Wirkung zu erhöhen, bevorzugt Hautpartien, die normalerweise nicht ständig der Sonne ausgesetzt sind;
    • Sonnen Sie etwa ein Drittel bis die Hälfte der Zeit, in der sich die Haut röten würde.
    • Befürchten Sie Sonnenbrand und Hautkrebs? Dagegen ist Vorsorge möglich mit Antioxidantien, etwa Astaxanthin, den Vitaminen B3, C, D und E und mit Tomaten [14].
    • Die Aufnahme von Vitamin D aus der Nahrung ist generell unzureichend. Durch gute Versorgung mit Magnesium wird die Bildung von Vitamin D begünstigt.
    • Nach dem Sonnenbad bildet sich in der Haut zunächst die Vorstufe Vitamin D3, die im Laufe der nächsten 24-48 Stunden in Vitamin D umgewandelt wird, das dann in der Leber gespeichert wird. Achtung: D3 kann bei Anwendung von Seife aus der Haut wieder herausgewaschen werden.
    • In der dunklen Jahreszeit (Herbst und Winter) reicht die Sonne wegen des niedrigen Sonnenstandes nicht aus, um genügend Vitamin D im Körper zu erzeugen. Dann empfehlen sich Vitamin-Präparate wie Dekristol (verschreibungspflichtig). Mit 4000 I.E. (entspricht 100 µg) pro Tag wird generell eine befrie­digende Versorgung mit Vitamin D erreicht.

      Achtung:
      Bei Einnahme von Vitamin D ‒ Präparaten wie Dekristol ist, im Gegensatz zur Nutzung der Sonne, eine Überdosierung möglich. Sie äußert sich durch unerwünschte Calcium-Ablagerung in den Blutgefäßen ("Calcifizierung"). Um bei dauerhaft hoher Dosis von Vitamin D die Calcifizierung zu vermeiden, kann Vitamin K2 eingenommen werden.

    • Optimaler Zielwert für die Konzentration von 25(OH)D3 im Blut (Laborwert): 80 ng/ml bzw. 200 nmol/l.
    • Vitamin D ‒ Mangel kann die Ursache vieler Gesundheitsprobleme sein, z.B.
      • Depressionen, Müdigkeit, Erschöpfung, Demenz, Schizophrenie, Parkinson und andere neurodegenerative Erkrankungen,
        Grund: der Hippocampus und andere Gehirnregionen, die die Stimmung beeinflussen, haben viele Vitamin D - Rezeptoren;
      • Muskel-, Knochen- und Rückenschmerzen, Knochenverlust,
      • schlechte Heilung von Wunden,
      • Herz-Kreislauf-Krankheiten,
      • chronische Entzündungen ‒ z.B. in Verbindung mit Diabetes Typ II,
      • Autoimmunkrankheiten,
      • Krebs ‒ besonders Darmkrebs, Brust- und Prostata-Krebs,
        der Erfolg einer Krebstherapie wird durch gute Vitamin D - Versorgung begünstigt,
      • weitere chronische Erkrankungen.
      Das Vitamin erhöht die Lebenserwartung, stärkt das Immunsystem, schützt das alternde Gehirn, verbessert die Gedächtnisleistungen und sorgt dafür, dass Calcium in die Knochen eingebaut wird. Es verbessert den Antioxidantien- und den Hormon-Status.
  • DEET [3]
    (Diethyltoluamid bzw. N,N-Diethyl-3-Methylbenzamid, C12H17NO) ist ein chemisches Insektenabwehr­mittel, das in vielen Mückenschutzmitteln, z.B. in einigen Autan® - Produkten, verwendet wird.

    Biologische Wirkung
    Lange war der Wirkmechanismus dieses Gifts unbekannt. DEET blockiert, ähnlich wie Organophosphate (s.u.), die Acetylcholinesterase, ein Enzym, das in den Nervenzellen des zentralen Nervensystems aktiv ist. Das Enzym kann den Neurotransmitter Acetylcholin, der einen Erregungszustand signalisiert, blitzschnell neutralisieren. Die Blockade ist reversibel, kann also wieder beendet werden.

    Steht das Enzym Acetylcholinesterase nicht zur Verfügung, dann kann der Erregungszustand nicht beendet werden und es kommt zur Dauererregung der Nervenzellen; Reizweiterleitung und Informations­verarbeitung werden eingeschränkt oder ganz verhindert. Die Wirkung tritt in Insekten und Säugetieren ein.

    DEET dringt noch intensiver durch die Haut in den Körper ein, wenn Sie auch Sonnenschutzmittel auftragen, die Oxybenzon enthalten.

    Symptome
    Acetylcholinesterase-Hemmer - DEET, Organophosphate und Carbamate - wirken synergistisch, d.h. sie verstärken sich gegenseitig. Bei längerer Anwendung führen sie zu Kopfschmerzen, Schwindel, Wahrneh­mungsproblemen, Gehirnschäden, Gedächtnisverlust, Zittern, verwaschener Sprache, Muskelschwäche, Krampfanfällen und Problemen beim Gehen.

    Bild einer Stechmücke Gelbfiebermücke
    Quelle: Wikipedia

    Alternativen zur Insekten-Abwehr mit DEET [26]:

    • Düfte von einigen pflanzlichen Ölen oder Kräutern vergraulen die Insekten:

      Kokosöl

      Zitrone-Eukalyptus, Zitronengras, Ringelblume/Calendula, Zedernholz, Geranien, Neem, Thymian oder Nelken, Katzenminze (Katzenmelisse), Weihrauch, Lavendel, Minze oder Basilikum.
    • Moskitos werden von Kohlendioxid angezogen, das Menschen ausatmen:
      • eine Moskitofalle: Hefe in Zuckerwasser erzeugt CO2; davon werden Mücken angezogen.
      • Knoblauch und Vanille überdeckt Kohlendioxid.
    • Fraglich: der chemische Wirkstoff Icaridin (oder Picaridin, Bayrepel, chemischer Name: Hydroxy-isobutyl-piperidin-carboxylat) gilt als DEET-Nachfolger, wurde allerdings noch nicht so gründlich erforscht wie DEET.
    • Weitere Tipps: Philognosie, Zentrum der Gesundheit, MosquiToes
  • Organophosphate [3]
    • sind Ester der Phosphorsäure. Sie werden als Insektizide und Herbizide auf Obst und Gemüse gesprüht: Weizen, Mais, Sellerie, Paprika, Spinat, Kopfsalat, Gurken, Kartoffeln, Äpfel, Pfirsiche, Erdbeeren, Weintrauben und Blaubeeren. Bei Bio-Produkten sind sie nicht erlaubt.
    • Die Organophosphate führen zu einer irreversiblen Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase durch kovalente Bindung an das aktive Zentrum, bei den Carbamaten ist diese Hemmung reversibel (s. oben DEET).
    • Folgende 5 Organophosphate sind krebserregend: das Herbizid Glyphosat und die Insektizide Malathion, Diazinon, Tetrachlorvinphos und Parathion. Chlorpyrifos [4] wirkt zudem neurotoxisch und schädigt besonders die Entwicklung des kindlichen Gehirns.
  • Fluoride [16]

    Herkunft, Zweck
    Fluorid ist ein biologisch nicht abbaubares Umweltgift, das bis 1945 als Giftstoff klassifiziert war. Fluor-Verbindungen wurden in beiden Weltkriegen als Kampfgas eingesetzt. Es ist giftiger als Blei und entsteht in großen Mengen bei der Herstellung von Aluminium. Da Fluor in der Erdkruste vorkommt, ist es in geringer Menge in Nahrungsmitteln und Trinkwasser enthalten.

    Anwendung
    • in Pestiziden
    • für die Bildung einer säure-resistenten Schutzschicht über dem Zahnschmelz
      • als Natriumfluorid, Aminfluorid, Zinnfluorid oder Natriummonofluorphosphat in Zahnpasta und
      • in manchen Ländern als Hexafluoridokieselsäure (H2SiF6) im Trinkwasser.
      Es ist zweifelhaft, ob dieses Ziel angesichts der geringen Dicke der Schutzschicht (wenige nm) erreicht wird. Zudem wird die Schmelzbildung gestört und den Zähnen Kalzium entzogen. Kleine Kinder neigen beim Zähneputzen dazu, zu viel Zahnpasta zu verwenden und dadurch Fluorid in den Körper aufzunehmen. Zahnpasta wird auch ohne Fluorid angeboten.

      Studien zur Fluoridisierung nehmen die gesundheitlichen Schäden durch Fluor generell nicht zur Kenntnis und kommen deshalb zum Ergebnis, dass der Nutzen (Zahngesundheit) den Schaden (s.u.) weit überwiegt.

    • wegen der antipsychotischen Wirkung in Beruhigungs- und Schlafmitteln sowie in Psychopharmaka, um Menschen ruhig zu stellen. Beispiele: der Wirkstoff Flunitrazepam im Tranquilizer Rohypnol und der Wirkstoff Trifluoperazin in Tranquilizern und Neuroleptika.

    Wirkung, Symptome
    Fluor und Fluoride sind zwar als Spurenelement im Menschen vorhanden, werden aber nirgends im Körper benötigt, d.h. sie sind nicht essenziell.

    • Sie steigern die Aufnahme von Blei und Aluminium in den Körper (Synergie).
    • Sie steigern die Lipidperoxidation und schädigen dadurch Gehirn und das Herz-Kreislauf-System.
    • Natriumfluorid blockiert die Glykolyse und somit den Abbau der Glukose (Zucker).
    • Sie sind neurotoxisch, speziell in der Schwangerschaft (für das werdende Kind) und im Kindesalter. Folgen: verminderte Intelligenz (IQ) und Konzentrations-/Aufmerksamkeitsstörungen. Sie reichern sich in der Zirbeldrüse und im Hippocampus an. Schon Konzentrationen von 0,5 ppm schädigen Zellen und Mikrogefäße (z.B. Kapillargefäße) im Gehirn.
    • Sie reduzieren Anzahl und Beweglichkeit der Spermien und des Testosteron-Spiegels und damit die männliche Zeugungsfähigkeit.
    • Sie schädigen das Hormonsystem, speziell in der Zirbeldrüse und der Schilddrüse, und blockieren die Produktion von Insulin, der Schilddrüsenhormone T3 und T4 sowie von Melatonin.
    • Sie schädigen Herz, Leber und Nieren.
    • Es ist möglich, dass Fluoride Krebs (Knochen, Speiseröhre) verursachen; die Gesundheitsbehörden sehen dafür jedoch keinen ausreichenden Nachweis.
    • Eine zu hohe Fluoridzufuhr kann zu einer Fluorose
      • der Zähne (dentale Fluorose): Verfärbung der Zähne, eventuell Schäden am Zahnschmelz. Die betroffenen Zähne weisen kalkig-weiße Flecken sowie unter Umständen eine Braunfärbung auf.
      • und des Skeletts (ossäre Fluorose)
    • führen.

    Therapie
    Spirulina-Algen und Jod begünstigen die Ausscheidung der Fluoride. Curcumin reduziert die Lipidperoxidation und dadurch die Neurodegeneration.

  • Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC)
    haben weitreichende hormonstörende Wirkungen. Hier finden Sie mehr.
  • Flammschutzmittel [24]

    Herkunft, Zweck
    Flammschutzmittel, u.a. Polyurethan-Schaum und polybromierte Biphenyle (PBB), finden sich in vielen Gebrauchsgegenständen, z.B. in elektronischen Baugruppen, Kleidung, Matratzen und Kissen, damit sie sich nicht entzünden. Es ist fraglich, ob dieses Ziel bei den üblichen Konzentrationen wirklich erreicht wird.

    Einwirkung auf den Menschen
    Flammschutzmittel werden über die Atemluft aufgenommen und ins Blut abgegeben.

    Wirkung, Symptome
    Flammschutzmittel können zu Hormonstörungen, Unfruchtbarkeit, ADHD, geringem IQ und Schilddrüsen-Krebs beitragen.

    Empfehlung
    Nehmen Sie nur Produkte ohne Flammschutzmittel. Sie sind giftig und überflüssig.

  • Toluol, ein Lösungsmittel in Farben, Klebstoff, Gummi, Druckertinte und Silikon-Dichtmittel.
  • Dioxine [15]
    genauer die Dibenzo-p-dioxine (PCDD) und Dibenzofurane (PCDF), entstehen als Nebenprodukte vor allem bei Verbrennungsprozessen (z.B. Müll- und Altölverbrennung, Waldbrände) und bei der Pestizid-Herstellung. Sie haften an Staubpartikeln und verbreiten sich auf diese Weise in der Umwelt.

    Giftbelastung
    Dioxine werden gefunden in

    • Lebensmitteln: Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier;
    • Sanitärprodukten: Damenbinden und Tampons, von wo aus das Gift schnell in den Blutkreislauf gelangt.

    Wirkung, Symptome
    Dioxine sind sehr langlebige, fettlösliche Verbindungen, die sich im Fettgewebe von Tieren und Menschen anreichern und nur sehr langsam abgebaut werden. Als chronische Wirkungen von Dioxinen wurden bei Tierversuchen Störungen der Reproduktionsfunktionen, des Immunsystems, des Nervensystems und des Hormonhaushalts beobachtet. Bei einigen Dioxinen geht man davon aus, dass sie das Risiko, an Krebs zu erkranken, erhöhen können.

    Grenzwert
    Für die chronische, tägliche Belastung mit Dioxin gibt es keinen sicheren Grenzwert.

  • Empfehlung
    Achten Sie besonders bei Produkten, die mit Schleimhaut und Blut in Berührung kommen, darauf, dass sie nicht dioxinbelastet sind.

  • Triclosan [6],
    Triclosan ist ein polychloriertes Phenoxyphenol. Wegen seiner desinfizierenden, bioziden Wirkung wird es in Medizin und Haushalt seit über 40 Jahren eingesetzt. Durch die Einwirkung von Sonnenstrahlung, Ozon, Chlor und Mikroorganismen entstehen Dioxine, die in Abwasser, Kläranlagen und Oberflächenwasser gelangen.

    Giftbelastung
    Triclosan wird eingesetzt

    • in höheren Konzentrationen als Desinfektionsmittel in Arzt-, Zahnarztpraxen und Kliniken,
    • zur Therapie der Neurodermitis,
    • in Kosmetika, Zahnpasta, Deodorants, Seifen, Haushaltsreinigern und Waschmitteln,
    • zur Präparierung von Textilien und Schuhen.

    Wirkung, Symptome
    Triclosan wird über die Haut resorbiert, im Fettgewebe angereichert und gelangt auch in das Nabelschnurblut von Schwangeren. Folgende Wirkungen wurden beobachtet:

    • Die Resistenz von Bakterien, die eigentlich abgetötet werden sollen, wird gegenüber Triclosan und gegenüber Antibiotika, etwa Chinolone, erhöht. Triclosan bewirkt also das Gegenteil dessen, was es eigentlich bewirken soll.
    • Bildung von Lebertumoren.
    • Triclosan schädigt weibliche (Östrogene) und männliche (Testosteron) Sexualhormone und vermindert die Fruchtbarkeit von Frauen.
    • Schwangerschaft: es entstehen Komplikationen in der Östrogenversorgung des Fötus und somit Schäden für das entstehende Kind und es kommt ggf. zu einer Fehlgeburt.
    • Schädigung der Darmflora und der Schilddrüse.
    • Schädigung von Muskeln, z.B. des Herzmuskels.

    Empfehlung
    Verwenden Sie keine Reinigungsmittel, Seifen und Kosmetika, die antibakterielle Stoffe oder Desinfektions­mittel enthalten! Bakterien sind nicht so schlimm, wie viele denken.

  • Parabene [18]

    Herkunft, Zweck
    Parabene werden als Konservierungsstoff in Körperpflegeprodukten - Shampoos, Seifen, Hand-Desinfek­tionsmittel, Makeups, Lotionen, Rasur-Hilfsmittel und Gleitmittel - eingesetzt, um das Wachstum von Mikroben zu begrenzen.

    Einwirkung auf den Menschen
    Parabene werden durch die Haut absorbiert und gelangen direkt in die Blutbahn, über die Nabelschnur auch zum Fötus.

    Wirkung, Symptome
    Viele Parabene besitzen eine östrogene Wirkung - das heißt sie wirken ähnlich wie weibliche Sexualhormone. Propyl- und Butylparaben haben zudem eine anti-androgene Wirkung: sie können die Wirkung des männlichen Sexualhormons Androgen hemmen. Einige Parabene können bereits in geringen Mengen das Fortpflanzungssystem schädigen.

    Parabene stören wichtige Entwicklungsprozesse, die in ganz bestimmten Zeitfenstern des Wachstums ablaufen. Föten im Mutterleib, Kleinkinder und Pubertierende reagieren darauf besonders empfindlich. Parabene werden mit folgenden Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht: verfrühte Pubertät bei Mädchen, Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane, Brustkrebs, Schilddrüsenkrebs, Störungen der Nervenentwicklung und Reduktion der Spermienzahl.

    Mit Ingwer konnten in vitro schädliche Wirkungen der Parabene reduziert werden.

    Empfehlung

    • Antibakterielle Zusätze in Körperpflegeprodukten sind generell überflüssig.

    • Nachdem Parabene in Verruf gerieten, wurden Ersatzstoffe gefunden, die leider Allergien verursachen können: Methylisothiazolinon (MI) und Phenoxyethanol.
    • Vermeiden Sie auch Triclosan, Triclocarban (TCC) und Oxybenzon - hormonstörende Stoffe, die ebenfalls in der Körperpflege eingesetzt werden!
  • Atrazin,
    ein Pflanzengift, verwandelt männliche Frösche in weibliche bzw. in Zwitter. Es verändert die Hormon-Produktion: es steigert die Produktion des Stresshormons Cortisol, schädigt die Prostata, senkt die Testosteron-Produktion, stimuliert die Östrogen-Produktion und begünstigt dadurch Brustkrebs. Das Gift ist seit 1959 im Einsatz, in der EU-Landwirtschaft verboten, aber in USA erlaubt.

Gesundheitsschäden durch hormonstörende Stoffe

  • Sexualität, beide Geschlechter:

    • Störung der natürlichen Sexualhormone - Östrogen, Androgen, Progesteron. In der Folge kann auch die Ausprägung primärer und sekundärer Geschlechts­merkmale - z.B. Wachstum von Haaren, der Brust usw. - gestört sein.
    • Unfruchtbarkeit
      In der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) werden Hormone gebildet, die auf die Fruchtbarkeit beider Geschlechter einen großen Einfluss haben. Schäden bis hin zur Unfruchtbarkeit können durch chronische Giftbelastung, aber auch durch psychische Belastungen, z.B. Stress, verursacht werden.
    • Gestörte Sexualentwicklung des Fötus

    weibliche Sexualität

    • Dysmenorrhö, eine mit krampfartigen und langandauernden Schmerzzuständen einhergehende Menstruation.
    • Das prämenstruelle Syndrom (PMS) ist ein im Vorfeld der Menstruation auftretender Symptomkomplex, der bis zum Einsetzen der Regelblutung andauert.
    • Uterusmyom: gutartiger Tumor, der von der Muskulatur der Gebärmutter ausgeht.
    • Polyzystisches Ovar-Syndrom [17]
      ist die häufigste hormonelle Störung bei Frauen im gebärfähigen Alter, zudem die häufigste Ursache für eine Unfruchtbarkeit aufgrund von Zyklusstörungen. Abhilfe: Vitamin D.
    • Fehlgeburt und ektopische Schwangerschaft (Fötus-Entwicklung außerhalb des Uterus).
    • Während der Schwangerschaft ist die Einwirkung von Hormonstörern besonders verhängnisvoll; Beobachtungen haben gezeigt, dass Fruchtwasser besonders viele Hormonstörer enthält; zwei Drittel davon beeinträchtigen die Schilddrüsen-Hormone.
    • Frühzeitige Pubertät, erkennbar an Brust- und Schamhaar-Wachstum, bei Mädchen [8].
    • Endometriose: das Endometrium verbreitet sich unter Schmerzen an anderen Stellen im Körper.

    männliche Sexualität

    • Schädigung der männlichen Geschlechtsorgane, -merkmale und der Spermien [13]
      • Fehlentwicklung der Hoden,
      • Hemmung der Samenreife,
      • verminderte Beweglichkeit der Spermien (Asthenozoospermie),
      • verminderte Anzahl der Spermien.
    • Frühzeitige Pubertät: wird mit Symptomen wie Reizdarm, Arthritis, Glaukom, Schuppenflechte, Krebs, Typ-2-Diabetes, Herzkrankheiten, Depressionen und Verhaltensstörungen in Verbindung gebracht [8].
    • Weniger männliches Verhalten;
    • höhere Sterblichkeit durch verringertes Testosteron;
    • Feminisierung durch Störung des Hormonhaushalts von männlichen Föten und Kindern; Entwicklung von weiblichen (sekundären) Geschlechtsmerkmalen. Beispiele:
      • Menschen, die biologisch als männlich einzustufen sind, entwickeln weibliche Merkmale und empfinden sich als weiblich. In der Folge können operative Geschlechtsumwandlungen notwendig werden.
      • Bei zu viel Östrogen und zu wenig Testosteron kann es zu unnatürlichem Brustwachstum kommen.
  • Neurologie, Psychiatrie [27]
    • Intelligenzverlust (geringerer IQ) bis hin zu geistiger Behinderung und Schwachsinn,
    • Autismus (ASD),
    • Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitäts-Störung (ADHD),
    • Stimmungsschwankungen,
    • Verhaltensstörungen.
  • Schilddrüsenprobleme [21]

    Einige weit verbreitete Chemikalien greifen bevorzugt die Schilddrüse an. Die Schilddrüsenhormone der Mutter sind wichtig für die normale Gehirnentwicklung in Fötus und Kleinkind. Sobald die Hormonstörer die Rezeptoren im Gehirn besetzen, ist die normale Gehirnentwicklung gestört; Synapsen werden nicht gebildet. Schon eine geringe Gift-Belastung in der Schwangerschaft kann die kognitive Entwicklung der Nachkommen negativ beeinflussen.

    Auch die chronische Erschöpfung (CFS) kann durch eine Unterfunktion der Schilddrüse (mit-)verursacht werden.

  • krankhaftes Übergewicht, Fettleibigkeit bei Kindern und Erwachsenen [22],
    krankhaft bedeutet: die Fettleibigkeit entsteht, auch wenn die Menschen dieselbe Kalorienmenge wie nicht geschädigte Menschen aufnehmen;
  • Insulin-Resistenz, Diabetes Typ II,
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krebs, z.B. Brustkrebs durch synthetische Östrogene, Prostatakrebs, Uterus- und Schilddrüsen-Karzinome.
    Diese Schäden werden bei Jugendlichen beobachtet, die als Kleinkinder besonderss vielen hormonwirksamen Substanzen ausgesetzt waren.
  • Allergien.

Gesundheitspolitik

Der bedenkenlose Einsatz hormonstörender Substanzen verursacht in der EU - neben dem menschlichen Leid - einen ökonomischen Schaden von jährlich 157 Milliarden € oder 1,23% des Bruttosozialprodukts. [5]

Leider stehen deutsche und EU-Regulierungsbehörden unter starkem Einfluss der Gift-Produzenten, so dass eher mit einer Verschlimmerung der Situation zu rechnen ist. Mühelos beeinflussen die Gift-Produzenten mit ihren hohen Gewinnen Wissenschaftler, deren Studien und die Veröffentlichung in wissenschaftlichen Zeitschriften, Gesundheitsbehörden und politische Entscheider und damit alle wissenschaftlichen und politischen Entscheidungsprozesse.

Sobald den Entscheidern in Politik und Regulierungsbehörden in einer wissenschaftlichen Studie die hohen Gefahren der hormonstörenden Stoffe aufgezeigt werden, wird von der Gegenseite, der giftproduzierenden Industrie, eine Gegenstudie präsentiert mit dem Ziel, eine für die Industrie nachteilige Entscheidung um Jahre hinauszuschieben oder endgültig zu verhindern; Beispiel: Glyphosat, Report gekaufte Wissenschaft.


[1] Studien und weitere Informationen zu Vitamin D

[3] Studien und weitere Informationen zu DEET und Organophosphaten

[4] Weitere Informationen und Studien zu Chlorpyrifos

Chlorpyrifos wird in Landwirtschaft und Haushalt als Pestizid und Insektizid eingesetzt. In Deutschland ist der Verkauf Chlorpyrifos-haltiger Pestizide seit 2009 nicht mehr zugelassen. Es wird dennoch oft in Obst und Gemüse gefunden. Es ist ein Organophosphat, neurotoxisch und schädigt die Entwicklung des kindlichen Gehirns.

[5] Studien und weitere Informationen zur Gesundheitspolitik und den Kosten der Hormon-Gifte

[6] Weitere Informationen zu Triclosan

[7] Weitere Informationen zu Pyrethroiden

[8] Weitere Informationen und Studien zu Gesundheitsschäden durch zu frühe Pubertät

[9] Studien und weitere Informationen zu Paraquat

[10] Studien und weitere Informationen zu Phthalaten

[11] Weitere Informationen zu Sonnenschutzmitteln

[13] Weitere Informationen zu Schädigung und Abnahme der Spermienzahl

  • The Straits Times, Singapore: World's sperm are in trouble (3.2017)

    90% der Spermien eines typischen jungen Mannes sind deformiert, manchmal mit 2 Köpfen oder 2 Schwänzen. Sie sollen in der Samenflüssigkeit zum Ei schwimmen, um es zu befruchten, aber sie tun dies sehr langsam und ohne Orientierung. Und die Zahl der Spermien hat in den letzten 75 Jahren rapide abgenommen. Deutlicher sichtbar sind andere Schäden: mehr Hodenkrebs, Hodenhochstand und angeborene Deformation des Penis.
    Nach der Befruchtung wird in der Gebärmutter entschieden: Junge oder Mädchen. Wird dieser Entscheidungsprozess gestört, wird die Sexualität (Organe, Hormone usw.) des Jungen geschädigt.
    Ursache der Gesundheitsschäden: hormonstörende Chemikalien!

  • greenmedinfo: Are Toxic Chemicals Turning Boys Into Girls? (3.2017)

    Früher (bis 1950) lag das Verhältnis von neugeborenen Jungen zu Mädchen bei 106:100. Seit 1970 gibt es einen Trend, dass der männliche Anteil stetig abnimmt. Das hat Gründe.
    Das Geschlecht des Kindes wird in 3 Punkten entschieden:
    (1) die Gene, also die Chromosomen XY bei Jungen und XX bei Mädchen,
    (2) die Hormone, also Testosteron (männlich) und Östrogen (weiblich) und
    (3) die Sexualorgane ‒ Penis, Hoden und Prostata bei Jungen, Vagina, Eierstock und Gebärmutter bei Mädchen.
    Beim gesunden Kind stimmen alle 3 Merkmale überein und ergeben ein eindeutiges Geschlecht.
    Die Ausbildung der Sexualorgane geschieht im 2. Schwangerschaftsmonat und wird hormonell gesteuert. Soll es ‒ wegen des Y-Chromosoms ‒ ein Junge werden, dann wird das am Tag 51 der Schwangerschaft signalisiert: die schon begonnene Ausbildung weiblicher Sexualorgane wird gestoppt, männliche Sexualorgane entstehen. Die für die Bildung der Organe notwendige Zellteilung geschieht bei den Sexualorganen schneller als bei anderen Organen und ist deshalb leichter verwundbar, z.B. durch hormonstörende Chemikalien.

  • Frances Orton, Erika Rosivatz, Martin Scholze and Andreas Kortenkamp:
    Widely Used Pesticides with Previously Unknown Endocrine Activity Revealed as in Vitro Antiandrogens (6.2011);
    dazu Zeitungsartikel: Pesticides May Block Male Hormones

    30 von 37 getesteten Pestiziden blockierten männliche Hormone oder ahmten sie nach. Die meisten sind Fungizide.

  • Hagai Levine, Niels Jørgensen, Anderson Martino-Andrade, Jaime Mendiola, Dan Weksler-Derri, Irina Mindlis, Rachel Pinotti und Shanna H. Swan:
    Temporal trends in sperm count: a systematic review and meta-regression analysis (7.2017)

    Kommentare:

    • aus der Zeitschrift test, Heft 09/2017
      Die Zahl der Spermien pro Samenerguss ist seit 1973 in großen Teilen der westlichen Welt um mehr als 50% gesunken. Das ergab eine Übersichtsstudie, die 185 wissenschaftliche Arbeiten zusammenfasst. Im nächsten Satz steht: Keine Panik, sagen Experten ....
    • NPR: Sperm Counts Plummet In Western Men, Study Finds (7.2017)

      Die Zahl der Spermien hat in 39 Jahren dramatisch abgenommen - auf weniger als die Hälfte. Das ist nicht nur schlecht für die Fruchtbarkeit des Mannes, sondern auch für seine Gesundheit. Ursache könnte Giftbelastung sein, während sich der männliche Embryo noch im Mutterleib befindet, aber auch Stress und Fettleibigkeit des Mannes.

  • Jayasena CN, Radia UK, Figueiredo M, Revill LF, Dimakopoulou A, Osagie M, Vessey W, Regan L, Rai R, Dhillo WS:
    Reduced Testicular Steroidogenesis and Increased Semen Oxidative Stress in Male Partners as Novel Markers of Recurrent Miscarriage, auch hier (1.2019)
    Spiegel-Kommentar: Hängen Spermienqualität und Fehlgeburten zusammen?

    Fehlgeburten können durch hormonelle Störung der Reproduktionsfunktionen (d.h. der Sexualorgane) beim Mann, durch Schädigung der Spermien durch oxidativen Stress und durch die Fragmentierung der Spermien-DNA verursacht werden.

  • R. Rahban, L. Priskorn, A. Senn, E. Stettler, F. Galli, J. Vargas, M. Van den Bergh, A. Fusconi, R. Garlantezec, T. K. Jensen, L. Multigner, N. E. Skakkebæk, M. Germond, N. Jørgensen, S. Nef, the NICER Working Group:
    Semen quality of young men in Switzerland: a nationwide cross-sectional population-based study (5.2019)
    Kommentar: Spermienqualität von Schweizer Männern ist besorgniserregend

    Bei 6 von 10 jungen Männern erreicht der Samen die Normwerte für Anzahl und Beweglichkeit der Spermien nicht. 17% der Männer sind an der Grenze zur Unfruchtbarkeit.

[14] Weitere Informationen und Studien zum Hautschutz durch Antioxidantien

[15] Studien und weitere Informationen zu Dioxinen

[16] Studien und weitere Informationen zu Fluoriden

[17] Informationen und Studien zum Polyzystischen Ovarsyndrom
Das polyzystische Ovarsyndrom (polycystic ovary syndrome, PCOS) ist eine der häufigsten hormonellen Erkrankungen bei Frauen. Es stellt eine der wichtigsten Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch dar.

[18] Weitere Informationen und Studien zu Parabenen

[19] Studien zu Östrogenen

[20] Weitere Informationen zu Chemikalien in Kosmetika und Körperpflegemitteln
(Parfüm, Deodorants, Düfte, Shampoo etc.)

[21] Weitere Informationen und Studien zu Schilddrüsenproblemen

[22] Weitere Informationen und Studien zu metabolen Disruptoren
Metabole Disruptoren arbeiten, ebenso wie endokrine Disruptoren (Hormonstörer), an Rezeptoren: sie besetzen und blockieren die Rezeptoren und stören deren natürliche Funktion.

[24] Weitere Informationen und Studien zu Flammschutzmitteln

[25] Weitere Informationen und Studien zu Triphenylphosphat

[26] Weitere Informationen und Studien zu alternativen Mücken-Abwehrmitteln

[27] Weitere Informationen und Studien zu Schäden im Bereich Neurologie und Psychiatrie

 

Weitere Informationen zu Hormonen und hormonstörenden Stoffen:

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